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Softa-Man Acute

Document: 18.01.2007   Gebrauchsinformation (deutsch) change

Softa-Man acute, ENR 2161000 Änderungsanzeige 2006-10-09

Aktualisierung 2007-01-17

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben Stand: 01.2007

BBM/mhp

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER



Softa-Man® acute Lösung zur Anwendung auf der Haut

Ethanol 45% und 1-Propanol (Ph. Eur.) 18%


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.

Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss Softa-Man® acute jedoch vorschriftsgemäß angewendet werden.



Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist Softa-Man® acute und wofür wird es angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Softa-Man® acute beachten?

3. Wie ist Softa-Man® acute anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Softa-Man® acute aufzubewahren?

6. Weitere Informationen



1. WAS IST SOFTA-MAN® ACUTE UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Softa-Man® acute ist ein alkoholisches Händedesinfektionsmittel zur hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion.



2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON SOFTA-MAN® ACUTE BEACHTEN?

Softa-Man® acute darf nicht angewendet werden,

wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ethanol, 1-Propanol oder einen der sonstigen Bestandteile von Softa-Man® acute sind.


Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Softa-Man® acute ist erforderlich,


Warnhinweise:

Warnhinweise nach Gefahrstoffverordnung und Berufsgenossenschaft: siehe Etikett.


Bei Anwendung von Softa-Man® acute mit anderen Arzneimitteln

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.


Schwangerschaft und Stillzeit

Bei sachgemäßen Gebrauch kann Softa-Man® acute während der Schwangerschaft und Stillzeit verwendet werden.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.



3. WIE IST Softa-Man® acuteANZUWENDEN?

Wenden Sie dieses Arzneimittel entsprechend der nach­folgenden Dosierungsempfehlungen an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Hygienische Händedesinfektion:

Mindestens 3 ml Softa-Man® acute unverdünnt auf die trockenen Handinnenflächen geben und in den Händen bis zur Trockene verreiben. Dabei müssen Hände und Fingerzwischenräume mindestens 30 Sekunden vollständig mit dem Produkt benetzt sein.

Hygienische Händedesinfektion zweimal durchführen

  • bei massiver, sichtbarer Kontamination

  • bei Kontamination mit Mykobakterien (Tuberkulose-Erreger) und Viren*
    *:Wirksamkeit getestet mit in-vitro Methoden

Chirurgische Händedesinfektion:



Wenn Sie eine größere Menge von Softa-Man® acute angewendet haben, als Sie sollten

Überschüssiges Produkt von den Händen ablaufen lassen und Hände an der Luft trocknen lassen. Feuergefährlichkeit beachten (vergl. Pkt. 2).



4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Softa-Man® acute Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Insbesondere bei häufiger Anwendung kann es zu Hautirritationen wie Rötung und Brennen kommen. Auch sind Kontaktallergien möglich.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.



5. WIE IST Softa-Man® acuteAUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.Softa-Man® acute ist nach Anbruch des Behältnisses 12 Monate verwendbar, jedoch nicht über das Verfalldatum hinaus.

Das Arzneimittel soll nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.



6. WEITERE Informationen

Was Softa-Man® acute enthält


Wie Softa-Man® acute aussieht und Inhalt der Packung

Softa-Man® acute ist eine klare, farblose, alkoholisch riechende Lösung zur Anwendung auf der Haut in Behältnissen zu 100 ml, 500 ml und 1000 ml.


Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

B. Braun Melsungen AG
Carl-Braun-Str. 1
34212 Melsungen
Telefon: 05661-710
Telefax: 05661-71 4567



Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 01/2007



Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:


Bei Verdacht auf eine Allergisierung durch Softa-Man® acute sind die einzelnen Inhaltsstoffe des Produktes in dermatologisch sinnvoller Verdünnung vom Hersteller zur epicutanen Austestung beziehbar.



PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN


Wirkungsmechanismus

Das Wirkungsspektrum der wirksamen Bestandteile, die Alkohole Ethanol und 1-Propanol, umfasst Gram-negative und Gram-positive Bakterien inkl. Mykobakterien, Pilze und Viren. Alkohole sind auch gegen antibiotikaresistente Bakterienstämme (z. B. MRSA) wirksam. Gegen Bakteriensporen ist die Wirksamkeit lückenhaft.

Der antimikrobielle Effekt der Alkohole beruht höchstwahrscheinlich auf der Denaturierung von Proteinen. In Gegenwart von Blut, Eiweiß, Serum oder anderen organischen Stoffen ist die Wirksamkeit kaum herabgesetzt.

Im wasserfreien Zustand zeigen Alkohole sehr viel geringere antimikrobielle Wirksamkeit als in Verdünnungen. Das Wirkungsoptimum der Alkohole liegt bei 60 - 90% v/v (ca. 50 - 70 % m/v). In Mischungen verhalten sich die Alkohole Ethanol und 1-Propanol bezüglich ihrer Wirkung additiv, d. h. die Gesamtkonzentration der Alkohole entscheidet über die Wirksamkeit einer Mischung.

Wirksamkeit von Softa-Man® acute

Softa-Man® acute enthält 45 % m/v Ethanol und 18 % m/v 1-Propanol (63 % m/v Gesamtalkohol­gehalt). Folgende Wirkungen wurden für das Arzneimittel nachgewiesen:

- Vaccinia-Virus: 15 s

- BVDV (Surrogatvirus für Hepatitis-C Virus): 30 s

- Adenovirus: 30 s

- Polyoma SV 40 Virus: 30 s

- Poliovirus: 60 s

Die Ergebnisse lassen nach aktuellem Kenntnisstand* den Rückschluss auf die Wirksamkeit gegen behüllte und gegen unbehüllte Viren zu, z.B. Noro-Virus, Hepatitis-B/-C-Viren und HI-Virus.

*: Mielke M et al.; Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim Robert Koch-Institut (RKI) sowie des Fachausschusses Virusdesinfektion der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV) und der Desinfektionsmittel­kommission der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) "Prüfung und Deklaration der Wirksamkeit von Desinfek­tionsmitteln gegen Viren" (Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch - Gesundheitsschutz 2004 · 47:62–66)



d68d6883c96733f895c94713540fa36a.rtf - B. Braun Melsungen AG Seite 4