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Metastron

GE Healthcare


Radioaktives Arzneimittel


Fachinformation

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

MetastronTM

37 MBq/ml

Injektionslösung.

2. Qualitative und Quantitative Zusammensetzung

Der Wirkstoff ist: [89Sr]Strontiumchlorid

1 ml des Arzneimittels enthält 10,9 - 22,6 mg Strontiumchlorid bei einer Radioaktivität von 37 MBq [89Sr]Strontiumchlorid am Kalibriertermin.

Physikalische Eigenschaften des Radionuklids Strontium-89:

Physikalische Halbwertszeit 50,5 Tage

Zerfallsart β-: 1,463 MeV (100 %)

Reichweite der β--Strahlung in Gewebe 0,8 cm

Reichweite der β--Strahlung in Luft 5,4 m

Die β--Partikel werden durch Plexiglas von 6 mm Dicke vollständig absorbiert.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Injektionslösung.

Klare, farblose Lösung.

4. Klinische Angaben

4.1 Therapeutische Anwendungsgebiete

MetastronTMwird als Ergänzung oder Alternative zur externen Radiotherapie bei der palliativen Behandlung von durch Skelettmetastasen des Prostatakarzinoms hervorgerufenen Knochenschmerzen eingesetzt, wenn eine Hormontherapie nicht erfolgreich verlaufen ist.

Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Dosis für eine intravenöse Injektion beträgt 150 MBq. Bei sehr starkem oder schwachem Körperbau kann die Dosierung nach der Formel 2 MBq/kg Körpergewicht (ohne Körperfett) berechnet werden.

Für ältere Personen sind keine besonderen Dosierungen erforderlich.

Anwendung bei Kindern

Das Arzneimittel ist nicht für die Behandlung von Kindern bestimmt.

Art der Anwendung

Injektionslösung für die intravenöse Anwendung.

Eine wiederholte Anwendung sollte nicht vor Ablauf von 3 Monaten nach einer Behandlung mit MetastronTMerfolgen. Sofern nach einer MetastronTMAnwendung keine Anzeichen für einen Therapieeffekt beobachtet wurden, ist von einer Folgetherapie abzusehen.

Sofern eine Wiederholungstherapie mit MetastronTMin Betracht gezogen wird, sollten Auswirkungen der Ersttherapie auf das hämatopoetische System des Patienten, der gegenwärtige Thrombozytenstatus sowie etwaige Anhaltspunkte für eine Knochenmarkaplasie bei der Entscheidungsfindung mit angemessener Sorgfalt berücksichtigt werden.

Vorbereitung des Patienten, siehe Abschnitt 4.4.

Hinweise zur Zerfallskorrektur, siehe Abschnitt 12.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.


Bei Patienten mit schwer geschädigtem Knochenmark, insbesondere bei niedrigen Neutrophilen- und Thrombozytenzahlen, wird die Anwendung des Arzneimittels nicht empfohlen, es sei denn, dass der potentielle Nutzen der Behandlung das mit ihr verbundene Risiko rechtfertigt. MetastronTMsollte nicht zur primären Behandlung von Rückenmarkkompressionen, verursacht durch Spinalmetastasen, eingesetzt werden, für die schneller wirksame Behandlungsmethoden erforderlich sein können.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung

Bei Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich anaphylaktischer Reaktionen, darf keine weitere Zufuhr des Arzneimittels erfolgen. Falls notwendig sind entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Um im Notfall unverzüglich reagieren zu können, sollten entsprechende Instrumente (u. a. Trachealtubus und Beatmungsgerät) und Medikamente griffbereit sein.

Nutzen/Risiko Abwägung

Bei jedem Patienten ist sorgfältig zwischen dem zu erwartenden therapeutischen Nutzen und dem mit der Strahlenexposition verbundenen Risiko abzuwägen. Um die Strahlendosis so gering wie möglich zu halten, darf die zu verabreichende Aktivität nicht höher bemessen werden, als für die therapeutische Wirksamkeit erforderlich ist.


Patienten mit renaler Insuffizienz

Da MetastronTMvorwiegend renal ausgeschieden wird, ist bei Patienten mit schweren irreversiblen Nierenfunktionsstörungen das mögliche Risiko einer MetastronTM-Therapie gegen ihren möglichen Nutzen abzuwägen.


Behandlungsvoraussetzungen

Vorbereitung des Patienten

Der Patient sollte vor Beginn der Untersuchung gut hydratisiert und in den ersten Stunden nach der Behandlung so häufig wie möglich zur Entleerung der Blase aufgefordert werden.

Zur Minimierung des Risikos einer radioaktiven Kontamination von Bekleidung, Bettwäsche und Umgebung von Patienten sollten bei bestehender signifikanter Inkontinenz spezielle Vorkehrungen, wie z. B. eine Harnblasenkatheterisierung, getroffen werden.

Allgemeine Warnhinweise

Radioaktive Arzneimittel dürfen nur von berechtigten Personen in speziell dafür bestimmten klinischen Bereichen in Empfang genommen, gehandhabt und verabreicht werden. Umgang und Anwendung sowie Transport und Entsorgung unterliegen den Bestimmungen der örtlich zuständigen Aufsichtsbehörde und/oder entsprechenden Genehmigungen.

Radioaktive Arzneimittel dürfen nur unter Vorkehrungen zum Schutz vor ionisierenden Strahlen und unter Beachtung pharmazeutischer Qualitätsanforderungen zubereitet und angewendet werden.

Strontium wird hauptsächlich auf renalem Wege mit geringem biliären Anteil eliminiert. Die Patienten, die Familie und das Pflegepersonal sollten darauf hingewiesen werden, dass nach der MetastronTM-Behandlung bestimmte Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten sind, da Urin und Faezes einige Tage radioaktiv sein werden. Die Toilette sollte deshalb immer zweimal gespült werden.

Sofern post-mortem größere Anteile von Strontium-89 im Körper verblieben sein sollten, ist bei geplanter Autopsie oder Einäscherung der Rat eines Strahlenschutzsachverständigen einzuholen. Grundsätzlich ist im Regelfall kein signifikantes Risiko durch Strahlung zu erwarten.

Besondere Warnhinweise

Es wird empfohlen, vor Anwendung des Arzneimittels eine Metastasierung, z. B. durch Skelettszintigraphie mit Methylendiphosphonat [99mTc], diagnostisch abzusichern. Der hämatologische Status des Patienten sollte vor der Behandlung bestimmt werden. Dabei ist insbesondere die Thrombozytenzahl zu überprüfen. Die hämatologischen Parameter sollten außerdem regelmäßig über einen Zeitraum von mindestens 8 Wochen nach der Behandlung mit MetastronTMüberwacht werden.

Bei Patienten mit schwer geschädigtem Knochenmark, insbesondere bei niedrigen Neutrophilen- und Thrombozytenzahlen, wird die Anwendung des Arzneimittels nicht empfohlen, es sei denn, dass der potentielle Nutzen der Behandlung das mit ihr verbundene Risiko rechtfertigt. Im Allgemeinen gilt: Leukozyten > 3.000/µl, Thrombozyten > 100.000/µl und Hämoglobin (Hb) > 90g/l.

Es wird empfohlen den hämatologischen Status des Patienten während der Therapie zu monitoren. Sofern eine Wiederholung der Therapie mit MetastronTMin Betracht gezogen wird, sollten Auswirkungen der Ersttherapie auf das hämatopoetische System des Patienten, der gegenwärtige Thrombozytenstatus sowie etwaige Anhaltspunkte für eine Knochenmarkaplasie bei der Entscheidungsfindung mit angemessener Sorgfalt berücksichtigt werden.

Nach Verabreichung von MetastronTMsind bestimmte hämotoxische Wirkungen zu erwarten. Durch die Behandlung wird typischerweise die Thrombozytenzahl um ca. 30% (95%-Vertrauensbereich: 10-55%) erniedrigt. Bei besonders fortgeschrittener Krankheit kann die Absenkung deutlicher ausfallen. Das Minimum der Thrombozytendepression nach Anwendung von MetastronTMist i.d.R. nach sechs Wochen zu erwarten. Danach setzt die langsame Erholungsphase ein. Wenn keine Beeinflussung durch die Grunderkrankung oder zusätzliche Therapiemaßnahmen eintritt, wird der ursprüngliche Thrombozytenstatus ca. 6 Monate nach Behandlungsbeginn wieder erreicht.

Die Verabreichung zytotoxischer Substanzen an Patienten, die bereits mit MetastronTMtherapiert wurden, ist zulässig. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die hämatologischen Parameter stabil sind und Werte im Normalbereich gefunden werden. Ein Zeitinterval von 12 Wochen nach Beendigung der MetastronTM-Therapie wird vor der Medikation mit zytotoxischen Agenzien empfohlen.

Eine Therapie mit MetastronTMist für Patienten mit einer Lebenserwartung von weniger als 4 Wochen ungeeignet. In Anbetracht der Latenzzeit bis zum Einsetzen der palliativen Wirkung hat eine Therapie eine günstigere Auswirkung auf Patienten mit einer relativ langen Lebenserwartung.

Das Einsetzen der schmerzstillenden Wirkung des Präparates ist erst nach ca. 10 - 20 Tagen zu erwarten. Die Retention in metastatischen Knochenläsionen beträgt vermutlich 90 Tage und mehr und ist daher signifikant länger im Vergleich zu normalem Knochengewebe.

Besondere Sorgfalt ist der prätherapeutischen Überprüfung des hämatologischen Status von Patienten zu widmen, die bereits aufgrund derselben Erkrankung einer extensiven Knochenbestrahlung unterzogen und/oder mit einem anderen knochenaffinen Isotop behandelt wurden.

Bei schneller Injektion (weniger als 30 Sekunden) wurde von Patienten ein Sinnesempfinden (Hitzegefühl) ähnlich dem nach einer Kalziuminjektion beschrieben.

Hinweise zur Vermeidung von Gefahren für die Umwelt, siehe Abschnitt 6.6.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Eine Kalziumtherapie sollte mindestens zwei Wochen vor Beginn einer Behandlung mit MetastronTMabgesetzt werden.

Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Aufgrund der Indikation nicht relevant.

Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Studien über die Auswirkungen auf die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen wurden nicht durchgeführt.

Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar


Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig: Knochenmarksdepression, einschließlich schwerwiegender Thrombozytopenie, schwerwiegender Leukopenie, vermindertem Hämoglobin oder niedriger Anzahl roter Blutkörperchen (siehe Abschnitt 4.4)

Gefäßerkrankungen

Häufig: Hautrötung

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Verstärkung der Knochenschmerzen (vorübergehend)

In den ersten Tagen nach Verabreichung des Arzneimittels kann eine vorübergehende Verstärkung der Knochenschmerzen auftreten. Durch Analgetika können diese jedoch beherrscht werden. Bestimmte hämotoxische Wirkungen, einschließlich Thrombozytopenie und Leukopenie, sind nach Verabreichung von MetastronTMzu erwarten. Durch die Behandlung wird typischerweise die Thrombozytenzahl um ca. 30% gesenkt (95%-Vertrauensbereich: 10-55%). Bei einigen Patienten kann aufgrund des fortgeschrittenen Krankheitsstadiums gelegentlich eine deutlichere Absenkung der Thrombozytenzahl beobachtet werden. Eine symptomatische Therapie (Transfusion von Blut oder Blutbestandteilen) kann notwendig werden.

Ionisierende Strahlen können Krebs und Erbgutveränderungen erzeugen. Die Strahlenexposition, die mit der therapeutischen Anwendung verbunden ist, kann zu einer höheren Inzidenz sekundärer Krebserkrankungen und zu Erbgutveränderungen führen. In jedem Fall muss sichergestellt werden, dass der zu erwartende therapeutische Nutzen das Strahlenrisiko rechtfertigt. Die effektive Strahlendosis bei Gabe der maximalen empfohlenen Aktivität dieses Arzneimittels liegt bei 465 mSv.

Überdosierung

Eine Überdosierung im pharmakologischen Sinne ist bei der eingesetzten geringen Substanzmenge nicht möglich.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Radiotherapeutika, Schmerzlinderung (Knochenmetastasen), [89Sr]Strontiumchlorid,

ATC Code: V10BX01.

Die chemischen Eigenschaften des Strontium bewirken, dass es sich physiologisch ähnlich dem Kalzium verhält. Es wird schnell in proliferierendem Knochengewebe angereichert. Strontium-89 ist ein reiner β-Strahler. Die Reichweite der Strahlung im Gewebe beträgt 0,8 cm.

Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Aufnahme und Retention von Strontium-89 ist abhängig von der Skelettmetastasierung. Die Retentionszeit in metastatischen Knochenläsionen beträgt vermutlich 90 Tage und mehr. In Knochenläsionen wird Strontium mit einer im Vergleich zur physikalischen Halbwertszeit des Strontium-89 langen biologischen Halbwertszeit retiniert. Dagegen beträgt die Halbwertszeit von Strontium in normalem Knochengewebe etwa 14 Tage. Die längere Retention des Strontium-89 in metastatischen Läsionen lässt eine höhere Strahlenexposition der Metastasen bei relativ geringer Exposition des Knochenmarks zu. Das nicht im Skelett angelagerte Strontium wird vorwiegend renal ausgeschieden. Nur ein geringer Teil wird über die Faezes eliminiert.

Präklinische Daten zur Sicherheit

Die chemische Toxizität nichtradioaktiven Strontiumchlorids ist hinreichend dokumentiert. Unter Berücksichtigung des Nutzen/Risiko-Verhältnisses für den Patienten, für den dieses Produkt bestimmt ist, ergeben sich jedoch aus diesen Erkenntnissen kaum Konsequenzen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Wasser für Injektionszwecke.

Inkompatibilitäten

Kompatibilitätsstudien wurden nicht durchgeführt. Deshalb darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Dauer der Haltbarkeit

Die Haltbarkeit beträgt maximal 4 Wochen ab dem auf dem Etikett angegebenen Kalibriertermin.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C aufbewahren.

Die Lagerung darf nur im Originalbleitopf oder einer entsprechenden anderen Abschirmung erfolgen. Die nationalen Bestimmungen für die Lagerung radioaktiven Materials sind einzuhalten.

Art und Inhalt des Behältnisses

Das Produkt wird als Injektionslösung in einer Durchstechflasche aus Glas, verschlossen mit Gummistopfen und Aluminiumbördelkappe, geliefert.

Strontiumchlorid (150 MBq) im Einzeldosisbehältnis, Volumen 4 ml.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Die Anwendung dieses Arzneimittels ist für die meisten Patienten mit einer relativ hohen Strahlenexposition verbunden (siehe Abschnitt 11). Die Anwendung kann eine erhebliche Belastung für die Umwelt darstellen.

Mit radioaktiven Arzneimitteln therapierte Patienten stellen einen Risikofaktor für andere Personen, insbesondere für die Familie des Patienten,aufgrund der vom Patienten emittierten Strahlung oder aufgrund von Ausscheidungen der Patienten dar. Zur Vermeidung der Exposition von Dritten und zur Vermeidung von Kontaminationen sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen in Übereinstimmung mit den nationalen Bestimmungen zu treffen.

Nach Gebrauch sind sämtliche Materialien (fest und flüssig), die in Zusammenhang mit der Präparation und Anwendung von radioaktiven Arzneimitteln verwendet wurden, zu dekontaminieren oder als radioaktiver Abfall zu behandeln. Radioaktiver Abfall, einschließlich nicht verwendeter radioaktiver Arzneimittel, ist gemäß den gesetzlichen Vorschriften und Auflagen zu entsorgen.

Gesetzliche Bestimmungen:

Verordnung für die Umsetzung von EURATOM-Richtlinien zum Strahlenschutz“ vom 20.7.2001, Bundesgesetzblatt I, Nr. 38, S. 1714ff (2001).

Strahlenschutz in der Medizin. Richtlinie nach der Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen (Strahlenschutzverordnung – StrlSchV)“ vom 24.6.2002, Bundesanzeiger, Nr. 207a (2002).

7. INHABER DER ZULASSUNG

GE Healthcare Buchler GmbH & Co. KG

Gieselweg 1

38110 Braunschweig

Telefon 05307/930-0

Durchwahl Auftragsannahme

Telefon 05307/930-71 gebührenfrei: 0800/1007087

Telefax 05307/930-276 gebührenfrei: 0800/1007086

8. ZULASSUNGSNUMMER

29574.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Zulassung: 25.01.1994

Datum der Verlängerung: 30.11.2011

10. STAND DER INFORMATION

02/2013

11. DOSIMETRIE

Die geschätzten Strahlendosen, die ein normaler gesunder Erwachsener bei intravenöser Anwendung von 1 MBq Strontium-89 erhalten würde, sind in der nachstehenden Tabelle angegeben. Die Daten wurden aus ICRP 53 "Radiation Dose to Patients from Radiopharmaceuticals" entnommen.

Strahlenexposition normaler Erwachsener nach intravenöser Verabreichung von Strontium-89 (aus ICRP 53)

Organ

Absorbierte Dosis pro verabreichter Aktivität (mGy/MBq)

Nebennieren

0,78

Blasenwand

1,3

Knochenoberfläche

17

Brust

0,96

Magenwand

0,78

Dünndarm

0,023

Oberer Dickdarm

1,8

Unterer Dickdarm

4,7

Nieren

0,78

Leber

0,78

Lunge

0,78

Ovarien

0,78

Bauchspeicheldrüse

0,78

Rotes Knochenmark

11

Milz

0,78

Hoden

0,78

Schilddrüse

0,78

Uterus

0,78

Übrige Organe

0,78

Effektive Dosis (mSv/MBq) gemäß ICRP 80

3,1

Bei Anwesenheit von Knochenmetastasen wird das Radiopharmazeutikum bevorzugt in den Metastasen angereichert. Dies führt zu entsprechend höheren Strahlendosen für Metastasen im Vergleich zu anderen Organen. Die absorbierte Strahlendosis für Wirbelmetastasen wurde an 10 Patienten mit sehr unterschiedlicher Ausprägung der Erkrankung bestimmt.* Die aus diesem Kollektiv gewonnenen minimalen, maximalen und mittleren Dosen sind in nachstehender Tabelle aufgeführt.

*Blake, G. M. et al, Strontium-89 therapy: Measurement of absorbed dose to skeletal metastases. J. Nucl. Med. 1988; 29 (4), 549-557.


Strahlendosen an Wirbelmetastasen nach intravenöser Injektion von [89Sr]Strontiumchlorid


Absorbierte Strahlendosis (mGy/MBq)

Minimale Dosis

60

Maximale Dosis

610

Mittlere Dosis

230

Die effektive Dosis beträgt bei Anwendung von 150 MBq [89Sr]Strontiumchlorid 465 mSv.

12. ANWEISUNGEN ZUR ZUBEREITUNG VON RADIOAKTIVEN ARZNEIMITTELN

Radioaktivitätsdosis

Für die Berechnung des MetastronTM-Applikationsvolumens wird von der radioaktiven Konzentration des Präparates zur Uhrzeit 12.00 Uhr GMT (13.00 MEZ) des Tages der Anwendung ausgegangen. Die tatsächlich vorhandene Radioaktivität ergibt sich durch Multiplikation des auf dem Flaschenetikett für den Kalibrierungszeitpunkt angegebenen Wertes mit dem für den Applikationszeitpunkt gültigen Korrekturfaktor, der aus der folgenden Tabelle entnommen werden kann:

Zerfallskorrektur für Strontium-89

Tag*

Korrekturfaktor

Tag*

Korrekturfaktor

-28

1,47

0

1,00

-26

1,43

2

0,97

-24

1,39

4

0,95

-22

1,35

6

0,92

-20

1,32

8

0,90

-18

1,28

10

0,87

-16

1,25

12

0,85

-14

1,21

14

0,83

-12

1,18

16

0,80

-10

1,15

18

0,78

-8

1,12

20

0,76

-6

1,09

22

0,74

-4

1,06

24

0,72

-2

1,03

26

0,70

*Tage vor (-) oder nach dem auf dem Behältnis angegebenen Kalibrierungszeitpunkt


WEITERE INFORMATIONEN

Hersteller

GE Healthcare Limited

Amersham Place

Little Chalfont

Buckinghamshire HP7 9NA

England

VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig


GE und GE Monogram sind Marken der General Electric Company

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FI Feb2013