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Calcimagon 500mg



Gebrauchsinformation Calcimagon 500mg

Wortlaut der für die Gebrauchsinformation von Calcimagon 500 vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.

  • Dieses Arzneimittel ist auch ohne ärztliche Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss Calcimagon 500 mg jedoch vorschriftsmäßig eingenommen werden.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später noch einmal lesen.

  • Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

  • Wenn sich Ihr Krankheitsbild verschlimmert, müssen Sie Ihren Arzt aufsuchen.

  • Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Neben-wirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


  1. Was ist Calcimagon 500 mg und wofür wird es angewendet?

  2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Calcimagon 500 mg beachten?

  3. Wie ist Calcimagon 500 mg einzunehmen?

  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

  5. Wie ist Calcimagon 500 mg aufzubewahren?

  6. Weitere Informationen


Calcimagon 500 mg, Kautabletten

Wirkstoff: Calciumcarbonat


1. Was ist Calcimagon 500 mg und wofür wird es angewendet?


Calcimagon 500 mg ist ein Mineralstoffpräparat und wird angewendet zur Vorbeugung und Behand-lung von Calcium-Mangelzuständen. Als Calciumsupplement zur Unterstützung einer spezifischen Therapie zur Prävention und Behandlung der Osteoporose. Weiterhin wird es angewendet als Phosphatbinder bei Hyperphosphatämie.


2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Calcimagon 500 mg beachten?


Calcimagon 500 mg darf nicht eingenommen werden:

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Calcium oder einem der sonstigen Bestandteile sind.

  • wenn Sie an Krankheitszuständen leiden, die eine zu hohe Calciumkonzentration im Blut oder Urin zur Folge haben;

  • wenn Sie Nierensteine haben


Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Calcimagon 500 mg ist in den folgenden Fällen erforderlich:

  • wenn Sie an einer Nierenfunktionsstörung leiden, dürfen Sie die Tabletten zur Behandlung der Hyperphosphatämie nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie in der Vergangenheit schon Nierensteine hatten. Fragen Sie Ihren Arzt auch um Rat, wenn in Ihrer Familie calciumhaltige Nierensteine vorgekommen sind.

  • während einer hochdosierten Behandlung und insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung von Vitamin D besteht das Risiko, dass der Calciumgehalt im Blut zu hoch steigt (Hypercalcämie) und nachfolgend die Nierenfunktion geschädigt wird. Diesem kann durch eine reichliche Zufuhr von Flüssigkeit entgegengewirkt werden. Ihr Arzt wird in diesem Fall den Calciumspiegel im Blut kontrollieren und die Nierenfunktion überwachen.


Bei der Einnahme von Calcimagon 500 mgmit anderen Arzneimitteln

Die Wirkung von Calcimagon 500 mg kann durch die gleichzeitige Gabe der nachfolgenden Arzneimittel bzw. Präparategruppen beeinflusst werden:


Verstärkung der Wirkung von Calcimagon 500 mg:

Bestimmte harntreibende Mittel (Diuretika vom Thiazid-Typ) vermindern die Calciumausscheidung. Bei gleichzeitiger Einnahme von Calcimagon 500 mg und solchen Arzneimitteln sollte deshalb der Calciumblutspiegel überwacht werden.


Abschwächung der Wirkung von Calcimagon 500 mg

Arzneimittel, die Corticosteroide (Cortison und Cortisonabkömmlinge) enthalten. Diese Mittel können die Aufnahme von Calcium vermindern und eine erhöhte Dosis von Calcimagon 500 mg notwendig machen.


Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann durch gleichzeitige Behandlung mit Calcimagon 500 mg beeinflusst werden:

Wenn Sie gleichzeitig mit Calcimagon 500 mg bestimmte Arzneimittel, die die Herzkraft steigern (herzwirksame Glykoside) einnehmen, kann sich bei einem überhöhten Calciumblutspiegel die Toxizität der Glykoside erhöhen. Aus diesem Grund müssen Sie in diesem Fall mit Hilfe des Elektrokardiogramm (EKG) und der Bestimmung des Calciumgehaltes im Blut überwacht werden.

Die Aufnahme und damit auch die Wirksamkeit von bestimmten Antibiotika (Tetracyclin-Antibiotika) kann durch die gleichzeitige Einnahme von Calciumcarbonat vermindert werden. Aus diesem Grund sollten Tetracyclin-haltige Arzneimittel mindestens zwei Stunden vor bzw. vier bis sechs Stunden nach der Einnahme von Calcium eingenommen werden.

Wenn Sie gleichzeitig mit Biphosphonat- oder Natriumflourid-Präparaten behandelt werden, sollten diese wegen des Risikos einer verschlechterten Aufnahme mindestens drei Stunden vor Calcimagon 500 mg eingenommen werden.


Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


Bei Einnahme von Calcimagon 500 mg mit Nahrungsmitteln und Getränken

Oxalsäure (enthalten in Spinat und Rhabarber) sowie Phytinsäure (enthalten in Vollkornprodukten) kann durch Bildung unlöslicher Komplexe mit Calciumionen die Calciumresorption herabsetzen. Sie sollten während zwei Stunden nach der Aufnahme von Nahrungsmitteln mit hohem Gehalt von Oxal- oder Phytinsäure keine Calcium-haltigen Arzneimittel einnehmen.

Bitte beachten Sie, dass Milchprodukte einen hohen Calciumgehalt haben. Ein Liter Milch kann bis zu 1200 mg Calcium enthalten. Dies sollte bei der Einnahme von Calcimagon 500 mg berücksichtigt werden.


Schwangerschaft und Stillzeit

Die angemessene Tagesdosis (aus der Nahrung bzw. durch ergänzende Zufuhr) für schwangere und stillende Frauen beträgt normalerweise 1000 – 1300 mg Calcium. Während der Schwangerschaft sollte die tägliche Einnahme 1500 mg Calcium nicht überschreiten. Calcium geht in signifikanten Mengen in die Muttermilch über. Wenn während der Schwangerschaft ein Calcium-Mangel auftritt, kann Calcimagon 500 mg eingenommen werden.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.


Wichtige Warnhinweise über bestimmte Bestandteile von Calcimagon 500 mg

Wenn Sie an der erblichen Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie leiden darf Calcimagon 500 mgnicht eingenommen werden, da es den Süßstoff Aspartam enthält, der eine Quelle für Phenylalanin ist.

Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Bitte nehmen Sie Calcimagon 500 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.


3. Wie ist Calcimagon 500 mg einzunehmen?


Nehmen Sie Calcimagon 500 mg immer genau nach den Anweisungen dieser Packungsbeilage ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.


Art der Anwendung

Die Tabletten können zerkaut oder gelutscht werden. Die Kautabletten werden vor dem Schlucken sorgfältig gekaut. Sie können Calcimagon 500 mg zum Essen oder auch zwischen den Mahlzeiten einnehmen.


Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:


Vorbeugung und Behandlung von Calcium-Mangelzuständen:

Erwachsene: 1-3 Kautabletten täglich.

Kinder: 1-2 Kautabletten täglich.


Behandlung der Hyperphosphatämie

Es ist eine individuelle Dosierung vorzunehmen. 2-8 g Calcium am Tag, entsprechend 4 –16 Kautabletten, aufgeteilt auf 2-4 Dosen mit je zwei bis vier Tabletten sind häufig erforderlich. Die Tabletten sind zusammen mit den Mahlzeiten einzunehmen, um das in den Nahrungsmitteln enthaltene Phosphat zu binden.


Wie lange sollten Sie Calcimagon 500 mg einnehmen?

Die Einnahme von Calcimagon 500 mg sollte langfristig erfolgen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie lange Sie Calcimagon 500 mg einnehmen sollen.


Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie meinen, dass die Wirkung von Calcimagon 500 mg zu stark oder zu schwach ist.


Wenn Sie eine größere Menge Calcimagon 500 eingenommen haben, als Sie sollten


Einmalige Überdosierung ist in der Regel folgenlos. Überdosierungserscheinungen sind nur bei dauerhafter, überhöhter Einnahme von Calcimagon 500 mg bzw. zusätzlicher Einnahme anderer Calciumpräparate zu erwarten. Anzeichen einer Überdosierung sind: gesteigertes Durstempfinden und Flüssigkeitsaufnahme, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Muskelschwäche, Erschöpfung und krankhaft erhöhte Harnausscheidung.


Bei Verdacht auf eine Überdosierung benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Er kann entsprechend der Schwere der Überdosierung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.


Wenn Sie die Einnahme von Calcimagon 500 mg vergessen haben?

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.


  1. Welche Nebenwirkungen sind möglich?


Wie alle Arzneimittel kann Calcimagon 500 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten müssen. Die folgende Aufzählung umfasst alle bekannt gewordenen Nebenwirkun-gen unter der Behandlung mit Calcium, auch solche unter höherer Dosierung.


sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als
1 von 100 Behandelten

gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als
1 von 10000 Behandelten

sehr selten: weniger als 1 von 10000 Behandelten oder Einzelfälle

Stoffwechsel und Ernährung

Gelegentlich kann eine erhöhte Calciumkonzentration im Blut und vermehrte Calciumausscheidung im Harn auftreten.


Margen-Darm-Trakt

Selten können Verstopfung, Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall auftreten.


Haut

Sehr selten können Juckreiz, Hautausschlag oder Nesselsucht auftreten.


Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.


5. Wie ist Calcimagon 500 mg aufzubewahren?


Bewahren Sie das Arzneimittel so auf, dass es für Kinder nicht zugänglich ist.

Nicht über 30 °C lagern. Das Behältnis fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


6. Weitere Informationen


Was Calcimagon 500 mgenthält:

Der arzneilich wirksame Bestandteile ist Calciumcarbonat. 1 Kautablette enthält 1250 mg Calciumcarbonat entsprechend 500 mg Calcium


Die sonstigen Bestandteile sind:

Sorbitol (Ph. Eur.), Povidon K 30, Isomalt, Orangenaroma, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Aspartam, Glycerol-(mono, di)-alkanoat (C18).


Inhalt der Packung: Calcimagon 500 mg ist in Originalpackungen zu 20 ,50 und 100 Kautabletten erhältlich.


Pharmazeutischer Unternehmer

Nycomed Deutschland GmbH

Moltkestraße 4

78467 Konstanz

Telefon: 0800/2 95-66 66

Telefax: 0800/2 95-55 55

E-Mail: servicecenter@nycomed.de


Hersteller


Nycomed Pharma AS

1372 Asker

Norwegen


Mitvertreiber


  1. Byk-Tosse Arzneimittel GmbH

Byk-Gulden-Str. 2

78467 Konstanz

Tel.: 0800/2 95-66 66

Fax: 0800/2 95-55 55



Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im November 2007


Hinweis: Calcimagon 500 mg ist glutenfrei und enthält keine Lactose.

Hinweis für Diabetiker: 1 Kautablette entspricht 0,003 Broteinheiten (BE)

MED-RA-Wi

26.11.2007

(Zulassungsübertragung und
Anpassung an 14. AMG Novelle)

Calcimagon 500mg

Fachinformation Calcimagon 500mg

Wortlaut der für die Fachinformation von Calcimagon 500 mg vorgesehenen Angaben


Fachinformation


1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS


Calcimagon®500 mg


2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG


Eine 500 mg-Tablette enthält: Calcium 500 mg als Calciumcarbonat 1250 mg


Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.


3. DARREICHUNGSFORM


Kautabletten

Runde, weiße, nicht überzogene und konvexe Tabletten. Diese können kleine Flecken aufweisen.


4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete


Vorbeugung und Behandlung von Calcium-Mangelzuständen. Als Calciumsupplement zur Unterstützung einer spezifischen Therapie zur Prävention und Behandlung der Osteoporose. Als Phosphatbinder bei Hyperphosphatämie.


4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


Vorbeugung und Behandlung von Calcium-Mangelzuständen

Erwachsene: 500 – 1500 mg pro Tag

Kinder: 500 – 1000 mg pro Tag


Zur unterstützenden Behandlung der Osteoporose

Erwachsene: 500 – 1500 mg pro Tag


Hyperphosphatämie

Eine individuelle Dosierung ist vorzunehmen. 2-8 g Calcium pro Tag, aufgeteilt auf 2-4 Dosen, sind häufig erforderlich. Die Tabletten sind zusammen mit den Mahlzeiten einzunehmen, um das in den Nahrungsmitteln enthaltene Phosphat zu binden.


Die Tablette kann zerkaut oder gelutscht werden.


4.3 Gegenanzeigen


  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile,

  • Krankheitszustände, die Hypercalcämie oder Hypercalcurie zur Folge haben,

  • Nierensteine


4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Calcimagon 500 mg enthält den Süßstoff Aspartam und darf daher von Patienten, bei denen eine Phenylketonurie vorliegt, nicht eingenommen werden.

Calcimagon enthält Sorbitol (E420). Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten Calcimagon 500 mg nicht einnehmen.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen dürfen die Tabletten zur Behandlung einer Hyperphosphat-ämie nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen. Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit Nierensteinen in der Anamnese geboten.


Während einer hochdosierten Behandlung und insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung von Vitamin D besteht das Risiko des Auftretens einer Hypercalcämie mit nachfolgender Schädigung der Nierenfunktion. Bei diesen Patienten ist der Calciumspiegel im Blut zu kontrollieren. Die Nierenfunktion ist zu überwachen.


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


Bei gleichzeitiger Anwendung von Diuretika vom Thiazid-Typ besteht ein erhöhtes Hypercalcämie-risiko, da diese die Harnausscheidung von Calcium verringern. In diesem Fall ist der Serumcalcium-spiegel regelmäßig zu kontrollieren.


Die gleichzeitige Anwendung von systemischen Corticosteroiden kann eine erhöhte Dosis Calcimagon 500 mg notwendig machen, da Corticosteroide die Calciumresorption vermindern.


Die Resorption von oralen Tetracyclinen kann durch die gleichzeitige Einnahme von Calciumcarbonat vermindert werden. Aus diesem Grund sollten Tetracyclin-haltige Arzneimittel mindestens zwei Stunden vor bzw. erst vier bis sechs Stunden nach der Einnahme von Calcium gegeben werden.


Bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden kann sich deren Toxizität durch eine Hypercalcämie erhöhen. Aus diesem Grund müssen entsprechende Patienten bezüglich Elektrokardiogramm (EKG) und Serumcalciumspiegel überwacht werden.


Bei gleichzeitiger Behandlung mit Biphosphonat- oder Natriumfluorid-Präparaten sollten diese wegen des Risikos einer eingeschränkten Resorption im Gastrointestinaltrakt mindestens drei Stunden vor Calcimagon 500 mg eingenommen werden.


Oxalsäure (enthalten in Spinat und Rhabarber) sowie Phytinsäure (enthalten in ganzen Getreidekörnern) kann durch Bildung unlöslicher Komplexe mit Calciumionen die Calciumresorption herabsetzen. Patienten sollten während zwei Stunden nach der Aufnahme von Nahrungsmitteln mit hohem Gehalt von Oxal- oder Phytinsäure keine Calcium-haltigen Arzneimittel einnehmen.


4.6 Schwangerschaft und Stillzeit


Die angemessene Tagesdosis (aus der Nahrung bzw. durch ergänzende Zufuhr) für schwangere und stillende Frauen beträgt normalerweise 1000 – 1300 mg Calcium. Während der Schwangerschaft sollte die tägliche Einnahme 1500 mg Calcium nicht überschreiten. Calcium geht in signifikanten Mengen in die Muttermilch über. Wenn während der Schwangerschaft ein Calcium-Mangel auftritt, kann Calcimagon 500 mg eingenommen werden.


4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen


Es liegen keine Daten zum Einfluss dieses Arzneimittels auf die Verkehrstüchtigkeit vor. Ein Einfluss ist jedoch unwahrscheinlich.


4.8 Nebenwirkungen


Unerwünschte Wirkungen nachfolgend, aufgeschlüsselt nach Systemorganklassen und Häufigkeiten, aufgeführt. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:


sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als
1 von 100 Behandelten

gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als
1 von 10000 Behandelten

sehr selten: weniger als 1 von 10000 Behandelten oder Einzelfälle


Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Hypercalcämie, Hypercalcurie


Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Selten: Verstopfung, Blähungen, Übelkeit, Abdominalschmerzen, Diarrhoe


Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten: Pruritus, Hautausschlag, Urtikaria


4.9 Überdosierung


Eine Überdosierung kann zu Hypercalcämie führen. Als Symptome einer Hypercalcämie können Appetitlosigkeit, Durst, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Abdominalschmerzen, Muskelschwäche, Erschöpfung, Geistesstörungen, Polydipsie, Polyurie, Knochenschmerzen, Nierensteine und, in schweren Fällen, Herzrhythmusstörungen auftreten. Eine extreme Hypercalcämie kann zum Koma und zum Tode führen. Ständig erhöhte Calciumspiegel können zu irreversiblen Nierenschäden sowie einer Verkalkung der Weichteile führen.


Behandlung der Hypercalcämie: Die Behandlung mit Calcium ist zu unterbrechen, ebenso eine Behandlung mit Thiazid-Diuretika, Lithium, Vitamin A, Vitamin D und Herzglykosiden. Bei Patienten mit Bewusstseinsstörungen soll der Magen entleert werden. Rehydration und entsprechend der Schwere isolierte oder kombinierte Behandlung mit Schleifendiuretika, Bisphosphonaten, Calcitonin und Corticosteroiden. Die Serumelektrolyte, Nierenfunktion und Diurese müssen überwacht werden. In schweren Fällen sollten ein EKG aufgenommen und der zentrale Venendruck (CVP) verfolgt werden.


5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Calcium, ATC-Code: A12A A04


Eine angemessene Zufuhr von Calcium ist während der Wachstumsperiode sowie in Schwangerschaft und Stillzeit von besonderer Bedeutung.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Calcium:

Resorption: Der Anteil des im Gastrointestinaltrakt resorbierten Calciums macht ca. 30 % der eingenommenen Gesamtdosis aus.

Verteilung und Metabolismus: 99 % des im Körper vorhandenen Calciums befindet sich in den Knochen und Zähnen. Das restliche 1 % befindet sich in intra- und extrazellulären Körperflüssigkeiten. Etwa 50 % des im Blut befindlichen Calciums liegen in einer physiologisch aktiven, ionisierten Form vor, wovon etwa 10 % an Citrat, Phosphat oder weitere Anionen gebunden sind, die verbleibenden 40 % an Proteine, hauptsächlich Albumin.

Elimination: Calcium wird über die Fäzes, im Urin und Schweiß ausgeschieden. Die Ausscheidung über die Nieren hängt von der Glomerulusfiltration sowie der tubulären Calcium-Rückresorption ab.


5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


Außer den bereits an anderen Stellen der SPC gemachten Angaben liegen keine weiteren sicherheitsrelevanten Informationen vor.


6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile


Sorbitol (Ph. Eur., E 420), Povidon K 30, Isomalt, Orangen-Aroma, Magnesium-stearat, Aspartam, Glycerolmono/dialkanoat (C18).


6.2 Inkompatibilitäten


Nicht zutreffend.


6.3 Dauer der Haltbarkeit


Im Tablettenbehältnis aus Polyethylen hoher Dichte: 3 Jahre.

Im Tablettenbehältnis aus Polyethylen hoher Dichte (180 Tabletten): 2 Jahre.


6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Tablettenbehältnis aus Polyethylen hoher Dichte: Nicht über 30 ºC lagern. Das Behältnis fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.


6.5 Art und Inhalt des Behältnisses


Die Kautabletten sind verpackt in Tablettenbehältnisse aus Polyethylen hoher Dichte.

Packungsgrößen: 20, 30, 50, 60, 90, 100, 120 oder 180 Tabletten .


Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.


6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung Hinweise für die Handhabung


Keine besonderen Anforderungen.


7. Inhaber der Zulassung


Nycomed Deutschland GmbH

Moltkestraße 4

78467 Konstanz

Telefon: 0800/2 95-66 66

Telefax: 0800/2 95-55 55

E-Mail: servicecenter@nycomed.de


8. ZULASSUNGSNUMMER


19314.00.00


9. DATUM DER Erteilung der ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG


27.07.1990 / 07.08.2002


10. STAND DER INFORMATION


November 2007


11. Verkaufsabgrenzung


Freiverkäuflich

MED-RA-Wi

26.11.2007

(Zulassungsübertragung und

Anpassung an 14. AMG Novelle)

Calcimagon 500mg