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Traumanase

Document: 27.01.2005   Fachinformation (deutsch) change

Fachinformation



1. Bezeichnung des Arzneimittels

Traumanase

Wirkstoff: Bromelain


2. Verschreibungsstatus / Apothekenpflicht

Apothekenpflichtig


3. Zusammensetzung desArzneimittels

3.1 Stoff- oder Indikationsgruppe

Pflanzliches Arzneimittel bei Schwellungen nach Verletzungen

3.2 Bestandteile nach der Art und arzneilich wirksame Bestandteile nach Art und Menge

1 magensaftresistente Tablette enthält:


- arzneilich wirksamer Bestandteil

13,2 - 17,0 mg Bromelain entsprechend 100 F.I.P. Einheiten

- sonstige Bestandteile

Calciumhydrogenphosphat wasserfrei, Macrogol 4000, Maisstärke, Talkum, Magnesiumstearat, Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:1), Gelatine, Farbstoffe E 100, E 127, E 171, Natriumbenzoat, Sucrose (Saccharose), Maltodextrin, Montanglykolwachs, [Aluminiumoxid].

4. Anwendungsgebiete

Akute Schwellungszustände nach Operationen und Verletzungen, insbesondere der Nase und der Nasennebenhöhlen.
In der Packungsbeilage werden die Patienten auf folgendes hingewiesen:

Bei anhaltenden, unklaren oder neu auftretenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.

5. Gegenanzeigen

Traumanase darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegenüber Bromelain oder einem der sonstigen Inhaltsstoffe. Traumanase darf nicht eingenommen werden bei gleichzeitiger Anwendung von Antikoagulantien und/oder Thrombozytenaggregationshemmern. Traumanase darf nicht angewendet werden bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen, z.B. Hämophilie. Traumanase darf nicht angewendet werden bei schweren Leber- und Nierenschäden. Zur Anwendung von Traumanase in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern unter 12 Jahren liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Traumanase darf daher nicht bei Schwangeren und Stillenden sowie bei Kindern unter 12 Jahren angewendet werden.





6. Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt: „gelegentlich“ bedeutet: bei weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten.

Gelegentlich können durch den Wirkstoff Bromelain allergische Reaktionen, z.B. Hautausschläge oder asthmaähnliche Beschwerden, ausgelöst werden.

Gelegentlich können bei der Einnahme von Traumanase Magenbeschwerden und/oder Durchfall auftreten.

In diesen Fällen sollte Traumanase unverzüglich abgesetzt werden.

In der Gebrauchsinformation wird der Patient auf Folgendes aufmerksam gemacht:

Sollten Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen, insbesondere asthmaähnliche Beschwerden, beobachten, setzen Sie Traumanase ab und informieren Sie sofort Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden kann.

Wenn Sie Nebenwirkungen beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.“



7. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Eine Verstärkung der Blutungsneigung bei gleichzeitiger Therapie mit Antikoagulantien und Thrombozytenaggregationshemmstoffen ist nicht auszuschließen.

Die Plasma- und Urinspiegel von Tetrazyklinen werden bei gleichzeitiger Einnahme von Bromelain erhöht.



8. Warnhinweise

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-
Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten /.../ nicht einnehmen.



9. Wichtigste Inkompatibilitäten

Keine



10. Dosierung mit Einzel- und Tagesgaben

Erwachsene und Kinder über 12 Jahre nehmen 2 - 3 mal täglich 2 magensaftresistente Tabletten ein.

Es sollten pro Tag nicht mehr als 6 magensaftresistente Tabletten eingenommen werden.



11. Art und Dauer der Anwendung

Traumanase soll unzerkaut vor den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden. Die Einnahmedauer richtet sich nach der Geschwindigkeit, mit der die Ödeme abklingen. Im allgemeinen reicht eine Therapie von acht bis zehn Tagen aus. In begründeten Fällen sind jedoch auch längere Therapiezeiträume möglich.



12. Notfallmaßnahmen, Symptome und Gegenmittel

Bei Überdosierung können die beschriebenen Nebenwirkungen verstärkt auftreten.

In der Packungsbeilage werden die Patienten darauf hingewiesen, daß in solchen Fällen das Arzneimittel unverzüglich abzusetzen und der Arzt zu informieren ist.





13. Pharmakologische und toxikologische Eigenschaften, Pharmakokinetik und Bioverfügbarkeit, soweit diese Angaben fürdie therapeutische Verwendung erforderlich sind

13.1 Pharmakologische Eigenschaften

In verschiedenen tierexperimentellen Modellen (Eiweiß-, Carrageenan-, Dextran- und
Hefe-induziertes Ödem, traumatisches Ödem, durch Adrenalin ausgelöstes Lungenödem) wurde eine ödemhemmende Wirkung nach oraler und intraperitonealer Verabreichung von hohen Dosen Bromelain nachgewiesen.

13.2 Toxikologische Eigenschaften

Die LD50 nach parenteraler Applikation beträgt bei der Ratte 85,2 mg/kg KG, bei der Maus 30 bis 35 mg/kg KG und beim Kaninchen > 20 mg/kg KG.

Zur Mutagenität und Kanzerogenität liegt kein Erkenntnismaterial vor.


13.3 Pharmakokinetik

Die in 1996 durchgeführten humanpharmakokinetischen Untersuchungen haben ergeben, daß die Resorption von Bromelain beim Menschen in einer dem Tierexperiment vergleichbaren Größenordnung verläuft.

Mit einem neu entwickelten RIA-Verfahren wurde aus dem resorbierten Anteil des Bromelain-Gemisches die immunreaktive Fraktion bestimmt. Die maximale Serumkonzentration dieser Fraktion liegt nach oraler Gabe von 80 mg Bromelain bei 0,97 ng/ml und bedingt durch die magensaftresistente Formulierung wird dieser Wert nach 1,5 - 3 Stunden erreicht.

Resorbiertes Bromelain wird schnell im Blut deaktiviert und innerhalb weniger Stunden renal ausgeschieden.



14. Sonstige Hinweise

Keine.

15. Dauer der Haltbarkeit

24 Monate



16. Besondere Lager- und Aufbewahrungshinweise

Nicht über 25°C aufbewahren.



17. Darreichungsform und Packungsgrößen

Originalpackung mit 50 (N2) magensaftresistenten Tabletten
Originalpackung mit 100 (N3) magensaftresistenten Tabletten
Klinikpackungen



18. Stand der Information

[Monat/Jahr]



19. Name oder Firma und Anschrift des pharmazeutischen Unternehmers

Cassella-med
Gereonsmühlengasse 1
D-50670 Köln
Telefon: 0221 / 120157
Telefax: 0221 / 1652-513
E-Mail: cmed@cassella-med.de

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