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Rotop-Dtpa

Document: 16.01.2008   Gebrauchsinformation (deutsch) change

Gebrauchsinformation und Fachinformation


ROTOP - DTPA

Wirkstoff: Pentetsäure


Zul. Nr. 3003664.00.00


Zusammensetzung

Eine Durchstechflasche enthält 6,78 mg Pulver bestehend aus:


Arzneilich wirksame Bestandteile:

Pentetsäure, Natriumsalze

hergestellt aus:

Pentetsäure 5 mg

Natriumhydroxid 1,32 mg

Sonstige wirksame Bestandteile:

Zinn(II)-chlorid-Dihydrat

Ascorbinsäure

Sonstige Bestandteile:

Natriumchlorid

Stickstoff (Schutzgas)


Darreichungsform und Packungsgröße

Kit für ein radioaktives Arzneimittel / Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung.

Die Packung besteht aus einer Faltschachtel mit 5 Durchstechflaschen.


Stoff- und Indikationsgruppe

Nuklearmedizinisches Diagnostikum. Pentetsäure bildet nach der Zubereitung mit Natrium-[99mTc]pertechnetat-Injektionslösung das radiopharmazeutische Diagnostikum [99mTc]-Technetium-Pentetat-Injektionslösung ([99mTc]-DTPA).


Pharmazeutischer Unternehmer

ROTOP Pharmaka AG

Bautzner Landstr. 45

D-01454 Radeberg

Tel. +49 3 51 26 95 395

Fax +49 3 51 26 95 399

e-mail:rotop@tz-rotech.de


Anwendungsgebiete

Das Arzneimittel wird nach Markierung mit Natrium[99mTc]pertechnetat-Lösung eingesetzt, wenn aufgrund der klinischen Fragestellung eine quantitative Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate mit einem Radiopharmakon erforderlich ist.


Gegenanzeigen

sind nicht bekannt.


Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise

Um Fehlbeurteilungen der Nierenfunktion aufgrund von Zuständen mit Abnahme des effektiven Blutvolumens zu vermeiden, sollte die Anwendung in der Regel nur bei ausreichender Diurese erfolgen. Daher ist vor und nach jeder Verabreichung auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (cave: Oligo- und Anurie) zu achten. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann die Strahlenexposition erhöht sein. Dies ist bei der Aktivitätsbemessung zu berücksichtigen und gegebenenfalls eine Anpassung vorzunehmen. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz kann die glomeruläre Filtrationsrate mit [99mTc]-DTPA nicht zuverlässig bestimmt werden.

Der Patient sollte nach Beendigung der Untersuchung zur häufigen Entleerung der Harnblase aufgefordert werden, um die Strahlenexposition in der Blasenwand und eine Anreicherung der Radioktivität in der Blase möglichst niedrig zu halten.

Für jeden Patienten ist eine sorgfältige Abwägung zwischen dem zu erwartenden diagnostischen Nutzen und dem mit der Strahlexposition verbundenen Risiko vorzunehmen. Um die Strahlendosis so gering wie möglich zu halten, darf die verabreichte Aktivität nicht höher als für den Erhalt der diagnostischen Information erforderlich sein.

Radioaktive Arzneimittel dürfen nur von dazu berechtigten Personen in speziell dafür bestimmten Bereichen in Empfang genommen, gehandhabt und verabreicht werden. Der Umgang und die Anwendung unterliegen den Bestimmungen der örtlich zuständigen Aufsichtsbehörde und/oder entsprechenden Genehmigungen.

Radioaktive Arzneimittel dürfen vom Anwender nur unter Vorkehrungen zum Schutz vor ionisierenden Strahlen und unter Berücksichtigung pharmazeutischer Qualitäts-anforderungen zubereitet und angewendet werden. Aseptisches Arbeiten ist nach den Richtlinien für eine gute Herstellungspraxis erforderlich.


Markierungsanweisung

[99mTc]Technetium-Pentetat-Injektionslösung wird unmittelbar vor Gebrauch mit einer Natrium[99mTc]pertechnetat-Injektionslösung (Arzneibuchqualität Ph.Eur.) steril hergestellt. Sauerstoffeintrag ist zu vermeiden.

Die Durchstechflasche mit Pulver wird in eine ausreichende Bleiabschirmung gestellt und der Stopfen desinfiziert (Desinfektionsmittel trocknen lassen).

1 bis 5 ml Natrium[99mTc]pertechnetatlösung (maximal 11,1 GBq) werden mit einer Spritze und möglichst kleinlumiger Kanüle in die Flasche überführt. Das entsprechende Gasvolumen der Flasche wird mit derselben Spritze zum Druckausgleich entnommen.

Das Pulver in der Flasche wird durch leichtes Schütteln komplett aufgelöst; dabei soll auch der Stopfen gründlich benetzt werden. Nach 10 Minuten Reaktionszeit wird die Gesamtaktivität gemessen. Bei Bedarf wird die fertige Injektionslösung mit steriler isotonischer Natriumchloridlösung auf ein Gesamtvolumen bis zu 10 ml verdünnt.


Qualitätskontrolle

Die Prüfung der radiochemischen Reinheit der [99mTc]Technetium-Pentetsäure-Injektions-lösung ([99mTc]-DTPA) vor der Anwendung am Patienten ist entsprechend den Prüfverfahren der Monographie im Europäischen Arzneibuch “Dünnschichtchromatographie” (Ph. Eur. 2.2.27) und in Analogie zur Monographie [99mTc]Technetium-Pentetat-Injektions-lösung (Ph. Eur. 4.03/0642) durchzuführen.


Trägermaterial: ITLC-Streifen mit Kieselgel imprägnierte Glasfiberstreifen

(vorher 10 min bei 110 °C erhitzt)

Laufstrecke: ca. 10 - 15 cm in 10 min

Aufgabemenge: 5 -10 μl


Radiochemische Reinheit, Methode A:

Ermittlung der % Anteile der Verunreinigungen in kolloidaler Form am Startpunkt


Laufmittel: Natriumchlorid R (9 g/l)


Radiochemische Reinheit, Methode B:

Ermittlung der % Anteile des Pertechnetates an der Lösungsmittelfront


Laufmittel: Ethylmethylketon R


Nach Erreichen der Front von 10-15 cm wird der Streifen aus dem Chromatographiegefäß entnommen, an der Luft getrocknet und die Aktivitätsverteilung auf dem Streifen mit einem geeigneten Messgerät ausgewertet.


Auswertung:

Die Summe der den Verunreinigungen entsprechenden Radioaktivität der Methoden A und B wird ermittelt und durch die Gesamtaktivität geteilt.


Soll-Wert: Summe der Pertechnetat-Ionen und Verunreinigungen in kolloidaler Form ≤ 5,0%


Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

sind nicht beschrieben.


Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit

Für Pentetat liegen widersprüchliche Untersuchungen zur Embryotoxizität und eindeutig positive zum Übergang in die Muttermilch vor. Falls es erforderlich ist, einer Frau im gebärfähigen Alter ein radioaktives Arzneimittel zu verabreichen, ist festzustellen, ob eine Schwangerschaft vorliegt. Grundsätzlich muss von einer Schwangerschaft ausgegangen werden, wenn die Menstruation ausgeblieben ist. Alternative Untersuchungsmethoden, bei denen keine ionisierenden Strahlen angewendet werden, müssen in Erwägung gezogen werden. Nuklearmedizinische Untersuchungen bei Schwangeren beinhalten auch eine Strahlenexposition des Feten. Daher darf [99mTc]-DTPA während der Schwangerschaft nur angewendet werden bei vitaler Indikation und wenn der zu erwartende Nutzen das Risiko für Mutter und Kind übersteigt. Bevor [99mTc]-DTPA bei einer stillenden Mutter angewendet wird, muss geprüft werden, ob die Untersuchung nicht auf einen Zeitpunkt nach dem Abstillen verschoben werden kann und ob die Wahl eines Radiopharmakons im Hinblick auf die Aktivitätsausscheidung in die Muttermilch wirklich die beste Untersuchungsmethode darstellt. Wird die Verabreichung von [99mTc]-DTPA als notwendig erachtet, muss das Stillen für mindestens 12 Stunden unterbrochen und die abgepumpte Muttermilch verworfen werden.


Entsorgung

Die leere Verpackung gilt als normaler Abfall, wenn die zulässige Freigrenze für [99mTc]Technetium nicht überschritten wird (≤ 0,5 Bq/g bzw. 0,5 Bq/cm2). Auf Radioaktivität hinweisende Angaben müssen vor Beseitigung des nichtradioaktiven Abfalls entfernt und gesondert vernichtet werden. Radioaktive Abfälle sind unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen zu beseitigen.


Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Die Medikation des Patienten muss in jedem Fall zum Zeitpunkt der Untersuchung berücksichtigt werden. Arzneimittel, die die glomeruläre Filtration beeinflussen, wie z. B. Furosemid können die Geschwindigkeit der Nierenausscheidung verändern. Zur Sicherstellung der bestmöglichen Aussagekraft der Szintigramme sollten solche Substanzen weder während einer Untersuchung noch in kürzerem zeitlichen Abstand verabreicht werden, es sei denn, das Untersuchungsziel erfordert ein solches Vorgehen.


Unverträglichkeiten

sind nicht bekannt.


Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Intravenöse Injektion nach Markierung mit Natrium[99mTc]pertechnetatlösung.

Messung aus dem Plasma (glomeruläre Filtrationsrate): 1,8-3,7 MBq.


Kinder

Bei Kindern wird [99mTc]Technetium-Pentetat angewandt, ohne dass formale Untersuchungen durchgeführt wurden. Die klinische Erfahrung zeigt, dass die Aktivität reduziert werden sollte. Die Empfehlung der Paediatric Task Group of the European Association of Nuclear Medicine (EANM) von 1990 gibt die Kinderdosis bezogen auf das Körpergewicht als Fraktion der Erwachsendosis an:


Aktivität für Kinder

Fraktion der Erwachsenenaktivität

(Paediatric Task Group EANM, 1990)

3 kg = 0,1

22 kg = 0,50

42 kg = 0,78

4 kg = 0,14

24 kg = 0,53

44 kg = 0,80

6 kg = 0,19

26 kg = 0,56

46 kg = 0,82

8 kg = 0,23

28 kg = 0,58

48 kg = 0,85

10 kg = 0,27

30 kg = 0,62

50 kg = 0,88

12 kg = 0,32

36 kg = 0,71

52 - 54 kg = 0,90

14 kg = 0,36

38 kg = 0,73

56 - 58 kg = 0,92

16 kg = 0,40

40 kg = 0,76

60 - 62 kg = 0,96

18 kg = 0,44

32 kg = 0,65

64 - 66 kg = 0.98

20 kg = 0,46

34 kg = 0,68

68 kg = 0,99


Aktivität von weniger als 10 % der Erwachsenendosis erlaubt in der Regel keine befriedigende Auswertung der Untersuchung.


Überdosierung und andere Dosierungsfehler

Überdosierungen im pharmakologischen Sinne sind wegen der geringen verwendeten Stoffmengen nicht zu erwarten. Die Strahlenbelastung durch Überdosierung der Radioaktivität kann durch forcierte Diurese und häufige Blasenentleerung verringert werden.


Nebenwirkungen und Notfallmaßnahmen

Bei allen Anwendungen muss die Strahlenexposition durch den zu erwartenden diagnostischen Nutzen gerechtfertigt und die verabreichte Aktivität so gering wie für die Diagnose nötig sein.


Nebenwirkungen

Sehr selten (<0,01%) sind nach intravenöser Injektion der gebrauchsfertigen Lösung Überempfindlichkeitsreaktionen mit Symptomen wie Hitzegefühl, Schwindel, Atemnot, Hautausschlag, Urtikaria, Juckreiz sowie Blutdruckanstieg oder Blutdruckabfall aufgetreten.

Obgleich solche Reaktionen sehr selten und zumeist in nur leichter Ausprägung auftreten, sollten für die eventuelle Notfallbehandlung stets entsprechende Instrumente und Medikamente für die sofortige Behandlung allergoider Reaktionen (Adrenalin, Kortikosteroide und Antihistamine) griffbereit sein.

Da die verabreichten Wirkstoffmengen sehr gering sind, liegen die Risiken der Anwendung im Wesentlichen in der Strahlenexposition. Ionisierende Strahlen können Krebs und Erbgutveränderungen verursachen. Da die meisten nuklearmedizinischen Untersuchungen mit niedrigen effektiven Strahlendosen von weniger als 18 µSv durchgeführt werden, sind diese Effekte mit geringer Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Die effektive Strahlendosis liegt bei Gabe der maximalen empfohlenen Aktivität dieses Arzneimittels beim Erwachsenen mit normaler Nierenfunktion bei 0,74 mSv. Der Patient soll vom behandelnden Arzt aufgefordert werden, dem Arzt jede Nebenwirkung mitzuteilen, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt ist.






Besondere Lager- und Aufbewahrungshinweise

Im Kühlschrank (2 - 8°C) in der Originalpackung lagern. Radiopharmaka sind grundsätzlich unter Beachtung der Richtlinien des Strahlenschutzes und besonders vor unbefugtem Zugriff sicher zu lagern. ROTOP - DTPA darf nach Ablauf des angegebenen Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden.


Haltbarkeit

Das Produkt darf nach Ablauf, des auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatums, nicht mehr angewendet werden.


Haltbarkeit nach Zubereitung

Das mit [99mTc]Technetium markierte Produkt kann innerhalb von 6 Stunden nach Zubereitung injiziert und während dieser Zeit bei Raumtemperatur (15 - 25°C) gelagert werden.


Stand der Information

14.01.2008


Zusätzliche Informationen für Fachkreise


Verschreibungsstatus

Apothekenpflichtig.


Pharmakologische und toxikologische Eigenschaften


Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Nuklearmedizinisches Diagnostikum zur Nierendiagnostik (ATC VO9C A01).


Bei den für bildgebende Verfahren angewendeten geringen Substanzmengen sind nach bisherigen Erkenntnissen keine klinisch relevanten pharmakodynamischen Wirkungen des [99mTc]Technetium-Pentetat zu erwarten.


Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach intravenöser Injektion verteilt sich [99mTc]-DTPA rasch in der extrazellulären Flüssigkeit, ohne die intakte Blut-Hirn-Schranke zu passieren. 80-90% der [99mTc]-Technetium-Aktivität liegen in Form der Chelatverbindung vor und 5-10% sind an Serumproteine gebunden. Weniger als 3% der Aktivität sind als nicht gebundenes [99mTc]-Technetium-Pertechnetat anzutreffen.

Nach Abschluss der initialen Verteilungsphase erfolgt die Extrektion der Komplexverbindung ausschließlich durch rasche glomeruläre Filtration. Eine Retention des radioaktiven Arzneimittels in der Niere findet nicht statt. Die maximale Konzentration des radioaktiven Arzneimittels in der Niere ist etwa 5 Minuten nach der intravenösen Injektion erreicht.

Danach ist die Aktivität im Urin, im Sammelsystem und im Nierenbeckenraum nachweisbar.

Eine Stunde nach intravenöser Injektion sind mehr als 98% der [99mTc]Technetium-Aktivität in Form des markierten Chelats im Urin nachzuweisen; 24 Stunden nach intravenöser Injektion sind noch 5-10% der verabreichten Aktivitätsmenge in der Niere nachzuweisen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann die Eliminationshalbwertszeit bis zu 1000 Minuten betragen und die renale Durchflusszeit bis auf 20 Minuten zunehmen.







Toxikologische Eigenschaften

Aufgrund der geringen im Kit enthaltenen Menge an DTPA und Zinn(II)chlorid sind bei bestimmungsgemäßer Anwendung substanzbedingte toxische Effekte nicht zu erwarten.

Toxikologische Studien an Mäusen ergaben embryotoxische Effekte bei der 3600fachen maximalen Humandosierung. Untersuchungen zur Mutagenität und Kanzerogenität liegen nicht vor.


Strahlenexposition

Das ICRP-Modell nimmt für die normale Nierenfunktion ein Zwei-Kompartment-Modell mit den Eliminationshalbwertszeiten 100 min (99%) und 7d (1%) bei einer Exkretion von 100 % über die Niere an. Die renale Durchflusszeit beträgt 5 min. Für die abnormale Nierenfunktion wird eine Eliminationshalbwertszeit von 1000 min und eine renale Durchflusszeit von 20 min angenommen.

Laut ICRP-Veröffentlichungen 80 werden vom Patienten mit normaler Nierenfunktion folgende Strahlendosen absorbiert.



Tabelle 1

Strahlenexposition (normale Nierenfunktion) durch [99mTc]Technetium-Pentetat

Absorbierte Dosis/appl. Aktivität (mGy/MBq)

Organ

Erwachsene

Kinder



15 Jahre

10 Jahre

5 Jahre

1 Jahr

Nebennieren

0,0013

0,0017

0,0026

0,0038

0,007

Blasenwand

0,062

0,078

0,097

0,095

0,17

Knochenoberfläche

0,0023

0,0028

0,004

0,0055

0,0099

Gehirn

0,00084

0,001

0,0017

0,0027

0,0048

Brust (Mamma)

0,00071

0,0009

0,0013

0,0021

0,004

Gallenblase

0,0015

0,002

0,0036

0,0046

0,006

Magendarmtrakt






Magenwand

0,0013

0,0016

0,0027

0,0037

0,0067

Dünndarm

0,0025

0,0031

0,0045

0,0057

0,0098

Kolon

0,003

0,0038

0,0054

0,0064

0,011

(obere Dickdarmwand

0,0021

0,0027

0,004

0,0054

0,009)

(untere Dickdarmwand

0,0043

0,0053

0,0073

0,0077

0,013)







Herz

0,0011

0,0014

0,0021

0,0032

0,0058

Nieren

0,0039

0,0047

0,0067

0,0096

0,017

Leber

0,0012

0,0015

0,0024

0,0035

0,0063

Lunge

0,00099

0,0013

0,0019

0,0029

0,0053

Muskeln

0,0016

0,002

0,0028

0,0037

0,0067







Ösophagus

0,001

0,0013

0,0019

0,0029

0,0053

Ovarien

0,0042

0,0053

0,0069

0,0078

0,013

Pankreas

0,0014

0,0018

0,0027

0,004

0,0072

rotes Mark

0,0014

0,0018

0,0026

0,0033

0,0056

Haut

0,00085

0,001

0,0016

0,0023

0,0043







Milz

0,0012

0,0016

0,0024

0,0036

0,0066

Testes

0,0029

0,004

0,006

0,0069

0,013

Thymus

0,001

0,0013

0,0019

0,0029

0,0053

Schilddrüse

0,001

0,0013

0,002

0,0032

0,0058

Uterus

0,0079

0,0095

0,013

0,013

0,022







Andere Gewebe

0,0017

0,002

0,0028

0,0037

0,0064

Effektive Dosis/verabreich-te Aktivität (mSv/MBq)


0,0049


0,0062


0,0082


0,009


0,016


Die Blasenwand trägt mit 57% zur effektiven Gesamtdosis bei.

Effektive Dosis, falls die Blase eine oder eine halbe Stunde nach der Anwendung geleert wird:


1 Stunde 0,0038 0,0048 0,0065 0,0077 0,014

30 Minuten 0,0041 0,0053 0,007 0,0079 0,014











Die effektive Dosis beträgt beim Erwachsenen nach intravenöser Gabe von 3,7 MBq (maximale Dosis): 18 µSv. Die absorbierte Dosis im Zielorgan Niere beträgt dabei 14 µGy und im kritischen Organ Blasenwand 0,22 mGy.


Laut ICRP Publikation 53 werden vom Patienten mit abnormaler Nierenfunktion folgende Strahlendosen absorbiert:


Tabelle 2

Strahlenexposition (abnormale Nierenfunktion) durch [99mTc]Technetium

Absorbierte Dosis/appl. Aktivität (mGy / MBq)

Organ

Erwachsene

Kinder



15 Jahre

10 Jahre

5 Jahre

1 Jahr

Nebennieren

0,0041

0,0051

0,0078

0,012

0,021

Blase

0,022

0,027

0,04

0,058

0,11

Knochenoberfläche

0,0044

0,0053

0,0079

0,012

0,021

Brust (Mamma)

0,003

0,003

0,0043

0,0069

0,013

Magenwand

0,0038

0,005

0,0079

0,011

0,02

Dünndarm

0,0047

0,0056

0,0086

0,013

0,023

Obere Dickdarmwand

0,0044

0,0056

0,0081

0,013

0,022

Untere Dickdarmwand

0,0047

0,0062

0,0096

0,014

0,025

Niere

0,0079

0,0096

0,014

0,02

0,034

Leber

0,0038

0,0046

0,0071

0,011

0,019

Lunge

0,0033

0,0042

0,0062

0,0095

0,017

Ovarien

0,0049

0,0063

0,0094

0,014

0,024

Pankreas

0,0043

0,0054

0,0081

0,012

0,022

R. Knochenmark

0,0052

0,0063

0,009

0,013

0,022

Milz

0,004

0,0048

0,0072

0,011

0,02

Hoden

0,0033

0,0045

0,0069

0,011

0,02

Schilddrüse

0,0025

0,0043

0,0068

0,011

0,019

Uterus

0,0063

0,0075

0,011

0,017

0,029

Andere Gewebe

0,0033

0,004

0,0061

0,0094

0,017

Effektive

Äquivalentdosis (mSv/MBq)


0,0053


0,0066


0,0097


0,015


0,026




Die effektive Dosis beträgt beim Erwachsenen nach intravenöser Gabe von 3,7 MBq (maximale Dosis): 19 µSv. Die absorbierte Dosis im Zielorgan Niere beträgt dabei 0,029 mGy und im kritischen Organ Blasenwand 0,08 mGy.


Radiophysikalische Eigenschaften

[99mTc]Technetium wird aus einem [99Mo/99mTc]-Sterilgenerator erhalten und zerfällt unter Emission von Gammastrahlung mit einer Energie von 140/142 keV mit einer Halbwertszeit von 6,02 Stunden zu [99Tc]Technetium, das wiederum zu stabilem [99Ru]Ruthenium zerfällt; mit einer Halbwertszeit von 214.000 Jahren ist [99Tc]Technetium aber selbst als stabil anzusehen.


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