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Duranifin Sali

Document: 02.06.2006   Gebrauchsinformation (deutsch) change

Hinweis zum Text:

Der nachfolgende Fließtext basiert auf dem mit Antrag auf Verlängerung vom 26.09.2003 eingereichten Text, wurde jedoch entspr. den Anforderungen der 14. AMG Novelle umstrukturiert. Alle inhaltlichen Änderungen des Textes wurden im Korrekturmodus durchgeführt. Notwendige Textverschiebungen an andere Stellen werden jedoch zugunsten der Übersichtlichkeit nicht im Korrekturmodus angezeigt. Wir bestätigen, dass wir dabei keine weiteren inhaltlichen Änderungen vorgenommen haben.





Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben



Gebrauchsinformation: Information für den Anwender



duranifin®Sali

20 mg/12,5 mg Filmtabletten


Wirkstoffe: Nifedipin, Mefrusid






Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker




Diese Packungsbeilage beeinhaltet:

Was ist duranifin Sali und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von duranifin Sali beachten?

Wie ist duranifin Sali einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist duranifin Sali aufzubewahren?

Weitere Informationen



1. WAS IST DURANIFIN SALIUND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


duranifin Saliist ein Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck, das zu der Klasse der Calciumantagonisten und der Diuretika / Kombination gehört.


duranifin Saliwird angewendet bei nicht organbedingtem Bluthochdruck, wenn die Therapie mit einem Kombinationspräparat angezeigt ist.

Die fixe Kombination duranifin Saliist nicht zur Anfangstherapie oder Dosiseinstellung geeignet, sondern zum Ersatz der freien Kombination aus 20 mg Nifedipin und 12,5 mg Mefrusid für die Erhaltungstherapie.



2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON DURANIFIN SALIBEACHTEN?


duranifin Salidarf nicht eingenommen werden, bei




Besondere Vorsicht bei der Einnahme von duranifin Saliist erforderlich bei,


clearance 30 - 60 ml / min)

eingeschränkter Leberfunktion


Bei Dialysepatienten mit maligner Hypertonie (Bluthochdruck) und Hypovolämie (verminderte Blutmenge) ist Vorsicht geboten, da ein deutlicher Blutdruckabfall durch Vasodilatation (Gefäßerweiterung) entstehen kann.


Bei therapieresistenter Entgleisung des Elektrolythaushaltes, orthostatischen Beschwerden, Überempfindlichkeitsreaktionen, starken gastrointestinalen Beschwerden, zentralnervösen Störungen, Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), Blutbildveränderungen, bei akuter Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), beim Auftreten einer Vaskulitis (Gefäßentzündung) und bei Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt. Dieser wird ggf. über einen Abbruch der Therapie entscheiden.


Während einer Behandlung mit duranifin Salisollten die Patienten auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten und wegen erhöhter Kaliumverluste kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (z. B. Bananen, Gemüse, Nüsse). Die Kaliumverluste können durch gleichzeitige Therapie mit kaliumsparenden Diuretika vermindert oder verhindert werden.


Bei schwer kardial dekompensierten Patienten (starke Einschränkung der Herzfunktion) kann es vorkommen, dass die Aufnahme von Mefrusid deutlich eingeschränkt ist.


Die spektrophotometrische Bestimmung der Vanillinmandelsäure im Urin kann unter Nifedipin zu falsch-erhöhten Werten führen; die Bestimmung mittels HPLC bleibt unbeeinflusst.


In Einzelfällen von In-vitro-Fertilisation wurden Calciumantagonisten wie Nifedipin mit reversiblen biochemischen Veränderungen in der Kopfregion von Spermatozoen in Verbindung gebracht, die zu einer Beeinträchtigung der Spermienfunktion führen könnten. In Fällen, bei denen wiederholte In-vitro-Fertilisationen erfolglos blieben, ohne dass eine andere Erklärung dafür gefunden werden kann, sollten Calciumantagonisten wie Nifedipin als mögliche Ursache ein Betracht gezogen werden.


Bei Überschreiten der empfohlenen Höchstdosis kann ein Blutdruckabfall auftreten, der eine Minderdurchblutung lebenswichtiger Organe zur Folge haben kann.


Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz: Glomerulumfiltrat unter 30 ml/min und/oder Serum-Kreatinin über 1,8 mg/dl) ist duranifin Saliunwirksam und, da die glomeruläre Filtrationsrate weiter gesenkt wird, sogar schädlich.



Bei Einnahme von duranifin Sali mit anderen Arzneimitteln:


Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen oder angewendet haben, auch wenn es sich um nicht ver­schreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


Folgende Wechselwirkungen zwischen duranifin Sali, Nifedipin oder Mefrusid sind beschrieben worden:

Möglichkeit der Senkung der Chinidinausscheidung durch Mefrusid;

Erhöhung des Blutspiegels durch Nifedipin (z.B. von Digoxin, Kontrolle des Blutspiegels empfohlen)

- Nifedipin wird über ein bestimmtes Enzymsystem der Leber (Cytochrom P450 3A4-

System) abgebaut. Daher kann die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die

dieses System induzieren oder hemmen, grundsätzlich zu Wechselwirkungen dieser

Arzneimittel mit duranifin Saliführen;



Bei Einnahme von duranifin Sali mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nehmen Sie duranifin Salinicht mit Grapefruitsaft ein, da dieser den Abbau von Nifedipin im Körper hemmt und so die Wirkung von duranifin Saliverstärkt.



Kinder

duranifin Salidarf bei Kindern mangels ausreichender Erfahrung nicht angewendet werden.



Schwangerschaft und Stillzeit

duranifin Salidarf in der gesamten Schwangerschaft nicht angewendet werden, da experimentelle Studien mit Nifedipin Hinweise auf Fruchtschädigungen (Missbildungen) ergeben haben und Mefrusid im Verdacht steht, Thrombozytopenie (verminderte Blutplättchenzahl) und Gelbsucht beim Neugeborenen zu begünstigen. Erfahrungen beim Menschen liegen nicht vor.


Eine Anwendung in der Stillzeit ist kontraindiziert, da Nifedipin und Mefrusid in die Muttermilch übergehen und Mefrusid zusätzlich die Milchproduktion hemmen kann. Da keine Erfahrungen über mögliche Auswirkungen auf den Säugling vorliegen, sollte abgestillt werden, wenn während der Stillzeit eine Behandlung mit duranifin Salinotwendig ist.



Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.



Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von duranifn Sali

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie duranifin Salidaher erst nach

Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer

Unverträglickeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.



3. WIE IST DURANIFIN SALIEINZUNEHMEN?


Nehmen Sie duranifin Saliimmer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.


Falls vom Arzt nichts anderes verordnet, ist die übliche Dosis:


Hinweis:

Grundsätzlich sollte die Behandlung des Bluthochdrucks mit einem Einzelwirkstoff in niedriger Dosierung einschleichend begonnen werden.

Die fixe Kombination duranifin Saliaus 20 mg Nifedipin und 12,5 mg Mefrusid sollte erst nach vorangegangener Therapie der freien Kombination aus Nifedipin und Mefrusid angewendet werden, falls die Erhaltungsdosen der Einzelwirkstoffe denen der fixen Kombination entsprechen und damit eine Normalisierung des Blutdrucks bewirkt werden konnte.

Die Behandlung soll individuell nach dem Schweregrad der Erkrankung und der Ansprechbarkeit des Patienten durchgeführt werden.


Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene morgens 1 Filmtablette duranifin Sali(entsprechend 20 mg Nifedipin und 12,5 mg Mefrusid) ein. Die Dosis kann, falls erforderlich, nach etwa 3 Wochen auf 2 x täglich 1 Filmtablette erhöht werden, soll aber insgesamt 3 Filmtabletten täglich nicht übersteigen.


Patienten mit zerebrovaskulärer Erkrankung (Erkrankung der Gefäße im Gehirn) sollten mit einer niedrigeren Dosis behandelt werden.


Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollten sorgfältig überwacht werden; ggf. kann eine Dosisreduktion notwendig sein.

Bitte sprechen Sie mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von duranifin Sali zu stark oder zu schwach ist.


Art der Anwendung

duranifin SaliFilmtabletten wird im Allgemeinen nach den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen.

Gleichzeitige Nahrungsaufnahme führt zu einer verzögerten, jedoch nicht verminderten Resorption. Zwischen den empfohlenen Einzeldosen soll der Einnahmeabstand 2 Stunden nicht unterschreiten.



Die Dauer der Behandlung bestimmt Ihr behandelnder Arzt.


Wenn Sie eine größere Menge duranifin Salieingenommen haben, als sie sollten

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung sind folgende Symptome möglich:

Kopfschmerzen, Gesichtsrötung (Flush), anhaltende Harnausscheidung, Elektrolytstörungen, stärkere Flüssigkeits- und Mineralstoffverluste, erhöhter Blutzuckerspiegel, metabolische Acidose (stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes), schwere Erniedrigung des Blutdruckes, Bewusstseinsstörungen (bis zum Koma), Minderdurchblutung wichtiger Organe, Krämpfe, Muskellähmung, Herzrhythmusstörungen, erhöhte oder erniedrigte Herzfrequenz, Kreislaufschock, kardiogener Schock mit Lungenödem, Hypoxie, Nierenversagen, Darmlähmung.


Bei Anzeichen einer Überdosierung muss die Behandlung mit duranifin Saliumgehend abgesetzt und einArzt aufgesucht werden.


Therapeutisch stehen die Arzneistoffentfernung und die Wiederherstellung stabiler Herz-Kreislauf-Verhältnisse im Vordergrund.



Wenn Sie die Einnahme von duranifin Sali vergessen haben

Fahren Sie mit der Einnahme von duranifin Saliin der verordneten Dosierung fort und holen Sie eine vergessene Einnahme nicht nach.



Wenn Sie die Einnahme von duranifin Sali abbrechen

Das Absetzen von duranifin Sali- insbesondere bei hoher Dosierung - sollte schrittweise erfolgen. Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden möchten.



4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann duranifin SaliNebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.


Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:



Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle



Herz-Kreislauf

Gelegentlich kann es zu Blutdrucksenkung unter die Norm (hypotone Kreislaufreaktionen) mit Symptomen wie Schwindel, Schwächegefühl, Benommenheit und Sehstörungen kommen.

Gelegentlich können pektanginöse Beschwerden (Herzengegefühl) auftreten.

Zu Beginn der Therapie kann es in Einzelfällen zu synkopalen Episoden (Ohnmacht) durch den Blutdruckabfall kommen.

Bei Patienten mit Bluthochdruck oder koronarer Herzkrankheit kann nach plötzlichem Absetzen von Nifedipin eine Bluthochdruckkrise oder eine myokardiale Ischämie (Minderdurchblutung des Herzmuskels) durch ein "Rebound-Phänomen" ausgelöst werden.

Gelegentlich kann es, insbesondere zu Beginn der Behandlung, zum Auftreten von Angina pectoris - Anfällen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle kommen. Vereinzelt ist das Auftreten eines Herzinfarktes beschrieben worden.

Gelegentlich können Tachykardie (Erhöhung der Herzschlagfrequenz), Palpitationen (Herzklopfen) sowie periphere Ödeme auftreten.

Durch Hypokaliämie (erniedrigter Kalium-Blutspiegel) können häufig EKG-Veränderungen sowie Herzrhythmusstörungen auftreten.


Niere

Selten wurde eine abakterielle interstitielle Nephritis (bestimmte Form der Nierenentzündung) mit anschließendem akutem Nierenversagen beobachtet.

Bei ausgeprägter Harnausscheidung kann es infolge Dehydratation (Mangel an Körperwasser) und Hypovolämie (verminderte Blutmenge) zur Hämokonzentration (Bluteindickung) und in seltenen Fällen zu einem akuten Nierenversagen kommen.

Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) kann es unter Nifedipin zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Nierenfunktion sowie einem vermehrten Harndrang kommen.

Auch kann es in den ersten Behandlungswochen zu einer Mehrausscheidung der täglichen Urinmenge kommen.


Atemwege

Äußerst selten kann es unter langer Behandlung zu Zahnfleischveränderungen (Gingiva-hyperplasie) kommen, die sich nach Absetzen völlig zurückbilden.

In seltenen Fällen wurde über das Auftreten einer akuten interstitiellen Pneumonie (bestimmte Form der Lungenentzündung) berichtet.

In Einzelfällen wurde ein plötzlich auftretendes Lungenödem mit Schocksymptomatik beschrieben. Eine allergische Reaktion auf Mefrusid wird angenommen.

Gelegentlich kann es zu Atemstörungen (Dyspnoe) kommen.


Magen-Darm-Trakt

Gelegentlich können Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchbeschwerden und Verdauungsstörungen, krampfartige Beschwerden im Bauchraum, Durchfall, Verstopfung, eine hämorrhagische Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) und insbesondere bei vorbestehender Cholelithiasis (Gallensteinleiden) eine akute Cholezystitis (Gallenblasenentzündung) auftreten.

Einzelfälle von Leberfunktionsstörungen, cholestatischem Ikterus (Gelbsucht bei Gallestauung), Transaminasenanstiegen sind beschrieben worden.

Schwere Kaliumverluste können zu einem paralytischen Ileus (Darmlähmung) führen.


Haut, Gefäße

Es kommt sehr häufig, meist vorübergehend, zu Kopfschmerzen und Gesichts- (Flush) bzw. Hautrötung mit Wärmegefühl (Erythem), und schmerzhafter Schwellung von Armen und Beinen (Erythromelalgie).

Selten können allergische Hautreaktionen wie photoallergisches Exanthem (Hautausschlag), Urtikaria (Nesselsucht), Pruritus (Juckreiz), Purpura (kleinfleckige Blutung in Haut und Schleimhaut), Vaskulitis (Gefäßentzündung) und Arzneimittelfieber auftreten.

In Einzelfällen sind schwer wiegende Hautreaktionen wie exfoliative Dermatitis (schuppende Hautentzündung) sowie kutaner Lupus erythematodes (Autoimmunerkrankung mit vorwiegender Hautmanifestation) beschrieben worden.

Selten kann es unter hohen Dosen infolge von Hämokonzentration (Bluteindickung) - insbesondere bei älteren Patienten oder bei Vorliegen von Venenerkrankungen - zur Blutgerinnselbildung (Thrombosen und Embolien) kommen.


Nervensystem

Gelegentlich können - z. T. durch Wasser- und Elektrolytstörungen - Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schwäche, Apathie (Teilnahmslosigkeit), Nervosität, Parästhesien (Missempfindungen wie Kribbeln, Pelzigsein etc.), selten Depressionen, Schlafstörungen, verschwommenes Sehen, Schwachsichtigkeit, Konvulsionen (Krämpfe), Verwirrtheitszustände, Benommenheit oder Bewusstseinsstörungen bis zum Koma auftreten.

Eine bestehende Kurzsichtigkeit kann sich verschlimmern.

Eine vorübergehende Änderung der optischen Wahrnehmung ist möglich.


Bewegungsapparat

Selten kann es zu Muskelkrämpfen, Muskelverspannungen, Schwäche der Skelettmuskulatur sowie infolge eines erniedrigten Kalium-Blutspiegels (Hypokaliämie) zu Paresen (Lähmung) kommen. Ebenso wurden in Einzelfällen, namentlich bei hoher Dosierung, Myalgie (Muskelschmerz) sowie Tremor (Zittern der Finger) beobachtet.


Endokrines System

In seltenen Fällen wurde vor allem bei älteren Patienten unter einer Langzeittherapie eine Gynäkomastie (Größenzunahme der männlichen Brust) beobachtet, die sich bisher in allen Fällen nach Absetzen des Medikaments zurückgebildet hat.

Es können Potenzstörungen auftreten. Sie wurden in Kombination mit Beta-Blockern beobachtet.


Laborparameter

Gelegentlich kann es zu Blutbildveränderungen wie Anämie, Thrombozytopenie und Leukopenie (Mangel von roten Blutkörperchen oder Blutfarbstoff, Blutplättchen bzw. weißen Blutkörperchen) kommen.

In Einzelfällen kann es zu thrombozytopenischer Purpura (kleinflächige Einblutung in Haut und Schleimhaut aufgrund Blutplättchenmangels), Agranulozytose (starker Mangel bestimmter weißer Blutkörperchen) und aplastischer Anämie (Blutbildungsstörung) kommen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Methyldopa wurde infolge der Bildung von Antikörpern gegen Mefrusid eine immunhämolytische Anämie (immunologisch bedingte Blutarmut) beobachtet.

Der Bestandteil Mefrusid kann gelegentlich Hypokaliämie, Hypochlorämie, Hypomagnesiämie, Hypercalcämie (erniedrigter Blutspiegel von Kalium-, Chlorid-, Magnesiumionen bzw. erhöhter Calcium-Blutspiegel) und metabolische Alkalose (stoffwechselbedingter Anstieg des Blut-pH-Wertes) hervorrufen. Erhöhungen von Blutzucker, Cholesterin, Triglyzeriden, Harnsäure und Amylase im Blut wurden beobachtet.

Bei Patienten mit manifestem Diabetes mellitus kann es zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage kommen. Ein latenter Diabetes mellitus kann in Erscheinung treten.

Gelegentlich, insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, können die Serumkonzentrationen von Harnstoff, Kreatinin und Kalium ansteigen (Hyperkaliämie) sowie die Natriumkonzentration im Serum abfallen. Bei Patienten mit Diabetes mellitus wurde ein Serum-Kalium-Anstieg beobachtet.

Häufig kommt es zu einer Erhöhung des Harnsäurespiegels (Hyperurikämie). Dies kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanfällen führen.

Kontrollen von Harnstoff, Kreatinin sowie Blutzucker, Harnsäure, Blutfetten und Elektrolyten sollten regelmäßig erfolgen.


Unter alleiniger Behandlung mit Nifedipin wurden in Einzelfällen akute allergische Allgemeinreaktionen wie z. B. Fieber, Schwellung von Haut und Schleimhaut (Angioödem, Gesichtsödem), Schwellung des Kehlkopfes (Kehlkopfödem) beobachtet, die sich nach Absetzen zurückbildeten. In Einzelfällen kam es zu Krampfzuständen der Atemmuskulatur bis hin zu lebensbedrohlicher Atemnot. Vereinzelt wurden auch schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) beobachtet. Selten sind Völlegefühl, Blähungen, Aufstoßen, Unwohlsein, Hypästhesien sowie Photodermatitis im Zusammenhang mit der Einnahme von Nifedipin beschrieben worden, selten wurden Schwitzen, Myalgie, Arthralgie beobachtet.


Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.



5. WIE IST DURANIFIN SALI AUFZUBEWAHREN ?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!


Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Blisterstreifen angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


Vor Licht geschützt aufbewahren!


Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.



6. WEITERE INFORMATIONEN


Was duranifin Salienthält:


Die Wirkstoffe sind Nifedipin und Mefrusid.


1 Filmtablette duranifin Sali enthält: 20 mg Nifedipin und 12,5 mg Mefrusid


Die sonstigen Bestandteile sind:


Vorverkleisterte Maisstäke; mikrokristalline Cellulose; Maisstärke; Lactose-Monohydrat; Polysorbat 80; Magnesiumstearat; Hypromellose; Macrogol 4000; Titandioxid (E 171); Eisen (III)-oxid (E 172).



Wie duranifin Saliaussieht und Inhalt der Packung:


Lachsfarbene und runde Filmtabletten.


duranifin Sali ist in Packungen mit 30 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Filmtabletten erhältlich.



Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:


Merck dura GmbH

Postfach 10 06 35

64206 Darmstadt


Stand der Informationen: Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2006.






























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