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Fovepta 200 I.E. Injektionslösung In Einer Fertigspritze

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Fovepta 200 I.E. Injektionslösung in einer Fertigspritze

Hepatitis-B-Immunglobulin vom Menschen

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihrem Kind persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

-    Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Ihr Kind erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen an Ihrem Kind bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1.    Was ist Fovepta und wofür wird es angewendet?

2.    Was müssen Sie vor der Anwendung von Fovepta beachten?

3.    Wie ist Fovepta anzuwenden?

4.    Welche Nebenwirkungen sind    möglich?

5.    Wie ist Fovepta aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1. WAS IST FOVEPTA UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Was ist Fovepta?

Fovepta enthält Antikörper gegen das Hepatitis-B-Virus, das sind körpereigene Abwehrstoffe, die Ihr Kind vor Hepatitis B schützen. Hepatitis B ist eine Entzündungskrankheit der Leber, die vom Hepatitis-B-Virus hervorgerufen wird.

Wofür wird Fovepta angewendet?

Fovepta wird angewendet zum Schutz von Neugeborenen, deren Mütter mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert sind.

2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON FOVEPTA BEACHTEN?

Bitte lesen Sie diesen Abschnitt sorgfältig durch. Sie und Ihr Arzt sollten alle hier genannten Punkte gründlich bedenken, bevor bei Ihrem Kind mit der Fovepta-Behandlung begonnen wird.

Fovepta darf nicht angewendet werden,

- wenn Ihr Kind überempfindlich (allergisch) gegenüber Immunglobulin vom Menschen oder einem der sonstigen Bestandteile von Fovepta ist.

Mögliche Anzeichen einer allergischen Reaktion sind plötzliche pfeifende Atmung, Atemnot, beschleunigter Puls, Schwellung der Augenlider, des Gesichts, der Lippen, Kehle oder Zunge sowie Hautausschlag oder Juckreiz.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fovepta ist erforderlich

Fovepta ist zur subkutanen und intramuskulären Injektion bestimmt, also zum Spritzen unter die Haut oder in den Muskel. Wenn das Arzneimittel in eine Vene oder ein sonstiges Blutgefäß gespritzt wird, kann das einen allergischen Schock hervorrufen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. das medizinische Fachpersonal vor Behandlungsbeginn,

-    wenn Ihnen gesagt wurde, dass Ihr Kind Antikörper gegen Immunglobuline des Typs IgA im Blut hat. Dies ist sehr selten und kann zu allergischen Reaktionen führen.

Ihr Kind reagiert möglicherweise überempfindlich (allergisch) auf Immunglobuline (Antikörper)

. Insbesondere dann, wenn es nicht genug Immunglobuline vom Typ IgA im Blut hat, können allergische Reaktionen auftreten, z. B. ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks oder ein Schock.

Ihr Kind wird kurz nach der Fovepta-Injektion aufmerksam beobachtet, um sicherzustellen, dass keine Reaktion bei ihm auftritt. Informieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine solche Reaktion nach der Fovepta-Injektion bei Ihrem Kind bemerken.

Zur Sicherheit Ihres Kindes werden regelmäßig seine Antikörperspiegel überwacht.

Informationen über das Ausgangsmaterial für Fovepta und die Möglichkeit der Übertragung von Infektionserregern:

Das Ausgangsmaterial, aus dem Fovepta gewonnen wird, ist humanes Blutplasma (der flüssige Anteil von menschlichem Blut).

Wenn Arzneimittel aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellt werden, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass Infektionen auf die Patienten übertragen werden. Diese beinhalten:

-    die sorgfältige Auswahl der Blut- und Plasmaspender, um sicherzustellen, dass alle ausgeschlossen werden, bei denen das Risiko einer Infektion besteht, und

-    die Prüfung jeder einzelnen Spende und des gesammelten Plasmas auf Anzeichen von Viren/Infektionen.

Die Hersteller dieser Arzneimittel binden außerdem in den Verarbeitungsprozess Schritte ein, mit denen sie Viren im Plasma inaktivieren oder entfernen. Trotz dieser Maßnahmen kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass bei der Gabe von Arzneimitteln, die aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellt sind, Krankheitserreger übertragen werden können. Dies gilt auch für bisher unbekannte oder neu entstandene Viren oder andere Infektionserreger.

Die ergriffenen Maßnahmen werden als wirksam gegenüber umhüllten Viren wie das menschliche Immunschwächevirus (HIV), das Hepatitis-B-Virus (HBV) und das Hepatitis-C-Virus (HCV) und für das nicht umhüllte Hepatitis-A-Virus betrachtet. Die Viruseliminierung/ -inaktivierung ist möglicherweise bei nicht umhüllten Viren wie Parvovirus B19 (Erreger der Ringelröteln) von begrenztem Wert.

Immunglobuline wie Fovepta werden bislang nicht mit einer Hepatitis-A- oder Parvovirus-B19-Infektion in Verbindung gebracht. Dies beruht möglicherweise darauf, dass die in dem Arzneimittel enthaltenen Antikörper gegen diese Infektionen eine schützende Wirkung haben.

Es wird dringend empfohlen, bei der Anwendung von Fovepta den Namen und die Chargenbezeichnung des Arzneimittels zu notieren, um die Rückverfolgung der verwendeten Charge sicherzustellen.

Bei Anwendung von Fovepta mit anderen Arzneimitteln

Ihr Arzt bzw. das medizinische Fachpersonal sollte informiert sein, wenn Ihrem Kind andere Arzneimittel gegeben worden sind .

Impfungen

Fovepta kann über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten die Wirksamkeit verschiedener Impfstoffe (Masern, Röteln, Mumps, Windpocken) herabsetzen.

Sie müssen möglicherweise mindestens drei Monate nach der Fovepta-Injektion abwarten, bevor Ihr Kind geimpft werden kann.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über die Behandlung mit Fovepta bevor Ihr Kind geimpft werden soll. Blutuntersuchungen

Fovepta kann die Ergebnisse verschiedener Blutuntersuchungen (serologischer Untersuchungen) verändern. Informieren Sie den Arzt über die Behandlung Ihres Kindes mit Fovepta, bevor jegliche Blutuntersuchungen durchgeführt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Nicht zutreffend

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend

3. WIE IST FOVEPTA ANZUWENDEN?

Fovepta ist zur subkutanen oder intramuskulären Injektion vorgesehen, also zum Spritzen unter die Haut oder in den Muskel und wird von einem Arzt/ einer Ärztin oder einer Krankenschwester/ einem Krankenpfleger verabreicht. Der Inhalt einer Spritze ist nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen. Das Arzneimittel darf nicht in ein Blutgefäß gespritzt werden. Falls Blutungsstörungen bekannt sind oder der Verdacht auf Blutungsstörungen besteht, sollte die Verabreichung subkutan erfolgen.

Fovepta wird Ihrem Kind innerhalb von 12 Stunden nach der Geburt gegeben. Eine Hepatitis-B-Schutzimpfung wird dringend empfohlen. Die erste Impfdosis kann am selben Tag wie Fovepta verabreicht werden, wobei die Injektion an unterschiedlichen Stellen erfolgen muss.

Wenn eine größere Menge Fovepta angewendet wurde, als es sollte

Es sind keine Folgen einer Überdosierung bekannt. Sprechen Sie dennoch sofort mit Ihrem Arzt bzw. dem medizinischen Fachpersonal oder Ihrem Apotheker, wenn bei Ihrem Kind mehr als die verschriebene Dosis Fovepta angewendet wurde.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Fovepta Nebenwirkungen haben, wobei diese jedoch nicht bei jedem auftreten.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihrem Kind bemerken:

-    Hautausschlag

-    Juckreiz

-    pfeifende Atmung

-    Atemnot

-    Schwellungen der Augenlider, des Gesichts, der Lippen, Kehle oder Zunge

-    niedriger Blutdruck, beschleunigter Puls

Dies kann eine allergische Reaktion (Überempfindlichkeitsreaktion) oder eine schwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock) sein.

Häufigkeit zu Nebenwirkungen sind auf Grundlage der verfügbaren Daten aus klinischen Studien nicht abschätzbar.

Die folgenden Nebenwirkungen sind bei Gabe von Hepatitis-B-Immunglobulinen bekannt:

-    An der Einstichstelle: Schwellung, Schmerzempfindlichkeit, Rötung, Verhärtung der Haut, örtliche Erwärmung, Juckreiz und Hautausschlag.

-    Überempfindlichkeit

-    anaphylaktischer Schock / allergischer Schock

-    Kopfschmerzen

-    Beschleunigter Puls

-    Niedriger Blutdruck

-    Übelkeit

-    Erbrechen

-    Hautreaktion

-    Hautrötung

-    Juckreiz

-    Gelenkschmerzen

-    Fieber

-    Unwohlsein

-    Schüttelfrost

Ihr Kind sollte während der Injektion aufmerksam beobachtet und auf das Auftreten jeglicher Symptome geachtet werden. Bei Auftreten jeglicher Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Injektion sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, das medizinische Fachpersonal oder Ihren Apotheker,

wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Ihr Kind erheblich beeinträchtigt oder Sie eine Nebenwirkung bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben ist.

5.    WIE IST FOVEPTA AUFZUBEWAHREN?

-    Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

-    Fovepta darf nach dem auf dem Umkarton und dem Spritzenetikett nach „Verwendbar bis:“ bzw. „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr angewendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

-    Kühl lagern und transportieren (2°C-8°C).

-    Nicht einfrieren.

-    Das Behältnis im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

-    Fovepta muss vor Gebrauch auf Raumtemperatur erwärmt werden (ca. 23°C-27°C). Nach dem Öffnen der Spritze soll die Lösung sofort verabreicht werden.

-    Fovepta darf nicht verwendet werden, wenn die Lösung trüb ist oder Teilchen enthält.

-    Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend der nationalen Anforderungen zu entsorgen.

6.    WEITERE INFORMATIONEN

Was Fovepta enthält

-    Der Wirkstoff von Fovepta ist Hepatitis-B-Immunglobulin vom Menschen 500 I.E./ml.

-    Fovepta enthält 150 mg/ml Plasmaprotein vom Menschen, davon mindestens 96% Immunglobulin G (IgG). Der Höchstgehalt an Immunglobulin A (IgA) beträgt 6 mg/ml.

-    Die sonstigen Bestandteile sind Glycin und Wasser für Injektionszwecke.

Wie Fovepta aussieht und Inhalt der Packung

Fovepta ist eine Injektionslösung in einer Fertigspritze (200 I.E. in 0,4 ml). Die Farbe der Lösung kann

von klar bis blassgelb oder hellbraun variieren.

Biotest Pharma GmbH

Landsteinerstrasse 5 63303 Dreieich Tel.-Nr.: + 49 6103 801-0 Fax-Nr.: + 49 6103 801-150 / -727

Herkunftsländer des Blutplasmas

Belgien, Deutschland, Österreich, Schweiz, Ungarn und USA

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im März 2012.

DIE FOLGENDEN INFORMATIONEN SIND NUR FÜR ÄRZTE BZW. MEDIZINISCHES FACHPERSONAL BESTIMMT:

Art der Anwendung

Fovepta ist subkutan oder intramuskulär zu verabreichen.

Ist eine gleichzeitige Impfung erforderlich, muss die die Injektion an unterschiedlichen Stellen erfolgen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen

Es ist sicherzustellen, dass Fovepta nicht intravasal injiziert wird, da die Gefahr eines Schocks besteht.

Fovepta enthält eine geringe Mengen an IgA. Bei Patienten mit IgA-Mangel besteht die Möglichkeit, dass sie IgA-Antikörper ausbilden und nach Verabreichung von IgA-haltigen Blutbestandteilen eine anaphylaktische Reaktion zeigen. Der Arzt muss daher den Nutzen der Fovepta-Therapie gegen das potenzielle Risiko von Überempfindlichkeitsreaktionen abwägen.

Selten kann es durch humanes Hepatitis-B-Immunglobulin zu Blutdruckabfall mit anaphylaktischen Reaktionen kommen, selbst bei Patienten, die bei früheren Immunglobulin-Gaben keine Überempfindlichkeitsreaktionen gezeigt haben.

Es wird dringend empfohlen, bei der Fovepta-Infusion den Namen des Patienten sowie die Chargenbezeichnung des Präparates zu dokumentieren.

Bei Verdacht auf eine allergische oder anaphylaktische Reaktion muss die Injektion sofort abgebrochen werden. Bei einem Schock sind die aktuellen medizinischen Standardmaßnahmen für eine Schockbehandung anzuwenden.

Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Es dürfen keine anderen Präparate in die FoveptaLösung gegeben werden, da eine Änderung der Elektrolytkonzentration oder des pH-Wertes zu einer Ausfällung oder Denaturierung der Proteine führen kann.

Hinweise für die Handhabung und Entsorgung

Nach Ablaufs des auf dem Etikett und auf der Umverpackung angegebenen Verfallsdatums darf

Fovepta nicht mehr verwendet werden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des jeweiligen Monats.

Fovepta muss vor der Anwendung auf Raum- oder Körpertemperatur gebracht werden.

Die Lösung muss klar oder leicht opaleszent sein. Keine Lösungen verwenden, die trübe sind oder einen Bodensatz aufweisen.

Nach dem Öffnen des Behältnisses ist das Präparat sofort zu verbrauchen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Dosierung

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Empfehlungen:

Hepatitis-B -Prophylaxe bei Neugeborenen von mit dem Hepatitis-B -Virus infizierten Müttern:

Bei der Geburt bzw. möglichst frühzeitig nach der Geburt (innerhalb von 12 Stunden): 200 I.E.

Die Gabe von Hepatitis B Immunglobulinen kann nach erfolgter Schutzimpfung bis zum Eintritt einer Serokonversion wiederholt werden.

In allen diesen Situationen wird eine Hepatitis-B-Schutzimpfung dringend empfohlen. Die erste Impfdosis kann am selben Tag wie Hepatitis B Immunglobulin vom Menschen verabreicht werden, wobei die Injektion an unterschiedlichen Stellen erfolgen muss. Bei Personen, die nach der Impfung keine Immunantwort gezeigt haben (kein messbarer Hepatitis-B-Antikörpertiter) und bei denen weiterhin eine Prävention erforderlich ist, kann die Gabe von 8 I.E. (0,16 ml)/Kg bei Kindern alle 2 Monate in Betracht gezogen werden; als minimaler protektiver Antikörpertiter gilt 10 mI.E./ml.

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