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Tramadol 100mg Injekt Lichtenstein

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Gebrauchsinformation: Information für Anwender


Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein

Wirkstoff: Tramadolhydrochlorid Injektionslösung



Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorg­fältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arz­neimittels beginnen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möch­ten Sie diese später nochmals lesen.

  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich ver­schrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

  • Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen auftritt, Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein, und wofür wird es angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein beachten?

3. Wie ist Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein aufzubewahren?

6. Weitere Informationen


1. Was ist Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein,und wofür wird es angewendet?

Tramadol – der Wirkstoff in Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein – ist ein zentralwirksames Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide. Seine schmerzlindernde Wirkung erzielt es durch seine Wirkung an spezifischen Nervenzellen des Rückenmarks und des Gehirns.


Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein wird angewendet:

zur Behandlung von mäßig starken bis starken Schmerzen.


2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Tramadol 100 mg injekt Lichtensteinbeachten?


Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein darf nicht angewendet werden:


Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein ist erforderlich,


Sprechen Sie in diesen Fällen vor Beginn der Anwendung mit Ihrem Arzt.


Bitte beachten Sie, dass Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein zu einer seelischen und körperlichen Abhängigkeit führen kann. Bei längerem Gebrauch kann die Wirkung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein nachlassen, so dass höhere Arzneimengen angewendet werden müssen (Toleranzentwicklung). Bei Patienten, die zu Arzneimittelmissbrauch oder Medikamentenabhängigkeit neigen, ist daher eine Behandlung mit Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein kurzfristig und unter strengster ärztlicher Kontrolle durchzuführen.


Bitte teilen Sie Ihrem Arzt auch mit, wenn eines dieser Probleme während der Anwendung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein auftritt oder wenn diese Angaben früher einmal bei Ihnen zutrafen.


Kinder

Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein ist nicht für die Anwendung bei Kindern unter 1 Jahr bestimmt.


Ältere Menschen

Bei älteren Menschen können die Dosierungsabstände verlängert sein (siehe unter 3. „Dosierungsanleitung“).


Bei Anwendung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


Die schmerzlindernde Wirkung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein kann vermindert und die Wirkungsdauer verkürzt werden,


Das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sich:


Sonstige mögliche Wechselwirkungen:

Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein soll nicht gleichzeitig mit MAO-Hemmern (Arzneimittel, die gegen krankhaft traurige Verstimmung [Depression] wirken) verabreicht werden. Bei Gabe von MAO-Hemmstoffen innerhalb der letzten 14 Tage vor einer Gabe eines anderen Opioids (Pethidin) sind lebensbedrohende Wechselwirkungen gesehen worden, die das Zentralnervensystem sowie Atmungs- und Kreislauffunktion betrafen. Dieselben Wechselwirkungen mit MAO-Hemmern sind bei Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein nicht auszuschließen.


Wenn Sie gleichzeitig mit Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein Medikamente gegen Schmerzen einnehmen, die Buprenorphin, Pentazocin oder Nalbuphin enthalten, kann möglicherweise die schmerzlindernde Wirkung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein vermindert sein.


Die wichtigsten physikalischen und chemischen Unverträglichkeiten (Inkompatibilitäten):

Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein hat sich als inkompatibel erwiesen mit Injektions- oder Infusionslösungen von Diclofenac, Indometacin, Phenylbutazon, Diazepam, Flunitrazepam und Glyceroltrinitrat.


Bei Anwendung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Trinken Sie während der Behandlung mit Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein keinen Alkohol, da seine Wirkung verstärkt werden kann.


Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind, wird Ihr Arzt Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein nur verschreiben, wenn zwingende Gründe dafür vorliegen. Allgemein, ist eine Anwendung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein in diesem Zustand nicht empfehlenswert, da über die Unbedenklichkeit von Tramadol in der Schwangerschaft keine ausreichenden Beweise vorliegen. Die wiederholte Gabe von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein in der Schwangerschaft kann zur Gewöhnung des ungeborenen Kindes an Tramadol und infolgedessen nach der Geburt zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen führen.


Vor oder während der Geburt gegeben, beeinflusst Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein nicht die Fähigkeit der Gebärmutter zu kontrahieren, was für den natürlichen Geburtsvorgang wichtig ist.

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


Tramadol wird in sehr geringen Mengen (etwa 0,1 % einer intravenös applizierten Dosis) in die Muttermilch ausgeschieden. Daher sollte Tramadol nicht während der Stillzeit angewendet werden. Bei einer einmaligen Gabe von Tramadol ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein kann unter anderem zu Benommenheit und Sehstörungen (verschwommene Sicht) führen und damit Ihr Reaktionsvermögen beeinflussen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigt ist, fahren Sie nicht Auto, bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen und arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!


3. Wie ist Tramadol 100 mg injekt Lichtensteinanzuwenden?

Die Dosierung wird nach der Verordnung durch den Arzt der Stärke der Schmerzen und Ihrer individuellen Empfindlichkeit angepasst. Grundsätzlich sollte die kleinste schmerzlindernde Dosis angewendet werden.


Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Bei mäßig starken Schmerzen erhalten Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre als Einzeldosis 1 ml Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein (entsprechend 50 mg Tramadolhydrochlorid). Tritt innerhalb von 30 bis 60 Minuten keine Schmerzbefreiung ein, wird nochmals 1 ml gegeben.


Ist bei starken Schmerzen ein höherer Bedarf zu er­warten, werden als Einzeldosis 2 ml Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein (ent­sprechend 100 mg Tramadolhydrochlorid) verabreicht.


Zur Behandlung starker Schmerzen nach Operationen können im On-Demand-Verfahren (Schmerzbehandlung nach Bedarf) in den ersten Stunden auch höhere Dosen erforderlich sein. Der Bedarf über 24 Stunden liegt im Allgemeinen nicht höher als bei üblicher Gabe.


Die Wirkung hält je nach Schmerzen 4–8 Stunden an. Im Allgemeinen brauchen Tagesdosen von 8 ml Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein (entsprechend 400 mg Tramadolhydrochlorid) nicht überschritten zu werden. Bei Tumorschmerzen und starken Schmerzen nach Operationen können jedoch auch deutlich höhere Dosen erforderlich sein.


Dosierung bei Kindern

Kinder im Alter von 1 bis 11 Jahren erhalten als Einzeldosis 1 bis 2 mg Tramadolhydrochlorid pro Kilogramm Körpergewicht.

Eine tägliche Dosis von 8 mg aktiver Substanz pro kg Körpergewicht oder 400 mg aktive Substanz sollte nicht überschritten werden.


Hierfür wird Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein mit Wasser zur Injektion verdünnt. Die folgende Übersicht zeigt, welche Konzentrationen dabei erreicht werden:


Tramadol 100 mg injekt

Lichtenstein (enthält 50 mg

Tramadolhydrochlorid je ml)



plus Wasser zur Injektion


ergibt als Konzentration

1 ml (2 ml)

1 ml (2 ml)

25,0 mg/ml

1 ml (2 ml)

2 ml (4 ml)

16,7 mg/ml

1 ml (2 ml)

3 ml (6 ml)

12,5 mg/ml

1 ml (2 ml)

4 ml (8 ml)

10,0 mg/ml

1 ml (2 ml)

5 ml (10 ml)

8,3 mg/ml

1 ml (2 ml)

6 ml (12 ml)

7,1 mg/ml

1 ml (2 ml)

7 ml (14 ml)

6,3 mg/ml

1 ml (2 ml)

8 ml (16 ml)

5,6 mg/ml

1 ml (2 ml)

9 ml (18 ml)

5,0 mg/ml


Beispiel: Bei einem 27 kg schweren Kind möchte man eine Dosierung von 1,5 mg Tramadolhydrochlorid pro Kilogramm Körpergewicht geben. Man benötigt hierfür 40,5 mg Tramadolhydrochlorid. Also verdünnt man 1 ml Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein Injektionslösung (entspricht 50 mg Tramadolhydrochlorid) mit 4 ml Wasser für Injektionszwecke. Es ergibt sich eine Konzentration von 10 mg Tramadolhydrochlorid pro ml. Von der verdünnten Lösung werden anschließend 4 ml (40 mg Tramadolhydrochlorid) verabreicht.


Ältere Patienten

Bei akuten Schmerzen wird Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein nur einmal oder wenige Male gespritzt, so dass eine Dosisanpassung nicht erforderlich ist. Bei chronischen Schmerzen ist im Regelfall eine Dosisanpassung bei älteren Patienten (bis 75 Jahre) ohne Zeichen schwerer Leber- oder Nierenerkrankung nicht erforderlich. Bei alten Patienten (über 75 Jahre) kann es zu einer Ver­längerung der Ausscheidung kommen. Infolgedessen sind die Abstände zwischen den Anwendungen gegebenenfalls individuell zu verlängern.


Leber- und Nierenfunktionsschwäche/Dialyse

Bei akuten Schmerzen wird Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein nur einmal oder wenige Male gespritzt, so dass eine Dosisanpassung nicht erforderlich ist. Wenn Sie unter einer schweren Leber- und/oder Nierenfunktionsschwäche leiden, sollteTramadol 100 mg injekt Lichtenstein nicht verab­reicht werden. In weniger schweren Fällen von Leber- und Nierenfunktionsschwäche sollten die Abstände zwischen den Anwendungen vergrößert werden.


Hinweis:

Die empfohlenen Dosierungen sind Anhaltswerte. Grundsätzlich sollte die kleinste schmerzlindernd wirksame Dosis gewählt werden. Bei der Therapie chronischer Schmerzen ist der Dosierung nach einem festen Zeitplan der Vorzug zu geben.


Art der Anwendung

Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein wird intravenös, intramuskulär oder subkutan injiziert (intravenös wird Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein meist in ein ober­flächliches Blutgefäß des Arms eingespritzt, intra­muskulär meist in den Gesäßmuskel und subkutan unter die Haut).


Die intravenöse Gabe erfolgt langsam mit 1 ml Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein (entsprechend 50 mg Tramadolhydrochlorid) pro Minute.


Nach Verdünnung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein ist auch die intravenöse Infusion möglich. Zur Verdünnung können Natriumchlorid-Lösung 0,9 % oder Glukose-Lösung 5 % in einer Menge bis zu 500 ml (Erwachsene) verwendet werden.


Außerdem können zur Verdünnung in einer Menge bis zu 500 ml (Erwachsene) benutzt werden:

kalziumhaltige Vollelektrolytlösung (z. B. Ringerlösung, Tutofusin®), phosphathaltige Elektrolytlösung (z. B. Tutofusin®B), dextranhaltige Infusionslösung (z. B. Rheomacrodex®10 %) sowie Zweidrittelelektrolytlösung (z. B. Normofundin®G-5).


Die Mischungen sollten nach Möglichkeit immer frisch zubereitet werden (siehe unter 5. „Wie ist Tramadol 100 mg Lichtenstein aufzubewahren?“).


Wichtigste physikalische und chemische Unverträglichkeiten (Inkompatibilitäten): siehe unter 2. „Bei Anwendung von Tramadol injekt 100 mg Lichtenstein mit anderen Arzneimitteln“.


Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein sollte auf keinen Fall länger als therapeutisch unbedingt notwendig angewendet werden.


Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein zu stark oder zu schwach ist.


Wenn eine größere Menge Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein angewendet wurde

Nach Anwendung erheblich zu hoher Arzneimengen kommt es zu engen oder weiten Pupillen, Erbrechen, Blutdruckabfall, erhöhtem Herzschlag, Kreislaufkollaps, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma (tiefe Bewusstlosigkeit), epileptiforme Krampfanfälle und Verminderung der Atmung bis hin zum Atemstillstand. Rufen Sie bei Auftreten dieser Krankheitszeichen unverzüglich den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe!


Wenn die Anwendung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein vergessen wurde,

können Ihre Schmerzen erneut auftreten.

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn die vor­herige Anwendung vergessen wurde, sondern führen Sie die Anwendung wie vorher fort.


Wenn Sie die Anwendung von Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein abbrechen

Wenn Sie die Behandlung mit Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein unterbrechen oder vorzeitig beenden, führt dies zu einem erneuten Auftreten der Schmerzen. Möchten Sie die Behandlung wegen unangenehmer Begleiterscheinungen abbrechen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Im Allgemeinen wird ein Abbruch der Behandlung mit Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein keine Nachwirkungen haben. Bei einigen wenigen Patienten, die Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein über einen sehr langen Zeitraum angewendet haben, kann es jedoch zu Nachwirkungen kommen, wie Unruhe, Angstzustände, Nervosität, Schlaflosigkeit, Zittern oder Magen-Darm-Beschwerden. Wenn eine dieser Nebenwirkungen nach Abbruch der Behandlung mit Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein bei Ihnen auftritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.


Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.


Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zu Grunde gelegt:


Sehr häufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar


Mögliche Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen, die während der Behandlung mit Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein auftreten, sind Übelkeit und Schwindel, die häufiger als bei 1 von 10 Patienten auftreten.


Herz-Kreislauf-Beschwerden

Gelegentlich:Beeinflussung der Kreislaufregulation (Herzklopfen, erhöhter Herzschlag, Schwächeanfälle und Kreislaufzusammenbruch). Diese Nebenwirkungen können insbesondere bei aufrechter Körperhaltung und körperlicher Belastung auftreten.

Selten: Verlangsamung der Herzfrequenz (Bradykardie), Blutdruckanstieg.


Beschwerden des Nervensystems

Sehr häufig: Schwindel.

Häufig:Kopfschmerz, Benommenheit.

Selten:Appetitveränderungen, Fehlempfindungen auf der Haut (wie z. B. Kribbeln, Prickeln, Taubheitsgefühl), Zittern, Verminderung der Atmung, epileptiforme Krampfanfälle, unwillkürliche Muskelzuckungen, Koordinationsstörungen, Synkope.


Werden die empfohlenen Arzneimengen überschritten oder gleichzeitig andere Arzneimittel angewendet, die dämpfend auf das Gehirn wirken, kann eine Verminderung der Atmung auftreten.


Epileptiforme Krampfanfälle traten überwiegend nach Anwendung hoher Tramadol-Dosierungen auf oder nach gleichzeitiger Anwendung von Medikamenten, welche selbst krampfauslösend wirken können oder die Krampfschwelle erniedrigen.


Häufigkeit nicht bekannt: Sprachstörungen.


Psychische Nebenwirkungen

Selten:Halluzinationen, Verwirrtheit, Schlafstörungen, Ängstlichkeit und Albträume.


Psychische Beschwerden können nach einer Behandlung mit Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein auftreten, wobei ihre Intensität und ihr Wesen individuell unterschiedlich in Erscheinung treten (je nach Persönlichkeit und Dauer der Anwendung). Hierbei kann es sich um Stimmungsveränderungen (meist gehobene, gelegentlich auch gereizte Stimmung), Veränderungen der Aktivität (meist Dämpfung, gelegentlich Steigerung) und Veränderungen der kognitiven und sensorischen Leistungsfähigkeit (Veränderung der Sinneswahrnehmung und des Erkennens, was zu Fehlern im Entscheidungsverhalten führen kann) handeln.

Eine Abhängigkeit kann sich einstellen.


Sehstörungen

Selten:verschwommene Sicht.

Häufigkeit ncht bekannt:Pupillenerweiterung.


Atembeschwerden

Über erschwerte Atmung und eine Verschlimmerung von Asthma ist berichtet worden, wobei jedoch ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Wirkstoff Tramadol nicht hergestellt werden konnte.


Magen-Darm-Beschwerden

Sehr häufig: Übelkeit

Häufig:Erbrechen, Verstopfung, Mundtrockenheit.

Gelegentlich:Brechreiz, Durchfall, Magenbeschwerden (z. B. Magendruck, Völlegefühl).


Haut und Hautanhangsorgane

Häufig:Schwitzen.

Gelegentlich:Hauterscheinungen (z. B. Juckreiz, Ausschlag, rasch auftretende Hautrötung).


Bewegungsapparat

Selten:verminderte Muskelkraft.


Leber- und Gallenbeschwerden

Sehr selten:Leberenzymwerterhöhungen.


Störungen beim Wasserlassen

Selten:Störungen beim Wasserlassen, weniger Urin als normal sowie das Unvermögen, die gefüllte Harnblase spontan zu entleeren.


Gesamtbefinden

Häufig:Erschöpfung.

Selten:allergische Reaktionen (z. B. Atemnot, „pfeifende“ Atemgeräusche, Hautschwellungen) und Schockreaktionen (plötzliches Kreislaufversagen) sind in sehr seltenen Fällen aufgetreten.


Selten können Symptome einer Entzugsreaktion, ähnlich wie bei Oipiaten, auftreten. Solche Symptome sind: Agitation, Ängstlichkeit, Nervosität, Schlafstörungen, Hyperkinesie, Tremor und gastrointestinale Symptome. Zu den weiteren Symptomen, die beim Absetzen von Tramadol in sehr seltenen Fällen beobachtet wurden, gehören: Panikanfälle, starke Ängstlichkeit, Halluzinationen, Parästhesien, Tinnitus und ungewöhnliche ZNS-Symptome (z. B. Verwirrung, Wahn, Depersonalisation, Derealisation, Paranoia).


Sollten Sie Anzeichen einer der oben geschilderten schwerwiegenden Nebenwirkungen bei sich beobachten, rufen Sie den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe.


Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformationen angegeben sind.


5. Wie ist Tramadol 100 mg injekt Lichtensteinaufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.


Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht über 25 °C lagern.


Hinweis auf Haltbarkeit nach Mischung mit Infusionslösungen

Die Haltbarkeit nach Zumischung zur Natriumchlorid-Lösung 0,9 % oder Glukose-Lösung5 % beträgt maximal 24 Stunden bei Raumtemperatur. Die Mischungen sollten immer frisch, d. h. erst kurz vor Anwendung, zubereitet werden.


6. Weitere Informationen

Was Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein enthält:

Der Wirkstoff ist Tramadolhydrochlorid.


1 ml Injektionslösung enthält 50 mg Tramadol­hydrochlorid.


Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriumacetat, Wasser für Injektionszwecke.


Inhalt der Packung:

Tramadol 100 mg injekt Lichtenstein ist in Packungen mit 5, 10 und 20 Ampullen mit je 2 ml Injektionslösung erhältlich.


Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

WinthropArzneimittel GmbH

65927 Frankfurt am Main

Telefon: (01 80) 2 02 00 10*

Telefax: (01 80) 2 02 00 11*


Zusätzlicher Hersteller

Merckle GmbH, Ludwig-Merckle-Straße 3, 89143 Blaubeuren


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im August 2011.


Verschreibungspflichtig.

*0,06 €/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 €/min (Mobilfunk).