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Theracap131

Document: 05.11.2008   Gebrauchsinformation (deutsch) change

GE Healthcare



Radioaktives Arzneimittel





Gebrauchsinformation und Fachinformation





THERACAP131TM


Bestell-Nr. 31J020

































GE Healthcare Buchler

38110 Braunschweig



Gebrauchsinformation und Fachinformation

THERACAP131

37-5550 MBq

Hartkapsel, auf Anforderung hergestellt

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme / Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

Was ist THERACAP131 und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von THERACAP131 beachten?

Wie ist THERACAP131 anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist THERACAP131 aufzubewahren?

Weitere Informationen

1. Was ist THERACAP131und wofür wird es angewendet?

THERACAP131 ist ein nuklearmedizinisches Therapeutikum (ATC V10X A01) bzw. ein nuklearmedizinisches Diagnostikum zur Schilddrüsendiagnostik (ATC V09F X03). zum Einnehmen.

Es wird angewendet für die:

Die Therapie mit [131I]Natriumiodid wird oft mit chirurgischen Maßnahmen und einer thyreostatischen Behandlung kombiniert.

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von THERACAP131beachten?

THERACAP131darf nicht angewendet werden,

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen [131I]Natriumiodid oder einen der sonstigen Bestandteile von THERACAP131sind.

- während der Schwangerschaft ist die Anwendung von [131I]Natriumiodid absolut kontraindiziert (siehe Schwangerschaft und Stillzeit).

- bei Dysphagie, Oesophagusstenose, Oesophagusdivertikel, aktiver Gastritis, erosiver Gastritis oder Magengeschwüren.

- bei Verdacht auf verminderte Magen-Darm-Motilität.

- Bei Kindern und Jugendlichen darf eine Therapie gutartiger Schilddrüsenerkrankungen mit [131I]Natriumiodid nur in begründeten Ausnahmefällen durchgeführt werden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von THERACAP131ist erforderlich:

Dieses radioaktive Arzneimittel darf nur von dazu berechtigten Personen in speziell dafür bestimmten klinischen Bereichen in Empfang genommen, gehandhabt und verabreicht werden. Der Umgang und die Anwendung unterliegen den Bestimmungen der örtlich zuständigen Aufsichtsbehörde und/oder entsprechenden Genehmigungen. Der Anwender radioaktiver Arzneimittel muss sicherstellen, dass radiologische und pharmazeutische Qualitätsanforderungen erfüllt werden.

Die Anwendung dieses Arzneimittels ist für die meisten Patienten mit einer relativ hohen Strahlenexposition verbunden (siehe Abschnitte “Mögliche Nebenwirkungen” und “Strahlenexposition”).

Die medizinische Behandlung eines Patienten mit Radioiod in hoher Dosierung kann eine signifikante Gefahr für die Umwelt darstellen. Abhängig von der verabreichten Radioaktivität können davon die nächsten Familienangehörigen der behandelten Personen oder auch die Öffentlichkeit betroffen sein. Zur Vermeidung von Kontaminationen durch die von den Patienten ausgeschiedene Aktivität sind deshalb geeignete Maßnahmen zu treffen.

Nach einer Strahlentherapie der Schilddrüse im Kindes- und Jugendalter besteht ein erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Schilddrüsen-Neoplasie. Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen müssen deswegen die größere Empfindlichkeit kindlicher Gewebe und die längere Lebensdauer dieser Patienten berücksichtigt und die Risiken der Radioiodtherapie gegen die Risiken anderer in Frage kommender Therapien abgewogen werden. Personen, die im Kindes- und Jugendalter eine Strahlentherapie der Schilddrüse erhalten, sollen einmal jährlich auf mögliche Schilddrüsen-Veränderungen untersucht werden.

In epidemiologischen Studien wurde über ein erhöhtes Vorkommen von Blasenkrebs bei Patienten, die mehr als 3700 MBq Iod-131 zur Behandlung einer bösartigen Schilddrüsenerkrankung erhielten, berichtet. Bei Patienten, die sehr hohe Dosen erhielten, war die Leukämierate gegenüber der Normalbevölkerung geringfügig erhöht. Von kumulativen Aktivitäten über 26 000 MBq wird deshalb abgeraten.

Bei Patienten mit signifikant eingeschränkter Nierenfunktion muss die Bemessung der Iod-131-Aktivität entsprechend angepasst werden.

Zur Prophylaxe einer Speicheldrüsenentzündung soll der Patient aufgefordert werden, Zitronensäurehaltige Süßigkeiten oder Getränke zu sich zu nehmen, um den Speichelfluss anzuregen.

Eine iodarme Ernährung vor der Therapie führt zur erhöhten Aufnahme von Iod-131 in gesundes Schilddrüsengewebe. Bei der Iod-131-Therapie differenzierter Schilddrüsenkarzinome wird empfohlen 1 Woche vor der Anwendung auf iodarme Ernährung umzustellen.

Vor Therapie eines Schilddrüsenkarzinoms mit Radioiod ist eine Hormonsubstitution abzubrechen, um eine ausreichende Aufnahme des Iod-131 zu gewährleisten. Für Triiodthyronin wird ein Zeitraum von 10 Tagen, für Thyroxin von 6 Wochen vor der Behandlung empfohlen. Die Hormonsubstitution kann zwei Wochen nach der Behandlung wieder begonnen werden. Bei einer Hyperthyreose sollte die Behandlung mit Thyreostatika, falls ärztlich vertretbar, für 2 bis 5 Tage vor der Radioiodtherapie bis einige Tage danach unterbrochen werden.

Die Radioiodtherapie des Morbus Basedow sollte bei bereits bestehender endokriner Orbitopathie unter begleitender Kortisonbehandlung durchgeführt werden.

Für beide Geschlechter wird nach Therapie mit [131I]Natriumiodid eine Antikonzeption für 6 – 12 Monate empfohlen.

Bei Patienten, bei denen eine Überempfindlichkeit gegen Gelatine bzw. deren Abbauprodukte bekannt ist, sollte für die Radioiodtherapie die Verwendung von [131I]Natriumiodid als Lösung vorgezogen werden.

Wichtige Information über bestimmte sonstige Bestandteile von THERACAP131:

Eine Hartkapsel enthält 6,1 mmol (140 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Bei Anwendung von THERACAP131mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Von vielen pharmakologisch wirksamen Substanzen ist bekannt, dass sie mit Radioiod in Wechselwirkung treten. Dabei sind verschiedene Mechanismen wirksam, die die Proteinbindung, die Pharmakokinetik oder die Pharmakodynamik des radioaktiv markierten Iodids beeinflussen. Die vom Patienten eingenommenen Arzneimittel müssen deshalb vollständig erfasst werden, und es ist festzustellen, ob und, wenn ja, wann bestimmte Arzneimittel vor der Gabe von [131I]Natriumiodid abgesetzt werden müssen.

Beispielsweise ist die Behandlung mit den folgenden Substanzen wie angegeben zu unterbrechen.


Arzneimittel/Substanz

Karenzzeit vor Gabe von Iod-131

Thyreostatika (z.B. Carbimazol, Methimazol, Propylthiouracil, Perchlorat)

2 – 5 Tage vor Behandlungsbeginn bis einige Tage danach

Salicylate, Steroide, Natriumnitroprussid, Natriumsulfobromphthalein, Antikoagulantien, Antihistaminika, antiparasitäre Arzneimittel, Penicilline, Sulfonamide, Tolbutamid, Thiopental

1 Woche

Phenylbutazon

1 - 2 Wochen

Iodhaltige Expektorantien und Vitaminpräparate

ca. 2 Wochen

Schilddrüsenhormonpräparate

2 – 6 Wochen

Amiodaron*, Benzodiazepine, Lithium

ca. 4 Wochen

Iodhaltige Präparationen zur topischen Anwendung

1 - 9 Monate

Iodhaltige Kontrastmittel

bis zu einem Jahr


*Bei Amiodaron kann aufgrund der langen Halbwertszeit die Aufnahme von Iodid ins Schilddrüsengewebe bis zu mehreren Monaten vermindert sein.

Es ist abzuklären, ob und wann im letzten Jahr eine Kontrastmitteluntersuchung durchgeführt wurde.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schangerschaft

Die Anwendung von [131I]Natriumiodid während der Schwangerschaft ist absolut kontraindiziert.

Wenn es unerlässlich ist, einer Frau im gebärfähigen Alter ein radioaktives Arzneimittel zu verabreichen, ist festzustellen, ob eine Schwangerschaft vorliegt. Grundsätzlich muss von einer Schwangerschaft ausgegangen werden, wenn eine Menstruation ausgeblieben ist. Alternative Behandlungsmethoden, bei denen keine ionisierenden Strahlen angewendet werden, müssen in Betracht gezogen werden.

Nuklearmedizinische Untersuchungen an Schwangeren beinhalten auch eine Strahlenexposition des Feten. Bereits die Verabreichung einer Aktivität von 200 MBq ergibt bei erwachsenen Frauen eine im Uterus absorbierte Dosis von 9,2 mGy (55 % Schilddrüsenaufnahme). Strahlendosen über 0,5 mGy werden für den Fetus als potentielles Risiko betrachtet. Darüber hinaus reichert die fetale Schilddrüse Iod im zweiten und dritten Trimenon der Schwangerschaft stark an.

Frauen, bei denen [131I]Natriumiodid angewendet werden soll, sind darauf hinzuweisen, dass sie in den ersten 6 bis 12 Monaten nach Gabe therapeutischer Aktivitäten nicht schwanger werden dürfen.

Stillzeit

[131I]Natriumiodid geht in die Muttermilch über. Bevor das radioaktive Arzneimittel an eine stillende Mutter verabreicht wird, ist zu prüfen, ob die Anwendung auf einen Zeitpunkt nach Beendigung der Stillperiode verschoben werden kann. Falls eine Anwendung unumgänglich ist, muss abgestillt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Nach Gabe von THERACAP131TMsind keine Auswirkungen auf die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr oder zur Bedienung von Maschinen zu erwarten. Die Radioiodtherapie wird jedoch nur bei stationärer Unterbringung des Patienten durchgeführt.

3. Wie ist THERACAP131anzuwenden?

Wenden Sie THERACAP131immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Die Anwendung erfolgt in der Regel einmalig, kann aber bei gegebener Indikation wiederholt werden.

Therapie der Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse)

Die zu verabreichende Aktivität ergibt sich aus der Diagnose, der Größe und Iodspeicherfähigkeit der Schilddrüse und der Iodclearance. Dabei werden die folgenden Herddosen angestrebt:

*in Abhängigkeit vom 99mTc-Pertechnetat-Uptake der Schilddrüse unter Suppression

Bei Morbus Basedow, der multifokalen oder der disseminierten Autonomie beziehen sich die o.g. Herddosen auf das Gesamtgewicht der Schilddrüse, bei der unifokalen Autonomie nur auf das Gewicht des Adenoms.

Die erforderliche Aktivität liegt bei Erwachsenen normalerweise zwischen 200 und 800 MBq. Bei der multifokalen und der disseminierten Autonomie werden bis ca. 1300 MBq benötigt. Eine Wiederholung der Behandlung kann notwendig sein.

Die therapeutische Wirkung wird erst nach mehreren Monaten erreicht.

Vor Beginn der Behandlung einer Hyperthyreose mit [131I]Natriumiodid sollte der Patient medikamentös euthyreot eingestellt werden.

Die Berechnung der erforderlichen Aktivität erfolgt normalerweise nach folgender Formel:

Herddosis(Gy) x Herdvolumen (ml)

A (MBq) = x K

max. Uptake (%) x HWZeff(Tage)

wenn

Herddosis = angestrebte Herddosis in der gesamten Schilddrüse oder in einem

Adenom

Herdvolumen = Volumen der gesamten Schilddrüse (M. Basedow, multifokale oder

disseminierte Autonomie) oder Volumen des Knotens (bei unifokaler

Autonomie)

Max. Uptake = maximale Iod-131-Aufnahme in Schilddrüse oder Knoten in % der

verabreichten Aktivität

HWZeff = effektive thyreoidale Halbwertszeit des Iod-131

K = 24,67

Therapie von Metastasen und Beseitigung von Schilddrüsengewebe

Für die Beseitigung der im Allgemeinen kleinen Reste an Schilddrüsengewebe nach einer “vollständigen” chirurgischen Entfernung werden in Abhängigkeit von der Größe des Restgewebes und der Iodspeicherung bei Erwachsenen üblicherweise Aktivitäten in einem Bereich von 1850 - 3700 MBq verabreicht. In der nachfolgenden Behandlung von Metastasen werden im Allgemeinen 3700 -11100 MBq an Aktivität gegeben.

Ganzkörperszintigraphie bei der Verlaufskontrolle papillärer oder follikulärer Schilddrüsenkarzinome

Zum Nachweis von Metastasen beträgt die empfohlene Aktivität für Erwachsene 74 bis max. 400 MBq.

Gemessen wird üblicherweise nach 48 - 72 Stunden.

Dosierung bei Kindern

Für Kinder und Jugendliche wird eine auf das Körpergewicht oder die Körperoberfläche bezogene Aktivitätsbemessung nach folgenden Formeln empfohlen:

Aktivität Kind (MBq) = Aktivität Erwachsener (MBq) x Körpergewicht Kind (kg)

70 (kg)

Aktivität Kind (MBq) = Aktivität Erwachsener (MBq) x Körperoberfläche Kind (m2)

1,73 (m2)

Alternativ kann die Aktivität für Kinder entsprechend der Empfehlung der „Paediatric Task Group der European Association of Nuclear Medicine" anhand der folgenden Korrekturfaktoren ermittelt werden:


3 kg = 0,1

22 kg = 0,50

42 kg = 0,78

4 kg = 0,14

24 kg = 0,53

44 kg = 0,80

6 kg = 0,19

26 kg = 0,56

46 kg = 0,82

8 kg = 0,23

28 kg = 0,58

48 kg = 0,85

10 kg = 0,27

30 kg = 0,62

50 kg = 0,88

12 kg = 0,32

32 kg = 0,65

52-54 kg = 0,90

14 kg = 0,36

34 kg = 0,68

56-58 kg = 0,92

16 kg = 0,40

36 kg = 0,71

60-62 kg = 0,96

18 kg = 0,44

38 kg = 0,73

64-66 kg = 0,98

20 kg = 0,46

40 kg = 0,76

68 kg = 0,99


Art und Dauer der Anwendung

Die Kapsel wird nüchtern, mit reichlich Flüssigkeit eingenommen. Sie soll unzerkaut geschluckt werden.

Bei der Verabreichung der Kapsel an Kinder, insbesondere bei jüngeren Kindern, ist vorher in geeigneter Weise sicherzustellen, dass die Kapsel unzerkaut geschluckt werden kann. Es empfiehlt sich die Gabe von etwas Brei.

Bei Patienten mit Verdacht auf Magen-Darm-Erkrankungen muss die Gabe von (131I)Natriumiodid-Kapseln mit größter Vorsicht erfolgen. Die Kapsel muss vom Patienten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden, damit sie ungehindert in den Magen und den oberen Dünndarm transportiert werden kann. Die gleichzeitige Gabe von H2-Antagonisten oder Protonenpumpenhemmern wird bei diesen Patienten empfohlen.

Um die Strahlenexposition der Blase möglichst gering zu halten, muss der Patient nach Verabreichen des Arzneimittels aufgefordert werden, viel zu trinken und häufig die Blase zu entleeren. Patienten mit Störung der Blasenentleerung sollten nach Gabe hoher therapeutischer Aktivitäten katheterisiert werden.

Wenn Sie eine größere Menge THERACAP131angewendet haben als Sie sollten

Dieses Arzneimittel darf nur von dazu berechtigtem Personal in den entsprechenden klinischen Einrichtungen angewendet werden.

Bei einer Überdosierung besteht das Risiko in der unerwünscht hohen Strahlenexposition. Da das Arzneimittel über die Nieren ausgeschieden wird, kann bei Überdosierung der Radioaktivität die Strahlenexposition durch forcierte Diurese und häufige Blasenentleerung reduziert werden. Weiterhin wird bei Überdosierung eine Schilddrüsenblockade, z. B. mit Kaliumperchlorat empfohlen, um die Strahlenexposition der Schilddrüse zu verringern. Um die Aufnahme von Iod-131 zu vermindern, können Arzneimittel verabreicht werden, die Erbrechen bewirken.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann THERACAP131Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen:

Bei jedem Patienten ist eine sorgfältige Abwägung zwischen dem zu erwartenden therapeutischen Nutzen und dem mit der Strahlenexposition verbundenen Risiko vorzunehmen. Um die Strahlendosis so gering wie möglich zu halten, darf die zu verabreichende Aktivität nicht höher bemessen werden als für den therapeutischen Erfolg erforderlich ist.

Ionisierende Strahlen können Krebs und Erbgutveränderungen erzeugen. Die aus therapeutischer Exposition resultierende Strahlendosis kann zu einem häufigeren Auftreten von Krebs oder Mutationen führen. In jedem Fall muss sichergestellt werden, dass das Risiko durch ionisierende Strahlen geringer ist als das Risiko durch die zu behandelnde Erkrankung.

Nach Anwendung von [131I]Natriumiodid treten insbesondere bei oraler Gabe höherer Aktivitäten häufiger Übelkeit und Erbrechen auf. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen sollten getroffen werden, um eine Kontamination durch Erbrochenes zu vermeiden.

Sehr selten wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen nach Applikation von [131I]Natriumiodid-haltigen Präparaten berichtet.

Frühfolgen

Die strahlenbedingte Zerstörung von Schilddrüsenfollikeln durch [131I]Natriumiodid kann nach 2 - 10 Tagen zu einer vorübergehenden Verschlechterung einer bestehenden Hyperthyreose, bis hin zur thyreotoxischen Krise führen. Sehr selten wurde eine vorübergehende Hyperthyreose auch nach Behandlung funktioneller Schilddrüsenkarzinome beschrieben. Gelegentlich kann sich bei Schilddrüsenautonomie nach initialer Normalisierung eine Immunhyperthyreose entwickeln (Latenzzeit 2 - 10 Monate).

Nach Gabe sehr hoher Radioaktivitäten kann es in den ersten Stunden bis Tagen zu Magen-Darm-Störungen kommen. Diese werden bei etwa 67 % der Patienten beobachtet, können jedoch durch entsprechende Prophylaxe oder Symptombehandlung beherrscht werden.

Bei hochdosierter Radioiodtherapie können 1 - 3 Tage nach der Verabreichung vorübergehende Entzündungen der Schilddrüse (Thyreoiditis, Strumitis), oder der Schleimhaut der Luftröhre (Tracheitis) mit möglicherweise schwerwiegender Einengung der Luftröhre, vor allem bei bereits bestehender Trachealstenose, auftreten. Eine Entzündung der Speicheldrüsen mit Schwellung und Schmerzen in den Speicheldrüsen, partiellem Geschmacksverlust und Mundtrockenheit tritt ohne Prävention bei ca. 60 % der Patienten, bei entsprechender Prävention jedoch nur bei ca. 10 % der Patienten auf. Die Entzündung der Speicheldrüsen heilt normalerweise spontan oder unterstützt durch entzündungshemmende Medikamente/ Maßnahmen ab. Gelegentlich wurden jedoch auch dosisabhängig Fälle von bleibendem Geschmacksverlust und Mundtrockenheit mit folgendem Zahnverlust beschrieben. Sehr selten sind Stimmbanddysfunktionen und Stimmbandlähmungen beschrieben worden.

Bei starker Aufnahme von Iod-131 ins Gewebe kann es lokal zu Schmerzen, Missempfindungen und Ödemen kommen. Zum Beispiel können bei Radioiodtherapie der Restschilddrüse diffuse und heftige Weichteilschmerzen im Hals- und Genickbereich auftreten.

Bei der Behandlung des Morbus Basedow kann sich eine bestehende endokrine Orbitopathie verschlechtern (in 15 – 30 % der Fälle ohne Kortisonbehandlung) oder eine endokrine Orbitopathie entstehen.

Bei Lungenmetastasen sind das Auftreten einer strahlenbedingten Pneumonie sowie Lungenfibrosen beschrieben worden.

Bei der Therapie metastasierender Schilddrüsenkarzinome mit Beteiligung des Gehirns ist nicht auszuschließen, dass Gehirnödeme entstehen oder bereits bestehende Ödeme zunehmen.

Spätfolgen

Als Spätfolge einer Radioiodtherapie von Hyperthyreosen kann es dosisabhängig zur Entwicklung einer Unterfunktion der Schilddrüse kommen. Diese kann sich bereits Wochen nach der Therapie oder erst nach Jahren manifestieren und erfordert regelmäßige Kontrollen der Schilddrüsenfunktion und eine geeignete Schilddrüsen-Substitutionstherapie. Die Häufigkeit radioiodbedingter Hypothyreosen, die im Allgemeinen erst 6 - 12 Wochen nach der Behandlung auftreten, wurde verschiedentlich mit zwischen 2 und 70 % angegeben.

Selten wurden nach Radioiodtherapie Fälle einer vorübergehenden Unterfunktion der Nebenschilddrüse beobachtet; diese muss entsprechend überwacht und mit einer Substitutionstherapie behandelt werden.

Als Spätfolge nach sehr hoch dosierter (> 5000 MBq) oder wiederholt (Interval < 6 Monate) hoch dosierter Radioiodtherapie kann es zur Entwicklung einer vorübergehenden oder in seltenen Fällen nicht reversiblen Knochenmarksdepression mit isolierter Thrombozytopenie, Erythrozytopenie, u. U. mit Todesfolge, kommen. Sehr häufig werden auch vorübergehende Leukozytosen beobachtet.

In epidemiologischen Studien wurde über ein erhöhtes Vorkommen von Magenkrebs bei Patienten, die Iod-131 erhalten hatten, berichtet. Nach hohen Aktivitätsdosen, die typischerweise zur Behandlung von malignen Schilddrüsenerkrankungen verabreicht werden, ist ein vermehrtes Auftreten von Leukämie beobachtet worden. Die Häufigkeit von Blasen- und Brustkrebs kann geringfügig erhöht sein.

Nach Radioiodtherapie des Schilddrüsenkarzinoms kann es bei beiden Geschlechtern zu einer Beeinträchtigung der Fertilität kommen. Eine dosisabhängige, vorübergehende Beeinträchtigung der Spermatogenese ist ab 1850 MBq nachgewiesen; klinisch bedeutsame Effekte mit Oligo- und Azoospermie und erhöhten Serum-FSH-Werten sind nach Anwendung von mehr als 3700 MBq beschrieben.

Bei Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen darf keine weitere Zufuhr des Arzneimittels erfolgen. Um im Notfall unverzüglich reagieren zu können, sollten entsprechende Instrumente (u. a. Trachealtubus und Beatmungsgerät) und Medikamente griffbereit sein.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

5. Wie ist THERACAP131aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum (14 Tage nach dem Kalibriertermin) verwendet werden.

Aufbewahrungsbedingungen:

Bei 15 – 25 °C im Bleitopf aufbewahren. Die nationalen Bestimmungen für die Lagerung radioaktiven Materials sind einzuhalten.

Das Öffnen der Behältnisse sollte grundsätzlich unter einem Abzug erfolgen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden (siehe 8. Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Gefahren für die Umwelt/Maßnahmen für die Entsorgung).

6. Weitere Informationen

Was THERACAP131enthält:

Der Wirkstoff ist: [131I]Natriumiodid

Eine Hartgelatinekapsel enthält am Kalibriertermin je nach Deklaration:

[131I]Natriumiodid 37 - 5550 MBq (1 - 150 mCi)

Physikalische Eigenschaften des Radionuklids Iod-131:

Iod-131 wird im Kernreaktor durch die Bestrahlung von Tellur-130 mit Neutronen erzeugt. Das Nuklid kann auch durch die Extraktion von Uran-235-Spaltprodukten gewonnen werden. Es zerfällt unter Emission von Gammaquanten u. a. mit Energien von 0,365 MeV (81,2 %), 0,637 MeV (7,3 %) und 0,284 MeV (6,1 %) und Beta-Strahlung mit einer maximalen Energie von 0,606 MeV zu stabilem Xenon-131. Die physikalische Halbwertszeit von Iod-131 beträgt 8,02 Tage.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriumthiosulfat 5 H2O, Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat (Ph.Eur.), Natrium-hydroxid, Wasser für Injektionszwecke, Gelatine, Natriumdodecylsulfat, Essigsäure, Eisenoxidhydrat x H20 (E172), Titandioxid E171, Drucktinte.

Wie THERACAP131aussieht und Inhalt der Packung:

1 Kapsel enthält am Kalibrierungstermin eine Aktivität von:

a) 37 MBq oder ein bis zu 20faches davon (entsprechend 740 MBq) oder

b) 50 MBq oder ein bis zu 20faches davon (entsprechend 1000 MBq) oder

c) 925 MBq oder ein sechs- bis 30faches von 185 MBq (entsprechend 5550 MBq) oder

d) 1000 MBq oder ein elf- bis 55faches von 100 MBq (entsprechend 5500 MBq)

Auf jeder Packung ist die Iod-131-Aktivität in MBq angegeben.

Eine Packung enthält 1 Kapsel. Gesamtaktivität im Behältnis: 37 - 5550 MBq.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

GE Healthcare Buchler GmbH & Co. KG

Gieselweg 1

38110 Braunschweig

Telefon 05307/930-0

Durchwahl Auftragsannahme

Telefon 05307/930-71 gebührenfrei: 0800/1007087

Telefax 05307/930-276 gebührenfrei: 0800/1007086


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im 11/2008



Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

7. Pharmakologische Eigenschaften

Pharmakodynamische Eigenschaften

Die pharmakologisch aktive Substanz ist Iod-131 als Natriumiodid, das in der Schilddrüse angereichert wird. Es zerfällt überwiegend dort während seiner langen Verweilzeit und führt so zu einer selektiven Bestrahlung des Organs. Bei den in diagnostischen und therapeutischen Verfahren zur Anwendung kommenden geringen Substanzmengen sind keine pharmakodynamischen Wirkungen des [131I]Natriumiodid zu erwarten. Mehr als 90 % der Strahlenwirkung von Iod-131 beruhen auf der emittierten -Strahlung, die eine mittlere Reichweite im Gewebe von 0,5 mm hat. Diese vermindert dosisabhängig die Funktion und Zellteilung der Schilddrüsenzellen bis hin zum Zelluntergang. Die kurze Reichweite sowie die praktisch fehlende Speicherung des [131I]Natriumiodid außerhalb der Schilddrüse führen zu einer meist vernachlässigbaren Strahlenexposition außerhalb der Schilddrüse.

Toxikologische Eigenschaften

Bei der Therapie mit [131I]Natriumiodid liegt die verabreichte Iodmenge unterhalb der täglichen Iodaufnahme mit der Nahrung. Substanzbedingte toxische Effekte durch Natriumiodid sind daher nicht zu erwarten.

Zur Toxizität bei wiederholter Verabreichung von Natriumiodid sind keine Daten verfügbar. Ebenso fehlen Daten zur Reproduktionstoxizität sowie zum teratogenen und mutagenen Potential der Substanz.

Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach oraler Gabe wird [131I]Natriumiodid schnell im oberen Gastrointestinaltrakt resorbiert (90 % innerhalb von 60 Minuten). Die Absorption wird beeinflusst durch die Magenentleerung; sie ist gesteigert bei Hyperthyreose und vermindert bei Hypothyreose.

In Studien über die Löslichkeit von 131I-Natriumiodid-Kapseln wurde nachgewiesen, dass die Auflösung innerhalb von 5 – 12 Minuten erfolgte und die Radioaktivität homogen auf der Oberfläche der Magenschleimhaut verteilt war.

Studien über die Serumaktivitätsspiegel zeigten, dass nach einem schnellen Anstieg, der über 10 – 20 Minuten andauerte, der Gleichgewichtszustand nach ca. 40 Minuten erreicht war. Nach oraler Verabreichung einer 131I-Natriumiodid-Lösung wurde ebenfalls zur gleichen Zeit der Gleichgewichtszustand gemessen.

Die Pharmakokinetik ist vergleichbar mit der von nicht radioaktivem stabilem Iodid. Nach Eintritt in die Blutbahn verteilt sich Iod-131 im extrathyreoidalen Kompartiment. Von dort wird es überwiegend in die Schilddrüse aufgenommen, die ca. 20 % des Iodids in einem Durchfluss extrahiert, oder renal ausgeschieden. Die Aufnahme des Iodids in die Schilddrüse erreicht ihr Maximum nach 24 – 48 Stunden; 50 % des maximalen Peaks werden nach 5 Stunden erreicht. Der Uptake wird durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst: Alter des Patienten, Volumen der Schilddrüse, Nieren-Clearance, Spiegel des zirkulierenden Iodids und durch andere Arzneimittel (siehe auch Bei Anwendung von THERACAP131mit anderen Arzneimitteln). Die Iodid-Clearance der Schilddrüse beträgt normalerweise 5 - 50 ml/min, steigt jedoch bei Iodmangel auf bis zu 100 ml/min und bei Hyperthyreose auf 1000 ml/min an und kann unter Überladungsbedingungen auf 2 – 5 ml/min zurückgehen. Iodid akkumuliert auch in den Nieren; geringe Mengen werden von den Speicheldrüsen und der Magenschleimhaut aufgenommen und sind auch in der Muttermilch, der Plazenta und dem Plexus chorioideus nachweisbar.

Das in die Schilddrüse aufgenommene Iodid folgt dem bekannten Metabolismus der Schilddrüsenhormone und wird in der Schilddrüse in organische Verbindungen eingebaut, aus denen die Schilddrüsenhormone synthetisiert werden. Die effektive Halbwertszeit von Iod-131 im Plasma beträgt ungefähr 12 Stunden, während die effektive Halbwertszeit von in der Schilddrüse gespeichertem Iod-131 etwa 6 Tage beträgt.

Nach Gabe von [131I]Natriumiodid weisen daher etwa 40 % der Aktivität eine effektive Halbwertszeit von 0,4 Tagen, und die übrigen 60 % eine effektive Halbwertszeit von 8 Tagen auf.

Iod-131 wird zu 37 - 75 % über die Nieren und nur in geringem Umfang mit den Faeces ausgeschieden; die Ausscheidung über die Schweißdrüsen ist vernachlässigbar. Die Harnausscheidung ist charakterisiert durch die Nierenclearance, welche ca. 3 % der Iodid-Passage durch die Nieren verkörpert und relativ konstant von einem Menschen zum anderen ist. Sie ist bei Hypothyreose und Funktionsstörungen der Nieren niedriger und bei Hyperthyreose erhöht. Die mittlere Harnausscheidung bei gesunden Probanden (untersucht wurde der 24-Stunden-Urin) betrug 2,8 mg/kg bei Männern und 2,7 mg/kg bei Frauen. Bei euthyreoten Patienten mit normaler Nierenfunktion werden 50 - 75 % der verabreichten Aktivität innerhalb von 48 Stunden mit dem Urin ausgeschieden.

Strahlenexposition

Die angegebenen Werte für absorbierte Dosen stammen aus ICRP 53. Für die Berechnung der absorbierten Dosen nach dem ICRP-Modell wurde angenommen, dass [131I]Natriumiodid intravenös verabreicht wird. Da Radioiod jedoch schnell und vollständig aus dem oberen Gastrointestinaltrakt resorbiert wird, eignet sich das Modell auch zur Berechnung absorbierter Dosen nach oraler Gabe. Die Exposition der Magenwand durch [131I] Iodid ist jedoch bei einer mittleren Verweildauer des Arzneimittels im Magen von 30 Minuten um ca. 30 % gegenüber der Exkretion nach intravenöser Verabreichung (Exkretion des Nuklids in Magensaft und Speichel) erhöht.

Die Strahlenexposition spezifischer Organe, die nicht Zielorgan der Therapie sind, kann signifikant durch pathophysiologische Veränderungen infolge der Erkrankung beeinflusst werden. Teil der Risiko-Nutzen-Bewertung vor Anwendung des Arzneimittels sollte deshalb die Berechnung der effektiven Dosis und der von einzelnen Zielorganen wahrscheinlich absorbierten Dosen sein. Die Radioaktivitätsdosis kann dann unter Berücksichtigung des Schilddrüsen-/Strumengewichtes, der biologischen Halbwertszeit des Iodids und des “Recycling-Factors”, der den physiologischen Zustand des Patienten (einschließlich Iodverarmung) und die zugrundeliegenden pathologischen Faktoren berücksichtigt, angepasst werden.

Die Strahlenbelastung beeinträchtigt hauptsächlich die Schilddrüse. Die Bestrahlung anderer Organe liegt im Allgemeinen in der Größenordnung von Tausendsteln der Belastung der Schilddrüse. Sie hängt auch von der Versorgung mit stabilem Iod über die Nahrung ab (Aufnahme von radioaktivem Iod in Iodmangelgebieten bis 90 % gesteigert, fällt in iodreichen Gebieten auf bis 5 %). Sie hängt weiterhin vom Zustand der Schilddrüsenfunktion ab (Eu-, Hyper- oder Hypothyreose) und davon, ob es iodspeicherndes Gewebe im Körper gibt (z. B. der Zustand nach Schilddrüsenentfernung, Vorhandensein iodspeichernder Metastasen) oder ob die Schilddrüse blockiert wurde. Die Strahlenbelastung aller anderen Organe ist entsprechend höher oder niedriger, abhängig vom Grad der Schilddrüseniodspeicherung.



Absorbierte Dosis/appl. Aktivität (mGy/MBq)

- Angaben aus ICRP 53 -


Iodspeicherung der Schilddrüse von 0 %


O rgan Erwachsene 15 Jahre 10 Jahre 5 Jahre 1 Jahr


Nebennieren 0,037 0,042 0,067 0,11 0,20

Blasenwand 0,61 0,75 1,1 1,8 3,4

Knochenoberfläche 0,032 0,038 0,061 0,097 0,19

Mamma 0,033 0,033 0,052 0,085 0,17

Magenwand 0,034 0,040 0,064 0,10 0,19

Dünndarm 0,038 0,047 0,075 0,12 0,22

Oberer Dickdarm 0,037 0,045 0,070 0,12 0,21

Unterer Dickdarm 0,043 0,052 0,082 0,13 0,23

Nieren 0,065 0,080 0,12 0,17 0,31

Leber 0,033 0,040 0,065 0,10 0,20

Lunge 0,031 0,038 0,060 0,096 0,19

Ovarien 0,042 0,054 0,084 0,13 0,24

Pankreas 0,035 0,043 0,069 0,11 0,21

Rotes Knochenmark 0,035 0,042 0,065 0,10 0,19

Milz 0,034 0,040 0,065 0,10 0,20

Testes 0,037 0,045 0,075 0,12 0,23

Schilddrüse 0,029 0,038 0,063 0,10 0,20

Uterus 0,054 0,067 0,11 0,17 0,30

Übriges Gewebe 0,032 0,039 0,062 0,10 0,19

Effektive Dosis 0,072 0,088 0,14 0,21 0,40

(mSv/MBq)

N ach ICRP 60 beträgt die effektive Dosis pro verabreichter Aktivität für den Erwachsenen

0,064 mSv/MBq.


Absorbierte Dosis/appl. Aktivität (mGy/MBq)

- Angaben aus ICRP 53 -


Schilddrüsen-Uptake 5 %


O rgan Erwachsene 15 Jahre 10 Jahre 5 Jahre 1 Jahr


Nebennieren 0,032 0,039 0,063 0,1 0,19

Blasenwand 0,58 0,72 1,1 1,7 3,2

Knochenoberfläche 0,032 0,042 0,063 0,097 0,18

Mamma 0,031 0,031 0,054 0,088 0,17

Magenwand 0,45 0,58 0,84 1,4 2,9

Dünndarm 0,28 0,35 0,62 1,0 2,0

Oberer Dickdarm 0,059 0,064 0,1 0,16 0,27

Unterer Dickdarm 0,043 0,054 0,083 0,13 0,23

Nieren 0,063 0,077 0,11 0,17 0,29

Leber 0,03 0,036 0,06 0,1 0,19

Lunge 0,034 0,043 0,07 0,11 0,21

Ovarien 0,044 0,06 0,092 0,14 0,26

Pankreas 0,05 0,059 0,092 0,14 0,25

Rotes Knochenmark 0,038 0,049 0,07 0,1 0,18

Milz 0,039 0,046 0,072 0,11 0,2

Testes 0,029 0,035 0,059 0,095 0,18

Schilddrüse 72 110 170 370 680

Uterus 0,055 0,07 0,11 0,17 0,31

Übriges Gewebe 0,04 0,052 0,081 0,13 0,24

Effektive Dosis 2,3 3,5 5,3 11 21

(mSv/MBq)

N ach ICRP 60 beträgt die effektive Dosis pro verabreichter Aktivität für den Erwachsenen

3,7 mSv/MBq.


Absorbierte Dosis/appl. Aktivität (mGy/MBq)

- Angaben aus ICRP 53 -


Schilddrüsen-Uptake 15 %


O rgan Erwachsene 15 Jahre 10 Jahre 5 Jahre 1 Jahr


Nebennieren 0,036 0,043 0,071 0,11 0,22

Blasenwand 0,52 0,64 0,98 1,5 2,9

Knochenoberfläche 0,047 0,067 0,094 0,14 0,24

Mamma 0,043 0,043 0,081 0,13 0,25

Magenwand 0,46 0,58 0,84 1,5 2,9

Dünndarm 0,28 0,35 0,62 1,0 2,0

Oberer Dickdarm 0,059 0,065 0,1 0,16 0,28

Unterer Dickdarm 0,042 0,053 0,082 0,13 0,23

Nieren 0,06 0,075 0,11 0,17 0,29

Leber 0,032 0,041 0,068 0,11 0,22

Lunge 0,053 0,071 0,12 0,19 0,33

Ovarien 0,043 0,059 0,092 0,14 0,26

Pankreas 0,052 0,062 0,1 0,15 0,27

Rotes Knochenmark 0,054 0,074 0,099 0,14 0,24

Milz 0,042 0,051 0,081 0,12 0,23

Testes 0,028 0,035 0,058 0,094 0,18

Schilddrüse 210 340 510 1100 2000

Uterus 0,054 0,068 0,11 0,17 0,31

Übriges Gewebe 0,065 0,089 0,14 0,22 0,4

Effektive Dosis 6,6 10 15 34 62

(mSv/MBq)

N ach ICRP 60 beträgt die effektive Dosis pro verabreichter Aktivität für den Erwachsenen

11 mSv/MBq.


Absorbierte Dosis/appl. Aktivität (mGy/MBq)

- Angaben aus ICRP 53 -


Schilddrüsen-Uptake 35 %


O rgan Erwachsene 15 Jahre 10 Jahre 5 Jahre 1 Jahr


Nebennieren 0,042 0,05 0,087 0,14 0,28

Blasenwand 0,4 0,5 0,76 1,2 2,3

Knochenoberfläche 0,076 0,12 0,16 0,23 0,35

Mamma 0,067 0,066 0,13 0,22 0,4

Magenwand 0,46 0,59 0,85 1,5 3,0

Dünndarm 0,28 0,35 0,62 1,0 2,0

Oberer Dickdarm 0,058 0,065 0,1 0,17 0,3

Unterer Dickdarm 0,04 0,051 0,08 0,13 0,24

Nieren 0,056 0,072 0,11 0,17 0,29

Leber 0,037 0,049 0,082 0,14 0,27

Lunge 0,09 0,12 0,21 0,33 0,56

Ovarien 0,042 0,057 0,09 0,14 0,27

Pankreas 0,054 0,069 0,11 0,18 0,32

Rotes Knochenmark 0,086 0,12 0,16 0,22 0,35

Milz 0,046 0,059 0,096 0,15 0,28

Testes 0,026 0,032 0,054 0,089 0,18

Schilddrüse 500 790 1200 2600 4700

Uterus 0,05 0,063 0,1 0,16 0,3

Übriges Gewebe 0,11 0,16 0,26 0,41 0,71

Effektive Dosis 15 24 36 78 140

(mSv/MBq)

N ach ICRP 60 beträgt die effektive Dosis pro verabreichter Aktivität für den Erwachsenen

25 mSv/MBq.


Absorbierte Dosis/appl. Aktivität (mGy/MBq)

- Angaben aus ICRP 53 -


Schilddrüsen-Uptake 55 %


O rgan Erwachsene 15 Jahre 10 Jahre 5 Jahre 1 Jahr


Nebennieren 0,049 0,058 0,11 0,17 0,34

Blasenwand 0,29 0,36 0,54 0,85 1,6

Knochenoberfläche 0,11 0,17 0,22 0,32 0,48

Mamma 0,091 0,089 0,19 0,31 0,56

Magenwand 0,46 0,59 0,86 1,5 3,0

Dünndarm 0,28 0,35 0,62 1,0 2,0

Oberer Dickdarm 0,058 0,067 0,11 0,18 0,32

Unterer Dickdarm 0,039 0,049 0,078 0,13 0,24

Nieren 0,051 0,068 0,1 0,17 0,29

Leber 0,043 0,058 0,097 0,17 0,33

Lunge 0,13 0,18 0,3 0,48 0,8

Ovarien 0,041 0,056 0,09 0,15 0,27

Pankreas 0,058 0,076 0,13 0,21 0,38

Rotes Knochenmark 0,12 0,18 0,22 0,29 0,46

Milz 0,051 0,068 0,11 0,17 0,33

Testes 0,026 0,031 0,052 0,087 0,17

Schilddrüse 790 1200 1900 4100 7400

Uterus 0,046 0,06 0,099 0,16 0,3

Übriges Gewebe 0,16 0,24 0,37 0,59 1,0

Effektive Dosis 24 37 56 120 220

(mSv/MBq)

N ach ICRP 60 beträgt die effektive Dosis pro verabreichter Aktivität für den Erwachsenen

40 mSv/MBq.

8. Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Gefahren für die Umwelt/Maßnahmen für die Entsorgung

Radioaktive Arzneimittel dürfen nur unter Vorkehrungen zum Schutz vor ionisierenden Strahlen und unter Beachtung pharmazeutischer Qualitätsanforderungen zubereitet und angewendet werden.

Mit radioaktiven Arzneimitteln therapierte Patienten stellen einen Risikofaktor für andere Personen aufgrund der vom Patienten ausgehenden Strahlung oder aufgrund von Ausscheidungen der Patienten dar. Zur Vermeidung der Exposition von Dritten und zur Vermeidung von Kontaminationen sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Nach Gebrauch sind sämtliche Materialien (fest und flüssig), die in Zusammenhang mit der Präparation und Anwendung von radioaktiven Arzneimitteln verwendet wurden, zu dekontaminieren oder als radioaktiver Abfall zu behandeln. Radioaktiver Abfall einschließlich nicht verwendeter radioaktiver Arzneimittel sowie die Ausscheidungen von Patienten sind gemäß den gesetzlichen Vorschriften und Auflagen zu entsorgen.

Gesetzliche Bestimmungen:

Verordnung für die Umsetzung von EURATOM-Richtlinien zum Strahlenschutz” vom 20.7.2001, Bundesgesetzblatt I, Nr. 38, S. 1714ff (2001).

Strahlenschutz in der Medizin. Richtlinie nach der Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen (Strahlenschutzverordnung – StrlSchV)” vom 24.6.2002, Bundesanzeiger, Nr. 207a (2002).

9. Zulassungsnummer

28638.00.00

10. Datum der Zulassung

09.07.2001

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig


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