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Doxazosin Stada 8 Mg Tabletten

Document: 10.05.2011   Fachinformation (deutsch) change

2011-02-01/SK

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)



1. Bezeichnung des Arzneimittels


Doxazosin STADA® 8 mg Tabletten



2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung


1 Tablette enthält 8 mg Doxazosin als Doxazosinmesilat.

Sonstiger Bestandteil: 1 Tablette enthält 80,88 mg Lactose-Monohydrat.


Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe unter Abschnitt 6.1.



3. Darreichungsform


Tablette


Weiße bis fast weiße, runde, bikonvexe Tablette mit Kreuzbruchkerbe.

Die Tablette kann in 4 Teile geteilt werden.



4. Klinische Angaben


4.1 Anwendungsgebiete

Doxazosin STADA® ist angezeigt zur Behandlung der essentiellen Hypertonie.


4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsempfehlungen:


Zu Beginn der Behandlung wird 1-mal täglich 1 mg Doxazosin eingenommen. Die Dosis kann individuell - in Anpassung an die Blutdrucksituation des Patienten - nach 1-2 Wochen auf 2 mg Doxazosin 1-mal täglich und wenn notwendig, auf 4 mg Doxazosin 1-mal täglich, und schließlich auf 8 mg Doxazosin 1-mal täglich gesteigert werden.


Durchschnittliche Tagesdosis für die Erhaltungstherapie: 2-4 mg Doxazosin 1-mal täglich morgens.


Die maximale Tagesdosis beträgt 16 mg Doxazosin.


Als Vorschlag für den Therapiebeginn kann folgendes Dosierungsschema empfohlen werden:

1.-8. Tag: morgens 1 mg Doxazosin.

9.-14. Tag: morgens 2 mg Doxazosin.


Anschließend individuelle Einstellung auf die erforderliche Erhaltungsdosis.


Hinweis:

Die Darreichungsform von Doxazosin STADA® ist aufgrund ihres hohen Wirkstoffgehalts nicht für den Therapiebeginn geeignet.
Für den Therapiebeginn und die individuelle Erhaltungsdosis stehen Tabletten zu 1 mg, 2 mg und 4 mg Doxazosin zur Verfügung.


Hinweis zur Teilung der Doxazosin STADA®Tablette (STADA Vario-Tab®)

Zur Erleichterung einer individuellen Dosierung steht Doxazosin STADA® als Tablette mit Kreuzbruchkerbe (STADA Vario-Tab®) zur Verfügung. Legen Sie die Tablette (STADA Vario-Tab®) mit der Bruchkerbe nach oben auf eine harte flache Unterlage. Durch leichten Daumendruck von oben zerteilen Sie die Tablette in 4 gleich große Teile.



Ältere Patienten und Patienten mit Niereninsuffizienz

Da die pharmakokinetischen Eigenschaften von Doxazosin bei älteren Patienten oder bei Patienten mit Niereninsuffizienz unverändert sind, kann die Behandlung dieser Patienten mit der üblichen Dosis durchgeführt werden. Dennoch sollte die Dosis so niedrig wie möglich gehalten werden und eine Dosissteigerung nur unter genauer Beobachtung erfolgen.


Da Doxazosin einer starken Proteinbindung unterliegt, kann es durch Dialyse nicht eliminiert werden.


Patienten mit Leberinsuffizienz

Wie bei allen Arzneimitteln, die vollständig über die Leber metabolisiert werden, sollte Doxazosin bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion besonders vorsichtig eingesetzt werden. Bei Patienten mit schwerwiegender Leberfunktionsstörung liegen keine klinischen Erfahrungen vor (siehe Abschnitt 4.4).


Die Tabletten sollen morgens mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Der Einnahmezeitpunkt ist unabhängig von den Mahlzeiten. Die Dauer der Einnahme wird vom behandelnden Arzt festgelegt.


Kinder

Aufgrund ungenügender Erfahrungen kann die Anwendung von Doxazosin bei Kindern nicht empfohlen werden.


4.3 Gegenanzeigen


Doxazosin ist kontraindiziert als Monotherapie bei Patienten mit Überlaufblase oder Anurie mit oder ohne progredienter Niereninsuffizienz.


4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Therapiebeginn

Aufgrund der alphablockierenden Eigenschaften von Doxazosin kann es bei Patienten zu einer orthostatischen Hypotonie kommen, die sich als Schwindelgefühl und Schwäche oder selten als Ohnmacht (Synkope) äußert, insbesondere bei Therapiebeginn. Deshalb empfiehlt es sich, den Blutdruck bei Therapiebeginn zu überwachen, um das Risiko orthostatischer Effekte zu verringern. Der Patient sollte angewiesen werden, vorsichtshalber Situationen zu meiden, in denen Verletzungsgefahr bestehen könnte, falls bei Einleitung der Doxazosin-Therapie Schwindelgefühl oder Schwäche auftritt.


Anwendung bei Patienten mit akuten Herzerkrankungen

Wie mit anderen gefäßerweiternden Antihypertensiva empfiehlt es sich, bei der Anwendung von Doxazosin bei Patienten mit den folgenden akuten Herzerkrankungen Vorsicht walten zu lassen:


Anwendung bei Patienten mit Leberinsuffizienz

Wie mit allen Arzneimitteln, die vollständig durch die Leber metabolisiert werden, sollte Doxazosin bei Patienten mit Anzeichen einer eingeschränkten Leberfunktion besonders vorsichtig angewendet werden. Da keine klinischen Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung vorliegen, wird die Anwendung bei diesen Patienten nicht empfohlen.


Anwendung zusammen mit PDE-5-Inhibitoren

Die gleichzeitige Anwendung von Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (z.B. Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil) und Doxazosin STADA® kann bei einigen Patienten zu einer symptomatischen Hypotonie führen. Um das Risiko für die Entwicklung einer orthostatischen Hypotonie zu vermindern, sollten die Patienten stabil auf die Alpha-Blocker-Therapie eingestellt sein, wenn sie Phosphodiesterase-5-Inhibitoren anwenden. Weiterhin wird empfohlen, mit der niedrigsten Dosis des Phosphodiesterase-5-Inhibitors zu beginnen und diesen in einem zeitlichen Abstand zur Gabe von Doxazosin (mindestens 6 Stunden) einzunehmen.


Anwendung bei Patienten, die sich einer Kataraktoperation unterziehen

Bei einigen Patienten, die gleichzeitig oder vorher mit Tamsulosin behandelt wurden, trat während Katarakt-Operationen das sog. „intraoperative Floppy Iris Syndrome“ (IFIS, eine Variante des Syndroms der engen Pupille) auf. Da auch bei Anwendung anderer Alpha-Blocker vereinzelt das Auftreten einer IFIS gemeldet wurde, kann ein Gruppeneffekt nicht ausgeschlossen werden. IFIS kann zu Komplikationen während der Operation führen. Deshalb sollten Kataraktchirurgen und Augenärzte vor einer Kataraktoperation darüber informiert werden, ob die Patienten aktuell Alpha-Blocker anwenden oder diese früher erhielten.


Patienten mit der seltenen hereditären Galaktose-Intoleranz, Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten Doxazosin STADA® nicht einnehmen.


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung mit Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (z.B. Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil) kann bei manchen Patienten zu einer symptomatischen Hypotonie führen (siehe Abschnitt 4.4).


Doxazosin ist im Plasma überwiegend (zu 98%) an Proteine gebunden. Aus In-vitro-Daten im Humanplasma geht hervor, dass Doxazosin keinen Einfluss auf die Proteinbindung von Digoxin, Warfarin, Phenytoin oder Indometacin hat.


Gebräuchliches Doxazosin wurde mit Thiaziddiuretika, Furosemid, Betablockern, nichtsteroidalen Antirheumatika, Antibiotika, oralen Antidiabetika, Urikosurika und Antikoagulanzien angewendet, ohne dass in der klinischen Erfahrung Arzneimittelwechselwirkungen auftraten. Jedoch liegen keine Daten aus formalen Arzneimittelwechselwirkungsstudien vor.


Doxazosin verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung anderer Alphablocker und anderer Antihypertensiva.


In einer offenen, randomisierten und placebokontrollierten Studie bei 22 gesunden männlichen Probanden führte die Verabreichung einer Einzeldosis von 1 mg Doxazosin an Tag 1 einer 4-tägigen Behandlung mit oralem Cimetidin (2-mal täglich 400 mg) zu einer Zunahme der mittleren AUC von Doxazosin um 10%, dagegen zu keinen statistisch signifikanten Veränderungen der mittleren Cmax und der mittleren Halbwertszeit von Doxazosin. Die Zunahme der mittleren AUC von Doxazosin um 10% bei gemeinsamer Anwendung mit Cimetidin liegt innerhalb der interindividuellen Variabilität (27%) der mittleren AUC von Doxazosin zusammen mit Plazebo.


4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Da keine adäquaten und gut kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen vorliegen, ist die Sicherheit von Doxazosin während der Schwangerschaft nicht nachgewiesen. Deshalb sollte Doxazosin während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das Risiko übersteigt. Auch wenn in tierexperimentellen Untersuchungen keine teratogenen Wirkungen festgestellt wurden, wurde bei Tieren nach hohen Dosen eine geringere Überlebensrate der Feten beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).


Stillzeit

Unter einer Therapie mit Doxazosin darf nicht gestillt werden, da das Arzneimittel in der Milch laktierender Ratten akkumuliert und keine Untersuchungen zur Ausscheidung des Wirkstoffs in die Muttermilch beim Menschen vorliegen. Alternativ sollten Mütter abstillen, wenn eine Behandlung mit Doxazosin notwendig ist (siehe Abschnitt 5.3).


4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Fähigkeit zur Durchführung von Tätigkeiten wie das Bedienen von Maschinen oder das Lenken eines Kraftfahrzeugs kann beeinträchtigt sein, insbesondere bei Behandlungsbeginn.


4.8 Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: sehr häufig (>1/10), häufig (>1/100 bis <1/10), gelegentlich (>1/1.000 bis <1/100), selten (>1/10.000 bis <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).


Systemorganklasse

Häufigkeit

Nebenwirkungen

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig

Atemwegsinfektion, Harnwegsinfektion

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten

Leukopenie, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich

Allergische Arzneimittelreaktion

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig

Anorexie


Gelegentlich

Gicht, gesteigerter Appetit

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig

Angst, Schlaflosigkeit, Nervosität


Gelegentlich

Agitiertheit, Depression

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig

Schwindelgefühl, Kopfschmerzen


Häufig

Schwindel bei Lagewechsel, Parästhesie, Schläfrigkeit


Gelegentlich

Zerebrovaskulärer Insult, Hypästhesie, Synkope, Tremor

Augenerkrankungen

Sehr selten

Verschwommensehen


Nicht bekannt

Intraoperatives Floppy-Iris-Syndrom (siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig

Vertigo


Gelegentlich

Tinnitus

Herzerkrankungen

Häufig

Palpitationen, Tachykardie


Gelegentlich

Angina pectoris, Myokardinfarkt, Arrhythmien


Sehr selten

Bradykardie

Gefäßerkrankungen

Häufig

Hypotonie, Blutdruckabfall bei Lagewechsel


Gelegentlich

Hitzewallungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig

Bronchitis, Husten, Dyspnoe, Rhinitis


Gelegentlich

Epistaxis.


Sehr selten

Verschlimmerung eines Bronchospasmus

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig

Abdominalschmerzen, Dyspepsie, Mundtrockenheit, Übelkeit, Diarrhö


Gelegentlich

Obstipation, Flatulenz, Erbrechen, Gastroenteritis


Nicht bekannt

Geschmacksstörungen

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich

Anomale Leberfunktionswerte


Sehr selten

Cholestase, Hepatitis, Ikterus.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig

Pruritus


Gelegentlich

Hautausschlag, Haarausfall, Purpura


Sehr selten

Urtikaria

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig

Rückenschmerzen, Muskelschmerzen


Gelegentlich

Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig

Zystitis, Harninkontinenz


Gelegentlich

Dysurie, häufigeres Wasserlassen, Hämaturie, Polyurie.


Sehr selten

Verstärkte Diurese, Miktionsstörungen, Nykturie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich

Impotenz


Sehr selten

Gynäkomastie, Priapismus


Nicht bekannt

Retrograde Ejakulation

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig

Schwäche, Brustkorbschmerzen, grippeähnliche Symptome, periphere Ödeme, Müdigkeit, Unwohlsein


Gelegentlich

Schmerzen, Gesichtsödeme

Untersuchungen

Gelegentlich

Gewichtszunahme


4.9 Überdosierung

Bei Hypotonie infolge einer Überdosierung sollte der Patient auf dem Rücken in Kopftieflage gebracht werden. Falls diese Maßnahme nicht ausreicht, sollte der Schock zuerst mit Plasmaexpandern behandelt werden. Falls notwendig, kann dann ein Vasopressor gegeben werden. Die Nierenfunktion sollte überwacht und, falls erforderlich, unterstützt werden. Da Doxazosin vorwiegend proteingebunden vorliegt, ist eine Dialyse nicht indiziert.



5. Pharmakologische Eigenschaften


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antihypertonika, ATC-Code: C02CA04

Pharmakotherapeutische Gruppe: Urologika, ATC-Code: G04CA05


Doxazosin bewirkt durch selektive und kompetitive Blockade von postsynaptischen Alpha-1-Rezeptoren eine periphere Vasodilatation.


Die Anwendung von Doxazosin beim Hypertoniker führt zur Senkung des Blutdrucks durch Verminderung des peripheren Gefäßwiderstandes. Bei einer einmal täglichen Dosierung ist die Wirkung noch 24 Stunden nach der Einnahme nachzuweisen. Nach Therapiebeginn kommt es zu einer allmählichen Senkung des Blutdrucks, orthostatische Reaktionen können auftreten. Die maximale Blutdrucksenkung wird normalerweise 2-6 Stunden nach der Tabletteneinnahme erzielt. Bei Hypertonikern sind die Blutdruckwerte unter Doxazosin STADA® im Liegen und im Stehen ähnlich.


Eine Toleranzentwicklung bezüglich der antihypertensiven Wirkung wurde bei Langzeittherapie mit Doxazosin nicht beobachtet. Gelegentlich kommt es bei fortgesetzter Anwendung zum Anstieg der Plasma-Renin-Aktivität und zu Tachykardien. Die Zwischenauswertung der ALLHAT-Studie (Antihypertensive and Lipid lowering Treatment to Prevent Heart Attack Trial) zeigte, dass das Risiko für eine schwerwiegende Herzinsuffizienz bei mit Doxazosin behandelten Bluthochdruckpatienten mit mindestens einem weiteren KHK-Risikofaktor im Vergleich zu den mit Chlorthalidon behandelten Patienten etwa doppelt so hoch war. Außerdem war bei diesen Patienten das Risiko für das Auftreten von schwerwiegenden kardiovaskulären Komplikationen um 25% höher als in der Gruppe der Chlorthalidon-Patienten. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde der Doxazosin-Arm der ALLHAT-Studie abgebrochen. Unterschiede im Hinblick auf die Mortalität waren zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden. Die Ergebnisse sind noch nicht abschließend ausgewertet.


Bei Patienten mit symptomatischer benigner Prostatahyperplasie werden die Urodynamik und die symptomatischen Beschwerden durch die Gabe von Doxazosin signifikant verbessert. Dieser Effekt beruht vermutlich auf einer selektiven Blockade der Alpha-1-Rezeptoren in der Muskulatur von Prostata und Blasenhals.


Unter Behandlung mit Doxazosin konnte eine Regression der linksventrikulären Hypertrophie festgestellt werden.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach oraler Applikation wird Doxazosin gut resorbiert, die Plasmaspitzenkonzentrationen werden nach 2 Stunden erreicht. Die Plasmaelimination verläuft biphasisch, die terminale Halbwertszeit beträgt 22 Std. und ermöglicht somit eine tägliche Einmalgabe.


Bioverfügbarkeit

Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt nahezu 63%.


98,3% des Doxazosin im Plasma liegen in proteingebundener Form vor. Doxazosin wird hauptsächlich metabolisiert (O-Demethylierung und Hydroxylierung), wobei die Elimination hauptsächlich über die Faeces erfolgt (weniger als 5% der verabreichten Dosis werden unverändert über die Faeces ausgeschieden). 6'Hydroxydoxazosin ist ein potenter und selektiver -Blocker und entspricht beim Menschen 5% einer peroral aufgenommenen Dosis. Daher trägt 6' Hydroxydoxazosin wenig zur antihypertensiven Wirkung von Doxazosin bei.


Studien bei älteren Personen und Patienten mit Niereninsuffizienz haben keine relevanten pharmakokinetischen Unterschiede ergeben.


Es liegen nur in begrenztem Umfang Daten über den Einsatz bei Patienten mit Leberinsuffizienz und die Wirkung von Medikamenten mit bekanntem Einfluss auf den Leberstoffwechsel (z.B. Cimetidin) vor. In einer klinischen Studie mit 12 Patienten mit geringgradiger Leberinsuffizienz war die Fläche unter der Plasma-Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC) um 43% erhöht und die Clearance nach oraler einmaliger Applikation um 30% vermindert.


Da Doxazosin nahezu vollständig über die Leber metabolisiert wird, sollte die Dosierung von Doxazosin bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vorsichtig angepasst werden (siehe Abschnitt 4.4).


5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Tierversuche zur Sicherheitspharmakologie, chronischen Toxizität, Reproduktionstoxizität, Mutagenität und Kanzerogenität ergaben keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für die Anwendung beim Menschen.


Obwohl tierexperimentelle Untersuchungen keinen Hinweis auf eine teratogene Wirkung ergeben haben, wurde bei Tieren mit Dosen, die etwa 300-mal höher waren als die empfohlene Höchstdosis beim Menschen, eine verringerte fetale Überlebensrate beobachtet.


Bei Versuchen mit Ratten zeigte sich nach oraler Einmalgabe von 1 mg/kg [2-14C]-Doxazosin, dass Doxazosin in der Muttermilch mit maximal dem etwa 20-fachen der mütterlichen Plasmakonzentration akkumuliert.


Für weitere Informationen siehe Abschnitt 4.6.


6. Pharmazeutische Angaben


6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur) [pflanzlich], Natriumdodecylsulfat, hochdisperses Siliciumdioxid.


6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.


6.3 Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.


6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über +25°C lagern.


6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/PVDC/Aluminium-Blister.

Originalpackung mit 20, 30, 50, 60 und 100 Tabletten.


6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.



7. Inhaber der Zulassung


STADApharm GmbH

Stadastraße 2-18

61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0

Telefax: 06101 603-259

Internet: www.stada.de



8. Zulassungsnummer


49253.03.00



9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung


16.02.2001/ 21. 07.2009



10. Stand der Information


April 2011



11. Verkaufsabgrenzung


Verschreibungspflichtig

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Doxazosin STADA 8 mg Tabletten STADApharm FI