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Dolocupin 40 Mg/G Creme

Document: 21.06.2013   Gebrauchsinformation (deutsch) change

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER



Dolocupin 40 mg/g Creme



Lidocain



Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.

Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss Dolocupin jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.

- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

- Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist Dolocupin und wofür wird es angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Dolocupin beachten?

3. Wie ist Dolocupin anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Dolocupin aufzubewahren?

6. Weitere Informationen





1. WAS IST DOLOCUPIN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?



Dolocupin 40 mg/g Creme enthält Lidocain und ist ein Arzneimittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) der Haut.



Dolocupin wird verwendet zur Betäubung der Haut in Verbindung mit Nadeleinstichen (z.B. vor der Blutentnahme) bei Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren, Jugendlichen über 12 Jahre und Erwachsenen.





2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON DOLOCUPIN BEACHTEN?



Dolocupin darf nicht angewendet werden,



- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Lidocain oder einen der sonstigen Bestandteile von Dolocupin sind.



- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Lokalanästhetika, Soja oder Erdnuss sind.



- bei Frühgeborenen (geboren vor der 37. Schwangerschaftswoche).





Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Dolocupin ist erforderlich

- bei operativen Eingriffen im Gehörgang oder Innenohr, da die Gefahr einer Schädigung des Innenohrs besteht.



- wenn Sie an einer schweren Grunderkrankung, z. B. einer Herzerkrankung oder einer schweren Lebererkrankung (Lebereinsuffizienz), leiden.



- wenn Sie Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen einnehmen (siehe Anwendung von Dolocupin mit anderen Arzneimitteln).



- in Augennähe, da Lidocain eine Augenreizung verursachen kann. Ferner kann es durch Verlust der Schutzreflexe zu Hornhautreizung oder Hornhautabschürfung kommen. Wenn Dolocupin in Kontakt mit den Augen gekommen ist, spülen Sie sie unverzüglich mit lauwarmem Wasser aus und schützen Sie die Augen, bis Sie wieder etwas spüren können.



- wenn Sie mit Lebendimpfstoffen (z.B. Tuberkuloseimpfung) geimpft werden sollen. Die Impfung sollte nicht an Hautarealen erfolgen, die mit Dolocupin behandelt wurden, da die Wirksamkeit der Impfung beeinträchtigt werden kann.



In den oben genannten Fällen informieren Sie bitte Ihren Arzt.



Dolocupin sollte nur auf intakter Haut angewendet werden (nicht auf Schleimhäuten, Wunden oder entzündeter, ekzematöser Haut).



Bei Anwendung von Dolocupin mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden bzw. vor kurzem eingenommen oder angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.



Für Ihren Arzt ist es besonders wichtig zu wissen, ob Sie bereits mit einem der nachstehend genannten Arzneimittel behandelt werden, da das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sein kann:

- Lidocain in hoher Dosierung aus anderen Gründen

- andere Lokalanästhetika

- Arzneimittel gegen Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen), z. B. Tocainid, Mexiletin und Amiodaron.



Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.



Es ist unwahrscheinlich, dass die kurzzeitige Anwendung von Dolocupin in der Schwangerschaft eine schädigende Wirkung auf den Fötus hat.



Dolocupin geht in die Muttermilch über, aber es ist unwahrscheinlich, dass es eine schädigende Wirkung auf das gestillte Kind hat.



Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Dolocupin hat keinen bekannten Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen.



Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Dolocupin

Dolocupin enthält Propylenglycol, welches Hautreizungen verursachen kann.

Dolocupin enthält hydrierte Phospholipide aus Sojabohnen. Wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Soja oder Erdnuss sind, dürfen Sie dieses Arzneimittel nicht anwenden.



3. WIE IST DOLOCUPIN ANZUWENDEN?



Wenden Sie Dolocupin immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.



Die empfohlene Dosis beträgt:



Jugendliche über 12 Jahre und Erwachsene:

Die Einzeldosis beträgt 2-3g. Die maximale Tagesdosis beträgt 20 Gramm. Die empfohlene Einwirkzeit beträgt 60 Minuten, aber nicht länger als zwei Stunden.



Anwendung bei Kindern



Kinder von 6 bis 12 Jahren:

Die Einzeldosis beträgt 2-3g. Die maximale Tagesdosis beträgt 10 g. Die empfohlene Einwirkzeit, d.h. der Zeitraum, während dessen die Creme auf der Haut verbleibt, beträgt 60 Minuten, höchstens jedoch 2 Stunden.



Kinder von 2 bis 6 Jahren:

Dolocupin wird in dieser Altersgruppe nicht empfohlen, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.



Kinder von 0 bis 2 Jahren:

Dolocupin solte in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.



1 g Creme entspricht einem Strang von ungefähr 2,5 cm.



1) Eine dicke, gleichmäßige Schicht der Creme sollte auf die zu behandelnde Hautfläche aufgetragen werden.

2) Lassen Sie die Creme auf der Haut einwirken entsprechend den oben genannten Einwirkzeiten.



Ein Abdecken (z.B. mit einem Pflaster) wird empfohlen, um zu verhindern, dass die Creme während der Einwirkzeit versehentlich abgewischt wird.