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Legapas Tropfen

Document: 05.08.2011   Gebrauchsinformation (deutsch) change

Ersatzlieferung aufgrund der Änderungsanzeige vom 05.08.2011

Bezeichnung des Arzneimittels: LEGAPAS® Tropfen

Darreichungsform: Flüssigkeit

Datum der Erstellung: 05.08.2011

Zul.-Nr.: 6737114.00.00


Seite 11


Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben





Gebrauchsinformation: Information für den Anwender



LEGAPAS®Tropfen,Flüssigkeit

Pflanzliches Abführmittel

Wirkstoff: Cascararinde-Fluidextrakt


Zur Anwendung bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren



Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.

Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss LEGAPAS®Tropfenjedoch vorschriftsgemäß angewendet werden.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist LEGAPAS®Tropfenund wofür wird es angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Einnahme von LEGAPAS®Tropfenbeachten?

3. Wie ist LEGAPAS®Tropfeneinzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist LEGAPAS®Tropfenaufzubewahren?

6. Weitere Informationen



1. WAS IST LEGAPAS®TROPFENUND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


LEGAPAS®Tropfenist ein pflanzliches stimulierendes Abführmittel.


Anwendungsgebiete: Zur kurzfristigen Anwendung bei Verstopfung (Obstipation).

Bei einer Verstopfung, die länger als 1 Woche andauert, ist ein Arzt aufzusuchen.



2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON LEGAPAS®TROPFENBEACHTEN?



LEGAPAS®Tropfendarf nicht eingenommen werden:

- Wegen unzureichender toxikologischer Untersuchungen ist LEGAPAS®Tropfen in Schwangerschaft und Stillzeit nicht einzunehmen.


Bei gleichzeitiger Einnahme von bestimmten, den Herzmuskel stärkenden Arzneimitteln (Herzglykosiden), Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika), Arzneimitteln, die die Harnausscheidung steigern (Diuretika), Cortison und Cortison-ähnlichen Substanzen (Nebennierenrindensteroiden) und Süßholzwurzel darfLEGAPAS®Tropfen erst nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden


Besondere Vorsicht bei der Einnahme von LEGAPAS®Tropfen ist erforderlich bei:

Eine über die kurz dauernde Anwendung hinausgehende Einnahme die Darmtätigkeit anregender (stimulierender) Abführmittel kann zu einer Verstärkung der Darmträgheit führen. Das Präparat sollte nur dann eingesetzt werden, wenn die Verstopfung durch die Ernährungsumstellung oder durch Quellstoffpräparate nicht zu beheben ist.


Hinweis: Bei inkontinenten Erwachsenen (mit unkontrolliertem Stuhlabgang) sollte bei Einnahme von LEGAPAS®Tropfen ein längerer Hautkontakt mit dem Kot durch Wechseln der Vorlage vermieden werden.


Kinder:

Siehe unter Gegenanzeigen


Bei Einnahme von LEGAPAS®Tropfen mit anderen Arzneimitteln:

Bei andauerndem Gebrauch oder Missbrauch ist durch Kaliummangel eine Verstärkung der Wirkung bestimmter, den Herzmuskel stärkender Arzneimittel (Herzglykoside) sowie eine Beeinflussung der Wirkung von Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika) möglich. Die Kaliumverluste können durch gleichzeitige Anwendung von bestimmten Arzneimitteln, die die Harnausscheidung steigern (Diuretika), Cortison und Cortison-ähnlichen Substanzen (Nebennierenrindensteroide) oder Süßholzwurzel verstärkt werden.


Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungs­pflichtige Arzneimittel handelt.


Schwangerschaft und Stillzeit:

Siehe unter Gegenanzeigen.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.


Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von LEGAPAS®Tropfen:

Enthält 23 Vol.-% Alkohol.




3. WIE IST LEGAPAS®TROPFENEINZUNEHMEN?

Nehmen Sie LEGAPAS®Tropfenimmer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.


Die höchste tägliche Aufnahme darf nicht mehr als 30 mg Hydroxy­anthracenderivate betragen, das entspricht 50 Tropfen LEGAPAS® Tropfen. 50 Tropfen = 1,7 ml.


Soweit nicht anders verordnet:

Erwachsene und Kinder über 12 Jahren nehmen einmal täglich vormittags oder abends 30-50 Tropfen auf eine halbe Tasse heißes Wasser ein.

Die persönlich richtige Dosierung ist die geringste, die erforderlich ist, um einen weichgeformten Stuhl zu erhalten. Die Wirkung tritt nach 8 - 12 Stunden ein.


Dauer der Anwendung:

Hinweis:Stimulierende Abführmittel dürfen ohne ärztlichen Rat nicht über einen längeren Zeitraum (mehr als 1-2 Wochen) eingenommen werden.



Wenn Sie eine größere Menge von LEGAPAS®Tropfen eingenommen haben, als Sie sollten:

Bei versehentlicher oder beabsichtigter Überdosierung können schmerzhafte Darmkrämpfe und schwere Durchfälle mit der Folge von Wasser- und Salzverlusten sowie eventuell starke Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Bei Überdosierung benachrichtigen Sie bitte umgehend einen Arzt. Er wird entscheiden, welche Gegenmaßnahmen (z.B. Zuführung von Flüssigkeit und Salzen) gegebenenfalls erforderlich sind.



Wenn Sie die Einnahme von LEGAPAS®Tropfen vergessen haben:

Bei Einnahme zu geringer Mengen von LEGAPAS®Tropfen oder wenn Sie die Einnahme von LEGAPAS®Tropfenvergessen haben, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht etwa die doppelte Menge, sondern führen Sie die Einnahme, wie von Ihrem Arzt verordnet oder in der Dosierungsanleitung beschrieben, fort.



4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann LEGAPAS®TropfenNebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar



Mögliche Nebenwirkungen:


Sehr selten kann es zu krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden kommen. In diesen Fällen ist eine Verminderung der Dosis erforderlich. Im Laufe der Behandlung kann eine harmlose Rotfärbung des Harns auftreten.

Bei lang dauerndem Gebrauch oder höherer Dosierung (Missbrauch) kann es zu Störungen des Wasser- und Salzhaushaltes kommen. Auftretende Durchfälle können insbesondere zu Kalium­verlusten führen. Der Kaliumverlust kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskel­schwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden (den Herzmuskel stärkende Arzneimittel), Diuretika (die Harnausscheidung steigernde Arzneimittel) und Cortison und Cortison-ähnlichen Substanzen (Nebennierenrindensteroide). Bei langandauerndem Gebrauch kann es zur Ausscheidung von Eiweiß und Blut im Urin kommen. Weiterhin kann eine Verfärbung der Darmschleimhaut (Pseudomelanosis coli) auftreten, die sich nach Absetzen des Präparates in der Regel zurückbildet.


Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigen oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchs­information angegeben sind.



5. WIE IST LEGAPAS®TROPFEN AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.


Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis nach „Verw.bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.


Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht über 25°C aufbewahren.


Bei LEGAPAS®Tropfen können aufgrund des hohen Extraktgehaltes natürliche Trübungen und Ausflockungen auftreten. Bitte schütteln Sie in diesem Fall den Inhalt der Flasche kurz auf und bewahren Sie die Flasche nach Gebrauch stets gut verschlossen und vor Licht geschützt auf.


Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung:

Haltbarkeit nach Anbruch: 14 Tage, bei Lagerung im Kühlschrank.




6. WEITERE INFORMATIONEN


Was LEGAPAS®Tropfenenthält:


Zusammensetzung:1 g (= 1 ml = 30 Tropfen) enthalten: Arzneilich wirksamer Bestandteil: Fluidextrakt (1:1,0-1,2) aus Cascararinde 500 mg, entsprechend 20 mg Hydroxyanthracen-Glykoside, berechnet als Cascarosid A, Auszugsmittel: Ethanol 30 % (m/m).

Sonstige Bestandteile: Ethanol 90 % (V/V), gereinigtes Wasser.

Enthält 23 Vol.-% Alkohol.




Wie LEGAPAS®Tropfen aussieht und Inhalt der Packung:

Braune Glasflasche mit dunkelbrauner Flüssigkeit.

LEGAPAS®Tropfen ist in Packungen mit 20 ml und 45 ml Flüssigkeiterhältlich.


Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.



Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

PASCOE pharmazeutische Präparate GmbH, Schiffenberger Weg 55, D-35394 Giessen bzw. Großempfängerpostleitzahl D-35383 Giessen, Tel.: +49 (0)641/7960-0, Telefax: +49 (0)641/7960-109, e-mail: info@pascoe.de.


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im August 2011.





Weitere Informationen für den Patienten


Wirkungsweise:

LEGAPAS®Tropfen ist ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung von Verstopfung. Die pharma­kologische Wirkung von LEGAPAS®Tropfen ist folgende:


Die in LEGAPAS®Tropfen enthaltenen Hydroxyanthracen-Glykoside bewirken eine Anregung der Darmbewegungen und über eine Volumenzunahme des Darminhaltes eine Verstärkung des Füllungsdrucks.


Was Sie sonst noch tun können:

- Ernähren Sie sich ballaststoffreich (Gemüse, Vollkornprodukte).

- Meiden Sie Weißmehlprodukte und Süßigkeiten.

- Bewegen Sie sich mehr (bereits ein Spaziergang kann bei der Verdauung helfen!).