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Versican Dhppi/L3

GEBRAUCHSINFORMATION

Versican DHPPi/L3

Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Hunde

1. NAME UND ANSCHRIFT DES ZULASSUNGSINHABERS UND, WENN UNTERSCHIEDLICH, DES HERSTELLERS, DER FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH IST

Zulassungsinhaber:

DE:

Zoetis Deutschland GmbH Schellingstraße 1 D-10785 Berlin

AT:

Zoetis Österreich GmbH Floridsdorfer Hauptstraße 1 A-1210 Wien

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Bioveta, a.s.

Komenskeho 212, Ivanovice na Hane 683 23, Czech Republic

2.    BEZEICHNUNG DES TIERARZNEIMITTELS Versican DHPPi/L3

Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Hunde

3.    WIRKSTOFF(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE

1 Dosis a 1 ml enthält:

Wirkstoffe:

Gefriergetrockneter Anteil (lebend, abgeschwächt):

Minimum

Maximum

Canines Staupevirus; Stamm CDVU 39:

1030 GKID50*

1047 GKID50*

Canines Adenovirus Typ 2; Stamm CAV2-Bio 13:

1035 GKID50*

1049 GKID50*

Canines Parvovirus; Stamm CPV-Bio 12:

1045 GKID50*

1061 GKID50*

Canines Parainfluenzavirus Typ 2;

Stamm CPiV-2-Bio 15:    1030 GKID50*    1046 GKID50*

Flüssiger Anteil (inaktiviert):

MALR** Titer > 1:32 MALR** Titer > 1:32 MALR** Titer > 1:64


Leptospira interrogans, Serovar Icterohaemorrhagiae; Stamm MSLB 1008

Leptospira interrogans, Serovar Canicola;

Stamm MSLB 1010

Leptospira kirschneri, Serovar Grippotyphosa;

Stamm MSLB 1009

*GKID50:    Gewebekulturinfektiöse Dosis 50 %

**MALR:    Micro-Agglutinations-Lysis-Reaktion

Adjuvans:

Aluminiumhydroxidgel    1,8 - 2,2 mg

Aussehen:

Lyophilisat:

Lösungsmittel: Rekonstituierte Suspension:


weiß bis cremefarben rosafarben mit feinem Sediment rosa-rote oder gelbliche Farbe mit leichter Opaleszenz

4. ANWENDUNGSGEBIET(E)

Aktive Immunisierung von Hunden

-    zur Prävention von Mortalität und klinischen Symptomen, verursacht durch canines Staupevirus (CDV),

-    zur Prävention von Mortalität und klinischen Symptomen und zur Reduktion der Virusausscheidung, verursacht durch canines Parvovirus (CPV),

-    zur Prävention von Mortalität und klinischen Symptomen, verursacht durch canines Adenovirus Typ 1 (CAV-1),

-    zur Prävention klinischer Symptome und zur Reduktion von Infektionen, verursacht durch canines Adenovirus Typ 2 (CAV-2),

-    zur Reduktion klinischer Symptome und der Virusausscheidung (in Bezug auf die Virusmenge), verursacht durch canines Parainfluenzavirus (CPiV) und

-    zur Reduktion klinischer Symptome und Infektionen, verursacht durch Leptospira interrogans, Serovare Canicola, Icterohaemorrhagiae und Leptospira kirschneri Serovar Grippotyphosa.

Die Wirksamkeit gegen CPV wurde durch Infektionsversuche mit dem CPV2a

Stamm nachgewiesen.

Es konnte keine Reduktion der Ausscheidung der Leptospiren mit dem Urin

gezeigt werden.

Beginn der Immunität:

Die Immunität gegen CDV, CAV-1, CAV-2, CPV und CPiV wurde 3 Wochen nach Beendigung der Grundimmunisierung nachgewiesen. Für die LeptospirenKomponenten wurde der Beginn der Immunität 4 Wochen nach der Beendigung der Grundimmunisierung nachgewiesen.

Dauer der Immunität:

Mindestens 1 Jahr nach der Grundimmunisierung.

Die Dauer der Immunität für canines Adenovirus Typ 1 wurde nicht durch Infektionsversuche nachgewiesen. Es wurde gezeigt, dass ein Jahr nach der Impfung noch CAV-1 Antikörper vorhanden sind.

5.    GEGENANZEIGEN

Keine

6.    NEBENWIRKUNGEN

Nach subkutaner Applikation bei Hunden kann an der Injektionsstelle gelegentlich eine Schwellung mit einem Durchmesser von maximal 5 cm auftreten.

Diese Reaktionen verschwinden im Allgemeinen innerhalb von 10 Tagen.

In seltenen Fällen können diese Bereiche bei Palpation bis zu 3 Tagen nach der Impfung empfindlich sein.

In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Falls solche Reaktionen auftreten, sollte unverzüglich eine entsprechende Behandlung erfolgen.

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

- Sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen während der Behandlung)

-    Häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)

-    Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)

-    Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)

-    Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).

Falls Sie Nebenwirkungen insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt mit.

7.    ZIELTIERART

Hund

8.    DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG Grundimmunisierung:

Die Hunde erhalten 2 Dosen des Impfstoffes Versican DHPPi/L3 im Abstand von 2 bis 4 Wochen subkutan.

Die erste Impfung kann ab einem Alter von 8 Wochen erfolgen. Die zweite Impfung sollte erst im Alter von mindestens 12 Wochen verabreicht werden.

Wenn mit der zweiten Impfung auch eine Tollwutimpfung verabreicht werden soll, kann diese mit dem Impfstoff Versican DHPPi/L3R erfolgen, welcher zusätzlich inaktiviertes Tollwutantigen enthält (siehe Gebrauchsinformation von Versican DHPPi/L3R).

Wiederholungsimpfung:

Eine jährliche Booster-Impfung mit einer Dosis Versican DHPPi/L3 oder Versican DHPPi/L3R, wenn eine Tollwutimpfung verabreicht werden soll, ist zu empfehlen.

9.    HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

Eine Durchstechflasche des Lyophilisats mit dem Inhalt einer Durchstechflasche des Lösungsmittels unter aseptischen Bedingungen rekonstituieren. Gut schütteln und den gesamten Inhalt der rekonstituierten Suspension (1 ml) unverzüglich subkutan injizieren.

10.    WARTEZEIT

Nicht zutreffend

11.    BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Kühl lagern und transportieren (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Der Impfstoff ist nach der Rekonstitution unverzüglich zu verabreichen.

12.    BESONDERE WARNHINWEISE

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Die Anwesenheit von maternalen Antikörpern bei jungen Welpen kann die Entwicklung einer wirksamen Immunantwort nach der Impfung beeinträchtigen.

In einem CPV-Infektionsversuch wurde jedoch gezeigt, dass der Impfstoff moderate maternale Antikörpertiter gegen CPV überwindet. Des Weiteren wurde serologisch nachgewiesen, dass die Anwesenheit von maternalen Antikörpern die Entwicklung einer wirksamen Immunantwort nicht beeinflusst, wenn bei den Tieren die Grundimmunisierung wie empfohlen abgeschlossen wird.

In Fällen, bei denen mit einem besonders hohen maternalen Antikörpertiter gerechnet wird, sollte eine Verschiebung des Impfbeginns in Betracht gezogen werden.

Es sollen nur gesunde Tiere geimpft werden.

Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen veterinärmedizinischen Produktes vor. Ob der Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen veterinärmedizinischen Produktes verwendet werden sollte, muss daher fallweise entschieden werden.

In Laborstudien wurde gezeigt, dass der Impfstoff während der Trächtigkeit angewendet werden kann.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Bei versehentlicher Selbstinjektion ist das betroffene Areal unverzüglich mit Wasser abzuspülen und es ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Geimpfte Tiere können die lebend attenuierten Virusstämme noch einige Tage nach der Impfung ausscheiden.

Aufgrund der geringen Pathogenität dieser Stämme ist es jedoch nicht notwendig, geimpfte Tiere von ungeimpften Tieren zu trennen.

Überdosierung:

Nach Verabreichung einer Überdosis wurden keine anderen als in Abschnitt 6 (Nebenwirkungen) genannten Reaktionen beobachtet.

Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen, mit Ausnahme des Lösungsmittels, das zur gleichzeitigen Verwendung mit dem Tierarzneimittel in der Packung enthalten ist.

13.    BESONDERE VORSICHTSMASSNAHMEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN ERFORDERLICH

Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den nationalen Vorschriften zu entsorgen.

14.    GENEHMIGUNGSDATUM DER PACKUNGSBEILAGE

Juni 2014

15.    WEITERE ANGABEN

Eine Packung enthält jeweils 1, 5, 10, 20, 25, 50 oder 100 x 1 ml Flaschen des Lyophilisats und des Lösungsmittels.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

DE: Verschreibungspflichtig AT: Rezept- und apothekenpflichtig

DE: Zul.-Nr.: PEI.V.11446.01.1 AT: Z.Nr.: 8-20327

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