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Formoterol Stada 12 Mikrogramm/Dosis Hartkapseln Mit Pulver Zur Inhalation

Document: 23.02.2006   Gebrauchsinformation (deutsch) change



BB Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels


BC 1. Bezeichnung des Arzneimittels


FORMAXA AXAHALER 12 Mikrogramm/Dosis Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation


BD 2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung


Eine Hartkapsel enthält 12 Mikrogramm Formoterolhemifumarat 1 H2O. Die Dosis, die durch das Mundstück abgegeben wird, beträgt 9 μg Formoterolhemifumarat 1 H2O.


Sonstige Bestandteile siehe unter 6.1.


BE 3. Darreichungsform


Hartkapsel mit Pulver zur Inhalation

Farblose Hartkapsel


BG 4. Klinische Angaben


BH 4.1 Anwendungsgebiete


Formoterol wird angewendet zur Langzeittherapie des mittelschweren bis schweren persistierenden Asthma bronchiale bei Patienten, die eine regelmäßige bronchialerweiternde Therapie zusätzlich zu einer entzündungshemmenden (inhalative und/oder orale Glukokortikoide) Dauertherapie benötigen. Formoterol wird auch angewendet bei Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD).


Es wird empfohlen, die Therapie bei einem Lungenfacharzt oder Pädiater zu beginnen.


BN 4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


Nur zur Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen.

Zur Inhalation

Die Anwendung von mehr als 2 Einzeldosen täglich öfter als zweimal pro Woche ist ein Hinweis auf eine unzureichende Einstellung durch die Basistherapie. In diesem Fall sollte die Basistherapie neu überdacht werden.


Asthma:

Langzeitanwendung:Eine Inhalation ein- oder zweimal pro Tag. Im Einzelfall kann die Einnahme von zwei Inhalationen ein- oder zweimal pro Tag notwendig sein.

Vorbeugung von anstrengungsinduzierter Bronchokonstriktion:Eine Inhalation vor Anstrengung.

Die tägliche Einnahme soll 4 Inhalationen nicht übersteigen. In Ausnahmefällen ist eine Einnahme von bis zu 6 Inhalationen innerhalb von 24 Stunden erlaubt.

Bei der einzelnen Anwendung sollen nicht mehr als 3 Inhalationen durchgeführt werden.


COPD:

Langzeitanwendung:Eine Inhalation ein- oder zweimal pro Tag.

Bei regelmäßiger Anwendung soll täglich nicht öfter als zweimal inhaliert werden.

Zur Erleichterung der Symptome können, falls erforderlich, zusätzliche Inhalationen, die über die reguläre Therapie hinausgehen, bis zu einer maximalen Tagesdosis von 4 Inhalationen (reguläre plus zusätzlich erforderliche Dosis) angewendet werden.

Bei der einzelnen Anwendung soll nicht mehr als zweimal inhaliert werden.


Wenn der Patient von anderen Formoterol-Inhalatoren auf den FORMAXA AXAHALER umgestellt wird, muss beachtet werden, dass eine Dosisanpassung notwendig werden kann.


Besondere Patientengruppen:

Bei älteren Patienten oder Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz ist keine Dosierungsanpassung erforderlich.


Kinder:

FORMAXA AXAHALER wird nicht für Kinder empfohlen.


Verwendung des Inhalators:

FORMAXA AXAHALER ist atemzugsgesteuert, d.h., wenn der Patient durch das Mundstück einatmet, wird der Wirkstoff mit der Atemluft in die Bronchien transportiert.

Eine Packungsbeilage (Betriebsanleitung) ist in der Packung des Inhaliergeräts enthalten.

Um sicher zu gehen, dass das Arzneimittel richtig angewendet wird, sollte der Arzt oder das Pflegepersonal den Patienten in der Verwendung des Inhaliergeräts unterweisen.

Der Patient muss darüber informiert werden, dass die Hypromellosekapsel zersplittern kann, wenn sie im Inhalator angestochen wird, und während der Inhalation kleine Hypromellosestücke in Mund oder Rachenhöhle gelangen können. Um dieses Risiko zu minimieren sollte der Bedienungsknopf nicht öfter als einmal betätigt werden.


BI 4.3 Gegenanzeigen


Überempfindlichkeit gegenüber Formoterol oder Lactose–Monohydrat (enthält kleine Mengen an Milchprotein).


BK 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


FORMAXA AXAHALER ist nicht vergleichbar mit anderen Inhalatoren, die Formoterol enthalten. Patienten sollten nicht ohne ärztliche Überwachung von einem anderen Formoterol-Inhalator auf FORMAXA AXAHALER umgestellt werden.

FORMAXA AXAHALER sollte nur angewendet werden bei Patienten, die eine regelmäßige Langzeit-Bronchodilatation benötigen. FORMAXA AXAHALER ist keine Alternative zu kurz wirksamen β2-Agonisten im akuten Asthmaanfall. Bei einem solchen Anfall sollte ein kurz wirksamer β2-Agonist angewendet werden.


Der regelmäßige Bedarf an Arzneimitteln zur Vorbeugung von anstrengungsinduzierter Bronchokonstriktion, statt einer angemessenen Basistherapie, kann ein Zeichen eines schlecht eingestellten Asthmas sein und bedarf einer Überprüfung der Asthmatherapie durch den Facharzt und einer Bewertung der Compliance.


Antientzündliche Therapie

Asthmapatienten, die regelmäßig β2-Agonisten benötigen, sollten auch eine regelmäßige und angemessene Therapie mit inhalativen oder oralen Kortikosteroiden erhalten. Bei Therapiebeginn mit Formoterol sollte kontrolliert werden, wie gut die Patienten auf eine bereits bestehende antientzündliche Therapie ansprechen. Der Patient sollte angehalten werden, die antientzündliche Therapie nicht selbstständig zu reduzieren nach dem Beginn der Behandlung mit FORMAXA AXAHALER, auch wenn sich die Symptome bessern. Wenn sich die Symptome nicht bessern, oder zur Symptomkontrolle eine Dosissteigerung von FORMAXA AXAHALER notwendig wird, ist das im Allgemeinen ein Zeichen für eine Verschlechterung der Basiserkrankung. Eine Überprüfung der Asthmamedikation ist dann angezeigt.


Begleiterkrankungen

In Verbindung mit folgenden Begleiterkrankungen ist eine besondere Überwachung des Patienten nötig unter strenger Beachtung der Dosierungsgrenzen.


FORMAXA AXAHALER sollte nur mit Vorsicht angewendet werden, bei Patienten mit Thyreotoxikose, Phäochromozytom, hypertropher-obstruktiver Kardiomyopathie, idiopathischer-subvalvulärer Aortenstenose, Hypertonie, Aneurysmen oder anderen schweren Herzerkrankungen, wie ischämischer Herzkrankheit, Tachyarrythmie oder schwerer Herzinsuffizienz.


FORMAXA AXAHALER sollte nur bei strenger Indikationsstellung und mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit verlängertem QTC-Intervall (>0,44 Sekunden) die behandelt werden sollen, da Formoterol auch eine Verlängerung des QTC-Intervalls induzieren kann.


Patienten mit seltenen Erbkrankheiten wie Galaktose-Intoleranz, Laktasemangel oder Glukose-Galaktose Malabsorbtion sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.


Wegen der hyperglykämischen Wirkung von Beta2-Agonisten wird empfohlen, die Blutglukosespiegel verstärkt zu überwachen (mit zusätzlichen Blutglukosetests).


Hypokaliämie

Die Behandlung mit Beta2-Agonisten kann schwere Hypokaliämie hervorrufen. Bei akutem, schweren Asthma ist besondere Vorsicht geboten, da eine Hypoxie das Risiko einer Hypokaliämie erhöht (siehe Abschnitt 4.5).

Die Überwachung der Serumkaliumspiegel wird in diesem Fall empfohlen.


Wie bei jeder Inhalationstherapie kann in seltenen Fällen ein paradoxer Bronchospasmus auftreten. In diesem Fall sollte das Arzneimittel sofort abgesetzt und die Therapie anders fortgesetzt werden.


BM 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


Wirkstoffe wie Erythromycin, Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Phenothiazine, Antihistaminika und trizyklische Antidepressiva können zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führen und das Risiko für ventrikulären Arrhythmien erhöhen.


Die Verstärkung der Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung von anderen adrenerg wirksamen Substanzen ist möglich.


Die gleichzeitige Anwendung von FORMAXA AXAHALER und Monoaminoxidase-Hemmstoffen (MAO-Inhibitoren) oder tricyclischen Antidepressiva sollte wegen einer möglichen Potenzierung sympathomimetischer Wirkungen besonders auf das Kardiovaskuläre System nur mit Vorsicht erfolgen.


Die gleichzeitige Anwendung von Xanthin-Derivaten, Steroiden und Diuretika kann die hypokaliämische Wirkung von Beta2-Agonisten verstärken. Bei Patienten, die mit Digitalis behandelt werden (siehe Abschnitt 4.4), ist das Ansteigen des Risikos, Arrhythmien zu bekommen, bei Hypokaliämie erhöht.


Beta-Rezeptoren-Blocker können die Wirkung von FORMAXA AXAHALER abschwächen oder antagonisieren. Deshalb soll FORMAXA AXAHALER nicht mit Betablockern (einschließlich Augentropfen) angewendet werden, außer zwingende Gründe stehen dem entgegen.


Bei der Anwendung halogenierter Anästhetika muss bei Patienten, die mit FORMAXA AXAHALER behandelt werden, mit einem erhöhten Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen gerechnet werden.


BL 4.6 Schwangerschaft und Stillzeit


Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen bisher nicht vor. Die Anwendung von FORMAXA AXAHALER während der Schwangerschaft, vor allem in den ersten drei Monaten und kurz vor Geburt, ist nur bei sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angezeigt.


Da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff Formoterol beim Menschen in die Muttermilch übertritt, sollte FORMAXA AXAHALLER stillenden Müttern nicht verordnet werden. Bei Ratten wurden kleine Mengen Formoterol in der Muttermilch gefunden.


BQ 4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen


FORMAXA AXAHALER hat keine oder vernachlässigbare Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.


BJ 4.8 Nebenwirkungen


Häufigkeitsangaben: Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1000, <1/100); selten (≥1/10 000, <1/1000); sehr selten (<1/10 000) einschließlich Einzelfälle.


Skelettmuskulatur, Bindegewebes und Knochenerkrankungen:

Häufig: Tremor

Gelegentlich: Muskelkrämpfe, Myalgie


Herzerkrankungen:

Häufig: Palpitationen, Tachykardie

Gelegentlich: Arrhythmien

Selten: Vorhofflimmern, supraventrikuläre Tachykardie, Extrasystolen

Sehr selten (einschließlich Einzelfälle): Angina pectoris, Verlängerung des

QTC-Intervalls, Blutdruckschwankungen (Abfall oder Anstieg)


Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten: Hypokaliämie

Sehr selten (einschließlich Einzelfälle): Hyperglykämie

Bei der Behandlung mit β2-Agonisten kann es zum Anstieg von Insulin, freien Fettsäuren, Glycerol und Ketonkörpern im Blut kommen


Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Selten: Exanthem, Urtikaria, Juckreiz

Sehr selten (einschließlich Einzelfälle): Überempfindlichkeitsreaktionen, wie z. B. starker Blutdruckabfall Angioödem, Juckreiz oder Exanthem, periphere Ödeme


Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig: Kopfschmerzen

Gelegentliche: Erregung, Verwirrtheit, Angst, Nervosität, Schlaflosigkeit, Agitiertheit, Unruhe


Erkrankungen der Atemwege:

Gelegentlich: schwerer Bronchospasmus


Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Selten: Übelkeit


Lokale Reizung:

Gelegentlich: Reizung in Mund und Rachen

Selten: Geschmacksveränderungen


Lactose-Monohydrat enthält kleine Mengen von Milcheiweiß und kann deshalb allergische Reaktionen auslösen.


BO 4.9 Überdosierung


Zur Behandlung einer Überdosierung gibt es keine klinischen Erfahrungen.


Im Falle einer Überdosierung von Formoterol sind die bereits bekannten Nebenwirkungen von Beta2-Agonisten sehr schnell und gegebenenfalls in verstärktem Umfang zu erwarten.

Typische Symptome sind:

Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Tremor, Somnolenz, Palpitation, Tachykardie, ventrikuläre Arrhythmien, metabolische Azidose, Hypokaliämie und Hyperglykämie.


Therapie einer Überdosierung: Die Behandlung nach β-sympathomimetischer Überdosierung erfolgt hauptsächlich symptomatisch unter Stabilisierung der Vitalfunktionen. In schweren Fällen soll der Patient ins Krankenhaus gebracht werden.


Die Anwendung von kardioselektiven Beta-Blockern sollte in Erwägung gezogen werden. In jedem Fall sollten diese kardioselektiven Beta-Blocker sehr vorsichtig eingesetzt werden, weil Beta-Blocker Bronchospasmen auslösen können.


BF 5. Pharmakologische Eigenschaften


B1 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Selektiver Beta-2-Rezeptor Agonist

ATC Code: R03AC13


Formoterol, der Wirkstoff von FORMAXA AXAHALER, ist ein potenter Beta2-Agonist, der eine selektive Wirkung an Beta2-Rezeptoren der glatten Muskulatur zeigt. Formoterol wirkt bronchodilatatorisch bei Patienten mit reversiblen obstruktiven Atemwegserkrankungen. Die Wirkung tritt nach 1-3 Minuten ein. Die Bronchodilatation hält mindestens 12 Stunden an. Bei therapeutischer Dosierung sind die kardiovaskulären Nebenwirkungen von Formoterol im Allgemeinen gering und treten nur gelegentlich auf.


Formoterol hemmt die Freisetzung von Histamin und Leukotrienen aus passiv sensibilisierten humanen Lungenzellen. In tierexperimentellen Untersuchungen hatte Formoterol einige antiinflammatorische Eigenschaften: Verhinderungen von Ödemen und der Akkumulation von Entzündungszellen.


Beim Menschen ist FORMAXA AXAHALER wirksam zur Prophylaxe von Bronchospasmen, die durch Allergene, Anstrengung, kalte Luft, Histamin oder durch Metacholin-Provokation hervorgerufen werden.


B2 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Absorption: Es ist wahrscheinlich, dass ungefähr 90% der inhalierten Dosis geschluckt und über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Deshalb gilt die Pharmakokinetik, die für die orale Gabe gilt, auch weitgehend für die inhalative Gabe.


Formoterolhemifumarat 1 H2O, das oral gegeben wird, wird schnell aus dem Gastrointestinaltrakt aufgenommen bis zu einer Menge von 300 Mikrogramm. Die Sättigung der Rezeptoren und damit der Verbleib von nicht verbrauchter Substanz werden nach 0,5 bis 1 Stunde erreicht. Mindestens 65% der oralen Gabe von 80 Mikrogramm werden resorbiert. Die Pharmakokinetik von Formoterol ist linear in den betrachteten Dosierungsbereichen

(20-300 Mikrogramm oral) der Studie. Die wiederholte orale Gabe

(40-160 Mikrogramm/Tag) verhält sich nicht kumulativ.


Die Plasmaspiegel der Wirksubstanz, die sich aus der Inhalation von therapeutischen Formoteroldosen ergeben, waren so gering, dass sie nicht gemessen werden konnten mit den vorher verwendeten Messgeräten und

techniken. Die Analyse der renalen Ausscheidungsrate bestätigt, dass inhalatives Formoterol schnell absorbiert wird. Die maximale Ausscheidungsrate nach Verabreichung von 12-96 Mikrogramm wurde

1-2 Stunden nach Inhalation erreicht.


Studien zur kumulativen renalen Ausscheidung von Formoterol zeigten, dass die Menge von aufgenommenem Formoterol mit der Dosierung ansteigt; bei unterschiedlicher Zusammensetzung der Inhalationen sowohl bei Dosierungen von 12 bis 24 Mikrogramm als auch bei Dosierungen von 12 bis 96 Mikrogramm.


Verteilung: Die Plasmaproteinbindung liegt bei 61-64% (34% an Albumin), wobei es bei therapeutischen Dosen nicht zu einer Absättigung der Bindungsstellen kommt.


Biotransformation: Formoterol wird über eine direkte Glukuronidierung oder eine O-Demethylierung mit nachfolgender Glukuronidierung metabolisiert.


Elimination: Die Elimination von Formoterol aus dem Blut ist, soweit dies bekannt ist, mehrphasig. Die festgestellte Halbwertszeit hängt vom beobachteten Zeitintervall ab. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt

2-3 Stunden, bestimmt durch Blutplasma- oder Blutspiegelmessung nach 6, 8, oder 12 Stunden nach oraler Anwendung. Die Halbwertszeit beträgt 5 Stunden basierend auf den gemessenen Urin-Ausscheidungsraten, variierend von 3 bis 16 Stunden.


Formoterol und seine Metabolite werden vollständig ausgeschieden, zwei Drittel einer oral angewendeten Dosis mit dem Urin, ein Drittel mit den Fäzes. Nach Inhalation werden im Durchschnitt ca. 6 bis 9 Prozent der Dosis als unverändertes Formoterol über den Urin ausgeschieden. Die renale Clearance von Formoterol beträgt 150 ml/min.


B3 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


Die in Toxizitätsprüfungen an Ratten und Hunden festgestellten Veränderungen weisen auf eine Kardiostimulation durch Formoterol hin. Dies ist von anderen β2-Agonisten bekannt und wird für diese Substanzklasse als typisch betrachtet. Die Kardiostimulation macht sich bemerkbar als Hyperämie, Tachykardie, Arrhythmien und Myocard-Läsionen. Bei hoch dosierter systemischer Gabe von Formoterol wurde bei männlichen Ratten eine etwas reduzierte Fertilität beobachtet.


In In-vitro- oder In-vivo-Tests wurde keine genotoxische Wirkung beobachtet. Bei Ratten und Mäusen rief Formoterol ein erhöhtes Auftreten von mesoovarialen Leiomyomen hervor. Diese Effekte treten auch bei der Behandlung von Ratten mit anderen β2-Agonisten auf und sind sehr wahrscheinlich spezifisch für Nager.


BR 6. Pharmazeutische Angaben


B7 6.1 Sonstige Bestandteile


Lactose-Monohydrat (Ph.Eur.) (enthält Milcheiweiß)

Lactose (Ph.Eur.)

Kapselhülle: Hypromellose


BS 6.2 Inkompatibilitäten


Nicht zutreffend


BT 6.3 Dauer der Haltbarkeit


2 Jahre


BX 6.4 Besondere Lagerungshinweise


Nicht über 25°C lagern

In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen


BY 6.5 Art und Inhalt des Behältnisses


HDPE Kapselbehälter, verschlossen mit Polypropylen-Schraubverschluss, der Trocknungsmittel (Silica Gel) enthält.

Eine Packung enthält 60 , 120 oder 180 Hartkapseln und einen Inhalator. Der Inhalator ist aus Kunststoff.


B4 6.6 Hinweise für die Handhabung und Entsorgung


Keine besonderen Anforderungen (siehe Ziffer 4.2 (Art der Anwendung)).


BZ 7. pharmazeutischer Unternehmer


STADApharm GmbH

Stadastr. 2-18

D-61118 Bad Vilbel

Germany


B5 8. Zulassungsnummer


62952.00.00


B6 9. Datum der Zulassung


(siehe Unterschrift)


Stand der Information

15.02.2006


PB Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben


PC Gebrauchsinformation


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage/Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.


Die Packungsbeilage beinhaltet:


Was ist FORMAXA AXAHALER und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von FORMAXA AXAHALER beachten?

Wie ist FORMAXA AXAHALER anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist FORMAXA AXAHALER aufzubewahren?


PE FORMAXA AXAHALER 12 Mikrogramm/Dosis Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation


PF Wirkstoff: Formoterolhemifumarat 1 H2O


PG Der Wirkstoff ist Formoterolhemifumarat 1 H2O


1 Kapsel enthält 12 Mikrogramm Formoterolhemifumarat 1 H2O.

Die Dosis, die durch das Mundstück abgegeben wird, beträgt 9 Mikrogramm Formoterolhemifumarat 1 H2O.


PH Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat (Ph.Eur.) (enthält Milcheiweiß), Lactose (Ph.Eur.)

Kapselhülle: Hypromellose


P4 FORMAXA AXAHALER ist als Packung zu 1 Pulverinhalator und 60 ,120 und 180 Einzeldosen (Hartkapseln) erhältlich.


PC1 1. WAS IST FORMAXA AXAHALER UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


PI 1.1 FORMAXA AXAHALER enthält einen Wirkstoff, der die Bronchien erweitert und das Atmen erleichtert.


PD 1.2 von:


STADApharm GmbH

Stadastr. 2-18

D-61118 Bad Vilbel

Germany


P5 hergestellt von:


SMB TECHNOLOGY S.A.

39, rue du parc industriel

6900 Marche en Famene

Belgien


PK 1.3 FORMAXA AXAHALER wird angewendet:


Zur Langzeittherapie des mittelschweren bis schweren persistierenden Asthma bronchiale bei Patienten, die eine regelmäßige bronchialerweiternde Therapie benötigen zusätzlich zu einer entzündungshemmenden Dauertherapie.

Die Behandlung mit Glukokortikoiden ist regelmäßig weiterzuführen.


Formaxa ist ebenfalls angezeigt zur Erleichterung von bronchialobstruktiven Symptomen (Atemnot durch Bronchienverengung) bei Patienten mit chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung.


Es wird empfohlen, die Therapie bei einem Lungenfacharzt oder Kinderarzt zu beginnen.


PC2 2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON FORMAXA AXAHALER BEACHTEN?


PL 2.1 FORMAXA AXAHALER darf nicht angewendet werden


- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Formoterolhemifumarat 1 H2O oder Milchprotein sind.



PV 2.2 Besondere Vorsicht ist bei der Anwendung von FORMAXA AXAHALER erforderlich


FORMAXA AXAHALER ist nicht vergleichbar mit anderen Inhalatoren, die Formoterol enthalten. Sie sollten nicht ohne ärztliche Überwachung von einem anderen Formoterol-Inhalator auf FORMAXA AXAHALER umgestellt werden.


FORMAXA AXAHALER sollte nur angewendet werden wenn eine langfristige regelmäßige Behandlung mit bronchienerweiternden Arzneimitteln erforderlich ist. FORMAXA AXAHALER ist keine Alternative zu kurz wirksamen

β2-Agonisten im akuten Asthmaanfall. Bei einem solchen Anfall sollte ein kurz wirksamer β2-Agonist angewendet werden.


Der regelmäßige Bedarf an Arzneimitteln zur Vorbeugung von anstrengungsinduzierter Bronchokonstriktion, statt einer angemessenen Basistherapie, kann ein Zeichen eines schlecht eingestellten Asthmas sein und bedarf einer Überprüfung der Asthmatherapie durch den Facharzt und einer Bewertung der Compliance.


Antientzündliche Therapie

Wenn Sie als Asthmapatient eine regelmäßige Behandlung mit β2-Agonisten benötigen, sollten Sie auch eine regelmäßige und angemessene Therapie mit inhalativen oder oralen Kortikosteroiden erhalten. Sie sollten die entzündungshemmende Behandlung nicht eigenständig reduzieren, selbst wenn es zu einer Besserung Ihrer Symptome nach Beginn der Behandlung mit FORMAXA AXAHALER kommt. Wenn sich die Symptome nicht bessern, oder zur Symptomkontrolle eine Dosissteigerung von FORMAXA AXAHALER notwendig wird, ist das im Allgemeinen ein Zeichen für eine Verschlechterung der Basiserkrankung. Eine Überprüfung der Asthmabehandlung durch Ihren Arzt ist dann angezeigt.


Begleiterkrankungen

In Verbindung mit folgenden Begleiterkrankungen ist eine besondere Überwachung unter strenger Beachtung der Dosierungsgrenzen erforderlich:


- wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden, die mit einer Herzrhythmusstörung (Beschleunigung des Herzschlages, schwerwiegende Störung der Erregungsleitung des Herzens), Herzklappenfehlern (idiopathische-subvalvuläre Aortenstenose), Herzmuskelverdickung (hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie) oder bestimmten EKG-Veränderungen (verlängertes QT-Intervall, QTC> 0,44 sec.) einhergeht;

- wenn Sie an einer schweren Herzerkrankung leiden, insbesondere bei einem frischen Herzinfarkt, koronarer Herzkrankheit, schwerer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz);

- wenn Sie an einer schweren Überfunktion der Schilddrüse (Thyreotoxikose) leiden;

- wenn Sie an einer Erkrankung mit Einengung der Blutgefäße (okklusive Gefäßerkrankungen), insbesondere Arteriosklerose, Bluthochdruck (Hypertonie) oder einer krankhaften Ausweitung der Gefäßwand (Aneurysmen) leiden;


- wenn Sie an einer schwer kontrollierbaren Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden; wegen der Blutzuckersteigernden Wirkung von Beta2-Agonisten wie Formaxa, sollte der Blutzuckerspiegel mit zusätzlichen Blutglukosetests verstärkt überwacht werden;

- wenn Sie an einer bestimmten Erkrankung des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) leiden.

Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.


Hypokaliämie


Die Behandlung mit b2-Agonisten kann eine schwere Hypokaliämie (Erniedrigung des Blutkaliumspiegels) hervorrufen. Bei akutem schwerem Asthma ist besondere Vorsicht geboten, da der damit verbundene Sauerstoffmangel das Risiko einer Hypokaliämie erhöht.

Die Überwachung der Serumkaliumspiegel durch Ihren Arzt wird in diesem Fall empfohlen.


Wie bei jeder Inhalationstherapie kann in seltenen Fällen ein paradoxer Bronchospasmus (akute Verschlimmerung der Atemnot nach der Inhalation) auftreten. In diesem Fall sollte das Arzneimittel sofort abgesetzt und die Therapie anders fortgesetzt werden.


PV1 a) Kinder


FORMAXA AXAHALER ist für die Behandlung von Jugendlichen geeignet.

Bis zum Vorliegen ausreichender Erfahrungen soll FORMAXA AXAHALER nicht bei Kindern angewendet werden.


PV2 b) Ältere Menschen


Ältere Menschen brauchen im Allgemeinen keine andere Dosis; beachten Sie aber, dass im höheren Lebensalter häufiger weitere Erkrankungen auftreten und Sie zusätzliche Arzneimittel erhalten (siehe Abschnitt 2. "Was müssen Sie vor der Anwendung von FORMAXA AXAHALER beachten?", Abschnitt 2.3. "Wechselwirkungen mit anderen Mitteln" und Abschnitt 4. "Welche Nebenwirkungen sind möglich?").


PV3 c) Schwangerschaft


Wenn Sie schwanger sind, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt darüber. Vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft und kurz vor der Entbindung darf FORMAXA AXAHALER nur bei sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt angewendet werden.


PV4 d) Stillzeit


Da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff beim Menschen in die Muttermilch übertritt, sollten stillende Mütter FORMAXA AXAHALER vorsichtshalber nicht anwenden.


PV5 e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen


FORMAXA AXAHALER hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.


PV6 f) Wichtige Warnhinweise über bestimmte sonstige Bestandeile von FORMAXA AXAHALER:


Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte wenden Sie FORMAXA AXAHALER erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt an, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.


PN 2.3 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln


Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden bzw. vor kurzem eingenommen oder angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


- Bei gleichzeitiger Therapie mit einigen Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Chinidin, Disopyramid, Procainamid), Herzschwäche (Digitalis-haltige Präparate), Malaria (Chinidin), Allergien (Phenothiazine) oder Depressionen (trizyklische Antidepressiva) können Nebenwirkungen in Form von Herzrhythmusstörungen und/oder spezifischen EKG-Veränderungen (QT-Zeit-Verlängerung) auftreten.

- Die gleichzeitige Einnahme von anderen Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen oder Asthma (b-Agonisten, Katecholamine, Anticholinergika und Kortikoide) kann die Nebenwirkungen von FORMAXA AXAHALER verstärken.

- Die gleichzeitige Gabe von FORMAXA AXAHALER und Xanthinderivaten wie z.B. Theophyllin (Mittel gegen Asthma), andere Mittel gegen Asthma (Steroide) oder Mittel, die die Harnausscheidung steigern (Diuretika), kann die Kaliumsenkende Wirkung von FORMAXA AXAHALER verstärken. Bei Patienten, die mit Digitalisglykosiden behandelt werden, kann eine Hypokaliämie die Anfälligkeit für Herzrhythmusstörungen verstärken.

- Die gleichzeitige Anwendung von FORMAXA AXAHALER und bestimmten Mitteln gegen Depressionen (Monoaminoxidase-Hemmstoffe oder trizyklische Antidepressiva) sollte nur mit Vorsicht erfolgen.

- Bei einer Vollnarkose mit bestimmten Narkosemitteln (halogenierte Anästhetika, wie z. B. Halothan, Methoxyfluran oder Enfluran) müssen Sie bei gleichzeitiger Behandlung mit FORMAXA AXAHALER mit einem erhöhten Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen rechnen.

- β-Rezeptoren-Blocker (Mittel gegen Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Schilddrüsenüberfunktion, Migräne oder erhöhten Augeninnendruck) können die Wirkung von FORMAXA AXAHALER abschwächen oder hemmen. Allgemein wirkende (nicht selektive) β-Rezeptoren-Blocker (einschließlich Augentropfen) sollten Sie bei Asthma nicht anwenden, es sei denn, es liegen zwingende Gründe für die Anwendung vor.
b-Rezeptoren-Blocker, können einen Asthmaanfall auslösen.


Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.


PC3 3. WIE IST FORMAXA AXAHALER ANZUWENDEN?


PMX Wenden Sie FORMAXA AXAHALER immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.


Art der Anwendung


Zur Inhalation


Der Wirkstoff von FORMAXA AXAHALER wird mit der Atemluft in die Atemwege transportiert.


Die korrekte Handhabung von FORMAXA AXAHALER ist für den Therapieerfolg von entscheidender Bedeutung.


Wichtig: Waschen Sie sich bitte vor der Anwendung von FORMAXA AXAHALER die Hände und trocknen Sie sie gut ab. Sowohl FORMAXA AXAHALER als auch die Kapseln dürfen nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommen.


Zum Gebrauch Ihres FORMAXA AXAHALERS:


Bitte nehmen Sie die Kapsel erst kurz vor der Inhalation aus der Blisterpackung. Die Kapsel ist im Inhalator ohne weiteres 3 Tage haltbar.


Als Erstes nehmen Sie die Schutzkappe vom Inhalator ab.

Halten Sie den Inhalator senkrecht in der Hand und drehen Sie dann das Mundstück in Pfeilrichtung.

Als Nächstes legen Sie die Kapsel in die Kammer des Inhalators.

Drehen Sie nun das Mundstück zurück zur Ausgangsposition.

Halten Sie bitte ab jetzt den Inhalator aufrecht und drücken Sie NUR EINMAL kräftig auf den blauen Knopf an der Seite des Geräts. Dadurch wird die Kapsel angestochen (hörbar an einem Klicken). Lassen Sie den Knopf wieder los.

Bitte beachten Sie: Die Kapsel kann beim Anstechen zersplittern! Kleine Hypromellosestücke aus der Kapselhülle können dann beim Inhalieren in Mund und Rachen gelangen. Hypromellose wird wie Nahrung vom Körper aufgenommen und ist unbedenklich.

Das Risiko für ein Zersplittern der Kapsel kann minimiert werden, indem der Bedienungsknopf nur einmalgedrückt wird, indem die Lagerungshinweise der Kapseln beachtet werden und die Kapsel erst kurz vor der Inhalation aus der Blisterpackung genommen wird.


6.a) Atmen Sie so weit wie möglich aus (aber nicht durch Ihren FORMAXA AXAHALER).

6.b) Nehmen Sie dann das Mundstück in den Mund und schließen Sie die Lippen fest um das Mundstück.


Beugen Sie Ihren Kopf leicht zurück und atmen Sie einmal schnell und tief durch das Mundstück ein. Sie sollten beim Einatmen einen summenden Ton hören, wenn sich die Kapsel in der Kammer bewegt und das Pulver zur Inhalation freigesetzt wird. Wenn Sie kein summendes Geräusch hören, steckt die Kapsel in der Kammer fest. Sollte das passieren, öffnen Sie den Inhalator und nehmen Sie die Kapsel heraus. Bitte versuchen Sie nicht, die Kapsel aus dem Inhalator durch ständiges Drücken des Knopfes, der die Kapsel ansticht zu entfernen.

6.c) Wenn Sie den Summton gehört haben, halten Sie den Atem an, solange Sie können. Setzen Sie den Inhalator ab, bevor Sie langsam ausatmen. Danach normal atmen.

Überprüfen Sie nach der Anwendung, ob die Inhalation erfolgreich war. Öffnen Sie dazu den Inhalator und überprüfen Sie, ob sich noch Pulver zur Inhalation in der Kapsel befindet. Wenn noch Pulver in der Kapsel ist, wiederholen Sie bitte die Schritte 6a bis 6c.




Nach der Inhalation:

Öffnen Sie den Inhalator und entfernen Sie die leere Kapsel, anschließend drehen Sie das Mundstück zurück in die Ausgangsposition und stecken die Schutzkappe wieder auf.


Pflege des Inhalators:

Das Gerät muss mit einem trockenen Tuch ausgewischt werden. Öffnen Sie dazu die Kammer, in der die Kapsel liegen soll und befreien diesen Bereich von Pulverresten. Säubern Sie auch das Mundstück. Alternativ ist zur Reinigung auch eine weiche Bürste geeignet.


Bitte beachten Sie:

FORMAXA Kapseln dürfen nur mit dem FORMAXA AXAHALER angewendet werden. Bitte verwenden Sie auf gar keinen Fall ein anderes Gerät zur Inhalation.

Verwenden Sie im FORMAXA AXAHALER ausschließlich FORMAXA Kapseln und keine anderen Kapseln.


Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosierung:

Für Erwachsene, einschließlich älteren Patienten, sowie Jugendliche gelten folgende Empfehlungen:


Asthma:

Langzeitanwendung:Eine Inhalation ein- oder zweimal pro Tag. Im Einzelfall kann die Anwendung von zwei Inhalationen ein- oder zweimal pro Tag notwendig sein.

Vorbeugung von anstrengungsinduzierter Bronchokonstriktion:Eine Inhalation vor der zu erwartenden Anstrengung.


Die tägliche Anwendung soll 4 Inhalationen nicht übersteigen. In Ausnahmefällen ist eine Anwendung von bis zu 6 Inhalationen innerhalb von 24 Stunden erlaubt.

Bei der einzelnen Anwendung sollen nicht mehr als 3 Inhalationen durchgeführt werden.


Chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen (COPD):

Langzeitanwendung:Eine Inhalation ein- oder zweimal pro Tag.

Bei regelmäßiger Anwendung soll täglich nicht öfter als zweimal inhaliert werden.

Zur Erleichterung der Symptome können, falls erforderlich, zusätzliche Inhalationen, die über die reguläre Therapie hinausgehen, bis zu einer maximalen Tagesdosis von 4 Inhalationen (reguläre plus zusätzlich erforderliche Dosis) angewendet werden.

Bei der einzelnen Anwendung soll nicht mehr als zweimal inhaliert werden.


Besondere Patientengruppen:

Bei Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz ist keine Dosierungsanpassung erforderlich.


Wenn Sie von anderen Formoterol-Inhalatoren auf den FORMAXA AXAHALER umgestellt werden, muss beachtet werden, dass eine Dosisanpassung notwendig werden kann.


Die Anwendung von mehr als 2 Einzeldosen täglich öfter als zweimal pro Woche ist ein Hinweis auf eine unzureichende Einstellung durch die Basistherapie. In diesem Fall sollte die Basistherapie neu überdacht werden.


Eine höhere Dosierung lässt im Allgemeinen keinen zusätzlichen Nutzen erwarten, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens auch schwerwiegender Nebenwirkungen kann aber erhöht sein.


PW 3.3 Wenn Sie eine größere Menge FORMAXA AXAHALER angewendet haben, als Sie sollten:


Die Symptome bzw. Anzeichen einer Überdosierung entsprechen den Nebenwirkungen, die dann sehr schnell und gegebenenfalls in verstärktem Umfang auftreten.

Symptome bzw. Anzeichen einer Überdosierung sind:

Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Herzklopfen, unregelmäßiger und/oder beschleunigter Herzschlag, heftiges Zittern, insbesondere der Hände, Benommenheit, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen und Brustschmerzen.


Treten diese Beschwerden auf, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt. Er wird entscheiden, was zu tun ist.


3.4 Wenn Sie die Anwendung von FORMAXA AXAHALER vergessen haben:


Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.


Eine nachträgliche Anwendung ist nicht generell erforderlich, im Bedarfsfall aber möglich. Der zeitliche Abstand bis zur nächsten regulären Anwendung sollte mindestens 6 Stunden betragen.


3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit FORMAXA AXAHALER abgebrochen wird:

Informieren Sie auf jeden Fall Ihren behandelnden Arzt über die Unterbrechung oder Beendigung der Behandlung und nennen Sie ihm bitte die Gründe (z. B. Nebenwirkungen etc.)


PC4 4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


PM FORMAXA AXAHALER kann Nebenwirkungen haben.


Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häu­figkeitsangaben zugrunde gelegt:


Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle


Nebenwirkungen


Es treten keine Nebenwirkungen sehr häufig auf.


Organsystem

Häufig

Gelegentlich

Selten

Sehr selten (einschließlich Einzelfälle)

Skelettmuskulatur, Bindegewebe und Knochen

Tremor

Muskelkrämpfe, Myalgie

./.



Herz-Kreislauf-System

Herzklopfen, beschleunigteHerzschlag-folge (Tachykardie)

Herzrhythmus-störungen

Vorhofflimmern, supraventri-kuläre Tachykardie, Extrasystolen

Angina pectoris, Verlängerung des QTC-Inter-valls, Blutdruck-schwankungen


Metabolismus und Stoffwechsel

./.

./.

Kaliummangel (Hypokaliämie)

Erhöhter Blutzucker (Hyperglykämie) Anstieg von Insulin, freien Fettsäuren, Glycerol und Ketonkörpern im Blut

Haut und Unterhaut, Immunsystem

./.

./.

Überempfind-lichkeitsreak-tionen, wie z. B. starker Blut-druckabfall, Exanthem, Urtikaria, Juckreiz, Angioödem, oder Exanthem, periphere Ödeme

./.

Nervensystem

Kopf-schmerzen

Erregung, Verwirrtheit, Angst, Nervosität, Schlaflosigkeit, Agitiertheit, Unruhe

./.

./.

Respirationstrakt

./.

Schwerer Broncho-spasmus

./.

./.

Verdauung

./.

./.

Übelkeit

./.

Lokale Reizung

./.

Reizung in Mund und Rachen

Geschmacks-veränderungen

./.


Lactose enthält geringe Mengen Milchprotein und kann deshalb allergische Reaktionen hervorrufen.


Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?

Informieren Sie Ihren Arzt über die bei Ihnen auftretenden Nebenwirkungen. Gegebenenfalls muss eine Dosisanpassung durch Ihren Arzt vorgenommen werden. Ändern Sie nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt die Dosierung.

Bei schwerwiegenden Nebenwirkungen ist FORMAXA AXAHALER sofort abzusetzen und umgehend ein Arzt zu benachrichtigen.


Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Neben­wirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.


PC5 5. WIE IST FORMAXA AXAHALER AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.


PZ Sie dürfen FORMAXA AXAHALER nach dem auf der Faltschachtel und der inneren Verpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.


P2 Nicht über 25ºC aufbewahren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.


P6 Stand der Information:


FB Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben


Fachinformation


FC 1. Bezeichnung des Arzneimittels


FORMAXA AXAHALER 12 Mikrogramm/Dosis Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation


FD 2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung


Eine Hartkapsel enthält 12 Mikrogramm Formoterolhemifumarat 1 H2O. Die Dosis, die durch das Mundstück abgegeben wird, beträgt 9 μg Formoterolhemifumarat 1 H2O.


Sonstige Bestandteile siehe unter 6.1.


FE 3. Darreichungsform


Hartkapsel mit Pulver zur Inhalation

Farblose Hartkapsel


FG 4. Klinische Angaben


FH 4.1 Anwendungsgebiete


Formoterol wird angewendet zur Langzeittherapie des mittelschweren bis schweren persistierenden Asthma bronchiale bei Patienten, die eine regelmäßige bronchialerweiternde Therapie zusätzlich zu einer entzündungshemmenden (inhalative und/oder orale Glukokortikoide) Dauertherapie benötigen. Formoterol wird auch angewendet bei Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD).


Es wird empfohlen, die Therapie bei einem Lungenfacharzt oder Pädiater zu beginnen.


FN 4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


Nur zur Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen.

Zur Inhalation

Die Anwendung von mehr als 2 Einzeldosen täglich öfter als zweimal pro Woche ist ein Hinweis auf eine unzureichende Einstellung durch die Basistherapie. In diesem Fall sollte die Basistherapie neu überdacht werden.


Asthma:

Langzeitanwendung:Eine Inhalation ein- oder zweimal pro Tag. Im Einzelfall kann die Einnahme von zwei Inhalationen ein- oder zweimal pro Tag notwendig sein.

Vorbeugung von anstrengungsinduzierter Bronchokonstriktion:Eine Inhalation vor Anstrengung.

Die tägliche Einnahme soll 4 Inhalationen nicht übersteigen. In Ausnahmefällen ist eine Einnahme von bis zu 6 Inhalationen innerhalb von 24 Stunden erlaubt.

Bei der einzelnen Anwendung sollen nicht mehr als 3 Inhalationen durchgeführt werden.


COPD:

Langzeitanwendung:Eine Inhalation ein- oder zweimal pro Tag.

Bei regelmäßiger Anwendung soll täglich nicht öfter als zweimal inhaliert werden.

Zur Erleichterung der Symptome können, falls erforderlich, zusätzliche Inhalationen, die über die reguläre Therapie hinausgehen, bis zu einer maximalen Tagesdosis von 4 Inhalationen (reguläre plus zusätzlich erforderliche Dosis) angewendet werden.

Bei der einzelnen Anwendung soll nicht mehr als zweimal inhaliert werden.


Wenn der Patient von anderen Formoterol-Inhalatoren auf den FORMAXA AXAHALER umgestellt wird, muss beachtet werden, dass eine Dosisanpassung notwendig werden kann.


Besondere Patientengruppen:

Bei älteren Patienten oder Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz ist keine Dosierungsanpassung erforderlich.


Kinder:

FORMAXA AXAHALER wird nicht für Kinder empfohlen.


Verwendung des Inhalators:

FORMAXA AXAHALER ist atemzugsgesteuert, d.h., wenn der Patient durch das Mundstück einatmet, wird der Wirkstoff mit der Atemluft in die Bronchien transportiert.

Eine Packungsbeilage (Betriebsanleitung) ist in der Packung des Inhaliergeräts enthalten.

Um sicher zu gehen, dass das Arzneimittel richtig angewendet wird, sollte der Arzt oder das Pflegepersonal den Patienten in der Verwendung des Inhaliergeräts unterweisen.

Der Patient muss darüber informiert werden, dass die Hypromellosekapsel zersplittern kann, wenn sie im Inhalator angestochen wird, und während der Inhalation kleine Hypromellosestücke in Mund oder Rachenhöhle gelangen können. Um dieses Risiko zu minimieren sollte der Bedienungsknopf nicht öfter als einmal betätigt werden.


FI 4.3 Gegenanzeigen


Überempfindlichkeit gegenüber Formoterol oder Lactose–Monohydrat (enthält kleine Mengen an Milchprotein).


FK 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


FORMAXA AXAHALER ist nicht vergleichbar mit anderen Inhalatoren, die Formoterol enthalten. Patienten sollten nicht ohne ärztliche Überwachung von einem anderen Formoterol-Inhalator auf FORMAXA AXAHALER umgestellt werden.

FORMAXA AXAHALER sollte nur angewendet werden bei Patienten, die eine regelmäßige Langzeit-Bronchodilatation benötigen. FORMAXA AXAHALER ist keine Alternative zu kurz wirksamen β2-Agonisten im akuten Asthmaanfall. Bei einem solchen Anfall sollte ein kurz wirksamer β2-Agonist angewendet werden.


Der regelmäßige Bedarf an Arzneimitteln zur Vorbeugung von anstrengungsinduzierter Bronchokonstriktion, statt einer angemessenen Basistherapie, kann ein Zeichen eines schlecht eingestellten Asthmas sein und bedarf einer Überprüfung der Asthmatherapie durch den Facharzt und einer Bewertung der Compliance.


Antientzündliche Therapie

Asthmapatienten, die regelmäßig β2-Agonisten benötigen, sollten auch eine regelmäßige und angemessene Therapie mit inhalativen oder oralen Kortikosteroiden erhalten. Bei Therapiebeginn mit Formoterol sollte kontrolliert werden, wie gut die Patienten auf eine bereits bestehende antientzündliche Therapie ansprechen. Der Patient sollte angehalten werden, die antientzündliche Therapie nicht selbstständig zu reduzieren nach dem Beginn der Behandlung mit FORMAXA AXAHALER, auch wenn sich die Symptome bessern. Wenn sich die Symptome nicht bessern, oder zur Symptomkontrolle eine Dosissteigerung von FORMAXA AXAHALER notwendig wird, ist das im Allgemeinen ein Zeichen für eine Verschlechterung der Basiserkrankung. Eine Überprüfung der Asthmamedikation ist dann angezeigt.


Begleiterkrankungen

In Verbindung mit folgenden Begleiterkrankungen ist eine besondere Überwachung des Patienten nötig unter strenger Beachtung der Dosierungsgrenzen.


FORMAXA AXAHALER sollte nur mit Vorsicht angewendet werden, bei Patienten mit Thyreotoxikose, Phäochromozytom, hypertropher-obstruktiver Kardiomyopathie, idiopathischer-subvalvulärer Aortenstenose, Hypertonie, Aneurysmen oder anderen schweren Herzerkrankungen, wie ischämischer Herzkrankheit, Tachyarrythmie oder schwerer Herzinsuffizienz.


FORMAXA AXAHALER sollte nur bei strenger Indikationsstellung und mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit verlängertem QTC-Intervall (>0,44 Sekunden) die behandelt werden sollen, da Formoterol auch eine Verlängerung des QTC-Intervalls induzieren kann.


Patienten mit seltenen Erbkrankheiten wie Galaktose-Intoleranz, Laktasemangel oder Glukose-Galaktose Malabsorbtion sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.


Wegen der hyperglykämischen Wirkung von Beta2-Agonisten wird empfohlen, die Blutglukosespiegel verstärkt zu überwachen (mit zusätzlichen Blutglukosetests).


Hypokaliämie

Die Behandlung mit Beta2-Agonisten kann schwere Hypokaliämie hervorrufen. Bei akutem, schweren Asthma ist besondere Vorsicht geboten, da eine Hypoxie das Risiko einer Hypokaliämie erhöht(siehe Abschnitt 4.5).

Die Überwachung der Serumkaliumspiegel wird in diesem Fall empfohlen.


Wie bei jeder Inhalationstherapie kann in seltenen Fällen ein paradoxer Bronchospasmus auftreten. In diesem Fall sollte das Arzneimittel sofort abgesetzt und die Therapie anders fortgesetzt werden.


FM 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


Wirkstoffe wie Erythromycin, Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Phenothiazine, Antihistaminika und trizyklische Antidepressiva können zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führen und das Risiko für ventrikulären Arrhythmien erhöhen.


Die Verstärkung der Nebenwirkungen bei gleichzeitiger Anwendung von anderen adrenerg wirksamen Substanzen ist möglich.


Die gleichzeitige Anwendung von FORMAXA AXAHALER und Monoaminoxidase-Hemmstoffen (MAO-Inhibitoren) oder tricyclischen Antidepressiva sollte wegen einer möglichen Potenzierung sympathomimetischer Wirkungen besonders auf das Kardiovaskuläre System nur mit Vorsicht erfolgen.


Die gleichzeitige Anwendung von Xanthin-Derivaten, Steroiden und Diuretika kann die hypokaliämische Wirkung von Beta2-Agonisten verstärken. Bei Patienten, die mit Digitalis behandelt werden (siehe Abschnitt 4.4), ist das Ansteigen des Risikos, Arrhythmien zu bekommen, bei Hypokaliämie erhöht.


Beta-Rezeptoren-Blocker können die Wirkung von FORMAXA AXAHALER abschwächen oder antagonisieren. Deshalb soll FORMAXA AXAHALER nicht mit Betablockern (einschließlich Augentropfen) angewendet werden, außer zwingende Gründe stehen dem entgegen.


Bei der Anwendung halogenierter Anästhetika muss bei Patienten, die mit FORMAXA AXAHALER behandelt werden, mit einem erhöhten Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen gerechnet werden.


FL 4.6 Schwangerschaft und Stillzeit


Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen bisher nicht vor. Die Anwendung von FORMAXA AXAHALER während der Schwangerschaft, vor allem in den ersten drei Monaten und kurz vor Geburt, ist nur bei sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angezeigt.


Da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff Formoterol beim Menschen in die Muttermilch übertritt, sollte FORMAXA AXAHALLER stillenden Müttern nicht verordnet werden. Bei Ratten wurden kleine Mengen Formoterol in der Muttermilch gefunden.


FQ 4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen


FORMAXA AXAHALER hat keine oder vernachlässigbare Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.


FJ 4.8 Nebenwirkungen


Häufigkeitsangaben: Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1000, <1/100); selten (≥1/10.000, <1/1000); sehr selten (<1/10000) einschließlich Einzelfälle.


Skelettmuskulatur, Bindegewebes und Knochenerkrankungen:

Häufig: Tremor

Gelegentlich: Muskelkrämpfe, Myalgie


Herzerkrankungen:

Häufig: Palpitationen, Tachykardie

Gelegentlich: Arrhythmien

Selten: Vorhofflimmern, supraventrikuläre Tachykardie, Extrasystolen

Sehr selten (einschließlich Einzelfälle): Angina pectoris, Verlängerung des

QTC-Intervalls, Blutdruckschwankungen (Abfall oder Anstieg)


Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten: Hypokaliämie

Sehr selten (einschließlich Einzelfälle): Hyperglykämie

Bei der Behandlung mit β2-Agonisten kann es zum Anstieg von Insulin, freien Fettsäuren, Glycerol und Ketonkörpern im Blut kommen


Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Selten: Exanthem, Urtikaria, Juckreiz

Sehr selten (einschließlich Einzelfälle): Überempfindlichkeitsreaktionen, wie z. B. starker Blutdruckabfall Angioödem, Juckreiz oder Exanthem, periphere Ödeme


Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig: Kopfschmerzen

Gelegentliche: Erregung, Verwirrtheit, Angst, Nervosität, Schlaflosigkeit, Agitiertheit, Unruhe


Erkrankungen der Atemwege:

Gelegentlich: schwerer Bronchospasmus


Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Selten: Übelkeit


Lokale Reizung:

Gelegentlich: Reizung in Mund und Rachen

Selten: Geschmacksveränderungen


Lactose-Monohydrat enthält kleine Mengen von Milcheiweiß und kann deshalb allergische Reaktionen auslösen.


FO 4.9 Überdosierung


Zur Behandlung einer Überdosierung gibt es keine klinischen Erfahrungen.


Im Falle einer Überdosierung von Formoterol sind die bereits bekannten Nebenwirkungen von Beta2-Agonisten sehr schnell und gegebenenfalls in verstärktem Umfang zu erwarten.

Typische Symptome sind:

Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Tremor, Somnolenz, Palpitation, Tachykardie, ventrikuläre Arrhythmien, metabolische Azidose, Hypokaliämie und Hyperglykämie.


Therapie einer Überdosierung: Die Behandlung nach β-sympathomimetischer Überdosierung erfolgt hauptsächlich symptomatisch unter Stabilisierung der Vitalfunktionen. In schweren Fällen soll der Patient ins Krankenhaus gebracht werden.


Die Anwendung von kardioselektiven Beta-Blockern sollte in Erwägung gezogen werden. In jedem Fall sollten diese kardioselektiven Beta-Blocker sehr vorsichtig eingesetzt werden, weil Beta-Blocker Bronchospasmen auslösen können.


FF 5. Pharmakologische Eigenschaften


F1 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Selektiver Beta-2-Rezeptor Agonist

ATC Code: R03AC13


Formoterol, der Wirkstoff von FORMAXA AXAHALER, ist ein potenter Beta2-Agonist, der eine selektive Wirkung an Beta2-Rezeptoren der glatten Muskulatur zeigt. Formoterol wirkt bronchodilatatorisch bei Patienten mit reversiblen obstruktiven Atemwegserkrankungen. Die Wirkung tritt nach 1-3 Minuten ein. Die Bronchodilatation hält mindestens 12 Stunden an. Bei therapeutischer Dosierung sind die kardiovaskulären Nebenwirkungen von Formoterol im Allgemeinen gering und treten nur gelegentlich auf.


Formoterol hemmt die Freisetzung von Histamin und Leukotrienen aus passiv sensibilisierten humanen Lungenzellen. In tierexperimentellen Untersuchungen hatte Formoterol einige antiinflammatorische Eigenschaften: Verhinderungen von Ödemen und der Akkumulation von Entzündungszellen.


Beim Menschen ist FORMAXA AXAHALER wirksam zur Prophylaxe von Bronchospasmen, die durch Allergene, Anstrengung, kalte Luft, Histamin oder durch Metacholin-Provokation hervorgerufen werden.


F2 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Absorption: Es ist wahrscheinlich, dass ungefähr 90% der inhalierten Dosis geschluckt und über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Deshalb gilt die Pharmakokinetik, die für die orale Gabe gilt, auch weitgehend für die inhalative Gabe.


Formoterolhemifumarat 1 H2O, das oral gegeben wird, wird schnell aus dem Gastrointestinaltrakt aufgenommen bis zu einer Menge von 300 Mikrogramm. Die Sättigung der Rezeptoren und damit der Verbleib von nicht verbrauchter Substanz werden nach 0,5 bis 1 Stunde erreicht. Mindestens 65% der oralen Gabe von 80 Mikrogramm werden resorbiert. Die Pharmakokinetik von Formoterol ist linear in den betrachteten Dosierungsbereichen (20-300 Mikrogramm oral) der Studie. Die wiederholte orale Gabe (40-160 Mikrogramm/Tag) verhält sich nicht kumulativ.


Die Plasmaspiegel der Wirksubstanz, die sich aus der Inhalation von therapeutischen Formoteroldosen ergeben, waren so gering, dass sie nicht gemessen werden konnten mit den vorher verwendeten Messgeräten und

techniken. Die Analyse der renalen Ausscheidungsrate bestätigt, dass inhalatives Formoterol schnell absorbiert wird. Die maximale Ausscheidungsrate nach Verabreichung von 12-96 Mikrogramm wurde 1-2 Stunden nach Inhalation erreicht.


Studien zur kumulativen renalen Ausscheidung von Formoterol zeigten, dass die Menge von aufgenommenem Formoterol mit der Dosierung ansteigt; bei unterschiedlicher Zusammensetzung der Inhalationen sowohl bei Dosierungen von 12 bis 24 Mikrogramm als auch bei Dosierungen von 12 bis 96 Mikrogramm.


Verteilung: Die Plasmaproteinbindung liegt bei 61-64% (34% an Albumin), wobei es bei therapeutischen Dosen nicht zu einer Absättigung der Bindungsstellen kommt.


Biotransformation: Formoterol wird über eine direkte Glukuronidierung oder eine O-Demethylierung mit nachfolgender Glukuronidierung metabolisiert.


Elimination: Die Elimination von Formoterol aus dem Blut ist, soweit dies bekannt ist, mehrphasig. Die festgestellte Halbwertszeit hängt vom beobachteten Zeitintervall ab. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt

2-3 Stunden, bestimmt durch Blutplasma- oder Blutspiegelmessung nach 6, 8, oder 12 Stunden nach oraler Anwendung. Die Halbwertszeit beträgt 5 Stunden basierend auf den gemessenen Urin-Ausscheidungsraten, variierend von 3 bis 16 Stunden.


Formoterol und seine Metabolite werden vollständig ausgeschieden, zwei Drittel einer oral angewendeten Dosis mit dem Urin, ein Drittel mit den Fäzes. Nach Inhalation werden im Durchschnitt ca. 6 bis 9 Prozent der Dosis als unverändertes Formoterol über den Urin ausgeschieden. Die renale Clearance von Formoterol beträgt 150 ml/min.


F3 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


Die in Toxizitätsprüfungen an Ratten und Hunden festgestellten Veränderungen weisen auf eine Kardiostimulation durch Formoterol hin. Dies ist von anderen β2-Agonisten bekannt und wird für diese Substanzklasse als typisch betrachtet. Die Kardiostimulation macht sich bemerkbar als Hyperämie, Tachykardie, Arrhythmien und Myocard-Läsionen. Bei hoch dosierter systemischer Gabe von Formoterol wurde bei männlichen Ratten eine etwas reduzierte Fertilität beobachtet.


In In-vitro- oder In-vivo-Tests wurde keine genotoxische Wirkung beobachtet. Bei Ratten und Mäusen rief Formoterol ein erhöhtes Auftreten von mesoovarialen Leiomyomen hervor. Diese Effekte treten auch bei der Behandlung von Ratten mit anderen β2-Agonisten auf und sind sehr wahrscheinlich spezifisch für Nager.


FR 6. Pharmazeutische Angaben


F7 6.1 Sonstige Bestandteile


Lactose-Monohydrat (Ph.Eur.) (enthält Milcheiweiß)

Lactose (Ph.Eur.)

Kapselhülle: Hypromellose


FS 6.2 Inkompatibilitäten


Nicht zutreffend


FT 6.3 Dauer der Haltbarkeit


2 Jahre


FX 6.4 Besondere Lagerungshinweise


Nicht über 25°C lagern

In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen


FY 6.5 Art und Inhalt des Behältnisses


HDPE Kapselbehälter, verschlossen mit Polypropylen-Schraubverschluss, der Trocknungsmittel (Silica Gel) enthält.

Eine Packung enthält 60 ,120 und 180 Hartkapseln und einen Inhalator. Der Inhalator ist aus Kunststoff.


F4 6.6 Hinweise für die Handhabung und Entsorgung


Keine besonderen Anforderungen (siehe Ziffer 4.2 (Art der Anwendung)).


FZ 7. Pharmazeutischer Unternehmer


STADApharm GmbH

Stadastr. 2-18

D-61118 Bad Vilbel

Germany


F5 8. Zulassungsnummer


62952.00.00


F6 9. Datum der Zulassung


[siehe Unterschrift]


F10 10. Stand der Information


15.02.2006


F11 11. Verschreibungsstatus/Apothekenpflicht


Verschreibungspflichtig