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Aminophyllin 125mg



Gebrauchsinformation Aminophyllin 125mg

Wortlaut der für die Gebrauchsinformation von Aminophyllin® 125, Tabletten, vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender

Aminophyllin®125 mg, Tabletten

Wirkstoff: Aminophyllin


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

  • Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist Aminophyllin 125 mg und wofür wird es angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Aminophyllin 125 mg beachten?

3. Wie ist Aminophyllin 125 mg einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Aminophyllin 125 mg aufzubewahren?

6. Weitere Informationen


1. Was ist Aminophyllin 125 mg und wofür wird es angewendet?

Aminophyllin 125 mg ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Asthma (Bronchospasmolytikum).

Aminophyllin 125 mg wird angewendet zur Behandlung und Verhütung von Atemnotzuständen aufgrund einer Einengung der Atemwege (Bronchokonstriktion) bei Patienten mit Asthma bronchiale und chronisch einengenden (obstruktiven) Atemwegserkrankungen.


Hinweis:

Für die Dauertherapie bei Patienten mit anhaltendem (persistierendem) Asthma bronchiale oder mittel- bis schwergradiger chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung stehen Präparate mit verzögerter Wirkstofffreisetzung zur Verfügung. In diesen Fällen wird eine Kombinationstherapie mit anderen, die Bronchien erweiternden und entzündungshemmenden Medikamenten empfohlen.


2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Aminophyllin 125 mg beachten?

Aminophyllin 125 mg darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Theophyllin, Ethylendiamin oder einen der sonstigen Bestandteile von Aminophyllin 125 mg sind,

  • wenn Sie einen frischen Herzinfarkt haben,

  • wenn Sie an akuten Herzrhythmusstörungen mit gesteigerter Herzschlagfolge (tachykarde Arrythmien) leiden.


Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Aminophyllin 125 mg ist erforderlich

  • wenn Sie an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße (instabile Angina pectoris) leiden,

  • wenn Sie eine Neigung zu Herzrhythmusstörungen mit gesteigerter Herzschlagfolge (tachykarde Arrhythmien) haben,

  • wenn Sie an sehr hohem Blutdruck leiden,

  • wenn Sie an einer chronischen Herzmuskelerkrankung (hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie) leiden,

  • wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) haben,

  • wenn Sie ein epileptisches Anfallsleiden haben,

  • wenn Sie ein Magen- und / oder Zwölffingerdarmgeschwür haben,

  • wenn Sie an Porphyrie (bestimmte Stoffwechselstörung) leiden,

  • wenn Sie Leber- oder Nierenfunktionsstörungen haben.


Falls diese Angaben bei Ihnen zutreffen oder früher einmal zutrafen, befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt.


Kinder

Aminophyllin 125 mg soll aufgrund seiner Wirkstärke nicht bei Kindern unter 6 Jahren angewendet werden.


Ältere Menschen

Die Anwendung von Aminophyllin 125 mg bei alten und / oder schwerkranken Patienten ist mit einer erhöhten Gefahr der Überdosierung verbunden und soll daher durch Blutspiegelkontrollen überwacht werden (s. Abschnitt 3 „Wie ist Aminophyllin 125 mg einzunehmen?“).


Bei Einnahme von Aminophyllin 125 mg mit anderen Arzneimitteln


Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


Verstärkte Wirkung von Aminophyllin 125 mg bei gleichzeitiger Behandlung mit bzw. Einnahme von:


  • anderen xanthinhaltigen Medikamenten,

  • ß-Sympathomimetika,

  • Coffein und ähnlichen Stoffen,

  • oralen Kontrazeptiva (“Pille”),

  • bestimmten Antibiotika (z. B. Makrolidantibiotika wie Erythromycin oder Troleandomycin; Clarithromycin, Josamycin, Spiramycin),

  • Chinolonen und Fluorochinolonen (Antibiotika des Typus Gyrasehemmer: besonders Ciprofloxacin, Enoxacin, Pefloxacin; s. Hinweis unten*),

  • Imipenem (Antibiotikum; besonders Nebenwirkungen wie Krämpfe sind zu erwarten),

  • Isonicotinsäurehydrazid (Antibiotikum),

  • Thiabendazol (Fungizid und Wurmmittel),

  • Calcium-Antagonisten (Herz-Kreislaufmedikamente wie z. B. Verapamil, Diltiazem),

  • Propranolol, Propafenon, Mexiletin, Ticlopidin (Herz-Kreislaufmedikamente),

  • Cimetidin, Ranitidin (Mittel zur Dämpfung der Magensaftproduktion),

  • Allopurinol, Febuxostat (Arzneistoffe zur Behandlung von Gicht),

  • Fluvoxamin, Viloxazin (unter anderem Antidepressiva)

  • -Interferon, Peginterferon (Immunsystem-stimulierende Mittel),

  • Rofecoxib (Antirheumatikum),

  • Pentoxifyllin (Medikament gegen Durchblutungsstörungen)

  • Disulfiram (Arzneistoff zur Entwöhnung bei Alkoholabhängigkeit),

  • Phenylpropanolamin (Appetitzügler),

  • Zafirlukast, Zileuton (Arzneistoffe zur Behandlung von Asthma),

  • Grippe- und Tuberkuloseimpfung (Influenza- und BCG-Impfung),

  • Indrocilamid (Mittel zur Behandlung schmerzhafter Muskelkontrakturen),

  • Aciclovir (Mittel zur Behandlung von bestimmten Infektionskrankheiten),

  • Etintidin.


*Bei paralleler Behandlung mit Ciprofloxacin ist die Theophyllin-Dosis auf maximal 60 %, bei Anwendung von Enoxacin auf maximal 30 % und bei Anwendung von Grepafloxacin oder Clinafloxacin auf 50 % der empfohlenen Dosis zu reduzieren.


Auch andere Chinolone (z. B. Pefloxacin, Pipemidsäure) können die Wirkung von Theophyllin-Arzneimitteln verstärken. Eine regelmäßige Kontrolle der Konzentration von Theophyllin Ihrem Blut durch den Arzt ist in diesen Fällen erforderlich.


Verminderte Wirksamkeit von Aminophyllin 125 mg mit evtl. erforderlicher Anhebung der Theophyllin-dosis bei gleichzeitiger Einnahme von:

  • bei Rauchern,

  • Barbituraten wie z. B. Phenobarbital, Pentobarbital und Primidon,

  • Carbamazepin (Mittel gegen z. B. Epilepsie),

  • Phenytoin und Phosphenytoin,

  • Rifampicin und Rifapentin (antibakterielle Antibiotika),

  • Sulfinpyrazon (entzündungshemmendes und blutverdünnendes Arzneimittel),

  • Ritonavir (Medikament unter anderem zur Behandlung von HIV-Infektionen),

  • Aminoglutethimid,

  • bei Hypericin-haltigen Medikamenten (Johanniskraut).


Geschwächte Wirkung durch Aminophyllin 125 mg bei gleichzeitiger Einnahme von:

  • Lithiumcarbonat,

  • -Rezeptorenblockern,

  • Adenosin

  • Benzodiazepinen.



Theophyllin verstärkt die harntreibende Wirkung von Diuretika wie z. B. Furosemid (Mittel zur Ausschwemmung von Wasser aus dem menschlichen Körper).

Die Anwendung von Halothan kann bei Patienten, die Aminophyllin 125 mg erhalten, zu schweren Herz-rhythmusstörungen führen.


Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.


Bei Einnahme von Aminophyllin 125 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Kaffee wirkt verstärkend auf die Wirkung von Theophyllin. Rauchen steigert den Theophyllinabbau und schwächt somit die Wirkung ab.

Die Einnahme zusammen mit Alkohol kann das Reaktionsvermögen zusätzlich beeinträchtigen (s. „Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen“).


Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme / Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


Schwangerschaft

Zu einer Anwendung von Theophyllin während der ersten 3 Schwangerschaftsmonate liegen bislang keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen vor, daher sollte eine Einnahme von Theophyllin während dieser Zeit vermieden werden.

Während des 2. und 3. Schwangerschaftsdrittels sollte Theophyllin nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden, da es in den Blutkreislauf des Ungeborenen übergeht und dort Arzneimittelwirkungen zeigen kann.

Wird eine Patientin am Ende der Schwangerschaft mit Theophyllin behandelt, kann es zur Wehenhem-mung kommen.

Neugeborene, deren Mütter vor der Geburt mit Theophyllin behandelt wurden, müssen sorgfältig auf mögliche Theophyllinwirkungen (Anstieg der Herzfrequenz, Erbrechen, Erregbarkeit) überwacht werden.


Stillzeit

Theophyllin geht in die Muttermilch über. Im Blut des gestillten Kindes können wirksame Konzentrationen erreicht werden. Aus diesem Grund ist die therapeutische Theophyllin-Dosis bei einer stillenden Frau so niedrig wie möglich zu halten. Das Stillen sollte möglichst unmittelbar vor der Gabe des Arzneimittels erfolgen. Das gestillte Kind muss sorgfältig auf ein mögliches Auftreten von Theophyllinwirkungen (Anstieg der Herzfrequenz, Erbrechen, Erregbarkeit) hin überwacht werden. Sollten höhere therapeutische Dosen notwendig sein, muss abgestillt werden.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Aminophyllin 125 mg kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass z. B. die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen sowie zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird.

Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol oder Medikamenten, die ihrerseits das Reaktionsvermögen beeinträchtigen können.


3. Wie ist Aminophyllin 125 mg einzunehmen?

Nehmen Sie Aminophyllin 125 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.



Ihr Arzt wird Aminophyllin 125 mg individuell nach Wirkung dosieren (s. nachfolgende Tabelle).


Dabei ist zu berücksichtigen:


  • Zur Ermittlung der Dosis ist als Körpergewicht das Normalgewicht einzusetzen, da Theophyllin nicht vom Fettgewebe aufgenommen wird. Dies ist insbesondere von Bedeutung, wenn Sie stark übergewichtig sind.

  • Die Dosierung sollte möglichst nach Bestimmung der Theophyllinkonzentration im Blut ermittelt werden, besonders bei zu starker oder zu schwacher Wirkung.

  • Wenn Sie bereits andere Theophyllin oder theophyllinhaltige Präparate einnehmen oder eingenommen haben, kann eine Dosisanpassung erforderlich sein. Sprechen Sie bitte in diesen Fällen bitte mit Ihrem Arzt.


Wenn Sie Raucher sind, benötigen Sie im Vergleich zu nichtrauchenden Erwachsenen eine höhere körpergewichtsbezogene Theophyllin-Dosis infolge eines vermehrten Abbaus.

Bei Rauchern, die das Rauchen einstellen, sollte wegen des Anstiegs des Theophyllin-Blutspiegels vorsichtig dosiert werden.


Im Gegensatz hierzu ist bei älteren Patienten (ab dem 60. Lebensjahr) die Theophyllin-Ausscheidung verlangsamt.


Bei Patienten mit Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz), schwerem Sauerstoffmangel, eingeschränkter Leberfunktion, Lungenentzündung, Virusinfektion (insbesondere Influenza), im höheren Lebensalter sowie bei der Behandlung mit bestimmten anderen Medikamenten (s. Abschnitt 2, „BeiEinnahme von Aminophyllin 125 mg mit anderen Arzneimitteln“) ist die Theophyllin-Ausscheidung sehr häufig verlangsamt.

Bei höhergradigen Nierenfunktionsstörungen kann es zu einer Anhäufung (Kumulation) von Theophyllin-Stoffwechselprodukten kommen. Solche Patienten benötigen daher geringere Dosen und Steigerungen müssen mit besonderer Vorsicht erfolgen.

Weiterhin ist über eine reduzierte Theophyllin-Ausscheidung nach Tuberkulose- und Grippe-Impfung berichtet worden, so dass bei gleichzeitiger Behandlung ebenfalls eine Dosisminderung erforderlich sein könnte.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Empfohlenes Dosierungsschema:

Je nach Lebensalter sind folgende Erhaltungsdoses zu empfehlen:

Alter

in Jahren

Körper-

gewicht in kg*

tägliche Dosis Aminophyllin

in mg je kg Körpergewicht*

Anzahl der Tabletten

Kinder

6–8

8–12


Jugend-liche

12–16


Erwachsene


20–25

25–40



40–60


50–70


30 ( 24 mg Theophyllin)

25 ( 20 mg Theophyllin)



22 ( 18 mg Theophyllin)


14–16 ( 11-13 mg Theophyllin)


3-mal täglich 1-2 Tabletten

3- bis 4-mal täglich 1-2 Tabletten



3- bis 4-mal täglich 1-2 Tabletten


3- bis 4-mal täglich 1-2 Tabletten

* bei adipösen Patienten ist hier das Normalgewicht einzusetzen


Zu Überdosierungserscheinungen und ihrer Behandlung lesen Sie bitte auch den Abschnitt „Wenn Sie eine größere Menge von Aminophyllin 125 mg eingenommen haben, als Sie sollten“. In jedem Fall sollten Sie vor Einnahme der nächsten Dosis zeitnah einen Arzt konsultieren .


Art der Anwendung

Zum Einnehmen

Die Behandlung sollte möglichst am Abend kurz vor dem Schlafengehen beginnen und langsam über 2-3 Tage gesteigert werden.

Nehmen Sie bitte die Tabletten nach den Mahlzeiten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein.

Sowohl eine Erhöhung als auch eine Verminderung der Dosis soll stets nur auf Anraten des Arztes erfolgen.


Dauer der Anwendung

Nehmen Sie bitte Aminophyllin 125 mg stets nur in Absprache und auf Anraten des Arztes ein.

Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung und wird von Ihrem behandelnden Arzt bestimmt.


Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Aminophyllin 125 mg zu stark oder zu schwach ist.


Wenn Sie eine größere Menge Aminophyllin 125 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Bei einer Überdosierung mit Aminophyllin 125 mg können, abhängig von der Theophyllinkonzentration im Blut und der individuellen Empfindlichkeit, folgende Symptome auftreten:


  • Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen, Durchfall),

  • zentralnervöse Erregbarkeit (Unruhegefühl, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwindel),

  • kardiale Störungen (Herzrhythmusstörungen).


Bei starker Überdosierung können zentralnervöse und kardiale Reaktionen bis hin zu Krampfanfällen bzw. schweren Herzrhythmusstörungen sowie Herz-Kreislauf-Versagen auftreten. Solche Reaktionen können auch ohne die Vorboten leichterer Nebenwirkungen auftreten.


Bei leichteren Überdosierungserscheinungen sollten Sie in jedem Fall vor Einnahme der nächsten Dosis zeitnah Ihren Arzt zur Überprüfung der Behandlung aufsuchen.

Bei Verdacht auf eine starke Überdosierung mit Aminophyllin 125 mg benachrichtigen Sie sofort einen Arzt.


Die folgenden Passagen enthalten Hinweise an den behandelnden Arzt

Bei leichten Überdosierungserscheinungen:

Aminophyllin 125 mg sollte abgesetzt und der Theophyllin-Serumspiegel bestimmt werden. Bei Wieder-aufnahme der Behandlung sollte die Dosis entsprechend vermindert werden.


Bei zentralnervösen Reaktionen (z. B. Unruhe und Krämpfen):

Diazepam i.v., 0,1 - 0,3 mg / kg KG, bis zu 15 mg.


Bei vitaler Bedrohung:

  • Überwachung lebenswichtiger Funktionen,

  • Freihalten der Atemwege (Intubation),

  • Zufuhr von Sauerstoff,

  • bei Bedarf i.v. Volumensubstitution mit Plasmaexpandern,

  • Kontrolle und evtl. Korrektur des Wasser- und Elektrolythaushalts,

  • Hämoperfusion (s. u.).


Bei bedrohlichen Herzrhythmusstörungen:

I.v. Gabe von Propranolol bei Nicht-Asthmatikern (1 mg bei Erwachsenen, 0,02 mg/kg KG bei Kindern), diese Dosis kann alle 5-10 Minuten bis zur Rhythmus-Normalisierung oder bis zur Höchstdosis von
0,1 mg/kg wiederholt werden.


Vorsicht:

Propranolol kann bei Asthmatikern schwere Bronchospasmen auslösen. Bei Asthma-Patienten Gabe von Verapamil.

Bei besonders schweren Vergiftungen kann eine Entgiftung durch Hämoperfusion / Hämodialyse (Blutwäsche) erreicht werden.


Die weiteren Möglichkeiten zur Behandlung einer Vergiftung mit Aminophyllin 125 mg richten sich nach dem Ausmaß und Verlauf sowie den Krankheitszeichen.


Wenn Sie die Einnahme von Aminophyllin 125 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt und führen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben, fort.


Wenn Sie die Einnahme von Aminophyllin 125 mg abbrechen

Bei einer Unterbrechung oder plötzlicher Beendigung der Einnahme (Absetzen) informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, da die Gefahr einer unzureichenden Behandlung besteht.


Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Aminophyllin 125 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.


Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)


Mögliche Nebenwirkungen

Theophyllin



Stoffwechsel, Ernährungsstörungen und Elektrolyte

Sehr häufig: Veränderungen der Blutsalze (Serumelektrolyte), insbesondere verminderter Kalium-Gehalt des Blutes (Hypokaliämie), Anstieg von Calcium, Harnsäure (Hyperurikämie) sowie des Blutzuckers (Hyperglykämie).


Immunsystem

Gelegentlich:Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Theophyllin.


Bei bestehender Überempfindlichkeit gegen Ethylendiamin sind allergische Hautreaktionen, generalisierter Juckreiz, Hautausschlag, Atemnotanfälle sowie generalisierte Reaktionen mit hohem Fieber und Abfall der Thrombozytenzahl möglich.


Nervensystem

Sehr häufig: Kopfschmerzen, Erregungszustände, Gliederzittern, Unruhe, Schlaflosigkeit, Schwindel.

Nicht bekannt:Krampfanfälle.


Herz-Kreislauf-System

Sehr häufig: Beschleunigter bzw. unregelmäßiger Herzschlag, Herzklopfen (Palpitationen), Blutdruckabfall.


Verdauungstrakt

Sehr häufig: Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.

Nicht bekannt: Anregung der Magensäureproduktion.


Infolge einer verringerten Spannung des unteren Speiseröhrenschließmuskels (Tonusminderung im unteren Ösophagussphinkter) kann ein bestehender Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre (gastroösophagealer Reflux) in der Nacht verstärkt werden.


Nieren und ableitende Harnwege

Sehr häufig: Verstärkte Harnausscheidung (Diurese), Anstieg von Kreatinin.


Die oben aufgeführten Nebenwirkungen können abhängig von der Theophyllinkonzentration im Blut verstärkt auftreten. Besonders bei hohen Konzentrationen im Blut treten Krampfanfälle, plötzlicher Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre Arrhythmien), Herz-Kreislaufversagen, Zerfall der Skelettmuskulatur (Rhabdomyolyse) und schwere Magen-Darmerscheinungen (u. a. gastrointestinale Blutungen) auf.


Besondere Hinweise

Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf Aminophyllin 125 mg nicht nochmals eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden kann.


Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.


5. Wie ist Aminophyllin 125 mg aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf Faltschachtel und Durchdrückpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


Aufbewahrungsbedingungen

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.


Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


6. Weitere Informationen

Was Aminophyllin 125 mg enthält

Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Aminophyllin.

1 Tablette enthält 125 mg Aminophyllin x H2O (101 mg Theophyllin).


Die sonstigen Bestandteile sind:

Kartoffelstärke; Talkum; Magnesiumstearat (Ph. Eur.); Carboxymethyl-stärke-Natrium (Typ A)(Ph. Eur.)


Hinweis für Diabetiker:

1 Tablette enthält 111,2 mg Kartoffelstärke und 5,59 mg Carboxymethylstärke-Natrium (0,01 BE).


Wie Aminophyllin 125 mg aussieht und Inhalt der Packung

Aminophyllin 125 mg sind weiße, runde Tabletten. Das Präparat ist in Packungen mit 100 (N3) Tabletten erhältlich.


Pharmazeutischer Unternehmer

Nycomed GmbH

Byk-Gulden-Straße 2

78467 Konstanz

Telefon: 0800/2 95 - 66 66

Telefax: 0800/2 95 - 55 55

E-Mail: servicecenter@nycomed.de


Hersteller


Nycomed GmbH

Betriebstätte Oranienburg

Lehnitzstraße 70 – 98

16515 Oranienburg


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2011.



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RRI/RM-Wi RRI/RM-Fr RA/Dt MED-RA/KW

05.07.2006/F.4/WP->VK 26.02.2007/F.5/VK 21.08.2008/F.06/VK Check /Corr./CCSI V5. Anpassung (Widerspruch) (Umfirmierung) 2008/040 14.AMG Nov F.07/Next-WP

zur Überdosierung 2008//078 NYOB->NY GmbH 02.02.2011

Aminophyllin 125mg

Fachinformation Aminophyllin 125mg

Wortlaut der für die Fachinformation von Aminophyllin 125® mg, Tabletten, vorgesehenen Angaben


Fachinformation


  1. Bezeichnung des Arzneimittels

Aminophyllin®125 mg

Tabletten


  1. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

1 Tablette enthält 125 mg Aminophyllin x H2O (Theophyllin-Ethylendiamin Hydrat) entsprechend 101 mg Theophyllin


Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile s. Abschnitt 6.1.


  1. Darreichungsform

Tabletten


  1. Klinische Angaben

  1. Anwendungsgebiete

Behandlung und Verhütung von Atemnotzuständen aufgrund von Einengung der Atemwege (Bronchokonstriktion) bei Asthma bronchiale und chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen.


Hinweis:

Für die Dauertherapie bei Patienten mit persistierendem Asthma bronchiale oder mittel- bis schwergradiger chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung stehen Präparate mit verzögerter Wirkstofffreisetzung zur Verfügung. In diesen Fällen wird eine Kombinationstherapie mit anderen bronchodilatativen und entzündungshemmenden Medikamenten empfohlen.


  1. Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Allgemeine Dosierungsempfehlung


Aminophyllin 125 mg ist individuell nach Wirkung zu dosieren. Die Dosierung sollte möglichst nach Bestimmung der Theophyllin-Serumkonzentration ermittelt werden (anzustrebender Bereich: 8 - 20 µg / ml). Kontrollen des Theophyllin-Serumspiegels sind insbesondere auch bei reduzierter Wirksamkeit oder dem Auftreten unerwünschter Wirkungen angezeigt.

Zur Bestimmung der Initialdosis ist eine eventuelle Vormedikation mit Theophyllin oder seinen Verbindungen hinsichtlich einer Dosisverminderung zu berücksichtigen.

Für die Ermittlung der Dosis ist das Normalgewicht als Körpergewicht einzusetzen, da Theophyllin nicht vom Fettgewebe aufgenommen wird. Dies ist insbesondere bei adipösen Patienten zu beachten.

Für Erwachsene beträgt die tägliche Erhaltungsdosis von Theophyllin ca. 11 -13 mg je kg Körpergewicht (ca. 14 – 16 mg Aminophyllin x H2O je kg Körpergewicht).

Raucher benötigen im Vergleich zu nichtrauchenden Erwachsenen eine höhere körpergewichts-bezogene Theophyllin-Dosis infolge einer erhöhten Eliminationsrate. Bei Rauchern, die das Rauchen einstellen, sollte wegen des Anstiegs des Theophyllin-Spiegels vorsichtig dosiert werden.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz, schwerem Sauerstoffmangel, Lungenentzündung, Virusinfektion (insbesondere Influenza), sowie bei der Behandlung mit bestimmten anderen Arzneimitteln (s. Abschnitt 4.5 „Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen”) ist die Theophyllin-Ausscheidung sehr häufig verlangsamt. Weiterhin ist über eine reduzierte Theophyllin-Ausscheidung nach Influenza- und BCG-Impfung berichtet worden, so dass bei gleichzeitiger Behandlung ebenfalls eine Dosisminderung erforderlich sein kann.


Patienten mit Leber und / oder Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Theophyllin-Ausscheidung sehr häufig verlangsamt. Bei höhergradigen Nierenfunktionsstörungen kann es zu einer Kumulation von Theophyllin-Metaboliten kommen.

Solche Patienten benötigen daher geringere Dosen und Steigerungen müssen mit besonderer Vor-sicht erfolgen.


Kinder

Aminophyllin 125 mg Tabletten sind aufgrund ihrer Wirkstärke nicht zur Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren geeignet.


Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (ab 60. Lebensjahr) ist die Theophyllin-Ausscheidung verlangsamt.

Die Anwendung von Aminophyllin 125 mg bei alten, polymorbiden, schwerkranken und / oder intensiv-medizinisch therapierten Patienten ist mit einem erhöhten Intoxikationsrisiko verbunden und soll daher durch therapeutisches Drug-Monitoring (TDM) kontrolliert werden (s. Abschnitt 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung”).


Empfohlenes Dosierungsschema


Je nach Lebensalter sind folgende Erhaltungsdosen zu empfehlen:

Alter

in Jahren

Körper-

gewicht in kg*

tägliche Dosis Aminophyllin in mg

je kg Körpergewicht*

Anzahl der Tabletten**

Kinder

6 – 8

8 – 12


Jugendliche

12 – 16


Erwachsene


20 - 25

25 - 40



40 - 60


50 - 70


30 ( 24 mg Theophyllin)

25 ( 20 mg Theophyllin)



22 ( 18 mg Theophyllin)


14-16 ( 11-13 mg Theophyllin)


3 - mal täglich 1 - 2 Tabletten

3 - bis 4 - mal täglich 1 - 2 Tabletten


3 - bis 4 -mal täglich 1 - 2 Tabletten


3 - bis 4 -mal täglich 1 - 2 Tabletten


* Für die Ermittlung der Dosis ist das Normalgewicht als Körpergewicht einzusetzen, da Theophyllin nicht vom Fettgewebe aufgenommen wird. Dies ist insbesondere bei adipösen Patienten zu beachten.

** Falls die Anzahl der einzunehmenden Tabletten zu groß ist, stehen andere, höher dosierte Darreichungsformen zur Verfügung.


Wird von einem nicht retardierten auf ein retardiertes Theophyllin-Präparat gewechselt, so ist zu beachten, dass die angegebene Tagesdosis evtl. reduziert werden kann.


Bei Überdosierungserscheinungen sollte je nach Schweregrad die nächste Dosis ausgelassen oder um 50 % vermindert werden. Eine notwendige Dosiskorrektur sollte möglichst anhand des Theophyllin-Spiegels im Serum (TDM) ermittelt werden.


Art und Dauer der Anwendung

Aminophyllin 125 mg soll nach den Mahlzeiten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.

Die Behandlung sollte möglichst am Abend kurz vor dem Schlafengehen beginnen und langsam über 2 - 3 Tage gesteigert werden.

Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung und wird vom behandelnden Arzt bestimmt.


  1. Gegenanzeigen

Aminophyllin 125 mg darf nicht angewendet werden bei:

  • bekannter Überempfindlichkeit gegen Theophyllin und / oder Ethylendiamin oder einen der sonstigen Bestandteile von Aminophyllin 125 mg,

  • frischem Herzinfarkt,

  • akuten tachykarden Arrhythmien.


  1. Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Aminophyllin 125 mg sollte nur bei strengster Indikation und mit Vorsicht angewendet werden bei:

  • instabiler Angina pectoris,

  • Neigung zu tachykarden Arrhythmien,

  • schwerem Bluthochdruck,

  • hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie,

  • Hyperthyreose,

  • epileptischem Anfallsleiden,

  • Magen- und / oder Zwölffingerdarmgeschwür,

  • Porphyrie,

  • schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen.


Die Anwendung von Aminophyllin 125 mg bei alten, polymorbiden, schwerkranken und / oder intensiv-medizinisch therapierten Patienten ist mit einem erhöhten Intoxikationsrisiko verbunden und soll daher durch therapeutisches Drug-Monitoring (TDM) kontrolliert werden (s. Abschnitt 4.2 „Dosierung, Art und Dauer der Anwendung”).


Kinder unter 6 Jahren sollen nicht mit Aminophyllin 125 mg behandelt werden.


  1. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen



Theophyllin wird in der Leber u.a. über das Enzym CYP1A2 metabolisiert. Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die dieses Enzym beeinflussen, kann zu Änderungen des Theophylllin-Abbaus führen.



Aminophyllin 125 mg wirkt synergistisch mit:

  • anderen xanthinhaltigen Arzneimitteln,

  • ß-Sympathomimetika,

  • Coffein und ähnlichen Stoffen.



Ein beschleunigter Theophyllin-Abbau und / oder eine verminderte Bioverfügbarkeit sowie eine verminderte Wirksamkeit können bei gleichzeitiger Einnahme von folgenden Arzneimitteln auftreten:


  • Barbituraten wie z. B. Phenobarbital, Pentobarbital und Primidon,

  • Carbamazepin,

  • Phenytoin und Phosphenytoin,

  • Rifampicin und Rifapentin,

  • Sulfinpyrazon,

  • Ritonavir,

  • Aminoglutethimid,

  • Hypericin-haltigen Medikamenten (Johanniskraut (Hypericum perforatum)),


Beschleunigter Abbau und / oder verminderte Bioverfügbarkeit und Wirksamkeit von Theophyllin kann auch bei Rauchern auftreten.

Eine Anhebung der Theophyllin-Dosis ist evtl. angezeigt.


Ein verzögerter Abbau und / oder eine Erhöhung des Theophyllin-Blutspiegels mit einer erhöhten Überdosierungsgefahr und vermehrtem Nebenwirkungsrisiko können bei gleichzeitiger Behandlung mit folgenden Arzneimitteln auftreten:

  • oralen Kontrazeptiva,

  • Makrolid-Antibiotika (besonders Erythromycin und Troleandomycin; Clarithromycin, Josamycin, Spiramycin),

  • Chinolonen und Fluorochinolonen (Gyrase-Hemmstoffe, besonders Ciprofloxacin, Enoxacin, Pefloxacin, s.u.*),

  • Imipenem (besonders Nebenwirkungen des Zentralen Nervensystems wie Krämpfe sind zu erwarten: Senkung der Krampfschwelle des Gehirns),

  • Isonicotinsäurehydrazid,

  • Thiabendazol,

  • Calcium-Antagonisten (z. B. Verapamil, Diltiazem),

  • Propranolol,

  • Mexiletin,

  • Propafenon,

  • Ticlopidin,

  • Cimetidin, Ranitidin,

  • Allopurinol, Febuxostat,

  • Fluvoxamin,

  • -Interferon, Peginterferon ,

  • Rofecoxib,

  • Pentoxifyllin,

  • Viloxazin,

  • Disulfiram,

  • Phenylpropanolamin,

  • Zafirlukast,

  • Influenza- und BCG-Vakzinen,

  • Etintidin,

  • Indrocilamid,

  • Zileuton,

  • Aciclovir.



Hierbei kann eine Dosisverminderung von Theophyllin angezeigt sein.





*Bei paralleler Behandlung mit Ciprofloxacin ist die Theophyllin-Dosis auf maximal 60 %, bei Anwen-dung von Enoxacin auf maximal 30 % und bei Anwendung von Grepafloxacin oder Clinafloxacin auf 50 % der empfohlenen Dosis zu reduzieren.

Auch andere Chinolone (z. B. Pefloxacin, Pipemidsäure) können die Wirkung von Theophyllin-Arzneimitteln verstärken. Es wird daher dringend empfohlen, bei gleichzeitiger Behandlung mit Chinolonen therapiebegleitende engmaschige Theophyllin-Konzentrationsbestimmungen durchzuführen.

Die Wirkung folgender Arzneimittel kann durch die gleichzeitige Gabe von Aminophyllin 125 mg abgeschwächt werden:

  • Lithiumcarbonat,

  • -Rezeptorenblocker,

  • Adenosin,

  • Benzodiazepin.



Die Wirkung und das Nebenwirkungsrisiko kann bei der gleichzeitigen Einnahme folgender Arzneimittel erhöht werden:

  • Diuretika (z. B. Furosemid, die senkende Wirkung von Theophyllin und Furosemid auf Kaliumspiegel wird gegenseitig verstärkt.)

  • Halothan (kann bei Patienten, die Theophyllin erhalten, zu schweren Herzrhythmusstörungen führen.)




  1. Schwangerschaft und Stillzeit


Schwangerschaft

Zu einer Anwendung von Theophyllin während des ersten Schwangerschaftstrimenons liegen bislang keine ausreichenden Erfahrungen vor. Daher sollte eine Anwendung von Aminophyllin 125 mg in dieser Zeit vermieden werden.

Während des zweiten und dritten Trimenons sollte Theophyllin nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden, da es die Plazenta passiert und im Feten sympathomimetisch wirken kann.

Mit zunehmender Dauer der Schwangerschaft kann die Plasmaproteinbindung sowie die Clearance von Theophyllin abnehmen, so dass eine Dosisreduzierung zur Vermeidung unerwünschter Wirkungen notwendig werden kann.

Wird eine Patientin am Ende der Schwangerschaft mit Theophyllin behandelt, kann es zur Wehenhemmung kommen. Pränatal exponierte Neugeborene müssen sorgfältig auf Theophyllin-Wirkungen hin überwacht werden.

Stillzeit

Theophyllin geht in die Muttermilch über. Es können therapeutische Serumkonzentrationen beim Kind erreicht werden. Aus diesem Grund ist die therapeutische Theophyllin-Dosis bei einer stillenden Patientin so niedrig wie möglich zu halten und das Stillen sollte möglichst unmittelbar vor der Gabe des Arzneimittels erfolgen.

Das gestillte Kind muss sorgfältig auf ein mögliches Auftreten von Theophyllin-Wirkungen hin über-wacht werden. Sollten höhere therapeutische Dosen notwendig sein, muss abgestillt werden (s. Abschnitt 5.3. „Präklinische Daten zur Sicherheit“).

Zu einer Anwendung von Ethylendiamin am Menschen während der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine Erfahrungen vor.


  1. Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen und zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol oder Medikamenten, die ihrerseits das Reaktionsvermögen beeinträchtigen können.


  1. Nebenwirkungen



Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich(≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Mögliche Nebenwirkungen


Theophyllin


Stoffwechsel und Elektrolyte

Sehr häufig: Veränderungen der Serumelektrolyte, insbesondere Hypokaliämie, Anstieg von Serum-Calcium sowie Hyperglykämie und Hyperurikämie.


Immunsystem

Gelegentlich:Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Theophyllin.


Bei bestehender Sensibilisierung gegen Ethylendiamin sind allergische Hautreaktionen, generalisierter Pruritus, Urtikaria, Bronchospasmen sowie generalisierte Reaktionen mit hohem Fieber und Thrombozytopenie möglich.


Nervensystem

Sehr häufig: Kopfschmerzen, Erregungszustände, Gliederzittern, Unruhe, Schlaflosigkeit, Schwindel

Nicht bekannt:Krampfanfälle.


Herz-Kreislauf-System

Sehr häufig: Tachykardie, Arrhythmie, Palpitationen, Blutdruckabfall.


-Gastrointestinaltrakt

Sehr häufig: Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.

Nicht bekannt: Stimulation der Magensäuresekretion.


Infolge der Tonusminderung im unteren Ösophagussphinkter kann ein bestehender gastroösophagealer Reflux in der Nacht verstärkt werden.


Urogenitaltrakt

Sehr häufig: Verstärkte Diurese, Anstieg von Serum-Kreatinin.


Verstärkte Nebenwirkungen können bei individueller Überempfindlichkeit oder einer Überdosierung (Theophyllin-Blutspiegel über 20 µg / ml) auftreten s. Abschnitt 4.9 „Überdosierung“).


  1. Überdosierung


Symptome der Intoxikation


Theophyllin



Bei Theophyllin-Serumspiegeln zwischen 20 und 25 µg / ml finden sich in der Regel die bekannten Theophyllin-Nebenwirkungen (s. Abschnitt 4.8 „Nebenwirkungen“) mit gesteigerter Intensität.

Vor allem bei Theophyllin-Blutspiegeln von mehr als 25 µg / ml können toxische Wirkungen wie Krampfanfälle, plötzlicher Blutdruckabfall, ventrikuläre Arrhythmien, Herz-Kreislaufversagen, Rhabdomyolyse und schwere Magen-Darmerscheinungen (u. a. gastrointestinale Blutungen) auftreten.

Solche Reaktionen können auch ohne die Vorboten leichterer Nebenwirkungen auftreten. Insbesondere Kinder reagieren empfindlich auf Theophyllin-Überdosierungen.

Bei erhöhter individueller Theophyllin-Empfindlichkeit sind schwerere Überdosierungserscheinungen auch schon unterhalb der genannten Serumkonzentrationen möglich.


Therapie bei Intoxikationen

Bei leichten Überdosierungserscheinungen

Das entsprechende Präparat sollte abgesetzt und der Theophyllin-Serumspiegel bestimmt werden. Bei Wiederaufnahme der Behandlung sollte die Dosis entsprechend vermindert werden.


Bei zentralnervösen Reaktionen (z. B. Unruhe und Krämpfen)

Diazepam i.v. 0,1 - 0, 3 mg / kg KG, bis zu 15 mg.


Bei vitaler Bedrohung

  • Überwachung lebenswichtiger Funktionen

  • Freihalten der Atemwege (Intubation)

  • Zufuhr von Sauerstoff

  • bei Bedarf i.v. Volumensubstitution mit Plasmaexpandern

  • Kontrolle und evtl. Korrektur des Wasser- und Elektrolythaushalts

  • Hämoperfusion (s. u.).


Bei bedrohlichen Herzrhythmusstörungen

I.v. Gabe von Propranolol bei Nicht-Asthmatikern (1 mg bei Erwachsenen, 0,02 mg / kg KG bei Kindern). Diese Dosis kann alle 5 - 10 Minuten bis zur Rhythmus-Normalisierung oder bis zur Höchstdosis von 0,1 mg / kg wiederholt werden.


Vorsicht

Propranolol kann bei Asthmatikern schwere Bronchospasmen auslösen. Bei Asthma-Patienten Gabe von Verapamil.

Bei besonders schweren Intoxikationen, die auf die genannten Maßnahmen nicht ausreichend ansprechen, sowie bei sehr hohem Theophyllin-Serumspiegel kann durch Hämoperfusion oder Hämodialyse eine schnelle und vollständige Entgiftung erreicht werden. Im Allgemeinen kann hiervon jedoch abgesehen werden, da Theophyllin ausreichend rasch metabolisiert wird.

Die weitere Behandlung einer Vergiftung mit Theophyllin richtet sich nach dem Ausmaß und Verlauf sowie den vorliegenden Symptomen.


  1. Pharmakologische Eigenschaften

  1. Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Aminophyllin x H2O (Theophyllin-Ethylendiamin Hydrat) gehört zur Gruppe der Methylxanthine (Purin-Derivate).

ATC-Code: R03DA05.


Das breite pharmakologische Wirkungsspektrum umfasst:

Wirkungen auf das respiratorische System

  • Relaxation der glatten Bronchialmuskulatur und der Pulmonalgefäße,

  • Besserung der mukoziliären Clearance,

  • Hemmung der Freisetzung von Mediatoren aus Mastzellen und anderen Entzündungszellen,

  • Abschwächung der provozierten Bronchokonstriktion,

  • Abschwächung der asthmatischen Sofort- und Spätreaktion,

  • Verstärkung der Zwerchfellkontraktion.


Extrapulmonale Wirkungen

  • Minderung des Dyspnoeempfindens,

  • Gefäßdilatation,

  • Relaxation der glatten Muskulatur (z. B. Gallenblase, Gastrointestinaltrakt),

  • Inhibierung der Kontraktilität des Uterus,

  • Positive Ino- und Chronotropie am Herzen,

  • Stimulation der Skelettmuskulatur,

  • Steigerung der Diurese,

  • Stimulation von Sekretions- und Inkretionsorganen (z. B. vermehrte Salzsäure-Sekretion im Magen, verstärkte Freisetzung von Katecholaminen aus der Nebenniere).


Die Wirkungsmechanismen von Theophyllin sind bisher noch nicht vollständig geklärt.

Eine Hemmung der Phosphodiesterase mit einem intrazellulären cAMP-Anstieg spielt möglicherweise nur bei Konzentrationen eine Rolle, die am oberen Ende des therapeutisch genutzten Bereichs liegen. Andere diskutierte Mechanismen umfassen einen Antagonismus zu Adenosin-Rezeptoren (Prostaglandin-Antagonismus), Hemmung der Synthese von Entzündungsmediatoren, sowie eine Translokation von intrazellulärem Kalzium.


  1. Pharmakokinetische Eigenschaften



Resorption

Aminophyllin wird nach oraler Gabe vollständig resorbiert.



Verteilung

Die bronchodilatatorische Wirkung von Theophyllin korreliert mit der Plasmakonzentration, ein opti-maler therapeutischer Effekt bei kalkulierbarem niedrigem Nebenwirkungsrisiko wird mit Plasmaspiegeln von 8-20 µg / ml erzielt.

Die Plasmaproteinbindung von Theophyllin beträgt im therapeutischen Konzentrationsbereich ca. 60 % (bei Neugeborenen und Erwachsenen mit Leberzirrhose ca. 40 %).

Aus der Blutbahn verteilt sich die Substanz in alle Kompartimente des Körpers mit Ausnahme des Fettgewebes.

In wässrigen Lösungen dissoziiert Aminophyllin zu seinen Wirkstoffen Theophyllin und Ethylendiamin.



Metabolismus

Die Hauptmetaboliten sind 1,3-Dimethyl-Harnsäure (ca. 40 %), 3-Methyl-Xanthin (ca. 36 %) und 1-Methyl-Harnsäure (ca. 17 %). Davon ist noch das 3-Methyl-Xanthin pharmakologisch aktiv, jedoch schwächer als Theophyllin.



Elimination

Die Elimination von Theophyllin erfolgt durch Biotransformation in der Leber durch das Cytochrom P450 Enzymsystem und durch renale Exkretion. Beim Erwachsenen werden ca. 7 - 13 % der Substanz unverändert im Harn ausgeschieden. Beim Neugeborenen werden hingegen ca. 50 % unverändert und erhebliche Teile in Form von Coffein eliminiert.

Die hepatische Theophyllin-Metabolisierung schwankt beträchtlich interindividuell, so dass Clearance, Serumkonzentrationen und Eliminationshalbwertszeiten erheblich variieren.

Die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Theophyllin-Clearance sind (s. Abschnitt 4.2 „Dosierung, Art und Dauer der Anwendung“):


  • Lebensalter, Körpergewicht

  • Ernährung

  • Rauchgewohnheiten (bei Rauchern wird Theophyllin bedeutend schneller metabolisiert)

  • Einnahme von bestimmten Medikamenten (s. Abschnitt 4.5 „Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen”)

  • Erkrankungen und / oder Funktionsstörungen von Herz, Lunge, Leber

  • Virusinfektionen.


Bei Nierenfunktionsstörungen kann es zu einer Kumulation von z. T. pharmakologisch aktiven Theophyllin-Metaboliten kommen.

Die Clearance ist außerdem bei körperlicher Belastung und ausgeprägter Hypothyreose vermindert und bei schwerer Psoriasis erhöht.

Die Eliminationsgeschwindigkeit ist zunächst konzentrationsabhängig, jedoch tritt bei Serumkonzentrationen am oberen Ende des therapeutischen Bereichs ein Sättigungseffekt der Clearance auf, so dass schon geringe Dosiserhöhungen einen überproportionalen Anstieg des Theophyllin-Serumspiegels verursachen.

Pharmakokinetische Eigenschaften in besonderen Patientengruppen

Auch die Plasma-Halbwertszeit von Theophyllin zeigt große Unterschiede. Sie beträgt bei nichtrauchenden, erwachsenen Asthmatikern ohne sonstige Begleiterkrankungen 7 - 9 Stunden, bei Rauchern 4 - 5 Stunden, bei Kindern 3 - 5 Stunden, und sie kann bei Frühgeborenen und Patienten mit Lungenerkrankungen, Herzinsuffizienz oder Lebererkrankungen mehr als 24 Stunden betragen.

Mit zunehmender Dauer einer Schwangerschaft kann das Verteilungsvolumen von Theophyllin ansteigen, die Plasmaproteinbindung und die Clearance abnehmen, was eine Dosisreduzierung zur Vermeidung unerwünschter Wirkungen notwendig machen kann.

Theophyllin wird diaplazentar übertragen und geht in die Muttermilch über. Untersuchungen zeigten einen Milch / Plasma-Quotienten von 0,6 - 0,89. Es kann also je nach kindlicher Clearance-Rate und mütterlichem Serumspiegel zu einer Akkumulation beim gestillten Säugling kommen.


Bioverfügbarkeit

Eine im Jahr 2005 durchgeführte Bioverfügbarkeitsuntersuchung an 24 Probanden ergab im Vergleich zum Referenzpräparat:


Testpräparat Referenzpräparat

Max. Plasmakonzentration

(cmax) (µg/ml) 2,76 (18,8) 2,83 (18,9)


Zeitpunkt der maximalen Plasmakon-

zentration (tmax) (h) 0,63 (0,25–1,50) 0,75 (0,25–1,50)


Fläche unter der Konzentrations-

Zeit-Kurve (AUC) (mg x h/l) 27,1 (36,0) 27,9 (34,1)


Angabe als Mittelwerte (mit Variations-Koeffizient) und Median (Minimum, Maximum) für tmax



R










Mittlere Serumspiegelverläufe des Testpräparates im Vergleich zum Referenzpräparat in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm (Mittelwerte ± Standardabweichung; T = Testpräparat; R = Referenzpräparat).


  1. Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

S. Abschnitt 4.9 „Überdosierung“.


Chronische Toxizität

Untersuchungen zur chronischen Toxizität an Hund und Ratte erbrachten keine Hinweise auf substanzbedingte toxische Effekte.


Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Theophyllin

Theophyllin wirkt am Säuger in vivound in in vitro-Versuchen mit Einbeziehung des Säu­germetabolismus nicht mutagen. Positive in vitro-Befunde wurden in Versuchen ohne Ein­beziehung des Säugermetabolismus beschrieben. Da bekannt ist, dass Theophyllin unter in vivo-Bedingungen schnell demethyliert wird, sind diese in vitro-Ergebnisse für den Men­schen von geringer Relevanz. Langzeituntersuchungen am Tier auf ein tumorerzeugendes Potential von Theophyllin wurden bisher nicht durchgeführt.


Ethylendiamin

In vitro- und in vivo-Untersuchungen mit Ethylendiamin lieferten keine Hinweise auf eine mutagene Wirkung.

Langzeituntersuchungen am Tier auf ein tumorerzeugendes Potential von Theophyllin wurden bisher nicht durchgeführt.


Reproduktionstoxizität

Theophyllin erreicht im Nabelschnurblut ungefähr gleiche Konzentrationen wie im maternalen Serum.

Untersuchungen zeigen einen Milch / Plasma-Quotienten von 0,6 0,89, was je nach mütterlichem Plasmaspiegel und kindlicher Clearance-Rate zu einer Akkumulation beim gestillten Säugling führen kann.


An der Ratte zeigte Theophyllin keine teratogene Wirkung. Bei der Maus werden teratogene Effekte (u. a. Gaumenspalten und Zehenmissbildungen) nach intraperitonealer Gabe beobachtet.

Es gibt Hinweise, dass Theophyllin möglicherweise bei Individuen mit erhöhter Suszeptibilität kardiovaskuläre Missbildungen erzeugt.

Ethylendiamin zeigte nach Verabreichung mit dem Futter bei der Ratte keine Hinweise auf teratogene Wirkungen.


  1. Pharmazeutische Angaben

  1. Liste der sonstigen Bestandteile

Kartoffelstärke; Talkum; Magnesiumstearat (Ph.Eur.); Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), (Ph.Eur.)


Hinweis für Diabetiker:

1 Tablette enthält 111,2 mg Kartoffelstärke und 5,59 mg Carboxymethylstärke-Natrium (0,01BE).


  1. Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.


  1. Dauer der Haltbarkeit

Die Haltbarkeit von Aminophyllin 125 mg beträgt 5 Jahre.

Aminophyllin 125 mg soll nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden.


  1. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.


  1. Art und Inhalt des Behältnisses

Tiefziehfolie: Hart-PVC-Folie 250 µm, weiß opak

Deckfolie: Hart-Aluminiumfolie 20 µm, heißsiegelfähig gegen PVC, PVDC


Packungsgrößen:

Packungen mit 100 Tabletten (N3)


  1. Besondere Vorsicht für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.


  1. Inhaber der Zulassung

Nycomed GmbH

Byk-Gulden-Straße 2

78467 Konstanz

Telefon: 0800/2 95-66 66

Telefax: 0800/2 95-55 55

E-mail: servicecenter@nycomed.de


  1. Zulassungsnummer

3000023.00.00


  1. Datum der Erteilung der Zulassung / Verlängerung der Zulassung

10. November 2005


  1. Stand der Information

Januar 2011

  1. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig.

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RRI/RM-Wi RRI/RM-Fr RA/Dt MED-RA/KW

22.09.2006/F.5/VK 14.06.2007/F.6/VK 21.08.2008/F.07/VK Check and Corr./CCSI V5. Anpassung

2006/176 Anpassung an (Umfirmierung) 2008/040 14.AMG Nov 01.02.2011

überarb. Pharm/Tox Gutachten) 2008/078 NYOB->NY GmbH Version F.08/Next-WP

Aminophyllin 125mg