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Anapen 300 Mikrogramm Injektionslösung

Fachinformation


1. Bezeichnung des Arzneimittels


Anapen 300 Mikrogramm Injektionslösung


2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung


Ein Milliliter enthält 1 mg Epinephrin (Adrenalin).

Eine Dosis von 0,3 ml enthält 300 Mikrogramm Epinephrin (Adrenalin).


Sonstige Bestandteile: Natriummetabisulfit (Ph.Eur.), Natriumchlorid

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.


3. Darreichungsform


Injektionslösung.

Klare farblose Lösung, praktisch ohne Partikel.


4. Klinische Angaben


4.1 Anwendungsgebiete


Notfallbehandlung von akuten allergischen Reaktionen (Anaphylaxie), verursacht durch Erdnüsse oder andere Nahrungsmittel, Arzneimittel, Insektenbisse oder -stiche und andere Allergene sowie ausgelöst durch körperliche Bewegung oder idiopathische Anaphylaxie.


4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


Zur intramuskulären Anwendung.

Anapen besteht aus einer Fertigspritze mit Epinephrin, die in einer automatischen Injektionsvorrichtung enthalten ist. Das Ganze wird als Autoinjektor bezeichnet.


Eine Anapen-Injektion muss unverzüglich nach dem Auftreten von Anzeichen und Symptomen eines anaphylaktischen Schocks intramuskulär verabreicht werden. Diese können innerhalb weniger Minuten nach dem Kontakt mit dem Allergen auftreten und manifestieren sich am häufigsten in Form von Urtikaria, Hautrötung oder Angioödem; schwerere Reaktionen betreffen das Kreislauf- und das Atmungssystem. Anapen darf nur in die anterolaterale Partie des Oberschenkels, nicht in das Gesäß injiziert werden. Die Stelle, an der die Spritze gesetzt wurde, kann nach der Injektion für 10 Sekunden leicht massiert werden.


Die wirksame Dosis liegt normalerweise in einem Bereich von 0,005 – 0,01 mg/kg Körpergewicht, es können aber in einigen Fällen auch höhere Dosen notwendig sein.


Anwendung bei Erwachsenen:

Die übliche Dosis ist 300 Mikrogramm. Bei schwergewichtigen Erwachsenen ist möglicherweise mehr als eine Injektion erforderlich, um die Auswirkungen einer allergischen Reaktion umzukehren. Unter gewissen Umständen ist es möglich, dass eine Einzeldosis Epinephrin die Auswirkungen einer akuten allergischen Reaktion nicht vollständig umkehrt. Bei solchen Patienten kann nach 10 – 15 Minuten eine Wiederholungsinjektion (mit einer zweiten Spritze) gegeben werden.


Anwendung bei Kindern:

Die geeignete Dosis kann 150 Mikrogramm (Anapen 150 Mikrogramm) oder 300 Mikrogramm (Anapen 300 Mikrogramm) Epinephrin sein, abhängig vom Körpergewicht des Kindes und nach dem Ermessen des Arztes.


Der Anapen 150 Mikrogramm-Autoinjektor ist so konstruiert, dass eine Einzeldosis von 150 Mikrogramm Epinephrin freigesetzt wird. Bei Kindern, die weniger als 15 kg wiegen, kann eine Dosierung unter 150 Mikrogramm nicht mit ausreichender Genauigkeit verabreicht werden. Daher wird die Anwendung nicht empfohlen, es sei denn, es handelt sich um eine lebensbedrohliche Situation und die Anwendung erfolgt unter medizinischer Aufsicht.


In einigen Ländern ist eine Doppelpackung erhältlich.


Der Anapen 300 Mikrogramm-Autoinjektor ist für die sofortige Selbstverabreichung bei Personen mit Anaphylaxie in der Vorgeschichte bestimmt. Er ist so konstruiert, dass eine Einzeldosis von 300 Mikrogramm (0,3 ml) Epinephrin freigesetzt wird. Aus Stabilitätsgründen verbleiben nach dem Gebrauch 0,75 ml in der Spritze, aber diese Einheit kann nicht erneut verwendet werden und ist auf sichere Weise zu entsorgen.


4.3 Gegenanzeigen


Überempfindlichkeit gegen Epinephrin oder einen der sonstigen Bestandteile (weitere Informationen zu Sulfiten, siehe Abschnitt 4.4).


4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Anapen enthält Natriummetabisulfit, das bei disponierten Patienten, insbesondere bei solchen mit einer Asthmavorgeschichte, allergische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Symptome und Bronchospasmus auslösen kann. Patienten mit diesen Voraussetzungen müssen sorgfältig über die Umstände informiert werden, unter denen Anapen angewendet werden soll.


Alle Patienten, denen Anapen verschrieben wird, sollen umfassend informiert werden, damit sie die Indikation und die korrekte Art der Anwendung verstehen. Anapen ist ausschließlich als unterstützende Notfalltherapie angezeigt, und die Patienten sollten angewiesen werden, nach einer Verabreichung unverzüglich einen Arzt zu konsultieren.


Bei Patienten mit Herzkrankheiten, z. B. Koronar- und Herzmuskelerkrankungen (Stenokardie kann ausgelöst werden), Cor pulmonale, Herzrhythmusstörungen oder Tachykardie, ist Vorsicht geboten. Bei Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion, Herz-Kreislauferkrankungen (schwere Angina pectoris, obstruktive Kardiomyopathien und ventrikuläre Arrhythmien und Hypertonie), Phäochromozytom, hoher Augeninnendruck, schweren Nierenfunktionsstörungen, Prostataadenom mit Restharnbildung, Hyperkalzämie, Hypokaliämie, Diabetes oder bei älteren oder schwangeren Patienten besteht die Gefahr von Nebenwirkungen nach Anwendung von Epinephrin.


Eine wiederholte lokale Injektion kann, bedingt durch eine vaskuläre Konstriktion, zu einer Nekrose an der Injektionsstelle führen. Eine versehentliche intravaskuläre Injektion kann aufgrund eines plötzlichen Anstiegs des Blutdrucks zu einer Hirnblutung führen. Eine versehentliche Injektion in Hände oder Füße kann aufgrund einer Gefäßverengung zu einer Verringerung der Durchblutung in den angrenzenden Bereichen führen.


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


Durch trizyklische Antidepressiva, kombinierte Serotonin-Noradrenalin-Antidepressiva wie Venlafaxin, Sibutramin oder Milnacipran und Monoaminoxidase-Hemmer (plötzlicher Blutdruckanstieg und mögliche Herzrhythmusstörungen), COMT-Hemmer, Schilddrüsenhormone, Theophyllin, Oxytocin, Parasympatholytika, bestimmte Antihistaminika (Diphenhydramin, Chlorpheniramin), Levodopa und Alkohol können die Wirkungen von Epinephrin verstärkt werden. Wenn Epinephrin gleichzeitig mit nicht-selektiven Beta-Rezeptorenblockern verabreicht wird, können schwere Hypertonie und Bradykardie auftreten.

Die gleichzeitige Behandlung mit Sympathomimetika kann die Wirkungen von Epinephrin verstärken.

Bei gleichzeitiger Gabe von Anapen und Arzneimitteln, die das Herz für Arrhythmien sensibilisieren können, wie z. B. Digitalis, Chinidin und halogenierte Anästhetika, ist Vorsicht geboten.

Die Gabe von schnell wirkenden Vasodilatatoren oder Alpha-Rezeptorenblockern kann der Blutdruck erhöhenden Wirkung von Epinephrin entgegenwirken. Durch Beta-Rezeptorenblocker, insbesondere nicht-selektive Beta-Rezeptorenblocker, können die antianaphylaktischen Wirkungen des Epinephrins antagonisiert werden.

Epinephrin hemmt die Insulinsekretion. Daher kann bei Diabetikern eine Erhöhung der Insulindosis oder die Erhöhung der Dosis eines anderen Blutzucker senkenden Mittels erforderlich sein.


4.6 Schwangerschaft und Stillzeit


Es liegen keine adäquaten oder ausreichend kontrollierten Studien über die Anwendung von Epinephrin an schwangeren Frauen vor. Epinephrin darf während der Schwangerschaft nur verwendet werden, wenn der mögliche Nutzen das potentielle Risiko für das Ungeborene rechtfertigt. Epinephrin kann zu einer dramatischen Verringerung der Durchblutung der Plazenta führen, allerdings geschieht dies auch bei einem anaphylaktischen Schock. Epinephrin ist nicht oral verfügbar; von dem gegebenenfalls in die Muttermilch übergetretenen Epinephrin werden keine Auswirkungen auf den gestillten Säugling erwartet.


4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen


Nach der Gabe von Epinephrin wird den Patienten empfohlen, kein Fahrzeug zu führen und keine Maschine zu bedienen, da sie gegebenenfalls noch unter Symptomen des anaphylaktischen Schocks leiden.


4.8 Nebenwirkungen


Das Auftreten von Nebenwirkungen ist abhängig von der Sensibilität des einzelnen Patienten und von der angewendeten Dosis.

Zu den häufigen unerwünschten Wirkungen, auch bei niedrigen Dosen von Epinephrin, gehören Palpitationen, Tachykardie, Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, Atembeschwerden, Hautblässe, Schwindel, Schwäche, Tremor, Kopfschmerzen, Benommenheit, Nervosität, Angstgefühle, Kältegefühl an den Extremitäten.


Weniger häufig wurde über Halluzinationen, Synkopen, Hyperglykämie, Hypokaliämie, metabolische Azidose, Mydriasis, Miktionsstörungen mit Harnverhaltung sowie über Muskeltremor berichtet.


Nebenwirkungen, die bei höheren Dosen oder bei disponierten Patienten auftreten, sind Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern/Herz-Kreislauf-Stillstand), plötzlicher Blutdruckanstieg (führt manchmal zu zerebraler Hämorrhagie) sowie Vasokonstriktion (z. B. der Haut, des Muskelgewebes und der Nieren).

Anapen enthält ein Sulfit, das bei disponierten Patienten allergische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Reaktionen oder lebensbedrohliche bzw. weniger schwerwiegende Asthmaanfälle auslösen kann.


4.9 Überdosierung


Eine Überdosierung oder versehentliche intravaskuläre Injektion von Epinephrin kann aufgrund eines plötzlichen Anstiegs des Blutdrucks zur Hirnblutung führen. Durch periphere Gefäßverengung und kardiale Stimulation kann es zu einem akuten Lungenödem kommen, das zum Tod führen kann.

Schnell wirkende Vasodilatatoren oder Alpha-Rezeptorenblocker können der Blutdruck erhöhenden Wirkung von Epinephrin entgegenwirken. Sollte nach derartigen Maßnahmen anhaltende Hypotonie auftreten, kann es notwendig sein, ein weiteres Blutdruck erhöhendes Mittel zu verabreichen, etwa Noradrenalin.


Ein akutes Lungenödem mit Atmungsbehinderung nach einer Adrenalin-Überdosierung sollte durch Gabe eines schnell wirkenden Alpha-Rezeptorenblockers wie Phentolamin und/oder mit intermittierender positiver Druckbeatmung bekämpft werden.


Eine Überdosierung von Epinephrin kann ebenfalls zu vorübergehender Bradykardie mit anschließender Tachykardie führen; darauf können potentiell letale Herzrhythmusstörungen folgen, die mit Beta-Rezeptorenblockern behandelt werden können. Vor oder gleichzeitig mit der Gabe von Betablockern müssen Alpha-Rezeptorenblocker gegeben werden, um damit die durch Alpha- Rezeptoren vermittelten Wirkungen auf die periphere Durchblutung zu kontrollieren.


5. Pharmakologische Eigenschaften


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Adrenerge und dopaminerge Substanzen, Epinephrin

ATC-Code: C01CA24


Epinephrin ist ein natürlich vorkommendes Katecholamin, das vom Nebennierenmark als Reaktion auf körperliche Anstrengung oder Stress sezerniert wird. Es ist ein sympathomimetisches Amin, das ein starkes Stimulans sowohl der Alpha- als auch der Beta- Rezeptoren ist. Seine Auswirkungen auf die Zielorgane sind daher komplex.

Es ist das Mittel der Wahl zur raschen Linderung von Hypersensibilitätsreaktionen, Allergien oder idiopathischen bzw. durch Belastung ausgelösten Anaphylaxien.


Epinephrin hat eine stark gefäßverengende Wirkung über die Stimulation der Alpha-Rezeptoren. Diese Aktivität wirkt der Vasodilatation und der erhöhten Gefäßpermeabilität, die zu einem Verlust an intravaskulärer Flüssigkeit und anschließender Hypotonie führen, entgegen, welches die wichtigsten pathophysiologischen Merkmale eines anaphylaktischen Schocks sind. Durch seine Stimulation der bronchialen Beta-Rezeptoren übt Epinephrin eine starke bronchodilatatorische Wirkung aus, die Keuchen und Atembeschwerden mildert. Epinephrin mildert ebenfalls Pruritus, Urtikaria und Angioödem, die mit einer Anaphylaxie verbunden sind.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Epinephrin wird im Körper schnell inaktiviert, hauptsächlich in der Leber durch die Enzyme Catechol-O-Methyl-Transferase (COMT) und Monoaminoxidase (MAO). Der Großteil einer Dosis Epinephrin wird als Metabolit im Urin ausgeschieden. Die Plasma-Halbwertszeit beträgt etwa 2 – 3 Minuten. Bei subkutaner oder intramuskulärer Injektion kann jedoch die lokale Vasokonstriktion die Absorption verzögern, so dass die Wirkungen länger anhalten können, als nach der Halbwertszeit anzunehmen wäre.


5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


Epinephrin findet seit vielen Jahren verbreitete Anwendung in der klinischen Behandlung von allergischen Notfällen. Es liegen keine für den Arzt relevanten präklinischen Daten vor, die über die Informationen hinausgehen, die bereits in den anderen Abschnitten der Fachinformation enthalten sind.


6. Pharmazeutische Angaben


6.1 Liste der sonstigen Bestandteile


Natriumchlorid

Natriummetabisulfit (Ph.Eur.)

Salzsäure 0,1N

Wasser für Injektionszwecke


6.2 Inkompatibilitäten


Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.


6.3 Dauer der Haltbarkeit


24 Monate.


6.4 Besondere Lagerungshinweise


Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren.


6.5 Art und Inhalt des Behältnisses


Anapen besteht aus einer Fertigspritze, die in einer automatischen Injektionsvorrichtung zur Einmalgabe enthalten ist.

Die Spritze enthält eine Epinephrin-Lösung. Die automatische Injektionsvorrichtung gibt 0,3 ml dieser Lösung ab.

Das Primärbehältnis ist eine Glasspritze, die an einem Ende mit einem Gummi-Kolben verschlossen ist; an dem anderen Ende wird die Nadel durch einen Gummi-Kolben geschützt.


Spritze

BD (Becton Dickinson) Borosilikatglas Typ 1, 27G 1/2’’.

Kolben

BD (Becton Dickinson) schwarz, Chlorbutylgummi PH 701/50.


In Packungen mit 1 oder 2 Spritzen.


Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise für die Handhabung


A. Die Teile des Anapen Autoinjektors:

Vor der Benutzung des Anapen Autoinjektors sollte der Patient über die Komponenten des Autoinjektors informiert werden.

Drehbare Abdeckung über den Sichtfenstern:Die Abdeckung wird zur Kontrolle gedreht, bis die Linsen die Sichtfenster freigeben.

Sichtfenster:Zur Kontrolle der Lösung wird durch die Linse in das Sichtfenster geschaut. Ist die Lösung klar, kann der Anapen angewendet werden.

Injektionsanzeige:Vor der Injektion ist durch die Injektionsanzeige ein weißer Kunststoffkolben zu sehen. Dies bedeutet, dass der Anapen Autoinjektor nicht ausgelöst oder manipuliert wurde.

Nach der Injektion ist die Injektionsanzeige rot. Dies zeigt an, dass der Anapen Autoinjektor korrekt ausgelöst wurde.

Schwarze Nadelkappe: Diese Kappe dient zum Schutz der Nadel, wenn der Anapen Autoinjektor nicht benutzt wird. Die Nadelkappe wird vor der Injektion abgezogen. Nach der Injektion wird die schwarze Nadelkappe umgedreht und wieder auf das gleiche Ende des Anapen Autoinjektors aufgesteckt, um die Nadel zu bedecken.

Graue Sicherheitskappe:Sie deckt den roten Auslöseknopf ab und verhindert, dass er versehentlich hineingedrückt wird.

Die schwarze Nadelkappe und die graue Sicherheitskappe dürfen erst entfernt werden, wenn der Anapen Autoinjektor angewendet werden muss.

B. Überprüfung des Anapen Autoinjektors

Vor der Anwendung des Anapen Autoinjektors sollte Folgendes in regelmäßigen Abständen überprüft werden:


1. Die Abdeckung wird so gegen den Uhrzeigersinn gedreht, bis die Linsen die Sichtfenster freigeben.


2. Durch die Linse schaut man in das Sichtfenster. Die Lösung muss klar und farblos sein. Wenn die Lösung getrübt oder verfärbt ist oder Schwebeteilchen enthält, muss der Anapen Autoinjektor entsorgt werden.


3. Es muss darauf geachtet werden, dass die Injektionsanzeige nicht rotist. Eine rote Anzeige bedeutet, dass der Anapen Autoinjektor bereits ausgelöst wurde. Er muss dann entsorgt werden.


4. Wenn der Anapen nicht unmittelbar angewendet werden muss, wird die Abdeckung zurück gedreht, bis beide Sichtfenster bedeckt sind. Dann Anapen Autoinjektor in die Verpackung zurücklegen.


C. Anwendung des Anapen Autoinjektors

Wenn die schwarze Nadelkappe abgenommen wurde, darf das offene (Nadel‑)Ende des Anapen Autoinjektors nicht mit dem Daumen, den Fingern oder der Hand berührt werden.


Bei der Benutzung des Anapen Autoinjektors ist Folgendes zu beachten:


1. Schwarze Nadelkappe abziehen. Dazu muss man kräftig ziehen. Es wird gleichzeitig ein grauer Nadelschutz entfernt.


2. Am anderen Ende die graue Sicherheitskappe vom roten Auslöseknopf entfernen.


3. Das offene (Nadel-)Ende des Anapen gegen die Außenseite des Oberschenkels halten. Der Anapen kann gegebenenfalls auch durch leichte Kleidung hindurch, wie

z.B. Denim, Baumwolle oder Polyester, angewendet werden.


4. Roten Auslöseknopf drücken, bis ein Klicken zu hören ist. Anapen Autoinjektor ca.10 Sekunden lang gegen die Außenseite des Oberschenkels halten und anschließend langsam vom Schenkel abnehmen. Die Injektionsstelle sanft massieren.


5. Die Injektionsanzeige ist rot.Dies zeigt an, dass die Injektion vollständig abgeschlossen ist. Wenn die Injektionsanzeige nicht rot ist, muss die Injektion mit einem neuen Anapen wiederholt werden.


6. Nach der Injektion ragt die Nadel aus dem Autoinjektor heraus. Das breite Ende der schwarzen Nadelkappe wird auf das offene (Nadel-)Ende des Anapen Autoinjektors (in der gezeigten Pfeilrichtung) gesteckt, um die Nadel zu bedecken.

Ärtzlicher Rat ist einzuholen.

Der gebrauchte Anapen sollte zur sicheren Entsorgung in das Krankenhaus oder in die Apotheke zurückgebracht werden.


Zu Übungszwecken ist ein Autoinjektor ohne Nadel erhältlich.


7. Inhaber der Zulassung


Lincoln Medical Ltd.

Unit 8 Wilton Business Centre, Wilton,

Salisbury SP2 0AH

Vereinigtes Königreich


Mitvertrieb:

DR. BECKMANN Pharma GmbH

Carl-Petersen-Str. 4

D-20535 Hamburg

Tel. (040) 8972520

Fax (040) 89725223


8. Zulassungsnummer


55388.01.00


9. Datum der ERTEILUNG DER Zulassung/Verlängerung der Zulassung


20. Dezember 2002/11. Juli 2006


10. Stand der Information


Februar 2011


11. Verschreibungsstatus/Apothekenpflicht


Verschreibungspflichtig


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