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Levothyroxin-Natrium Aristo 100 Mikrogramm/ 5ml Lösung Zum Einnehmen

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FACHINFORMATION


1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS


Levothyroxin-Natrium Aristo 100 Mikrogramm / 5 ml Lösung zum Einnehmen


2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG


5 ml Levothyroxin-Natrium Aristo 100 Mikrogramm / 5 ml Lösung zum Einnehmen enthalten 100 Mikrogramm Levothyroxin-Natrium.


Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (Ph.Eur.) (E 219), Glycerol.


Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.


3. DARREICHUNGSFORM


Lösung zum Einnehmen.

Klare, farblose Flüssigkeit.


4. KLINISCHE ANGABEN


4.1 Anwendungsgebiete


Levothyroxin-Natrium Aristo Lösung zum Einnehmen ist angezeigt bei:


4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


Erwachsene und Jugendliche


Die Behandlung jeder Schilddrüsenerkrankung sollte unter Berücksichtigung des klinischen Ansprechens und der Ergebnisse biochemischer Untersuchungen und regelmäßiger Kontrollen individuell festgelegt werden.


Die individuelle Tagesdosis sollte anhand von Laborwerten und klinischen Untersuchungen festgelegt werden. Da eine Reihe von Patienten erhöhte T4- und fT4-Konzentrationen aufweisen, stellt der TSH-Basalwert (Basalkonzentrationdes Thyreoidea-stimulierenden Hormons im Serum) eine zuverlässigere Basis für die Therapie- bzw. Verlaufskontrolle dar.


Patienten, die von der Lösung zum Einnehmen auf die Tablettenformulierung oder von der Tablettenformulierung auf die Lösung zum Einnehmen umgestellt werden, sollten engmaschig überwacht werden.


Levothyroxin wird vorzugsweise als Einmalgabe auf nüchternen Magen, in der Regel vor dem Frühstück, eingenommen.


Hypothyreose (angeboren oder erworben)


Erwachsene, Kinder über 12 Jahre


Initialdosis:

50 – 100 Mikrogramm täglich

vor dem Frühstück.

Übliche Erhaltungsdosis:

100 – 200 Mikrogramm täglich.


Die Initialdosis wird alle 3 – 4 Wochen in Schritten von jeweils 25 bis 50 Mikrogramm so lange angepasst, bis anhand des klinischen Ansprechens und der Messwerte der Thyroxin- und TSH-Plasmaspiegel darauf geschlossen werden kann, dass der Schilddrüsenhormonmangel behoben und der Patient auf seine Erhaltungsdosis eingestellt ist.


Nichttoxische diffuse Struma oder Strumalymphomatosa Hashimoto (Hashimoto-Thyreoiditis)


Die empfohlene Dosis beträgt 50 – 200 µg/Tag.


Suppressionstherapie beim Schilddrüsenkarzinom


Die empfohlene Dosis beträgt 150 – 300 µg/Tag.


Bei älteren Patienten, bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit sowie bei Patienten mit schwerer oder bereits seit langem bestehender Hypothyreose ist zu Beginn der Therapie mit Schilddrüsenhormonen besondere Vorsicht geboten, d. h. es ist mit einer niedrigen Initialdosis (zum Beispiel 12,5 Mikrogramm/Tag) zu beginnen, welche anschließend langsam und in längeren Zeitabständen (z. B.durch allmähliche Dosissteigerung um 12,5 Mikrogramm/Tag alle 14 Tage) unter häufiger Kontrolle der Schilddrüsenhormone zu erhöhen ist. Daher ist eine Dosierung unterhalb der zur Erzielung einer vollständigen Schilddrüsenhormonsubstitution erforderlichen optimalen Dosierung in Erwägung zu ziehen, mit der sich dann jedoch keine vollständige Korrektur des TSH-Spiegels erzielen lässt.


Kinder


Die Erhaltungdosis liegt bei angeborener und erworbener Hypothyreose im Allgemeinen bei 100 – 150 Mikrogramm Levothyroxin-Natrium/m2Körperoberfläche pro Tag.


Bei Neugeborenen und Kindern mit angeborener Hypothyreose, die eine rasche Substitution erfordert, wird eine Anfangsdosis von 10 bis 15 Mikrogramm Levothyroxin-Natrium/kg Körpergewicht pro Tag für die ersten 3 Monate empfohlen. Anschließend sollte die Dosis individuell anhand der klinischen Befunde und der Schilddrüsenhormon- und TSH-Werte angepasst werden.


Bei Kindern mit erworbener Hypothyreose wird eine Anfangsdosis von 12,5 – 50 Mikrogramm Levothyroxin-Natrium pro Tag empfohlen. Die Dosis sollte anhand der klinischen Befunde und der Schilddrüsenhormon- und TSH-Werte schrittweise alle 2 bis 4 Wochen erhöht werden, bis die zur kompletten Substitution erforderliche Dosis erreicht ist.


Art der Anwendung:
Kinder erhalten die gesamte Tagesdosis mindestens eine halbe Stunde vor der ersten Tagesmahlzeit.


Dauer der Anwendung


Bei Hypothyreose, nichttoxischer diffuser Struma und Strumalymphomatosa Hashimoto (Hashimoto-Thyreoiditis) erfolgtdie Behandlung in der Regel lebenslänglich.


Bei Patienten mit nichttoxischer diffuser Struma und normalen T4- und TSH-Spiegeln kann die Behandlung mit Levothyroxin erwogen werden. Wenn nach 6 bis 12 Monaten keine nennenswerte Größenabnahme der Struma festgestellt wird, sollte die Thyroxin-Behandlung abgesetzt werden.


4.3 Gegenanzeigen



4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Schilddrüsentherapien sollten bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Myokardinsuffizienz und Hypertonie mit Vorsicht angewendet werden.


Eine Schilddrüsenhormonsubstitution sollte bei älteren Patientenund bei Patienten mit schwerer, bereits seit langem bestehender Hypothyreose einschleichend begonnen werden. Bei Vorliegen von Symptomen einer Myokardinsuffizienz oder bei EKG-Hinweisen auf einen Myokardinfarktist besondere Vorsicht geboten, und aus ähnlichen Gründen sollte die Behandlung der Hypothyreose auch bei älteren Patienten vorsichtig begonnen werden.


Patienten mit Nebenniereninsuffizienz können auf die Behandlung mit Levothyroxin ungünstig reagieren. Daher empfiehlt es sich, vor der Levothyroxingabe mit einer Kortikosteroidtherapie zu beginnen.


Vorsicht ist auch bei der Anwendung von Levothyroxin bei Diabetikern oder Patienten, die mit Glykosiden behandelt werden, geboten.


Eine subklinische Hyperthyreose kann mit einem Verlust an Knochenmasse einhergehen. Zur Minimierung des Osteoporoserisikos sollte die Dosierung von Levothyroxin-Natrium auf die niedrigst mögliche wirksame Konzentrationtitriert werden. Die Eltern von Kindern, die ein Schilddrüsenmittel erhalten, sollten darauf hingewiesen werden, dass es in den ersten Behandlungsmonaten zu einem teilweisen Haarverlust kommen kann. Dieser Effekt istjedoch in der Regel nur vorübergehend, so dass die Haare normalerweise wieder nachwachsen.


Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz oder Tachyarrhythmien muss selbst eine geringfügige arzneimittelbedingte Hyperthyreose vermieden werden. Daher müssen in diesen Fällen häufige Kontrollen der Schilddrüsenhormonparameter vorgenommen werden.


Bei sekundärer Hypothyreose muss die Ursache vor der Durchführung einer Schilddrüsenhormonsubstitution abgeklärt werden; gegebenenfalls ist beim Vorliegen einer kompensierten Nebenniereninsuffizienz mit einer entsprechenden Substitutionstherapie zu beginnen.


Bei Verdacht auf Schilddrüsenautonomie ist vor der Behandlung ein TRH-Test oder eine Suppressionsszintigraphie durchzuführen.


Außer als begleitende Substitutionsbehandlung während einer thyreostatischen Therapie wegen Hyperthyreose sollte Levothyroxin bei hyperthyreoten Zuständen nicht angewendet werden.


Schilddrüsenhormone sind zur Gewichtsreduktion nicht geeignet. Physiologische Dosen bewirken bei euthyreoten Personen keine Gewichtsabnahme. Supraphysiologische Dosen können schwere oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen hervorrufen (siehe Abschnitt 4.9).


Ein vor Therapiebeginn geschriebenes EKG ist sinnvoll, da hypothyreosebedingte Veränderungen als Hinweise auf eine Ischämie fehlinterpretiert werden können. Wird eine zu starke Beschleunigung des Stoffwechsels ausgelöst (mit den Folgeerscheinungen Durchfall, Nervosität, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Tremor sowie in manchen Fällen beim Vorliegen einer latenten Myokardischämie auch pektanginöse Beschwerden), ist die Dosis zu reduzieren oder das Arzneimittelfür 1 – 2 Tage abzusetzen und anschließendin einer geringeren Dosis wieder anzusetzen.


Dieses Arzneimittelenthält:


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen



Proteasehemmer

Proteasehemmer (z. B.Ritonavir, Indinavir, Lopinavir) können die Wirkung von Levothyroxin beeinflussen. Engmaschige Kontrollen der Schilddrüsenhormonparameter werden empfohlen. Gegebenenfallsmuss die Levothyroxindosis angepasst werden.


Sevelamer

Sevelamer kann die Resorption von Levothyroxin vermindern. Daher wird empfohlen, die Patienten zu Beginn bzw. am Ende der gleichzeitigen Therapie auf Veränderungen der Schilddrüsenfunktion zu kontrollieren. Gegebenenfallsmuss die Levothyroxindosis angepasst werden.


Tyrosinkinase-Inhibitoren

Tyrosinkinase-Inhibitoren (z. B.Imatinib, Sunitinib) können die Wirksamkeit von Levothyroxin vermindern. Daher wird empfohlen, die Patienten zu Beginn bzw. am Ende der gleichzeitigen Therapie auf Veränderungen der Schilddrüsenfunktion zu kontrollieren. Gegebenenfallsmuss die Levothyroxindosis angepasst werden.


Propylthiouracil, Glukokortikoide, Beta-Sympatholytika, Amiodaron und jodhaltige Kontrastmittel

Diese Substanzen hemmen die periphere Umwandlung von T4 in T3.

Wegen seines hohen Jodgehalts kann Amiodaron sowohl eine Hyperthyreose als auch eine Hypothyreose auslösen. Zur besonderen Vorsicht wird geraten bei Struma nodosa mit möglicherweise unerkannter Autonomie.


Enzyminduzierende Arzneimittel

Enzyminduzierende Arzneimittelwie Barbiturate oder Carbamazepin können die hepatische Clearance von Levothyroxin erhöhen.


Sojahaltige Präparate

Sojahaltige Präparate können die Resorption von Levothyroxin im Darm vermindern. Daher kann insbesonderezu Beginn bzw. nach Beendigung einer Ernährung mit Sojasupplementen eine Anpassung der Dosierung von Levothyroxin-Natrium Aristo Lösung zum Einnehmen erforderlichsein.


4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit


Schwangerschaft

Frauen, bei denen unter der Behandlung der Hypothyreose mit einer Erhaltungsdosis eine Schwangerschaft eintritt, müssen engmaschig überwacht werden. Levothyroxin-Natrium ist im zweiten und dritten Trimenon eher schlecht plazentagängig, im ersten Drittel der Schwangerschaft kann die Plazentagängigkeit aber eventuell besser sein. Für Levothyroxin-Natrium sind weder kanzerogene noch teratogene Wirkungen bekannt.


Die Behandlung mit Levothyroxin sollte insbesonderewährend der Schwangerschaft und Stillzeit konsequent fortgesetzt werden. Der Dosierungsbedarf kann sich während der Schwangerschaft sogar erhöhen.


Die Erfahrung zeigt, dass es im empfohlenen therapeutischen Dosisbereich beim Menschen keine Anhaltspunkte für eine arzneimittelbedingte Teratogenität und/oder Fetotoxizität gibt. Übermäßig hohe Levothyroxin-Dosierungen während der Schwangerschaft können sich auf die fetale und postnatale Entwicklung eventuell negativ auswirken.


Eine Kombinationstherapie mit Levothyroxin und einem Thyreostatikum zur Behandlung der Hyperthyreose ist während der Schwangerschaft nicht angezeigt. Eine solche Kombination würde höhere Thyreostatikadosen erfordern, von denen Plazentagängigkeit und die Auslösung von Hypothyreose beim Säugling bekannt sind.


Diagnostische Schilddrüsensuppressionstests dürfen während der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden, da die Applikation radioaktiver Substanzen bei Schwangeren kontraindiziert ist.


Stillzeit

Levothyroxin geht während der Stillzeit in die Muttermilch über, jedoch reichen die im empfohlenen therapeutischen Dosisbereich erreichten Konzentrationen nicht aus, um die Entwicklung einer Hyperthyreose oder die Suppression der TSH-Ausschüttung beim Säugling hervorzurufen. Levothyroxin kann während der Stillzeit angewendet werden.


4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen


Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Da Levothyroxin jedoch mit dem natürlichen Schilddrüsenhormon identisch ist, ist nicht damit zu rechnen, dass Levothyroxin-Natrium Aristo Lösung zum Einnehmen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen Auswirkungen hat.


4.8 Nebenwirkungen


Die folgenden Nebenwirkungen sind in der Regel auf eine übermäßig hohe Dosierung zurückzuführen und entsprechen der Hyperthyreose-Symptomatik:


Herzrhythmusstörungen, pektanginöse Beschwerden, Tachykardie, Zephalalgie, Menstruationsstörungen, Pseudotumor cerebri, Krämpfe in der Skelettmuskulatur, Kopfschmerzen, Unruhe, Erregbarkeit, Fieberanfälle, Schweißausbrüche, Durchfall, übermäßiger Gewichtsverlust und Muskelschwäche, Schlaflosigkeit, Tremor, Fieber, Erbrechen, Palpitationen und Hitzeintoleranz.


In der Regel verschwinden diese Reaktionen nach einer Dosisreduktion oder nach dem Absetzen der Behandlung.


Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlag, Pruritus und Ödemen wurden ebenfalls berichtet.


Über Schilddrüsenkrisen wurde nach massiver oder chronischer Intoxikation gelegentlich berichtet, und es kam zu Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Koma und Tod.


Natriummethyl-4-hydroxybenzoat kann Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.


4.9 Überdosierung


Ein erhöhter T3-Wert ist ein zuverlässigerer Indikator einer Überdosierung als erhöhte T4- oder fT4-Werte.


Bei einer Überdosierung kommt es zu Symptomen einer deutlich erhöhten Stoffwechselaktivität(siehe Abschnitt 4.8). Je nach dem Ausmaß der Überdosierung wird dem Patienten empfohlen, das Arzneimittelabzusetzen und sich einer Kontrolluntersuchung zu unterziehen.


Die Symptome können sich als ausgeprägte beta-adrenerge Wirkungen wie Tachykardie, Angstzustände, Agitiertheit und Hyperkinesie manifestieren. Die Symptome können mit Betablockern gemindert werden. Bei extremen Dosen kann eine Plasmapherese sinnvoll sein.


Nach einer Überdosierung beim Menschen (in Suizidabsicht) wurden Dosen von 10 mg Levothyroxin komplikationslos toleriert.

Bei Patienten, die Levothyroxin über viele Jahre nicht bestimmungsgemäß angewendet haben, liegen einige Meldungen über plötzlichen Herztod vor.

Eine erst kurz zurückliegende orale Überdosierung kann durch Magenspülung/Auslösen von Erbrechen behandelt werden. Propranolol und weitere unterstützende Maßnahmenwerden zur Aufrechterhaltung des Kreislaufs angewendet. Thyreostatika wie Propylthiouracil und Lithium sind wegen der verzögert einsetzenden Resorption/Wirkung bei der Verhinderung einer thyreotoxischen Krise wahrscheinlich nicht wirksam.


5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Schilddrüsenhormone

ATC-Code: H03AA01


Thyroxin (T4) ist ein natürliches jodhaltiges Hormon, das in der Schilddrüse gebildet wird. In den peripheren Geweben wird T4 in das wirksamere Trijodthyronin (T3) umgewandelt. Rezeptoren für T3 finden sich auf Zellmembranen, Mitochondrien und Zellkernen. Schilddrüsenhormone werden für das normale Wachstum und die normale Entwicklung des Körpers, insbesonderedes Nervensystems, benötigt. Sie steigern den Grundumsatz des gesamten Organismus und wirken stimulierend auf Herz, Skelettmuskulatur, Leber und Niere.


Das in Levothyroxin-Natrium Aristo Lösung zum Einnehmen enthaltene synthetische Levothyroxin ist mit dem von der Schilddrüse natürlicherweise ausgeschütteten Thyroxin wirkidentisch.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Levothyroxin-Natrium wird im Magen-Darm-Trakt unvollständig und in unterschiedlichem Ausmaß resorbiert. Levothyroxin wird in der Schilddrüse, der Leber, der Niere und im Hypophysenvorderlappen umfangreich verstoffwechselt. Levothyroxin unterliegt in gewissem Umfang einem enterohepatischen Kreislauf. Levothyroxin wird teilweise zu Trijodthyronin metabolisiert. Levothyroxin wird mit dem Urin und mit den Fäzes ausgeschieden, teilweise als freier Wirkstoffund teilweise in Form von Konjugaten und dejodierten Metaboliten.

Es besitzt eine Halbwertszeitvon 7 Tagen, diese kann jedoch in Abhängigkeit vom Krankheitsbild verkürzt oder verlängert sein. Levothyroxin liegt fast vollständig an Plasmaproteine, vor allem Thyroxin-bindendes Globulin, gebunden vor; etwa 0,03 % einer Levothyroxindosis liegen ungebunden vor. Das ungebundene Levothyroxin wird in Trijodthyronin umgewandelt.

Es gibt vier Hauptstoffwechselwege:


Dejodierung zu Trijodthyronin (aktiv) – T3 – oder zu Reverse-Trijodthyronin (inaktiv). Die weitere Dejodierung von T3 führt zur Bildung von Thyroessigsäure.

Deaminierung zum Tetron.

Konjugation zum Glukuronid oder Sulfat.

Spaltung der Etherbindung mit Bildung von Dijodtyrosinen.


Der wichtigste Stoffwechselweg ist die Dejodierung. Zwischen30 und 55 % der Levothyroxindosis werden mit dem Urin und 20 bis 40 % mit den Fäzes ausgeschieden.


5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


Nicht zutreffend, weil Levothyroxin seit vielen Jahren in der klinischen Praxis eingesetzt wird und seine Wirkungen beim Menschen gut bekannt sind.


6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN


6.1 Liste der sonstigen Bestandteile


Glycerol

Citronensäure-Monohydrat

Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (Ph.Eur.) (E 219)

Natriumhydroxid

Gereinigtes Wasser


6.2 Inkompatibilitäten


Nicht zutreffend.


6.3 Dauer der Haltbarkeit


18 Monate vor Anbruch

Nach Anbruch: 8 Wochen


6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung


Nicht über 25C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.


6.5 Art und Inhalt des Behältnisses


Braune (Typ III) Glasflaschen


Verschlüsse: kindergesicherter Verschluss und Originalitätssiegel


Packungsgröße: 100 ml


Eine 5 ml Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen (Dosierungspipette aus Kunststoff) mit 0,1 ml Einteilung und ein passendes Spritzenansatzstück für die Flasche oder ein Doppellöffel 2,5/5 ml aus Kunststoff.


6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung


Keine besonderen Anforderungen.


7. INHABER DER ZULASSUNG


Aristo Pharma GmbH

Wallenroder Str. 8 – 10

13435 Berlin


8. ZULASSUNGSNUMMER(N)


88487.00.00


9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG


12.12.2012


10. STAND DER INFORMATION


März 2013


11. VERKAUFSABGRENZUNG


Verschreibungspflichtig