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Vomex A I.V. Injektionslösung

Document: 19.11.2004   Gebrauchsinformation (deutsch) change

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Vomex A i.v. Injektionslösung


PB Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben



Liebe Patientin, lieber Patient!


Bitte lesen Sie folgende Gebrauchsinformation auf­merksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arznei­mittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.




PC Gebrauchsinformation



PE Vomex A i.v. Injektionslösung



PF Wirkstoff: Dimenhydrinat



PJ Zusammensetzung



PG Arzneilich wirksame Bestandteile:


1 Ampulle mit 10 ml i.v. Injektionslösung enthält 62 mg Dimenhydrinat.



PH Sonstige Bestandteile:


Wasser für Injektionszwecke



P4 Darreichungsform und Inhalt


Eine Packung enthält 3 Ampullen zu je 10 ml (N1).



PI Stoff- oder Indikationsgruppe oder Wirkungsweise


Dimenhydrinat ist ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen aus der Gruppe der H1-Antihistaminika.



PD Pharmazeutischer Unternehmer:

Yamanouchi Pharma GmbH

Im Breitspiel 9

69126 Heidelberg

Tel: 06221-34340

Fax: 06221-343414


Hersteller:

Wasserburger Arzneimittelwerk GmbH

Herderstr. 2

83512 Wasserburg



PK Anwendungsgebiete


Zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlichen Ursprungs.

Hinweis:

Dimenhydrinat ist zur alleinigen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen im Gefolge einer medikamentösen Krebsbehandlung (Zytostatika-Therapie) nicht geeignet.



PL Gegenanzeigen


Wann dürfen Sie Vomex A i.v. Injektionslösung nicht anwenden?


Sie dürfen Vomex A i.v. Injektionslösung nicht anwenden bei:


Überempfindlichkeit gegenüber Dimenhydrinat, anderen Antihistaminika bzw. einem anderen Bestand­teil des Arzneimittels,


akutem Asthma-Anfall,



grünem Star (Engwinkelglaukom),


Nebennieren-Tumor (Phäochromozytom),


Störung der Produktion des Blutfarbstoffs (Porphyrie),


Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata­hyperplasie) mit Restharnbildung,


Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie).



Wann dürfen Sie Vomex A i.v. Injektionslösung erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden?


Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Vomex A i.v. Injektionslösung nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.


Vomex A i.v. Injektionslösung darf nur nach Rücksprache mit dem Arzt ange­wendet werden bei:


Eingeschränkter Leberfunktion,


Herzrhythmusstörungen (z.B. Herzjagen),


chronischen Atembeschwerden und Asthma,


Verengung am Ausgang des Magens (Pylorusstenose).


Was müssen Sie in der Schwangerschaft und Stillzeit beachten?


Vomex A i.v. Injektionslösung sollte während der letzten Schwangerschafts­wochen wegen möglicher Auslösung vorzeitiger Uteruskontraktionen nicht angewendet werden.

Während der ersten sechs Monate der Schwangerschaft sollte Vomex A i.v. Injektionslösung nur angewendet werden, wenn nicht­medikamentöse Maßnahmen keinen Erfolg gezeigt haben und der Arzt dazu rät.


Dimenhydrinat geht in geringen Mengen in die Mutter­milch über. Bisher sind keine langfristigen, negativen Auswirkungen auf Säuglinge beschrieben. Sollte ein gestilltes Kind Anzeichen für erhöhte Unruhe zeigen, ist auf Flaschennahrung umzustellen oder die Behand­lung mit Vomex A i.v. Injektionslösung abzusetzen.





PV Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise


Was müssen Sie im Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit Maschinen und bei Arbeiten ohne sicheren Halt beachten?


Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen und verminderte Konzentrationsfähigkeit können sich nachteilig auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Arbeiten mit Maschinen auswirken. Dies gilt in besonderem Maße nach unzureichender Schlafdauer, bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol (s. auch "Wechselwirkungen").



PN Wechselwirkungen


Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Vomex A i.v. Injektionslösung, und was müssen Sie beachten, wenn Sie zusätzlich andere Arzneimittel einnehmen?


Bei gleichzeitiger Anwendung von Vomex A i.v. Injektionslösung mit anderen zentral dämpfenden Arzneimitteln (Arzneimitteln, die die Psyche beeinflussen, Schlaf-, Beruhigungs-, Schmerz- und Narkosemittel) kann es zu einer gegen­seitigen Verstärkung der Wirkungen kommen.


Die "anticholinerge" Wirkung von Vomex A i.v. Injektionslösung (s. unter Nebenwirkungen) kann durch die gleichzeitige Gabe von anderen Stoffen mit anticholinergen Wirkungen (z. B. Atropin, Biperiden oder bestimmte Mittel gegen Depressionen [trizyklische Antidepressiva]) in nicht vorhersehbarer Weise verstärkt werden.


Bei gleichzeitiger Gabe von Vomex A i.v. Injektionslösung mit sogenannten Monoaminoxidase-Hemmern (Arzneimitteln, die ebenfalls zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden) kann sich u.U. eine lebensbedrohliche Darmlähmung, Harnverhalten oder eine Erhöhung des Augeninnendruckes entwickeln. Außerdem kann es zum Abfall des Blut­druckes und zu einer verstärkten Funktionsein­schränkung des Zentralnervensystems und der Atmung kommen. Deshalb darf Vomex A i.v. Injektionslösung nicht gleichzeitig mit Hemmstoffen der Monoaminoxidase angewendet werden.



Die Anwendung von Vomex A i.v. Injektionslösung zusammen mit Arzneimitteln gegen erhöhten Blutdruck kann zu verstärkter Müdigkeit führen.


Der Arzt sollte vor der Durchführung von Allergie-Tests über die Einnahme von Vomex A i.v. Injektionslösung informiert werden, da falsch-negative Testergebnisse möglich sind.


Weiterhin ist zu beachten, daß durch Vomex A i.v. Injektionslösung die während einer Behandlung mit bestimmten Antibiotika (Amino­glykosiden) eventuell auftretende Gehörschädigung u. U. verdeckt werden kann.


Beachten Sie bitte, daß diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.


Welche Genußmittel, Speisen und Getränke sollten Sie meiden?


Während der Behandlung mit Vomex A i.v. Injektionslösung sollte kein Alkohol getrunken werden, da durch Alkohol die Wirkung von Vomex A i.v. Injektionslösung in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden kann. Auch die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, wird dadurch weiter beinträchtigt.




PT Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung


Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Vomex A i.v. Injektionslösung nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Vomex A i.v. Injektionslösung sonst nicht richtig wirken kann!


Wieviele Ampullen Vomex A i.v. Injektionslösung und wie oft sollte Vomex A i.v. Injektionslösung angewendet werden?


Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahren:

Im allgemeinen 1 –3 Ampullen (entsprechend 62 – 186 mg Dimenhydrinat ) pro Tag. Eine Tageshöchstdosis von 400 mg sollte nicht überschritten werden.


Kindern von 6 bis 14 Jahrenerhalten 1 – 3 mal täglich 25 – 50 mg Dimenhydrinat.


Kindern unter sechs Jahren erhalten 1 – 3 mal täglich 1.25 mg Dimenhydrinat /kg Körpergewicht.


10 ml Injektionslösung i.v. enthalten 62 mg Dimenhydrinat.



Wie und wann sollte Vomex A i.v. Injektionslösung angewendet werden?

Bei der intravenösen Gabe soll Vomex A sehr langsam injiziert werden (10 ml in nicht weniger als 2 min). Bei Applikation durch eine liegende Verweilkanüle sollte mit Kochsalz- oder Ringerlösung nachinfudiert werden.

Zur Infusion kann Vomex A in folgenden Infusionslösungen gegeben werden.


Glucose 5/10 %

Isotonische Kochsalzlösung

Ringerlösung


Zur Therapie von Übelkeit und Erbrechen werden die Gaben in regelmäßigen Abständen über den Tag verteilt.


Wie lange sollte Vomex A i.v. Injektionslösung angewendet werden?


Vomex A i.v. Injektionslösung ist, wenn vom Arzt nicht anders verordnet, nur zur kurzzeitigen Anwendung vorgesehen. Bei anhaltenden Beschwerden und spätestens nach zweiwöchiger Anwendung sollte deshalb ein Arzt aufgesucht werden, damit dieser über eine Weiterbehandlung entscheiden kann.




PW Überdosierung und andere Anwendungsfehler


Was ist zu tun, wenn Vomex A i.v. Injektionslösung in zu großen Mengen angewendet wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?


Im Falle einer Überdosierung oder Vergiftung mit Vomex A i.v. Injektionslösung ist in jedem Fall unverzüglich ein Arzt (Vergiftungs­notruf z. B.) um Rat zu fragen.


Eine Überdosierung mit Vomex A i.v. Injektionslösung ist in erster Linie - abhängig von der aufgenommenen Dosis - durch die verschiedenen Stadien einer Bewußtseinstrübung gekennzeichnet, die von starker Schläfrigkeit bis zu Bewußtlosigkeit reichen kann. Daneben werden Zeichen des sogenannten "anticholinergen Syndroms" beobachtet: Pupillenerweiterung, Sehstörungen, beschleunigte Herztätigkeit, Fieber, heiße, gerötete Haut und trockene Schleimhäute, Verstopfung, Erregungszustände, gesteigerte Reflexe und Wahnvorstellungen. Darüber hinaus sind Krämpfe und Atemstörungen möglich, die nach hohen Dosen bis hin zu Atemlähmung und Herz-Kreislauf-Stillstand führen können.



Die Beurteilung des Schweregrades der Vergiftung und die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen erfolgt durch den Arzt.


Bei erhaltenem Bewußtsein sollte möglichst frühzeitig Erbrechen ausgelöst werden. Weitere Maßnahmen zur Verringerung der Resorption: Gegebenenfalls Magen­spülung, Gabe von Aktivkohle und Beschleunigung der Magen-Darm-Passage (Natriumsulfat).


Die weitere Therapie orientiert sich an den jeweils vorliegenden Symptomen: Bei Krämpfen Diazepam, erforderlichenfalls temperatursenkende Maßnahmen, künstliche Beatmung bei drohender Atemlähmung. Als Gegenmittel bei anticholinergen Erscheinungen wird Physostigminsalicylat (nach Physostigmintest) empfohlen.



PM Nebenwirkungen


Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Vomex A i.v. Injektionslösung auftreten?


In Abhängigkeit von der individuellen Empfindlichkeit und der eingenommenen Dosis kommt es häufig - insbe­sondere zu Beginn der Behandlung - zu folgenden Neben­wirkungen: Schläfrigkeit, Benommenheit, Schwindel­gefühl und Muskelschwäche. Diese Nebenwirkungen können auch noch am folgenden Tage zu Beeinträchtigungen führen.


Gelegentlich können als sogenannte "anticholinerge" Begleiterscheinungen Mundtrockenheit, Erhöhung der Herzschlagfolge (Tachykardie), Gefühl einer ver­stopften Nase, Sehstörungen, Erhöhung des Augeninnen­druckes und Störungen beim Wasserlassen auftreten. Auch Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Übelkeit, Schmerzen im Bereich des Magens, Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall) und Stimmungsschwankungen wurden beob­achtet. Ferner besteht, insbesondere bei Kindern, die Möglichkeit des Auftretens sogenannter "paradoxer Reaktionen" wie Unruhe, Erregung, Schlaflosigkeit, Angstzuständen oder Zittern.



Außerdem ist über allergische Hautreaktionen und Lichtempfindlichkeit der Haut (direkte Sonnenein­strahlung meiden!) und Leberfunktionsstörungen (cholestatischer Ikterus) berichtet worden.


Blutzellschäden können in Ausnahmefällen vorkommen.


Nach längerfristiger täglicher Anwendung können durch plötzliches Beenden der Behandlung vorübergehend Schlafstörungen auftreten. Deshalb sollte in diesen Fällen die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden.


Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.


Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?


Über evtl. erforderliche Gegenmaßnahmen bei Neben­wirkungen entscheidet Ihr Arzt.



PX Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels



Das Verfallsdatum dieses Arzneimittels ist auf der Ampulle und der Faltschachtel aufgedruckt. Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht mehr nach diesem Datum!





P2 Wie ist Vomex A i.v. Injektionslösung aufzubewahren?


Sie können Vomex A i.v. Injektionslösung bei Raumtemperatur aufbewahren.


P6 Stand der Information:


Oktober 2004