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Cabergolin dura 0,5 mg tabletten



Gebrauchsinformation Cabergolin dura 0,5 mg tabletten

Gebrauchsinformation: Information fur Anwender

Cabergolin dura 0,5 mg Tabletten

Wirkstoff: Cabergolin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. (Siehe Abschnitt 4.4.).

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1.    Was ist Cabergolin dura und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von Cabergolin dura beachten?

3.    Wie ist Cabergolin dura einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Cabergolin dura aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.    Was ist Cabergolin dura und wofur wird es angewendet?

Cabergolin dura gehort zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als

Prolaktinhemmer/Dopaminagonist bezeichnet werden.

Cabergolin dura 0,5 mg wird angewendet:

Cabergolin dura 0,5 mg verhindert die Milchbildung, indem es die Spiegel eines Hormons

mit der Bezeichnung Prolaktin vermindert. Cabergolin dura 0,5 mg kann auch zur Senkung

ubermabig hoher Mengen des Hormons Prolaktin im Blut eingesetzt werden.

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von Cabergolin dura 0,5 mg beachten?

Cabergolin dura 0,5 mg darf nicht eingenommen werden:

-    wenn Sie allergisch gegen Cabergolin, andere Mutterkornalkaloid-Abkommlinge oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;

-    wenn Sie eine Psychose haben (oder in der Vergangenheit hatten) oder wenn bei Ihnen das Risiko fur eine Psychose nach der Entbindung besteht;

-    bei schwerer Leberfunktionsschwache (Leberinsuffizienz);

-    wenn Sie wahrend der Schwangerschaft eine Schwellung der Hande und Fube sowie Bluthochdruck haben (Praeklampsie, Eklampsie);

-    wenn Sie einen Bluthochdruck haben, der nicht ausreichend behandelt werden kann, oder nach der Entbindung Bluthochdruck haben;

-    wenn bei Ihnen bindegewebsartige (fibrotische) Organveranderungen in der Vorgeschichte bekannt sind;

-    wenn Sie uber langere Zeit hinweg mit Cabergolin dura behandelt werden und fibrotische Reaktionen (Narbengewebe) vorhanden waren oder sind, die Ihr Herz betrafen bzw. betreffen.

Warnhinweise und Vorsichtsmafinahmen:

Das Arzneimittel darf nur mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit:

-    Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

-    Durchblutungsstorungen, die durch GefaBkrampfe bedingt sind und meist in den Arterien der Finger und Zehen auftreten, wodurch sich diese blaulich verfarben, kalt, starr und gefuhllos werden konnen (Raynaud-Syndrom),

-    Lebererkrankungen,

-    Nierenfunktionsschwache (Niereninsuffizienz),

-    Magen-Darm-Geschwuren,

-    Blutungen im Magen-Darm-Trakt,

-    psychotischen Erkrankungen in der Vergangenheit,

-    niedrigem Blutdruck oder Blutdruckabfall beim Aufstehen vom Liegen oder Sitzen,

-    fibrotischen Reaktionen (Narbengewebe), die Ihr Herz, Ihre Lunge oder Ihren Bauchraum betrafen bzw. betreffen.

Bei Patientinnen mit stark eingeschrankter Leberfunktion, die Cabergolin dura uber einen langen Zeitraum erhalten, oder bei Blutdruckabfall beim Aufstehen vom Liegen oder Sitzen sollten niedrigere Dosierungen erwogen werden. In den ersten 2 bis 4 Tagen nach Behandlungsbeginn werden regelmaBige Kontrollen des Blutdrucks empfohlen.

Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie unter der Therapie mit Cabergolin dura ein Kraftfahrzeug fuhren oder eine Maschine bedienen. Wenn Sie eine extreme Schlafrigkeit (Somnolenz) bemerken, verzichten Sie auf das Fuhren von Kraftfahrzeugen und das Bedienen von Maschinen und teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt mit. Eine Dosisreduktion oder eine Beendigung der Therapie ist zu erwagen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie bzw. Betreuer bemerken, dass Sie einen Drang oder ein Verlangen entwickeln, sich in einer fur Sie ungewohnlichen Weise zu verhalten, und Sie dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung nicht widerstehen konnen, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden konnen. Dies nennt man Impulskontrollstorungen und dazu gehoren Verhaltensweisen wie zum Beispiel Spielsucht, ubermaBiges Essen oder Geldausgeben, ein abnorm starker Sexualtrieb oder eine Zunahme sexueller Gedanken oder Gefuhle.

Ihr Arzt muss moglicherweise Ihre Dosis anpassen oder das Arzneimittel absetzen.

Vor Einleitung einer Behandlung:

Falls Sie Cabergolin dura uber langere Zeit erhalten sollen, pruft Ihr Arzt vor Beginn der Behandlung, ob Ihr Herz, Ihre Lunge und Ihre Nieren in gutem Zustand sind. Er erstellt auBerdem vor Beginn der Behandlung ein Echokardiogramm (Ultraschalluntersuchung des Herzens). Sollten fibrotische Reaktionen auftreten, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Da Hyperprolaktinamie mit Amenorrhoe/Galaktorrhoe sowie Infertilitat mit Hypophysentumoren in Zusammenhang stehen kann, ist eine komplette Untersuchung der Hypophyse vor Einleitung der Behandlung mit Cabergolin dura angezeigt.

Eine bestehende Unfruchtbarkeit bei Frauen kann durch die Einnahme von Cabergolin dura ruckgangig gemacht werden. Da es vor Wiedereintreten der Monatsblutung bereits zu einer Schwangerschaft kommen kann, wird empfohlen, mindestens alle 4 Wochen wahrend des Ausbleibens der Monatsblutung einen Schwangerschaftstest zu machen und, nach Wiedereintreten der Monatsblutung, jedes Mal bei Verspatung der Monatsblutung um mehr als 3 Tage. Frauen, die eine Schwangerschaft vermeiden mochten, sollten wahrend und nach der Anwendung von Cabergolin dura bis zum Ausbleiben des Eisprungs (Anovulation) ein mechanisches Verhutungsmittel anwenden.

Wahrend einer Langzeitbehandlung:

Da fibrotische Erkrankungen schleichend beginnen konnen, mussen in regelmaBigen Abstanden Kontrolluntersuchungen auf Zeichen einer fortschreitenden Fibrose durchgefuhrt werden. Auf folgende Zeichen und Symptome ist zu achten:

-    Atemnot, Kurzatmigkeit, andauemder Husten und Brustschmerz,

-    Nierenfunktionsschwache (Niereninsuffizienz), Einlagerung von Wasser in den Beinen oder der Lunge (Odeme), Druckempfindlichkeit des Bauchraumes,

-    Herzerkrankungen (Herzinsuffizienz).

Die Uberwachung der Symptome erfolgt durch den Arzt u. a. durch Echokardiogramme (Ultraschalluntersuchung des Herzens) in regelmaBigen Abstanden wahrend der Behandlung. Sollten fibrotische Reaktionen (Narbengewebsbildung) auftreten, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Patientinnen sollten sich in regelmaBigen Abstanden gynakologisch untersuchen lassen. Kinder und Jugendliche:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cabergolin dura 0,5 mg wurde bei Personen unter 16 Jahren nicht ermittelt.

Bei Einnahme von Cabergolin dura zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kurzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Eine Wechselwirkung zwischen Cabergolin dura und anderen wahrend des fruhen Wochenbetts verabreichten Arzneimitteln, insbesondere Methylergometrin, konnte nicht festgestellt werden. Von gleichzeitiger Anwendung dieser Medikamente ist jedoch abzuraten.

Arzneimittel mit Dopamin-antagonistischer Wirkung (bestimmte Psychopharmaka und Mittel gegen Erbrechen) sollten nicht gleichzeitig gegeben werden, da Cabergolin dura uber eine Stimulierung der Dopaminrezeptoren wirkt und dies zu einer Schwachung bzw. zum Ausbleiben der Wirkung von Cabergolin dura fuhren kann. Cabergolin dura sollte nicht zusammen mit Makrolidantibiotika (z. B. Erythromycin) angewendet werden.

Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Gabe von anderen Arzneimitteln, die bekannterweise den Blutdruck senken (beachten Sie hierzu auch den Abschnitt „Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen“).

Einnahme von Cabergolin dura zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken: Cabergolin dura ist moglichst zu den Mahlzeiten einzunehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit:

Bevor Sie mit der Einnahme von Cabergolin dura 0,5 mg beginnen, ist eine Schwangerschaft auszuschlieBen. Wahrend der Behandlung und mindestens einen Monat lang nach ihrem Ende sollten Sie MaBnahmen ergreifen, die verhindern, dass Sie schwanger werden.

Kommt es wahrend der Behandlung mit Cabergolin dura zu einer Schwangerschaft, sollte vorsichtshalber die Einnahme von Cabergolin dura sofort eingestellt werden, um einen eventuellen Einfluss auf das Ungeborene so gering wie moglich zu halten.

Frauen mit Kinderwunsch sollten beim Wiedereintritt regelmaBiger Eisprungzyklen Cabergolin dura einen Monat vor dem erwunschten Beginn der Schwangerschaft absetzen.

Da Cabergolin dura zur Verhinderung des Milchflusses eingesetzt wird, sollten Frauen mit dem Wunsch zum Stillen nicht mit Cabergolin dura behandelt werden. Frauen, bei denen die Wirkung von Cabergolin dura ausbleibt, sollten nicht stillen.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen:

Cabergolin dura kann ubermaBige Schlafrigkeit verursachen. In diesem Fall sollten Sie kein Kraftfahrzeug fuhren oder andere Tatigkeiten ausuben, bei denen eine Beeintrachtigung der

Aufmerksamkeit Sie selbst oder andere dem Risiko schwerwiegender Verletzungen oder des Todes aussetzt (z. B. Bedienen von Maschinen), bis die ubermaBige Schlafrigkeit nicht mehr auftritt.

Dieses Arzneimittel kann wahrend der ersten Tage nach Einnahme das Reaktionsvermogen so weit verandern, dass die Fahigkeit zur aktiven Teilnahme am StraBenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt wird. Dies gilt im verstarkten MaBe im Zusammenwirken mit Alkohol.

Cabergolin dura 0,5 mg enthalt Lactose:

Bitte nehmen Sie Cabergolin dura 0,5 mg daher erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

3.    Wie ist Cabergolin dura einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die maximale Dosis betragt 3 mg Cabergolin pro Tag.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ubliche Dosis:

Zum Abstillen:

Cabergolin dura soll innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt eingenommen werden. Die empfohlene Dosierung betragt einmal 2 Tabletten.

Zur Senkung der Prolaktin-Konzentration im Korper:

Als Anfangsdosis wird 1 Tablette Cabergolin dura pro Woche empfohlen, verteilt auf wochentlich 1 oder 2 Gaben, z. B. je 1/2 Tablette montags und donnerstags. Die Wochendosis sollte allmahlich erhoht werden, am besten durch Steigerung um 1 Tablette wochentlich in monatlichen Intervallen. Die therapeutische Dosis betragt in der Regel 2 Tabletten pro Woche. Die therapeutische Breite liegt im Bereich von einer halben bis 4 Tabletten wochentlich.

Cabergolin dura 0,5 mg Tabletten haben eine Bruchrille und konnen in zwei gleiche Halften geteilt werden.

Die Patienten sollten wahrend der Dosissteigerung regelmaBig untersucht werden, um die niedrigste therapeutisch effektive Dosierung zu ermitteln. Der Prolaktin-Plasmaspiegel sollte in monatlichen Intervallen kontrolliert werden, da, sobald die therapeutisch effektive Dosierung erreicht ist, im Regelfall eine Normalisierung des Prolaktinspiegels binnen 2 bis 4 Wochen eintritt.

Anwendung bei Kindern:

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Cabergolin dura wurde bei Kindern oder Jugendlichen unter 18 Jahren nicht untersucht.

Anwendung bei alteren Patienten:

Cabergolin dura wurde bei alteren Patienten mit Hyperprolaktinamie nicht untersucht. Die Erfahrungen bei alteren Patienten sind sehr begrenzt. Die verfugbaren Daten weisen auf kein spezielles Risiko hin.

Art der Anwendung:

Es wird empfohlen, die Tabletten zusammen mit der Nahrung einzunehmen.

Dauer der Anwendung:

Da ein chronischer Zustand behandelt wird, sollte die Behandlung ohne Unterbrechung fortgesetzt werden, bis nach Ermessen des behandelnden Arztes keine Cabergolin-Gabe mehr erforderlich ist.

Patientinnen, die Cabergolin dura uber langere Zeit hin einnehmen, sollten in regelmaBigen Abstanden gynakologisch untersucht werden, einschlieBlich Zervix- und Endometrium-Zytologie.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Cabergolin dura 0,5 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine grofiere Menge von Cabergolin dura 0,5 mg eingenommen haben, als Sie sollten:

Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Eine Uberdosierung mit Cabergolin dura kann zu Symptomen fuhren, die einer Uberstimulierung der Dopaminrezeptoren entsprechen, wie z.B. Ubelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden, Blutdruckabfall, Verwirrung und Wahrnehmungsstorungen.

Bei Uberdosierung sollten allgemein unterstutzende MaBnahmen getroffen werden. Insbesondere sollten nicht resorbierte Anteile entfernt und sofern erforderlich der Blutdruck stabilisiert werden. Zusatzlich kann die Gabe von Dopaminantagonisten ratsam sein.

Wenn Sie die Einnahme von Cabergolin dura 0,5 mg vergessen haben:

Wenn Sie die rechtzeitige Einnahme einer Dosis dieses Arzneimittels vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie dies bemerken. Wenn es jedoch fast an der Zeit ist, die nachste Dosis einzunehmen, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nachste Dosis wie ublich ein.

Wenn Sie die Einnahme von Cabergolin dura 0,5 mg abbrechen:

Wenn Sie die Einnahme von Cabergolin abbrechen, konnen sich die Symptome Ihrer Krankheit verschlimmern. Daher sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie die Behandlung abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt und Apotheker.

4.    WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MOGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr haufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Haufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1 000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10 000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10 000

Nicht bekannt:

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

Betroffenes Organsvstem Haufigkeit

Nebenwirkung

Allgemein

Gefafterkrankungen

Haufig

Cabergolin dura wirkt bei Langzeitbehandlung im Allgemeinen blutdrucksenkend; Blutdruckabfall beim Aufstehen vom Liegen oder Sitzen (orthostatische Hypotonie)

Gelegentlich

Durchblutungsstorungen in Fingern und Zehen, Ohnmacht

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich

Krampfe in den Beinen

Untersuchungen

Gelegentlich

Bei Frauen mit ausbleibender Monatsblutung wurde wahrend der ersten Monate nach Wiedereintritt normaler Monatsblutungen ein Ruckgang der Hamoglobinwerte beobachtet

Storungen im Zusammenhang mit einem erhohten Prolaktinspiegel im Blut

Psychiatrische Erkrankungen

Haufig

Depressionen, Schlafstorungen

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr haufig

Benommenheit/Schwindel, Kopfschmerzen

Gelegentlich

Missempfindungen, z. B. Kribbeln (Parasthesie)

Nicht bekannt

plotzliches Einschlafen, plotzliche kurzdauernde Bewusstlosigkeit (Synkope)

Gefafterkrankungen

Haufig

Hitzewallungen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr haufig

Bauchschmerzen,

Verdauungsstorungen/Magenschleimhautentzundung,

Ubelkeit

Haufig

Verstopfung, Erbrechen

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdruse

Haufig

Schmerzen in den Brusten

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr haufig

Kraftlosigkeit (Asthenie)/Mudigkeit

Abstillen

Erkrankungen des Nervensystems

Haufig

Benommenheit/Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafrigkeit

Gelegentlich

vorubergehende Halbsichtigkeit, plotzliche Ohnmachtsanfalle (Synkope)

Herzerkrankungen

Gelegentlich

Herzklopfen (Palpitationen)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich

Nasenbluten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Haufig

Bauchschmerzen, Ubelkeit

Gelegentlich

Erbrechen

Selten

Magenschmerzen

Untersuchungen

Haufig

Blutdruckabfall (systolisch > 20 mmHg, diastolisch > 10

mmHg)

Gefafierkrankungen

Gelegentlich

Hitzewallungen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich

Kraftlosigkeit (Asthenie)

Beobachtung nach Markteinfuhrung

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt

Uberempfindlichkeit

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich

Steigerung des sexuellen Verlangens

Nicht bekannt

aggressives Verhalten, Wahnvorstellungen, gesteigerter Geschlechtstrieb, Spielsucht/krankhaftes Spielen, psychische Storung

Augenerkrankungen

Nicht bekannt

Sehstorungen

Herzerkrankungen

Sehr haufig

Herzklappenveranderungen (einschlieblich Ruckfluss von Blut aus dem Herzen [Regurgitationen]) und damit verbundene Erkrankungen (Herzbeutelentzundung [Perikarditis] oder Erguss von Flussigkeit im Herzbeutel [Perikarderguss])

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich

Atemnot (Dyspnoe)

Sehr selten

Bindegewebsvermehrung (Fibrosen)

Nicht bekannt

Atemstorung, Atembeschwerden (respiratorische Insuffizienz)

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt

anormale Leberfunktion

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Haarausfall (Alopezie), Hautausschlag

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich

Flussigkeitsansammlungen (Odeme)

Untersuchungen

Nicht bekannt

erhohte Werte von Muskelenzymen im Blut, anormaler Leberfunktionstest

Ein Ruckfluss von Blut aus dem Herzen (Regurgitation), der meist beschwerdefrei ist, tritt unter Cabergolin dura haufiger auf als bei vergleichbaren Arzneimitteln, die keine Mutterkornalkaloid-Abkommlinge sind.

Nebenwirkungen sind im Allgemeinen dosisabhangig. Bei Patienten mit bekannter Unvertraglichkeit dopaminerger Medikamente konnen Nebenwirkungen gemildert werden, indem zu Beginn der Cabergolin dura-Behandlung einschleichend (z. B. 0,25 mg einmal wochentlich) und danach stufenweise hoher dosiert wird, bis die therapeutische Dosis erreicht ist. Einmal aufgetretene fortdauernde oder schwere Nebenwirkungen konnen durch vorubergehende Dosisreduzierung, gefolgt von einer starker abgestuften Dosiserhohung (z. B. in 0,25-mg-Schritten wochentlich alle 14 Tage) ruckgangig gemacht werden.

Es konnte sein, dass Sie folgende Nebenwirkungen bemerken:

Die Unfahigkeit, dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung zu widerstehen, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden konnen; dazu gehoren:

•    Spielsucht ohne Rucksicht auf ernste personliche oder familiare Konsequenzen

•    Verandertes oder vermehrtes sexuelles Interesse und Verhalten, das Sie oder andere stark beunruhigt, z.B. ein verstarkter Sexualtrieb,

•    unkontrolliertes maBloses Einkaufen oder Geldausgeben,

•    Essattacken (Verzehr groBer Nahrungsmittelmengen innerhalb kurzer Zeit) oder zwanghaftes Essen (Verzehr groBerer Nahrungsmengen als normal und uber das Sattigungsgefuhl hinaus).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Verhaltensweisen bei Ihnen auftritt; er wird mit Ihnen MaBnahmen zur Verhinderung oder Behebung der Symptome besprechen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5.    Wie ist Cabergolin dura aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Etikett angegeben Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht uber 30°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schutzen.

Der Trocknungsbeutel mit Kieselgel darf nicht aus der Flasche entfernt werden!

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.    INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN

Was Cabergolin dura 0,5 mg enthalt:

   Der Wirkstoff ist Cabergolin.

1 Tablette enthalt 0,5 mg Cabergolin

•    Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose; Leucin und Magnesiumstearat (Ph. Eur.). Wie Cabergolin dura aussieht und Inhalt der Packung:

WeiBe, ovale, flache Tabletten mit abgeschragten Kanten. Die eine Seite ist glatt und die andere Seite besitzt eine Bruchrille und die Einpragung ,CBG’ und ,0.5’ auf jeweils einer Seite der Bruchrille.

Cabergolin dura 0,5 mg Tabletten sind in Packungen mit 2, 8 und 30 Tabletten erhaltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:

Mylan dura GmbH Postfach 10 06 35 64206 Darmstadt

Hersteller:

TEVA Czech Industries s.r.o., Ostravaská 29, č.p. 305, 747 70 Opava-Komárov, Tschechische Republik

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im Oktober 2013

Cabergolin dura 0,5 mg Tabletten

Fachinformation Cabergolin dura 0,5 mg tabletten

Wortlaut der fur die Fachinformation vorgesehenen Angaben

Fachinformation

1.    Rezeichnung des Arzneimittels Cabergolin dura 0,5 mg Tabletten

2.    Qualitative und quantitative Zusammensetzung 1 Tablette enthalt 0,5 mg Cabergolin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Lactose 75,8 mg Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.    Darreichungsform Tablette

WeiBe, ovale, flache Tabletten mit abgeschragten Kanten. Die eine Seite ist glatt und die andere Seite besitzt eine Bruchrille und die Einpragung ,CRG’ und ,0.5’ auf jeweils einer Seite der Bruchrille.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.    Klinische Angaben

4.1    Anwendungsgebiete

Abstillen aus medizinischen Grunden.

Hyperprolaktinamische Storungen.

Prolaktinbildende Hypophysenadenome.

Idiopathische Hyperprolaktinamie.

Es wird empfohlen, dass dieses Arzneimittel zunachst von einem geeigneten Spezialisten oder nach Konsultieren eines Spezialisten verordnet wird.

4.2    Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung:

Die maximale Dosis betragt 3 mg Cabergolin pro Tag.

Abstillen:

Cabergolin dura soll innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt eingenommen werden. Die empfohlene Dosierung betragt einmal 2 Tabletten.

Behandlung von hyperprolaktinamischen Storungen:

Als Anfangsdosis werden 0,5 mg Cabergolin pro Woche empfohlen, verteilt auf wochentlich 1 oder 2 Gaben (je eine halbe Tablette z.B. montags und donnerstags). Die Wochendosis

sollte allmahlich erhoht werden, am besten durch Steigerung um von 0,5 mg wochentlich in monatlichen Intervallen, bis eine optimale therapeutische Reaktion erreicht ist.

Die therapeutische Dosis betragt in der Regel 1 mg (2 Tabletten) pro Woche. Die therapeutische Breite liegt im Bereich von 0,25 mg bis zu 2 mg (1/2 bis 4 Tabletten) wochentlich. Bei hyperprolaktinamischen Patientinnen wurden Cabergolin-Dosen bis zu 4,5 mg wochentlich gegeben.

Die wochentliche Dosis kann je nach Vertraglichkeit einmal oder aufgeteilt auf 2 oder mehr Gaben pro Woche verabreicht werden. Sollte die Wochendosis 1 mg ubersteigen, sind mehrere Gaben angezeigt. Die Patienten sollten wahrend der Dosissteigerung regelmaBig untersucht werden, um die niedrigste therapeutisch effektive Dosierung zu ermitteln. Der Prolaktin-Plasmaspiegel sollte in monatlichen Intervallen kontrolliert werden, da, sobald die therapeutisch effektive Dosierung erreicht ist, im Regelfall eine Normalisierung des Prolaktinspiegels binnen 2 bis 4 Wochen eintritt.

Nach Absetzen von Cabergolin dura tritt gewohnlich erneut eine Hyperprolaktinamie auf. Bei einigen Patienten wurde jedoch eine dauerhafte Suppression der Prolaktinspiegel uber mehrere Monate hin beobachtet

Kinder und Jugendliche:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cabergolin dura wurde bei Kindern oder Jugendlichen unter 18 Jahren nicht untersucht.

Anwendung bei alteren Patienten:

Cabergolin dura wurde bei alteren Patienten mit Hyperprolaktinamie nicht untersucht. Die Erfahrungen bei alteren Patienten sind sehr begrenzt. Die verfugbaren Daten weisen auf kein spezielles Risiko hin.

Art der Anwendung

Es wird empfohlen, die Tabletten zusammen mit der Nahrung einzunehmen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Anwendungsgebiet.

4.3    Gegenanzeigen

Cabergolin dura 0,5 mg darf nicht angewendet werden bei:

—    Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, anderen Mutterkornalkaloid-Abkommlingen oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

—    Praeklampsie, Eklampsie

—    Postpartale Hypertonie oder unkontrollierte Hypertonie

—    schwerer Leberinsuffizienz

—    fibrotischen Veranderungen an Lunge, Herzbeutel oder im Retroperitonealraum in der Vorgeschichte (siehe Abschnitt 4.4)

—    Vorgeschichte einer Psychose oder Risiko einer postpartalen Psychose

—    Bei Langzeitbehandlung:    Echokardiographischer Nachweis einer

Herzklappenerkrankung vor der Behandlung (siehe Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen - Fibrose und Herzklappenveranderungen sowie mogliche klinische Begleiterscheinungen).

4.4


Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Allgemein

Wie bei anderen Ergotalkaloiden sollte Cabergolin dura nur mit Vorsicht bei Patienten mit schweren Herz-Kreislauferkrankungen, Hypotonie, Raynaud-Syndrom, Lebererkrankungen, Niereninsuffizienz, Magengeschwuren, gastrointestinalen Blutungen oder schweren psychischen Erkrankungen, insbesondere psychotischen Erkrankungen in der Vorgeschichte angewendet werden.

Cabergolin dura sollte nicht zusammen mit antipsychotischer Medikation oder an Frauen mit Wochenbettpsychose in der Vorgeschichte verabreicht werden.

In Studien an Patientinnen, die nach der Geburt Cabergolin dura erhielten, wurde in den ersten 2 bis 4 Tagen nach der Gabe erniedrigter Blutdruck gemessen. RegelmaBige Blutdruckkontrollen, vor allem wahrend der ersten Tage nach Gabe von Cabergolin dura, werden empfohlen

Eingeschrankte Leberfunktion

Bei Patientinnen mit stark eingeschrankter Leberfunktion, die Cabergolin dura uber einen langen Zeitraum erhalten, sollten niedrigere Dosierungen erwogen werden. Bei Patienten mit stark eingeschrankter Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse C), die eine Einmaldosis von 1 mg erhielten, wurde, im Vergleich zu gesunden Probanden und Patienten mit weniger stark ausgepragter Leberinsuffizienz, ein Anstieg der AUC beobachtet.

Orthostatische Hypotonie

Bei Anwendung von Cabergolin dura kann es zu Symptomen einer orthostatischen Hypotonie kommen. Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Gabe von anderen Arzneimitteln, die eine blutdrucksenkende Wirkung haben.

Fibrose und Herzklappenveranderungen sowie mogliche klinische Begleiterscheinungen Fibrotische und serose entzundliche Erkrankungen wie Pleuritis, Pleuraerguss, Pleurafibrose, Lungenfibrose, Perikarditis, Perikarderguss, Herzklappenveranderungen an einer oder mehreren Herzklappen (Aorten-, Mitral-, Trikuspidalklappe) bzw. eine retroperitoneale Fibrose sind nach langerer Anwendung von Ergotamin-Derivaten mit agonistischer Wirkung am Serotonin 5HT2B-Rezeptor, wie Cabergolin, aufgetreten. In einigen dieser Falle besserten sich die Symptome oder der Auspragungsgrad der Herzklappenveranderung nach Beendigung der Cabergolin-Behandlung.

Die Blutkorperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) war in Verbindung mit einem Pleuraerguss / einer Fibrose pathologisch erhoht. Eine Rontgenaufnahme des Thorax empfiehlt sich bei Patienten mit einem ungeklarten Anstieg der BSG auf pathologische Werte.

Herzklappenveranderungen traten im Zusammenhang mit kumulierten Dosen auf, daher sollten Patienten mit der niedrigsten wirksamen Dosis behandelt werden. Bei jeder Kontrolle sollte das Nutzen- / Risiko- Verhaltnis der Cabergolin-Behandlung fur den Patienten neu bewertet werden, um uber eine Fortsetzung der Behandlung mit Cabergolin zu entscheiden.

Vor Einleitung einer Langzeitbehandlung:

Vor Beginn der Behandlung muss bei allen Patienten eine kardiovaskulare Untersuchung, einschlieBlich Echokardiogramm, vorgenommen werden, um das mogliche Vorliegen einer asymptomatischen Herzklappenerkrankung abzuklaren. Vor Behandlungsbeginn ist auch eine Bestimmung der BSG oder anderer Entzundungsmarker, eine Rontgenaufnahme des Thorax bzw. eine Prufung der Lungenfunktion sowie der Nierenfunktion angebracht.

Es ist nicht bekannt, ob eine Cabergolin-Behandlung bei Patienten mit Herzklappenregurgitation die zugrunde liegende Erkrankung verschlechtern kann. Wenn eine fibrotische Herzklappenveranderung festgestellt wird, darf der Patient nicht mit Cabergolin behandelt werden (siehe Abschnitt 4.3).

Wahrend einer Langzeitbehandlung:

Da fibrotische Erkrankungen schleichend beginnen konnen, mussen in regelmaBigen Abstanden Kontrolluntersuchungen auf Zeichen einer fortschreitenden Fibrose durchgefuhrt werden.

Wahrend der Behandlung ist insbesondere auf folgende Zeichen und Symptome zu achten:

-    Pleuropulmonale Erkrankungen wie Dyspnoe, Kurzatmigkeit, persistierender Husten und Brustschmerz.

-    Niereninsuffizienz oder urethrale / abdominelle GefaBverengung, eventuell mit Schmerzen in der Lendengegend und Odemen der unteren Extremitaten, sowie jede Art abdomineller Raumforderung oder Druckempfindlichkeit als Hinweis auf eine retroperitoneale Fibrose.

-    Herzinsuffizienz; eine Herzklappenfibrose und Perikardfibrose manifestieren sich oft als Herzinsuffizienz. Eine Herzklappenfibrose (und konstriktive Perikarditis) muss deshalb beim Auftreten entsprechender Symptome ausgeschlossen werden.

Ein klinisch diagnostisches Monitoring hinsichtlich der Entwicklung einer fibrotischen Erkrankung ist dementsprechend unbedingt notwendig. Die erste Echokardiographie nach Behandlungsbeginn muss innerhalb von 3 bis 6 Monaten durchgefuhrt werden. Danach muss die Haufigkeit weiterer Echokardiographien unter Berucksichtigung geeigneter individueller klinischer Befunde, vor allem der oben genannten Zeichen und Symptome, festgelegt werden, mindestens jedoch alle 6 bis 12 Monate.

Wenn durch eine Echokardiographie eine neu diagnostizierte oder zunehmende Regurgitation, Einschrankung der Klappenbeweglichkeit oder Klappensegelverdickung festgestellt wird, muss die Behandlung mit Cabergolin abgebrochen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Uber die Notwendigkeit weiterer klinischer Untersuchungen (z. B. korperliche Untersuchung, einschlieBlich sorgfaltiger Herzauskultation, Rontgenaufnahme, Computertomographie) sollte von Fall zu Fall entschieden werden.

Weitere Untersuchungen, wie Bestimmung der BSG und der Serumkreatinin-Werte, sollten vorgenommen werden, wenn sie zur Bestatigung der Diagnose einer fibrotischen Erkrankung erforderlich sind.

Somnolenz undplotzliches Einschlafen

Cabergolin wird mit Schlafrigkeit (Somnolenz) in Verbindung gebracht. Cabergolin, wie andere Vertreter seiner Wirkstoffklasse, wird bei Parkinson-Patienten mit plotzlichem Einschlafen in Verbindung gebracht. Eine Dosisreduktion oder eine Beendigung der Therapie ist zu erwagen (siehe Abschnitt 4.7).

Unterdruckung der physiologischen Laktation

Sofern der erwartete Nutzen die moglichen Risiken nicht uberwiegt, sollte Cabergolin, wie andere Vertreter seiner Wirkstoffklasse, nicht bei Frauen mit schwangerschaftsbedingter Hypertonie wie z. B. Praeklampsie oder Post-partum-Hypertonie angewendet werden.

Zur Vermeidung einer moglichen orthostatischen Hypotonie sollten stillende Frauen, die zum Abstillen behandelt werden, nicht mehr als einmal 0,25 mg Cabergolin dura erhalten (siehe Abschnitt 4.2).

Behandlung von hyperprolaktinamischen Storungen

Da Hyperprolaktinamie mit Amenorrhoe/Galaktorrhoe sowie Infertilitat mit Hypophysentumoren in Zusammenhang stehen kann, ist eine komplette Untersuchung der Hypophyse vor Einleitung der Behandlung mit Cabergolin dura angezeigt.

Cabergolin dura stellt Ovulation und Fertilitat wieder her bei Frauen mit hyperprolaktinamischem Hypogonadismus.

Vor der Behandlung mit Cabergolin dura ist das Bestehen einer Schwangerschaft auszuschlieBen. Aufgrund der begrenzten klinischen Erfahrung und der langen Halbwertszeit des Arzneimittels wird vorsichtshalber empfohlen, dass Frauen mit Kinderwunsch bei Wiedereintritt regularer Ovulationszyklen Cabergolin dura 1 Monat vor dem beabsichtigten Konzeptionstermin absetzen.

Da es vor Wiedereintreten der Menses bereits zu einer Schwangerschaft kommen kann, wird empfohlen, mindestens alle 4 Wochen wahrend der amenorrhoischen Periode einen Schwangerschaftstest zu machen und, nach Wiedereintreten der Menses, jedes Mal bei Verspatung der Menstruation um mehr als 3 Tage. Frauen, die eine Schwangerschaft vermeiden mochten, sollten angehalten werden, wahrend und nach der Anwendung von Cabergolin dura bis zum Wiederauftreten von Anovulation einen mechanischen Konzeptionsschutz anzuwenden. Frauen, die schwanger werden, sollten als VorsichtsmaBnahme auf eine VergroBerung der Hypophyse untersucht werden, da sich bestehende Hypophysentumore wahrend einer Schwangerschaft vergroBern konnen.

Patientinnen, die Cabergolin dura uber langere Zeit hin einnehmen, sollten in regelmaBigen Abstanden gynakologisch untersucht werden, einschlieBlich Zervix- und Endometrium-Zytologie.

Impulskontrollstorungen

Die Patienten sollten regelmaBig hinsichtlich der Entwicklung von Impulskontrollstorungen uberwacht werden. Patienten und Betreuer sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei Patienten, die mit Dopaminagonisten, einschlieBlich Cabergolin dura, behandelt werden, Verhaltensauffalligkeiten im Sinne von Impulskontrollstorungen auftreten konnen, einschlieBlich pathologischer Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualitat, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang. Wenn sich solche Symptome entwickeln, sollte eine Dosisreduktion bzw. eine ausschleichende Behandlung in Erwagung gezogen werden.

Sonstiges

Dieses Arzneimittel enthalt Laktose. Patienten mit der seltenen hereditaren Galaktose-Intoleranz, Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten Cabergolin dura nicht einnehmen.

4.5


4.6


Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Zu Wechselwirkungen zwischen Cabergolin und anderen Ergotalkaloiden liegen keine Informationen vor. Von einer Langzeitbehandlung mit Cabergolin in Kombination mit diesen Arzneimitteln wird daher abgeraten.

Arzneimittel mit Dopamin-antagonistischer Wirkung (z. B. Phenothiazine, Butyrophenone, Thioxanthene, Metoclopramid) sollten nicht gleichzeitig gegeben werden, da Cabergolin dura uber eine Stimulierung der Dopaminrezeptoren wirkt und dies zu einer Schwachung bzw. zum Ausbleiben der Wirkung von Cabergolin dura fuhren kann.

Cabergolin dura sollte nicht zusammen mit Makrolidantibiotika (z. B. Erythromycin) angewendet werden, da dies die systemische Bioverfugbarkeit von Cabergolin dura erhohen konnte.

Zu moglichen Wechselwirkungen mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln siehe Abschnitt 4.4.

Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Vor der Behandlung mit Cabergolin dura ist das Bestehen einer Schwangerschaft auszuschlieBen. Wahrend der Behandlung und mindestens 1 Monat lang nach ihrem Ende sollten zuverlassige VerhutungsmaBnahmen angewandt werden.

Aus einer Beobachtungsstudie uber 12 Jahre zum Ausgang von Schwangerschaften nach einer Cabergolin-Therapie liegen Informationen uber 256 Schwangerschaften vor. Bei 17 dieser Schwangerschaften (6,6 %) kam es zu schweren angeborenen Missbildungen oder Fehlgeburten. Uber 23 von insgesamt 258 Kindern, welche 27 schwere oder leichte neonatale Anomalien aufwiesen, liegen Daten vor. Muskuloskelettale Fehlbildungen waren die haufigsten neonatalen Anomalien (10) gefolgt von kardiopulmonalen Fehlbildungen (5). Zu perinatalen Storungen oder der Langzeitentwicklung von Kindern nach einer Cabergolin-Exposition in utero liegen keine Daten vor. Auf der Grundlage aktueller Literatur liegt die Pravalenz von schweren angeborenen Missbildungen in der Allgemeinbevolkerung bei 6,9 % oder hoher und sie schwankt zwischen unterschiedlichen Populationen. Da es keine Kontrollgruppe gab, ist es nicht moglich, genau zu sagen, ob ein erhohtes Risiko besteht.

Aufgrund der geringen klinischen Erkenntnisse und der langen Halbwertszeit (79 bis 115 Stunden) des Arzneimittels wird empfohlen, dass Frauen mit Kinderwunsch bei Wiedereintritt regularer Ovulationszyklen Cabergolin dura als VorsichtsmaBnahme 1 Monat vor dem erwunschten Beginn der Schwangerschaft absetzen.

Die Fruchtbarkeit wird dadurch nicht eingeschrankt, da die Ovulationszyklen in den meisten Fallen uber mindestens 6 Monate nach Absetzen des Medikaments fortbestehen. Sollte es wahrend der Behandlung zu einer Schwangerschaft kommen, ist Cabergolin dura sofort abzusetzen, um einen eventuellen Einfluss des Arzneimittels auf den Feten so gering wie moglich zu halten (siehe Abschnitt 4.4).

Stillzeit

Da Cabergolin dura zur Verhinderung des Milchflusses eingesetzt wird, sollten Frauen mit dem Wunsch zum Stillen nicht mit Cabergolin dura behandelt werden.

Frauen, bei denen die Wirkung von Cabergolin dura ausbleibt, sollten nicht stillen.

Bei Ratten gehen Cabergolin dura und/oder seine Metaboliten in die Milch uber. Solange keine Erkenntnisse uber die Ausscheidung von Cabergolin dura in die menschliche Muttermilch vorliegen, sollten Mutter im Falle verfehlten Abstillens unter Cabergolin dura nicht stillen.

Fertilitat

Siehe Abschnitt 4.4.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Patienten, die mit Cabergolin behandelt werden und uber Somnolenz berichten, mussen angewiesen werden, kein Kraftfahrzeug zu fuhren oder andere Tatigkeiten auszuuben, bei denen eine Beeintrachtigung der Aufmerksamkeit sie selbst oder andere dem Risiko schwerwiegender Verletzungen oder des Todes aussetzt (z. B. Bedienen von Maschinen), bis die Schlafrigkeit nicht mehr auftritt (siehe Abschnitt 4.4).

Dieses Arzneimittel kann wahrend der ersten Tage nach Einnahme das Reaktionsvermogen so weit verandern, dass die Fahigkeit zur aktiven Teilnahme am StraBenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt wird. Dies gilt im verstarkten MaBe im Zusammenwirken mit Alkohol.

4.8


Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr haufig    (> 1/10)

Haufig    (> 1/100 bis <1/10)

Gelegentlich    (> 1/1 000 bis <1/100)

Selten    (> 1/10 000 bis <1/1 000)

Sehr selten    (< 1/10 000)

Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

Organklassen (MedDRA-Terminologie) Haufigkeit

Nebenwirkung

Allgemein

GefáRerkrankungen

Haufig

Cabergolin dura wirkt bei Langzeitbehandlung im Allgemeinen blutdrucksenkend; orthostatische Hypotonie

Gelegentlich

Vasospasmen in Fingern und Zehen, Ohnmacht

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich

Krampfe in den Beinen

Untersuchungen

Gelegentlich

Bei Frauen mit Amenorrhoe wurde wahrend der ersten Monate nach Wiedereintritt normaler Monatsblutungen ein Ruckgang der Hamoglobinwerte beobachtet.

Storungen im Zusammenhang mit Hyperprolaktinamie

Psychiatrische Erkrankungen

Haufig

Depressionen, Schlafstorungen

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr haufig

Benommenheit/Schwindel, Kopfschmerzen

Gelegentlich

Parasthesie

Nicht bekannt

plotzliches Einschlafen, Synkope

Gefáfíerkrankungen

Haufig

Hitzewallungen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr haufig

Bauchschmerzen, Dyspepsie/Gastritis, Ubelkeit

Haufig

Verstopfung, Erbrechen

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdruse

Haufig

Schmerzen in den Brusten

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr haufig

Asthenie/Mudigkeit

Abstillen

Erkrankungen des Nervensystems

Haufig

Benommenheit/Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafrigkeit

Gelegentlich

vorubergehende Hemianopsie, Synkope

Herzerkrankungen

Gelegentlich

Palpitationen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich

Nasenbluten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Haufig

Bauchschmerzen, Ubelkeit

Gelegentlich

Erbrechen

Selten

Magenschmerzen

Untersuchungen

Haufig

asymptomatischer Blutdruckabfall (systolisch > 20 mmHg, diastolisch > 10 mmHg)

Gefafterkrankungen

Gelegentlich

Hitzewallungen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich

Asthenie

Beobachtung nach Markteinfuhrung

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt

Uberempfindlichkeit

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich

Libidosteigerung

Nicht bekannt

aggressives Verhalten, Wahnvorstellungen, Hypersexualitat, Spielsucht/pathologisches Spielen, psychotische Storung

Augenerkrankungen

Nicht bekannt

Sehstorungen

Herzerkrankungen

Sehr haufig

Herzklappenveranderungen (einschlieblich Regurgitationen) und damit verbundene Erkrankungen (Perikarditis, Perikarderguss)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich

Dyspnoe

Sehr selten

Fibrosen

Nicht bekannt

Atemstorung, respiratorische Insuffizienz

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt

anormale Leberfunktion

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Alopezie, Ausschlag

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich

Odeme

Untersuchungen

Nicht bekannt

erhohte Kreatinphosphokinase-Werte, anormaler Leberfunktionstest

Nebenwirkungen sind im Allgemeinen dosisabhangig. Bei Patienten mit bekannter Unvertraglichkeit dopaminerger Medikamente konnen Nebenwirkungen gemildert werden, indem zu Beginn der Cabergolin dura-Behandlung einschleichend (z. B. 0,25 mg einmal wochentlich) und danach stufenweise hoher dosiert wird, bis die therapeutische Dosis erreicht ist. Einmal aufgetretene fortdauernde oder schwere Nebenwirkungen konnen durch vorubergehende Dosisreduzierung, gefolgt von einer starker abgestuften Dosiserhohung (z. B. in 0,25-mg-Schritten wochentlich alle 14 Tage) ruckgangig gemacht werden.

Die Pravalenz von asymptomatischen Regurgitationen ist signifikant hoher als bei Nicht-Ergotamin-Dopaminagonisten (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Impulskontrollstorungen

Pathologische Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualitat, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang konnen bei Patienten auftreten, die mit Dopaminagonisten, einschlieblich Cabergolin dura, behandelt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grober Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des

Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9    Uberdosierung

Symptome der Intoxikation

Eine Uberdosierung mit Cabergolin dura kann zu Symptomen fuhren, die einer Uberstimulierung der Dopaminrezeptoren entsprechen, wie z. B. Ubelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden, Blutdruckabfall, Verwirrung/Psychosen und Wahrnehmungsstorungen.

Therapie von Intoxikationen

Bei Uberdosierung sollten allgemein unterstutzende MaBnahmen getroffen werden. Insbesondere sollten nicht resorbierte Anteile entfernt und sofern erforderlich der Blutdruck stabilisiert werden. Zusatzlich kann die Gabe von Dopaminantagonisten ratsam sein.

5.    Pharmakologische Eigenschaften

5.1    Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Prolaktininhibitor/Dopaminagonist ATC-Code: G02CB03

Cabergolin hat eine prolaktinsenkende Wirkung, die lange anhalt. Cabergolin wirkt durch direkte Stimulierung der D2-dopaminergen Rezeptoren an den laktotrophen Zellen der Hypophyse. An Ratten senkt Cabergolin die Prolaktinsekretion in einer oralen Dosierung von 3 bis 25 pg/kg und in vitro bei einer Konzentration von 45 pg/ml.

Zusatzlich zeigt Cabergolin bei einer oralen Dosierung, die den fur die Prolaktinsenkung notwendigen Bereich uberschreitet, uber Stimulierung von D2-Rezeptoren einen zentralen dopaminergen Effekt.

Das lange Anhalten des prolaktinsenkenden Effekts ist wahrscheinlich auf die lange Verweildauer am Zielorgan zuruckzufuhren. Dies wiederum lasst sich davon ableiten, dass an Ratten nach einmaliger oraler Gabe die Gesamtradioaktivitat an der Hypophyse nur langsam abnimmt (t/2 nahezu 60 Std.).

Die pharmakodynamischen Effekte von Cabergolin wurden an Probanden, an Wochnerinnen und Patienten mit Hyperprolaktinamie untersucht. Nach Gabe einer einzelnen oralen Dosis von 0,3 bis 1,5 mg wurde bei allen untersuchten Personen eine signifikante Senkung des Prolaktin-Plasmaspiegels beobachtet. Der Effekt tritt schnell ein (innerhalb von 3 Stunden nach Verabreichung) und ist anhaltend (bei Probanden bis zu 7 bis 28 Tagen und bei Wochnerinnen bis zu 14 bis 21 Tagen). Der prolaktinsenkende Effekt ist sowohl hinsichtlich des AusmaBes wie auch hinsichtlich der Dauer dosisbezogen.

Bezuglich der endokrinen Wirkung von Cabergolin, die nicht auf den antiprolaktinamischen Effekt zuruckzufuhren ist, zeigte bei gesunden Probanden die basale Sekretion von anderen Hormonen der Hypophyse bzw. des Kortisols nach einmaliger Gabe von bis zu 0,6 mg Cabergolin keine signifikanten Veranderungen.

Neben den therapeutischen Effekten zeigt Cabergolin als pharmakodynamische Wirkung eine Blutdrucksenkung. Zur hochsten hypotonischen Wirkung kommt es bei einer einzelnen Dosis von Cabergolin in der Regel wahrend der ersten 6 Stunden nach

Medikamenteneinnahme. Diese ist sowohl hinsichtlich des maximalen Blutdruckabfalls als auch der Frequenz dosisabhangig.

5.2    Pharmakokinetische Eigenschaften

Die pharmakokinetischen und metabolischen Eigenschaften von Cabergolin wurden an Probanden beiderlei Geschlechts und weiblichen Patienten mit Hyperprolaktinamie untersucht. Nach oraler Verabreichung der Tritium-markierten Substanz wurde die Radioaktivitat vom Gastrointestinaltrakt schnell aufgenommen mit maximalen Plasmawerten zwischen 0,5 und 4 Stunden. Innerhalb von 10 Tagen nach Verabreichung wurden 18 bzw. 72 % der Radioaktivitat im Urin bzw. Fazes wiedergefunden. Unverandertes Cabergolin wurde im Harn zu einem Anteil von 2 bis 3 % der verabreichten Dosis gefunden; als Hauptmetabolit konnte 6-Allyl-8B-carboxyergolin identifiziert werden, dessen Anteil betrug 4 bis 6 % der verabreichten Dosis.

Drei weitere Metaboliten wurden im Urin identifiziert, die zusammen weniger als 3 % der verabreichten Dosis ausmachen. Die prolaktinsenkende Wirkung der Metaboliten erwies sich in vitro als viel weniger stark als die von Cabergolin. Die Biotransformation von Cabergolin wurde auch im Plasma mannlicher Probanden beobachtet, die mit [14C]-Cabergolin behandelt wurden: Eine schnelle und extensive Biotransformation von Cabergolin zeigte sich.

Die geringe Rate der renalen Ausscheidung von Cabergolin wurde auch in Studien mit nicht markierter Substanz festgestellt. Die Eliminationshalbwertszeit, geschatzt anhand der Daten zur renalen Ausscheidung, ist sehr lang (ungefahr 63 bis 68 Std. bei Probanden, 79 bis 115 Std. bei Patienten mit Hyperprolaktinamie).

Aufgrund der Eliminationshalbwertszeit sollte ein Steady State nach 4 Wochen erreicht werden. Dies bestatigen die durchschnittlichen maximalen Plasmawerte von Cabergolin nach einer Einzeldosis (37 ± 8 pg/ml) und nach Mehrfachgabe uber 4 Wochen (101 ± 43 pg/ml).

In-vitro-Untersuchungen zeigten, dass Cabergolin in Konzentrationen von 0,1 bis 10 ng/ml zu 41 bis 42 % an PlasmaeiweiB gebunden wird.

Nahrungsmittel scheinen keinen Einfluss auf die Absorption und Disposition von Cabergolin zu haben.

5.3    Práklinische Daten zur Sicherheit

Bei Mausen, die Cabergolin in einer Dosis von bis zu 8 mg/kg/Tag wahrend des Zeitraums der Organentwicklung erhielten, traten maternal toxische, aber keine teratogenen Effekte auf. Diese Dosis ist ca. 186-fach hoher als die empfohlene maximale Humandosis von Cabergolin dura.

Bei Ratten bewirkte eine Dosis von 0.012 mg/kg/Tag (ungefahr 3,6-fach niedriger als die empfohlene maximale Humandosis) wahrend der Organogenese einen Anstieg der embryofetalen Verluste nach der Implantation. Diese Verluste konnten auf die prolaktininhibitorischen Eigenschaften von Cabergolin bei Ratten zuruckgefuhrt werden.

Bei Kaninchen verursachten tagliche Gaben von 0,5 mg/kg/Tag (etwa 12-fach hoher als die empfohlene maximale Humandosis von Cabergolin dura) wahrend des Zeitraums der Organentwicklung maternale Toxizitat, die durch eine Gewichtsabnahme und verminderte Futteraufnahme gekennzeichnet war. Dosen von 4 mg/kg/Tag (etwa 93-fach hoher als die empfohlene maximale Humandosis von Cabergolin dura) wahrend der Organogenese fuhrten im Kaninchen zu einem vermehrten Auftreten verschiedener Fehlbildungen. Allerdings wurden in einer anderen Studie an Kaninchen keine Fehlbildungen oder embryofetotoxischen Effekte in Bezug auf die Behandlung mit Dosen von bis zu 8 mg/kg/Tag beobachtet, eine Dosierung, die etwa 186-fach hoher als die empfohlene maximale Humandosis von Cabergolin dura ist.

6.    Pharmazeutische Angaben

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile Lactose

Leucin

Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

6.2    Inkompatibilitaten Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung Nicht uber 30°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schutzen.

Der Trocknungsbeutel mit Kieselgel darf nicht aus der Flasche entfernt werden.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Braune Glasflaschen (Typ III), die einen Trocknungsbeutel mit Kieselgel enthalten. Die braune Glasflasche besitzt eine induktionsversiegelte kindersichere Aluminium-Membran und einen kindersicheren PP-Verschluss. Umkarton.

PackungsgroBen: 2, 8 und 30 Tabletten.

6.6    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.    Inhaber der Zulassung

Mylan dura GmbH Postfach 10 06 35 64206 Darmstadt

8.    Zulassungsnummer

66155.00.00

9.    Datum der Erteilung der Zulassung

14.12.2006

10.    Stand der Information

Oktober 2013

11.    Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

Cabergolin dura 0,5 mg Tabletten