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Formotop 6 Mikrogramm Novolizer

Document: 29.02.2008   Fachinformation (deutsch) change

Fachinformation

(Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)


Formotop 6 Mikrogramm Novolizer®





1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS


Formotop 6 Mikrogramm Novolizer®

Wirkstoff: Formoterol


2. Qualitative und quantitative ZUSAMMENSETZUNG

Arzneilich wirksamer Bestandteil:

1 Einzeldosis mit 5,75 mg Pulver enthält 6 µg Formoterolhemifumarat 1 H2O (entspricht einer aus dem Mundstück abgegebenen Dosis von 5,1 µg Formoterolhemifumarat 1 H2O bzw. 4,18 µg Formoterol).

Hilfstoffe siehe 6.1


3. DARREICHUNGSFORM


Pulver zur Inhalation

4. KLINISCHE ANGABEN


4.1 Anwendungsgebiete


Formotop 6 Mikrogramm Novolizer ist angezeigt als Dauerbehandlung zur Erleichterung bronchialobstruktiver Symptome und zur Vorbeugung von Belastungsasthma bei Asthmatikern, bei denen eine adäquate Behandlung mit Corticosteroiden allein nicht ausreichend ist.


4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahre:

Die normale Dosis beträgt 1 - 2 Inhalationen ein- bis zweimal täglich. Die Dosis kann morgens und/oder abends verabreicht werden. Einige Patienten können 4 Inhalationen ein- bis zweimal täglich benötigen. Die maximale Tagesdosis, für die regelmäßige Anwendung, beträgt 8 Inhalationen. Zur Erleichterung der Symptome können, falls erforderlich, zusätzliche Inhalationen, die über die reguläre Erhaltungstherapie hinausgehen, bis zu einer maximalen Tagesdosis von 12 Inhalationen (Erhaltungsdosis plus eventuell zusätzlich erforderliche Dosis) angewendet werden. Als Einzeldosis dürfen nicht mehr als 6 Inhalationen gleichzeitig appliziert werden.


Häufigere Inhalationen, d. h. mehr als zweimal täglich und/oder an mehr als 2 Tagen pro Woche, die oberhalb der Erhaltungsdosis liegen, sind jedoch Anzeichen einer nicht optimalen Asthmakontrolle, und die Behandlung sollte neu überdacht werden.

Beim Auftreten von nächtlichen Asthma-Symptomen kann die gesamte Dosis (max. 6 Inhalationen) auch abends verabreicht werden. Die durch klinische Studien belegte Dauer der Wirkung beträgt 12 Stunden. Es ist stets die niedrigste wirksame Dosierung zu wählen.


Zur Vorbeugung von Belastungsasthma: 2 Inhalationen vor der Belastung. Die empfohlene maximale Tagesdosis darf nicht überschritten werden.


Kinder (6 – 12 Jahre):

Die normale Dosis für Kinder von 6 – 12 Jahren beträgt ein- oder zweimal täglich 1 – 2 Inhalationen. Die Dosis kann morgens und/oder abends verabreicht werden. Manche Kinder benötigen bis zu 24 Mikrogramm Wirkstoff täglich. Dieses entspricht der maximalen Tagesdosis.


Zur Vorbeugung von Belastungsasthma: 2 Inhalationen vor der Belastung. Die empfohlene maximale Tagesdosis darf nicht überschritten werden.


Kinder bis zu 5 Jahren sollten nicht mit Formotop 6 Mikrogramm Novolizer behandelt werden, da für diese Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.


Spezielle Patientengruppen:

Bei älteren Patienten und bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen ist bei den empfohlenen Dosierungen keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung).


Wird ein Patient von einem anderen Inhalationssystem auf Formotop 6 Mikrogramm Novolizer umgestellt, sollte die Dosis erneut individuell bestimmt werden.


Hinweis: für Patienten, die 2 oder mehr Inhalationen benötigen, steht Formoterol Novolizer 12 Mikrogramm zur Verfügung.


Zur Handhabung des Novolizer lesen Sie bitte die in der Faltschachtel beiliegende Bedienungsanleitung.


4.3 Gegenanzeigen


Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber Formoterol oder inhalierter Lactose.


4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Patienten, die eine Behandlung mit β2--Agonisten benötigen, sollten gleichzeitig Corti-costeroide zur optimalen Bekämpfung der zugrundeliegenden Entzündung erhalten. Formotop 6 Mikrogramm Novolizer sollte nur bei Patienten angewendet werden, die eine bronchialerweiternde Langzeittherapie benötigen und nicht als Alternative zu kurzwirksamen β2-Agonisten oder im Fall eines akuten Anfalls. Die Patienten sind anzuhalten, die entzündungshemmende Behandlung neben der Anwendung von Formotop 6 Mikrogramm Novolizer auch dann fortzusetzen, wenn sich ihr Krankheitszustand bessert. Ein Fortbestehen der Symptome sowie ein steigender Bedarf an β2-Agonisten weisen auf eine Verschlechterung der zugrundeliegenden Erkrankung hin. In diesen Fällen sollte die Asthmatherapie überdacht werden. Bei akuter Verschlechterung der Symptomatik sollte eine Therapie mit Formotop 6 Mikrogramm Novolizer nicht begonnen werden. Bei einem akuten Anfall ist ein kurzwirksamer β2-Agonist anzuwenden.


Häufiger Medikationsbedarf zur Vorbeugung von Belastungsasthma kann ein Zeichen für suboptimale Asthmakontrolle sein und erfordert eine erneute Überprüfung der Asthmatherapie sowie eine Bewertung der Compliance.

Falls der Patient, trotz adäquater Langzeitbehandlung (z. B. Corticosteroide, Langwirksame β2-Agonisten), mehrmals pro Woche eine prophylaktische Behandlung gegen Belastungsasthma benötigt, sollte die Asthma-Therapie durch einen Spezialisten/Facharzt erneut überprüft werden.


Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Thyreotoxikose, Phäochromozytom, hypertropher ob-struktiver Kardiomyopathie, idiopathischer subvalvulärer Aortenstenose, schwerer Hyper-tonie, Aneurysmen oder anderen schweren kardiovaskulären Störungen wie ischämischer Herzerkrankung, Tachyarrhythmie oder schwerer Herzinsuffizienz.


Vorsicht ist geboten bei Patienten mit verlängertem QTc-Intervall (> 0.44 Sek.) Formoterol kann selbst eine Verlängerung des QTc-Intervalls hervorrufen.


Aufgrund der hyperglykämischen Wirkung von β2-Agonisten sollten bei Diabetikern zu Beginn der Therapie zusätzliche Blutzuckerkontrollen durchgeführt werden.


Bei einer Behandlung mit β2-Agonisten kann unter Umständen eine schwere Hypokaliämie auftreten. Das damit verbundene Risiko wird durch eine Hypoxie erhöht, daher ist bei akutem schwerem Asthma besondere Vorsicht erforderlich. Die hypokaliämische Wirkung wird durch die gleichzeitige Behandlung mit Xanthinderivaten, Steroiden und Diuretika erhöht, deshalb sollte der Serum-Kalium-Spiegel überwacht werden.


Wie auch bei anderen Inhalationstherapien ist die Möglichkeit eines paradoxen Broncho-spasmus in Betracht zu ziehen.


Formotop 6 Mikrogramm Novolizer enthält 5,744 mg Lactose per Einzeldosis.

Diese Menge verursacht normalerweise bei Patienten mit Lactose-Intoleranz keine Probleme.


Kinder bis zu 5 Jahren sollten nicht mit Formotop 6 Mikrogramm Novolizer behandelt werden, da für diese Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.


Es ist nicht bekannt, ob die Pharmakokinetik von Formoterol bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion und bei älteren Patienten verändert wird. Da Formoterol vorwiegend in der Leber metabolisiert wird, sind bei Patienten mit schwerer Leberzirrhose erhöhte Serum-Spiegel zu erwarten.


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


Mit Formotop 6 Mikrogramm Novolizer wurden keine spezifischen Interaktionsstudien durchgeführt.

Die gleichzeitige Behandlung mit anderen sympathomimetischen Substanzen kann die uner-wünschten Wirkungen von Formotop 6 Mikrogramm Novolizer verstärken.


Die gleichzeitige Behandlung mit Xanthinderivaten, Steroiden oder Diuretika kann einen möglichen hypokaliämischen Effekt der β2-Agonisten erhöhen. Bei Patienten, die mit Digitalisglykosiden behandelt werden, kann eine Hypokaliämie die Anfälligkeit für Ar-rhythmien erhöhen.


Die gleichzeitige Behandlung mit Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Phenothiazinen, Antihistaminika (Terfenadin), Monoaminoxidase-Hemmern und trizyklischen Antidepressiva kann das QTc-Intervall verlängern und das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien erhöhen.


Zusätzlich können L-Dopa, L-Thyroxin, Oxytocin und Alkohol die kardiale Toleranz ge-genüber β2-Sympathomimetika beeinträchtigen.


Die gleichzeitige Behandlung mit Monoaminoxidase-Hemmern, einschließlich Wirkstoffen mit ähnlichen Eigenschaften wie Furazolidon und Procarbazin, kann hypertensive Reaktionen auslösen.


Ein erhöhtes Arrhythmie-Risiko besteht bei Patienten, die gleichzeitig mit Anästhetika behandelt werden, die halogenierte Kohlenwasserstoffe enthalten.


Beta-Rezeptorenblocker können die Wirkung von Formotop 6 Mikrogramm Novolizer abschwächen oder hemmen. Formotop 6 Mikrogramm Novolizer darf daher nicht zusammen mit Beta-Rezeptorenblockern (einschließlich Augentropfen) verabreicht werden, wenn nicht zwingende Gründe vorliegen.


4.6 Schwangerschaft und Stillzeit


Klinische Erfahrungen bei Schwangeren sind begrenzt. In Studien an Tieren wurden unter Formoterol eine verminderte Zahl von Implantationen, eine herabgesetzte postnatale Über-lebensrate sowie ein verringertes Geburtsgewicht beobachtet. Diese Wirkungen traten erst bei Dosen auf, die wesentlich über der bei der klinischen Anwendung von Formotop 6 Mikrogramm Novolizer erreichten Exposition lagen. Formotop 6 Mikrogramm Novolizer darf während der Schwangerschaft, insbesondere im 1. Trimenon und kurz vor der Geburt, bis zum Vorliegen zusätzlicher Erfahrungen, nur nach eingehender Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.


Es ist nicht bekannt, ob Formoterol in die Muttermilch übertritt. Formotop 6 Mikrogramm Novolizer Novolizer darf deshalb während der Stillzeit nicht verabreicht werden. In Tierstudien bei Ratten sind geringe Mengen an Formoterol in der Milch gefunden worden.


4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen


Formotop 6 Mikrogramm Novolizer beeinträchtigt nicht die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen.


4.8 Nebenwirkungen


Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten

Weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten

1 Fall oder weniger von 10.000 Behandelten einschließlich Einzelfälle


Nervensystem

Häufig: Kopfschmerzen, Tremor

Gelegentlich: Agitiertheit, Rastlosigkeit, Schlafstörungen

Sehr selten (inkl. Einzelfälle): Geschmacksstörungen, Benommenheit

Einzelne Berichte über stimulierende Effekte auf das Zentralnervensystem nach einer Inhalation mit β2-Agonisten beschreiben eine Übererregbarkeit, hyperaktive Verhaltensauffälligkeit oder Halluzinationen. Diese Beobachtungen wurden bei Kindern unter 12 Jahren gemacht.


Herz-Kreislauf-System

Häufig: Palpitationen

Gelegentlich: Tachykardie, Arrhythmie

Selten: Vorhofflimmern, supraventrikuläre Tachykardie, Extrasystolen

Sehr selten (inkl. Einzelfälle): Angina pectoris, Verlängerung des QTc-intervalls, Veränderungen des Blutdrucks (Senkung oder Steigerung)


Stoffwechsel

Selten: Hypokaliämie, Hyperkaliämie

Sehr selten (inkl. Einzelfälle): Hyperglykämie

Eine Behandlung mit β2-Agonisten kann zu einer Erhöhung der Blutspiegel von Insulin, freien Fettsäuren, Glycerin und Ketonkörpern im Blut führen.


Atemwege

Selten: paradoxer Bronchospasmus


Magen-Darmtrakt

Sehr selten (inkl. Einzelfälle): Übelkeit


Haut, Immunsystem

Selten: Exantheme, Urtikaria, Pruritus

Sehr selten (inkl. Einzelfälle): Überempfindlichkeitsreaktionen, angioneurotisches Ödem


Skelettmuskulatur

Gelegentlich: Muskelkrämpfe


Tremor und Palpitationen können auftreten, sind jedoch im Allgemeinen vorübergehend oder nehmen bei Dauertherapie ab. Wie bei jeder Inhalationstherapie kann in sehr seltenen Fällen ein paradoxer Bronchospasmus auftreten.


4.9 Überdosierung


Es gibt keine klinischen Erfahrungen bei einer Überdosierung mit Formotop 6 Mikrogramm Novolizer. Eine Überdosierung lässt die für β2-Agonisten typischen Wirkungen erwarten wie: Tremor, Kopfschmerzen, Palpitationen. In Einzelfällen wurden folgende Symptome berichtet: Tachykardie, Hyperglykämie, Hypokaliämie, Verlängerung des QTc-Intervalls, Arrhythmie, Nausea und Erbrechen.. Eine unterstützende und symptomatische Behandlung kann angezeigt sein.


Eine Anwendung von kardioselektiven β-adrenergen Blockern (Betablocker) kann in Erwägung gezogen werden, jedoch nur mit besonderer Vorsicht, da β-adrenerge Blocker Bronchospasmen auslösen können. Der Serum-Kalium-Spiegel ist zu überwachen.


5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe:Formoterol, ATC-Code: R03AC13


Formoterol ist ein selektiver β2-Adrenozeptor-Agonist, der eine Relaxation der glatten Bronchialmuskulatur hervorruft. Formoterol hat daher bei Patienten mit reversibler Atem-wegsobstruktion eine bronchodilatatorische Wirkung. Die bronchodilatatorische Wirkung setzt rasch innerhalb von 1 – 3 Minuten nach Inhalation ein und hat nach Gabe einer einzelnen Dosis eine durchschnittliche Wirkdauer von 12 Stunden.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Resorption

Inhaliertes Formoterol wird rasch resorbiert und die maximale Plasmakonzentration wird innerhalb von 15 Minuten nach Inhalation erreicht.


Klinische Studien zeigten, dass die Lungendeposition von inhaliertem Formoterol über den Novolizer innerhalb der Grenzen anderer vergleichbarer Inhalatoren mit Formoterol war.


Verteilung und Metabolismus

Die Plasmaproteinbindung beträgt ca. 50%. Formoterol wird durch direkte Glucuronidierung und O-Demethylierung metabolisiert. Die Enzyme, die für die O-Demethylierung verant-wortlich sind, wurden bisher nicht identifiziert, aber folgende Enzyme wie CYP2D6, CYP2C19, CYP2C9 und CYP2A6 sind bei der Biotransformation involviert. Die Gesamt-Plasma-Clearance und das Verteilungsvolumen wurden nicht bestimmt.


Elimination

Der Hauptanteil der Formoterol-Dosis wird über den Stoffwechsel eliminiert. Nach Inhalation mit einem ähnlichen Inhalator wurde 8 – 13% der gelieferten Formoterol-Dosis unverändert über den Urin ausgeschieden. Circa 20% der intravenösen Dosis wurde unverändert im Urin ausgeschieden. Die terminale Halbwertszeit nach Inhalation beträgt 8 Stunden.


5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


In Untersuchungen an Ratten und Hunden zur Toxizität von Formoterol wurden hauptsächlich Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System beobachtet, wie Hyperämie, Tachykardie, Arrhythmien und myokardiale Läsionen. Dies sind die üblichen pharmakologischen Effekte, die nach der Gabe hoher Dosen von β2-Agonisten zu beobachten sind.


Bei hohen systemischen Dosen von Formoterol wurde bei männlichen Ratten eine leicht verringerte Fertilität beobachtet.


In-vitro und in-vivo Untersuchungen mit Formoterol zeigten keine genotoxischen Wirkungen. Es wurde lediglich eine leichte Zunahme der Häufigkeit von gutartigen Leiomyomen des Uterus bei Ratten und Mäusen beobachtet. Diese Wirkung wird als Klasseneffekt angesehen, der bei Nagern nach langdauernder Verabreichung von β2-Agonisten in hohen Dosen auftritt.


6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN


6.1 Hilfsstoffe


Lactose-Monohydrat (enthält geringe Mengen Milchprotein).


6.2 Inkompatibilitäten


Keine bekannt.


6.3 Dauer der Haltbarkeit


Formotop 6 Mikrogramm Novolizer
Haltbarkeit der ungeöffneten Packung:
3 Jahre
Haltbarkeit nach dem Öffnen der Patronendose:
6 Monate


Novolizer®-Inhalator
Haltbarkeit vor der ersten Anwendung:
4 Jahre
Haltbarkeit bei Gebrauch:
1 Jahr


Hinweis: Tests haben die Funktionsfähigkeit des Novolizer®für 2000 Dosierungen belegt. Diese werden normalerweise im Laufe eines Jahres nicht erreicht.


Formotop 6 Mikrogramm Novolizer soll nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden.


6.4 Besondere Lagerungshinweise


Lagerung im unversehrten Behältnis: Keine

Aufbewahrung nach dem Öffnen der Patronendose:

Nicht über 25 °C lagern und vor Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.


6.5 Art und Inhalt des Behältnisses


Formotop 6 Mikrogramm Novolizer ist ein Mehrfachdosenbehältnis, welches Pulver zur Inhalation enthält.

Der Pulverinhalator (Mundstück) wird aus Polyethylen und die Patrone aus Polystyrol hergestellt.


Originalpackung:

Packung mit 1 Pulverinhalator und 1 Patrone zu 345 mg Pulver (N1)

Packung mit 1 Pulverinhalator und 2 Patronen zu 345 mg Pulver (N1)

Packung mit 1 Pulverinhalator und 3 Patronen zu 345 mg Pulver (N1)

(1 Patrone entspricht 60 Einzeldosen von 6 μgFormoterolhemifumarat 1 H2O).


Nachfüllpackung:

1 Patrone mit 345 mg Pulver (N1)

2 Patronen mit je 345 mg Pulver (N1)

3 Patronen mit je 345 mg Pulver (N1)

(1 Patrone entspricht 60 Einzeldosen von 6 μgFormoterolhemifumarat 1 H2O).


Klinikpackung:

Packung mit 10 x (1 Pulverinhalator und 1 Patrone mit 345 mg Pulver)

(1 Patrone entspricht 60 Einzeldosen von 6 μgFormoterolhemifumarat 1 H2O).


Musterpackung:

1 Pulverinhalator und 1 Patrone mit 345 mg Pulver

(1 Patrone entspricht 60 Einzeldosen von 6 μgFormoterolhemifumarat 1 H2O).


6.6 Hinweise für die Handhabung

Ein Pulverinhalator kommt ohne Treibgas aus und ist durch Nachfüllen wieder verwendbar, weshalb der Novolizer besonders umweltfreundlich ist.




Erstbefüllung oder Patronenwechsel

Drücken Sie die geriffelten Flächen auf beiden Seiten des Deckels des Pulverinhalators leicht zusammen, schieben Sie den Deckel nach vorn und nehmen ihn nach oben ab.


Entfernen Sie die Schutzfolie von der Patronendose und nehmen Sie die neue Patrone heraus.


Stecken Sie die Patrone mit dem Zahlenfenster in Richtung des Mundstückes in den Pulverinhalator hinein.


Bitte drücken Sie nicht die Dosiertaste, während Sie die Patrone einsetzen.


Zum Schluss setzen Sie den Deckel wieder von oben in die seitlichen Führungen und schieben ihn flach bis zum Einrasten in Richtung der farbigen Taste.

Bitte belassen Sie die Patrone im Pulverinhalator, bis sie aufgebraucht ist oder maximal 6 Monate nach dem Einsetzen.


Hinweis: Formotop 6 Mikrogramm Novolizer Patronen sollen nur in Verbindung mit dem zugehörigen Original-Pulverinhalator verwendet werden.


Anwendung

Nach Möglichkeit sollte die Inhalation im Stehen oder Sitzen erfolgen.

Halten Sie den Novolizer bei der Anwendung waagerecht.

Entfernen Sie bitte zunächst die Schutzkappe.


Drücken Sie die farbige Taste ganz nach unten. Ein lautes Doppelklicken ist zu hören und die Farbe im unteren Kontrollfenster wechselt von Rot auf Grün. Lassen Sie dann die farbige Taste los. Die grüne Farbe im Kontrollfenster signalisiert Ihnen, dass der Novolizer zur Inhalation bereit ist.


Atmen Sie tief aus, keinesfalls aber in den Pulverinhalator hinein.

Umschließen Sie das Mundstück mit den Lippen, saugen Sie die Pulverdosis kräftig mit einem langen Atemzug ein und halten Sie Ihren Atem danach noch einige Sekunden an. Während dieses Atemzuges muss ein deutliches Klicken hörbar sein, das die korrekte Inhalation anzeigt. Anschließend sollten Sie normal weiter atmen.


Bitte überprüfen Sie, ob die Farbe im Kontrollfenster nach Rot zurück gewechselt hat, um sicher zu sein, dass Sie korrekt inhaliert haben.

Setzen Sie die Schutzkappe wieder auf das Mundstück – der Inhalationsvorgang ist jetzt abgeschlossen.


Die Zahlen im oberen Fenster zeigen die Anzahl der verbleibenden Inhalationen an.


Sollten das Klickgeräusch und der Farbwechsel im Kontrollfenster ausbleiben, wiederholen Sie bitte den Vorgang wie vorstehend beschrieben.


Bitte beachten Sie, dass die farbige Dosiertaste nur unmittelbar vor der Inhalation gedrückt wird.


Eine unbeabsichtigte Überdosierung mit dem Novolizer ist nicht möglich. Ein Klickgeräusch sowie ein Wechsel der Farbe im Kontrollfenster zeigen an, dass die Inhalation korrekt vorgenommen wurde. Wenn die Farbe des Kontrollfensters nicht zurück nach Rot gewechselt hat, dann sollte die Inhalation wiederholt werden. Falls auch nach wiederholten Versuchen keine korrekte Inhalation erzielt werden konnte, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Bitte unterstützen Sie Ihre Kinder während des ordnungsgemäßen Gebrauchs des Pulverinhalators.


Reinigung des Pulverinhalators

Der Novolizer sollte in regelmäßigen Abständen gereinigt werden, zumindest aber bei jedem Wechsel der Patrone. Hinweise zur Reinigung des Gerätes sind der beiliegenden Bedienungsanleitung zu entnehmen.


7. PHARMAZEUTISCHEr UNTERNEHMER


Astellas Pharma GmbH

Postfach 80 06 28

81606 München

Tel.: (089) 45 44 01

Fax: (089) 45 44 13 29

E-Mail: info@de.astellas.com

Internet: www.astellas.com/de


8. ZulassungsNUMMER


55198.00.00


9. DATUM DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

23.11.2004


STAND DER INFORMATION


Februar 2008


Verschreibungsstatus/Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig



Seite 14 Version v. Februar 2008