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Xenetix 300



Gebrauchsinformation Xenetix 300

Gebrauchsinformation: Information fur Anwender

Xenetix® 300

300 mg Iod/ml Iobitridol

Lesen Sie bitte die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.    Was ist Xenetix® 300 und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Anwendung von Xenetix® 300 beachten?

3.    Wie wird Xenetix® 300 bei Ihnen angewendet?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Xenetix® 300 aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Xenetix® 300 und wofur wird es angewendet?

Xenetix® 300 ist ein monomeres, nicht-ionisches Rontgenkontrastmittel (Diagnostikum). Rontgenkontrastmittel dienen dazu, die bildgebende Darstellung von Strukturen und Funktionen des Korpers in der Rontgendiagnostik zu verbessern.

Xenetix® 300 wird zur rontgenologischen Darstellung der Niere und der ableitenden Harnwege (Urographie), des Herzens (Angiokardiographie) und der Arterien (Arteriographie), fur eine Schadel- und Ganzkorper-Computertomographie (CT) oder zur intravenosen digitalen Subtraktionsangiographie (DSA) bei Erwachsenen und Kindern angewendet.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Xenetix® 300 beachten?

Xenetix® 300 darf nicht angewendet werden,

-    wenn Sie allergisch gegen Iobitridol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

-    wenn Sie bereits einmal eine schwere allergische Reaktion oder eine verspatete Hautreaktion nach der Injektion von Xenetix® hatten (siehe Abschnitt 4).

-    wenn Ihr Schilddrusenhormonspiegel sehr stark erhoht ist (Thyreotoxikose).

Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Xenetix® 300 bei Ihnen angewendet wird.

Vor der Untersuchung informieren Sie bitte insbesondere Ihren Arzt, wenn eine der folgenden Situationen auf Sie zutrifft:

-    Sie sind Allergiker.

-    Sie haben bereits einmal allergisch auf iodhaltige Rontgenkontrastmittel reagiert.

-    Ihre Nierenfunktion ist eingeschrankt und/oder Sie leiden an einer Nierenerkrankung.

-    Ihre Leberfunktion ist eingeschrankt.

-    Sie leiden an einer Erkrankung des Knochenmarks (Multiples Myelom, Plasmozytom).

-    Sie sind Asthmatiker und/oder hatten einen Asthmaanfall innerhalb der letzten 8 Tage vor der Untersuchung.

-    Sie leiden oder litten an einer Schilddrusenerkrankung.

-    Bei Ihnen ist eine Untersuchung der Schilddruse oder eine Behandlung mit radioaktivem Iod geplant.

-    Bei Ihnen liegt eine Erkrankung von Herz und/oder GefaBen vor oder Sie hatten bereits einen Herz-oder Hirninfarkt.

-    Sie leiden an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

-    Bei Ihnen wurde eine Hirnblutung oder ein Hirnodem festgestellt.

-    Sie leiden unter Epilepsie, einem Hirntumor oder Hirnmetastasen.

-    Sie leiden an einem Phaochromozytom (Adrenalin- und Noradrenalin-produzierender Tumor).

-    Sie leiden an einer Muskelschwache.

-    Sie haben Angstgefuhle, sind nervos und/oder haben Schmerzen (Nebenwirkungen konnen sich dann verstarken).

-    Sie trinken regelmaBig groBere Mengen Alkohol.

-    Sie leiden an einer Sichelzellenanamie.

-    Sie haben einen Flussigkeitsmangel.

-    Sie haben eine Homocysteinurie.

-    Sie leiden an einer Autoimmunerkrankung.

Bei Neugeborenen, Sauglingen, Kleinkindern, alteren Patienten und Patienten mit schlechtem Allgemeinzustand wird Xenetix® 300 mit Vorsicht angewendet.

Wie bei allen iodhaltigen Kontrastmitteln besteht unabhangig von der Art der Anwendung und der Dosierung ein Risiko fur Nebenwirkungen, die im Allgemeinen geringfugig sind, die aber auch lebensbedrohlich sein konnen. Diese Reaktionen konnen innerhalb einer Stunde nach Anwendung oder -seltener - bis zu 7 Tage spater auftreten. Sie sind haufig unvorhersehbar. Das Risiko ist allerdings erhoht, wenn Sie fruher schon einmal auf iodierte Rontgenkontrastmittel reagiert haben (siehe Abschnitt 4).

Anwendung von Xenetix® 300 zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder kurzlich eingenommen/angewendet haben.

Sie mussen Ihren Arzt insbesondere daruber informieren, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen oder vor kurzem eingenommen haben:

•    Ein Arzneimittel zur Behandlung von erhohten Blutzuckerspiegeln (Metformin)

•    Ein Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen oder Bluthochdruck (z. B. Betablocker)

•    Ein Arzneimittel zur Ausscheidung von Wasser aus dem Korper (Diuretika)

•    Ein Arzneimittel, das speziell zur Behandlung von bestimmten Krebsarten oder zur Steigerung Ihres Immunsystems angewendet wird (Interleukin-2, Interferon)

•    Ein Arzneimittel gegen Depression oder psychische Erkrankungen

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft

Wahrend einer Schwangerschaft sollte jegliche Belastung durch Rontgenstrahlen vermieden werden. Deshalb muss der Nutzen einer Rontgenuntersuchung - ob mit oder ohne Kontrastmittel - gegen das eventuelle Risiko sorgfaltig abgewogen werden.

Stillzeit

Xenetix® 300 kann uber die Muttermilch ausgeschieden werden. Nach der Anwendung von Xenetix® 300 sollte fur mindestens 48 Stunden auf das Stillen verzichtet werden.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Erfahrungen hinsichtlich der Beeintrachtigung der Verkehrstuchtigkeit und der Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen vor.

Xenetix® 300 enthalt Natrium

Xenetix® 300 enthalt Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 100 ml, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3. Wie wird Xenetix® 300 bei Ihnen angewendet?

Xenetix® 300 wird Ihnen unmittelbar vor der Rontgenuntersuchung in eine Vene oder Arterie gespritzt. Die fur Sie geeignete Dosierung richtet sich nach der Art der Untersuchung und der angewandten Technik. AuBerdem werden Ihr Alter und Korpergewicht sowie Ihr Allgemeinzustand und Ihre Nieren- und Herzfunktion berucksichtigt.

In der Regel ist eine einzelne Gabe ausreichend. Xenetix® 300 kann aber auch mehrmals bis zu einer Gesamtmenge von hochstens 250 ml angewendet werden.

Nach der Anwendung stehen Sie mindestens 30 Minuten lang unter Beobachtung.

Wenn Sie eine groBere Menge von Xenetix® 300 erhalten haben, als Sie sollten

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sie eine zu hohe Dosis an Xenetix® 300 erhalten werden, da dieses Arzneimittel Ihnen in einem medizinischen Zentrum von medizinischem Fachpersonal verabreicht wird. Im Falle einer Uberdosierung kann Xenetix® 300 mittels Hamodialyse entfernt werden (eine Methode zur Reinigung des Blutes).

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Die meisten Nebenwirkungen treten wahrend der Injektion oder innerhalb der ersten Stunde nach der Anwendung auf. Einige Nebenwirkungen konnen bis zu mehrere Tage spater auftreten.

Die Nebenwirkungen von Xenetix® 300 sind im Allgemeinen leicht bis mittelschwer und vorubergehend.

Es besteht ein geringes Risiko (1 bis 10 Behandelte von 10.000 betreffend), dass es bei Ihnen zu einer allergischen Reaktion auf Xenetix® 300 kommt. Solche Reaktionen konnen schwer sein und ausnahmsweise zu einem Schock fuhren (sehr seltener Fall einer allergischen Reaktion, der lebensbedrohlich sein kann). Die folgenden Beschwerden konnen die ersten Anzeichen eines Schocks sein. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, falls Sie irgendeines dieser Symptome bei sich bemerken:

-    Schwellungen von Gesicht, Mund oder Hals, die bei Ihnen moglicherweise Schluck- oder Atembeschwerden auslosen

-    niedriger Blutdruck

-    Atemprobleme

-    pfeifende Atmung

-    Husten

-    Juckreiz

-    laufende Nase

-    Niesen

-    Hautausschlag

-    Nesselfieber (rote Hautflecken mit starkem Juckreiz)

Insgesamt wurden die folgenden Nebenwirkungen fur Xenetix® 300 beschrieben:

Haufige Nebenwirkungen (1 bis 10 Behandelte von 100 betreffend):

-    Ubelkeit

Gelegentliche Nebenwirkungen (1 bis 10 Behandelte von 1.000 betreffend):

-    Warmegefuhl

Seltene Nebenwirkungen (1 bis 10 Behandelte von 10.000 betreffend):

-    Schwacheanfall (Schwindel und Gefuhl des drohenden Bewusstseinsverlusts), Zittern, Missempfindungen wie z. B. Kribbeln

-    Schwindel

-    Beschleunigung des Herzschlages

-    Niedriger Blutdruck

-    Atemnot, Husten, Engegefuhl im Hals,    Niesen

-    Erbrechen

-    Haut- und Schleimhautschwellungen, besonders im Gesicht, Nesselfieber (rote Hautflecken mit starkem Juckreiz), andere Hautreaktionen, Juckreiz

-    Unwohlsein, Schuttelfrost, Schmerzen an der Injektionsstelle

Sehr seltene Nebenwirkungen (weniger als 1 Behandelten von 10.000 betreffend):

-    Schildrusenerkrankungen

-    Koma*, Krampfe*, Verwirrtheit*, Sehstorungen*, Gedachtnisverlust*, Lichtscheu*, Vorubergehende Blindheit*, Schlafrigkeit*, Unruhe*, Kopfschmerz

-    Horstorung

-    Herzstillstand, Herzinfarkt, Herzrhythmusstorungen, Angina pectoris-Anfall (starke Brustschmerzen in den linken Arm ausstrahlend)

-    Kreislaufkollaps

-    Atemstillstand, Atembeschwerden hervorgerufen durch Krampfe der Bronchien oder Wasser in der Lunge wie z. B. pfeifende Atmung, Anschwellung des Halses, Engegefuhl im Hals

-    Bauchschmerzen

-    Schwere allergische Hautreaktionen mit Blasenbildung und Hautrotung , Ekzem

-    Nierenversagen, stark verminderte Harnausscheidung

-    Schmerzen an der Injektionsstelle mit Schwellung, Entzundung, lokalen Rotungen und Gewebsschaden, wenn Xenetix® 300 versehentlich auBerhalb der BlutgefaBe verteilt wird.

-    Erhohte Kreatininwerte im Blut

* aufgetreten bei Untersuchungen mit hohen Xenetix®-Konzentration im arteriellen Gehirnblut

Wahrend klinischer Studien traten folgende Nebenwirkungen am haufigsten auf: Schmerzen, Schmerzen an der Injektionsstelle, Geschmacksstorungen und Ubelkeit.

Kinder und Jugendliche

Die mit Xenetix® 300 in Verbindung gebrachten Nebenwirkungen sind die gleichen wie bei Erwachsenen. Ihre Haufigkeit ist auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Webseite: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. Wie ist Xenetix® 300 aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/Behaltnis nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht uber 30 °C lagern. Vor Licht und Rontgenstrahlen schutzen.

Die in einem Untersuchungsgang nicht verbrauchte Kontrastmittellosung ist zu verwerfen.

Es ist unwahrscheinlich, dass man Sie bitten wird, nicht verbrauchtes Xenetix® 300 zu entsorgen. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen Was Xenetix® 300 enthalt

-    Der Wirkstoff ist: Iobitridiol. 1 ml Injektionslosung enthalt 658,1 mg Iobitridol (entsprechend 300 mg Iod/ml).

-    Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumcalciumedetat, Trometamolhydrochlorid, Trometamol, Salzsaure (zur pH-Einstellung), Natriumhydroxid-Losung (zur pH-Einstellung), Wasser fur

Inj ektionszwecke.

Wie Xenetix® 300 aussieht und Inhalt der Packung

Xenetix® 300 ist eine klare, farblose bis blassgelbe Injektionslosung zur intravenosen oder intraarteriellen Anwendung.

Xenetix® 300 ist in folgenden Packungen erhaltlich:

10 Glasflaschen zu je 50, 75, 100, 150, 200, 500 ml 10 Polypropylenbeutel zu je 100, 200, 500 ml

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Untemehmer Guerbet GmbH Otto-Volger-Str. 11 65843 Sulzbach Telefon: (0 61 96) 76 20

Hersteller Guerbet BP 57400

95943 Roissy CdG Cedex Frankreich

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im April 2014.

Die folgenden Informationen sind nur fur Árzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt: Dosierung:

Die folgenden Dosierungsempfehlungen beruhen auf den allgemeinen Erfahrungen mit nichtionischen Kontrastmitteln sowie auf den mit Xenetix® durchgefuhrten klinischen Studien. Das insgesamt verabreichte Volumen sollte 250 ml nicht uberschreiten.

Anwendungsgebiet

Mittlere Dosierung

Gesamtvolumen ml (min/max)

i. v. Urographie

-    Bolus-Injektion

-    i. v. Infusion

50 - 100 ml 100 ml

Schadel-CT

Erwachsene

Ganzkorper-CT

Erwachsene

Schadel- und Ganzkorper-CT

Kinder

1 - 2,5 ml/kg

50 - 100 ml 75 - 175 ml altersabhangig

Intravenose DSA Zerebrale Arteriographie

Arteriographie der unteren

Extremitaten

Angiokardiographie

Erwachsene

Koronarangiographie

Ventrikulographie

30 - 45 ml/Injektion*

5 - 45 ml/Injektion; insgesamt nicht mehr als 200 ml 40 - 60 ml/Injektion

4 - 8 ml/Injektion 30 - 60 ml/Injektion

In Abhangigkeit von den untersuc

iten GefaBabschnitten, jedoch in

ceinem Fall mehr als 250 ml.

Art der Anwendung:

Nichtionische Kontrastmittel sollten vor der Anwendung auf Korpertemperatur erwarmt werden, da erfahrungsgemaB erwarmte Kontrastmittel besser vertragen werden.

Die Kontrastmittelbehaltnisse sind grundsatzlich nicht fur die Mehrfachentnahme bestimmt. Die Kontrastmittellosung sollte erst unmittelbar vor der Anwendung in die Spritze aufgezogen bzw. das Behaltnis an das Infusionsgerat angeschlossen werden.

Zur Anwendung von Xenetix® 300 in Glasflaschen wird die Verwendung von Entnahmekanulen zum Durchstechen des Stopfens und zum Aufziehen der Losung empfohlen. Um zu verhindern, dass groBere Mengen Mikropartikel vom Stopfen in die Losung gelangen, darf der Gummistopfen nicht mehr als einmal durchstochen werden.

Zur Anwendung von Xenetix® 300 in Polypropylen-Beuteln wird die Verwendung von Entnahmesystemen mit kompatiblen Luer-Anschlussen empfohlen. Das Brechen des Siegels zur Herstellung des Kontrastmittelausflusses darf erst nach Anschluss des Entnahmesystems erfolgen.

Um dem Risiko einer Thrombenbildung vorzubeugen, ist die Dauer des Kontaktes zwischen Blut und nichtionischen Kontrastmitteln in Spritzen und Kathetern so kurz wie moglich zu halten.

Einer sorgfaltigen angiographischen Technik, wie z. B. haufiges Spulen der Katheter mit physiologischer Kochsalzlosung und gegebenenfalls mit Heparinzusatz, sollte besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Behaltnisse mit 500 ml Inhalt durfen ausschlieBlich mit geeigneten Applikationssystemen verwendet werden. Reste der in dem Behaltnis verbleibenden Zubereitung sind spatestens am Ende des Anwendungstages zu verwerfen.

Fur die Anwendung mit einem Applikationssystem gelten die folgenden Hinweise:

Soll das Arzneimittel mit einem automatischen Applikationssystem gegeben werden, muss die Eignung fur die beabsichtigte Anwendung vom Medizinproduktehersteller belegt sein. Die Anwendungshinweise der Medizinprodukte sind unbedingt zu beachten.

Fur die Anwendung der 500 ml-Infusionsflasche gelten zusatzlich die folgenden Hinweise:

Es wird empfohlen, dass das Kontrastmittel nach einmaligem Durchstechen des Stopfens mit einer entsprechenden Entnahmekanule fur einen Injektor oder einer Einmalspritze entnommen wird. Generell muss die Entnahmekanule mit folgenden Eigenschaften ausgestattet sein: Trokar, Luftfilter, Luer-Verbindung, eventuell mit einem Anschlussschlauch und schutzenden Verschlussstopfen. Erganzende Anwendungshinweise der jeweiligen Hersteller der Entnahmekanulen und Fullvorrichtungen fur Injektomaten sind zu beachten.

Fur die Anwendung des 500 ml-Infusionsbeutels gelten zusatzlich die folgenden Hinweise:

Es wird empfohlen, das Kontrastmittel nach einmaligem Anschluss eines kompatiblen Infusions- bzw. Injektionsschlauchsystems zu entnehmen. Das Brechen des Siegels zur Herstellung des Kontrastmittelausflusses darf erst nach Anschluss des Entnahmesystems erfolgen.

Bei der Anwendung mit CT-Spritzen-Injektomaten kann z. B. das Mehrfach-Injektionsschlauchsystem Manyfill® und gleichzeitig das Einmal-Patientenschlauchsystem mit Doppelventil Secufill® unter Beachtung der Herstellerhinweise eingesetzt werden, die in dieser Kombination als "Hygienisch sicheres Produkt/Verfahren" von der Deutschen Gesellschaft fur Krankenhaushygiene e.V. zertifiziert wurden.

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Xenetix 300

Fachinformation Xenetix 300

FACHINFORMATION

1.    BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Xenetix® 300 300 mg Iod/ml

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoff: Iobitridol

100 ml Injektionslosung enthalten: 65,81 g Iobitridol

300 mg/ml 30,0 g

658,1 mg/ml 65,81 g


Iodkonzentration

Iodgehalt in Flasche/Beutel zu 100 ml

Kontrastmittelkonzentration Kontrastmittelgehalt in Flasche/Beutel zu 100 ml

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Die Injektionslosung enthalt Natriumverbindungen (s. Abschnitt 4.4).

Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslosung

Klare, farblose bis blassgelbe Losung

Physikalische Eigenschaften

Osmolalitat

bei 37 °C

695 mOsm/kg H2O

Viskositat

bei 20 °C

11 mPas

bei 37 °C

6 mPas

pH

6,9 - 7,6

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Xenetix 300 kann bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt werden zur intravenosen Urographie, Schadel-und Ganzkorper-Computertomographie, intravenosen DSA, Arteriographie und Angiokardiographie.

Dieses Arzneimittel ist ein Diagnostikum.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung:

Die Dosierung ist abhangig von der Art der Untersuchung, dem Alter, dem Gewicht, der Herz- und der Nierenfunktion, dem Allgemeinzustand des Patienten und der angewandten Technik. Ublicherweise werden die gleichen Iod-Konzentrationen und Volumina verwendet wie bei anderen iodhaltigen Rontgenkontrastmitteln. Wie bei allen Kontrastmitteln sollte die niedrigste Dosierung, die zur Erzielung des gewunschten Untersuchungsergebnisses ausreicht, gewahlt werden.

Die folgenden Dosierungsempfehlungen beruhen auf den allgemeinen Erfahrungen mit nichtionischen Kontrastmitteln sowie auf den mit Xenetix durchgefuhrten klinischen Studien. Das insgesamt verabreichte Volumen sollte 250 ml nicht uberschreiten.

Anwendungsgebiet

Mittlere Dosierung

Gesamtvolumen ml (min/max)

i. v. Urographie

-    Bolus-Injektion

-    i. v. Infusion

50 - 100 ml 100 ml

Schadel-CT

Erwachsene

Ganzkorper-CT

Erwachsene

Schadel- und Ganzkorper-CT

Kinder

1 - 2,5 ml/kg

50 - 100 ml 75 - 175 ml altersabhangig

Intravenose DSA

30 - 45 ml/Injektion*

Zerebrale Arteriographie

5 - 45 ml/Injektion; insgesamt nicht mehr als 200 ml

Arteriographie der unteren Extremitaten

40 - 60 ml/Injektion

Angiokardiographie

Erwachsene

Koronarangiographie

Ventrikulographie

4 - 8 ml/Injektion 30 - 60 ml/Injektion

*In Abhangigkeit von den untersuchten GefaBabschnitten, jedoch in keinem Fall mehr als 250 ml.

Art der Anwendung:

Zur intravasalen Injektion und Infusion.

Xenetix 300 ist ein Rontgenkontrastmittel, das im Allgemeinen ein- oder mehrmalig im Rahmen eines Untersuchungsganges zur Anwendung kommt. Wiederholungsuntersuchungen sind moglich.

Nichtionische Kontrastmittel sollten vor der Anwendung auf Korpertemperatur erwarmt werden, da erfahrungsgemaB erwarmte Kontrastmittel besser vertragen werden.

Die Kontrastmittelbehaltnisse sind grundsatzlich nicht fur die Mehrfachentnahme bestimmt. Die Kontrastmittellosung sollte erst unmittelbar vor der Anwendung in die Spritze aufgezogen bzw. das Behaltnis an das Infusionsgerat angeschlossen werden (weitere Informationen zur Anwendung von Behaltnissen mit 500 ml bzw. mit Applikationssystemen s. Abschnitt 6.6).

Zur Anwendung von Xenetix 300 in Glasflaschen wird die Verwendung von Entnahmekanulen zum Durchstechen des Stopfens und zum Aufziehen der Losung empfohlen. Um zu verhindern, dass groBere Mengen Mikropartikel vom Stopfen in die Losung gelangen, darf der Gummistopfen nicht mehr als einmal durchstochen werden.

Zur Anwendung von Xenetix 300 in Polypropylen-Beuteln wird die Verwendung von Entnahmesystemen mit kompatiblen Luer-Anschlussen empfohlen. Das Brechen des Siegels zur Herstellung des Kontrastmittelausflusses darf erst nach Anschluss des Entnahmesystems erfolgen.

Um dem Risiko einer Thrombenbildung vorzubeugen, ist die Dauer des Kontaktes zwischen Blut und nichtionischen Kontrastmitteln in Spritzen und Kathetern so kurz wie moglich zu halten.

Einer sorgfaltigen angiographischen Technik, wie z. B. haufiges Spulen der Katheter mit physiologischer Kochsalzlosung und gegebenenfalls mit Heparinzusatz, sollte besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

4.3    Gegenanzeigen

-    Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Iobitridol oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

-    Fruhere schwerwiegende Sofortreaktionen oder verspatete Hautreaktionen (siehe Abschnitt 4.8) nach der Injektion von Xenetix

-    manifeste Thyreotoxikose

4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Die Anwendung von Xenetix 300 sollte nur bei praziser klinischer Indikation erfolgen, wobei eventuelle Risikofaktoren des zu untersuchenden Patienten zu berucksichtigen sind.

Eine strenge Indikationsstellung und besondere Vorsicht sind erforderlich bei Patienten mit

-    bekannter allergischer Disposition

-    latenter Hyperthyreose, blander Struma

-    Niereninsuffizienz oder schwerer Leberfunktionsstorung

-    schwerer Herz-Kreislauferkrankung

-    Asthma bronchiale

-    Diabetes mellitus

-    zerebralem Krampfleiden

-    fortgeschrittener Hirnarteriensklerose

-    akutem Hirninfarkt

-    akuter intrakranieller Blutung oder Zustanden, die mit einer Schadigung der Blut-Hirnschranke und Hirnodem einhergehen

-    schlechtem Allgemeinzustand, Flussigkeitsdefizit

-    Dys- oder Paraproteinamie

-    Phaochromozytom

Xenetix 300 darf fur die Myelographie nicht eingesetzt werden, da hierzu noch keine Untersuchungen vorliegen.

Sichelzellanamie

Bei homozygoten Sichelzelltragern konnen intravenos oder intra-arteriell injizierte Kontrastmittel die Bildung von Sichelzellen hervorrufen. Zur Vorbeugung einer Krise bei Patienten mit Sichelzellanamie sollte eine ausreichende Hydratation sichergestellt sein. Es sollte das geringst mogliche Volumen eines niedrig konzentrierten, niederosmolaren Kontrastmittels verwendet werden.

Extravasation

Extravasation ist keine ungewohnliche Komplikation bei der intravenosen Injektion von Kontrastmitteln (0.04 % bis 0.9 %). Sie ist haufiger bei der Anwendung hochosmolarer Produkte und die Schadigungen sind meist geringfugig (z. B. lokale Schwellung, Schmerz und Erythem). Dennoch konnen bei der extravasalen Gabe von iodhaltigen Kontrastmitteln schwere Schadigungen wie Hautulzera,

Gewebsnekrosen und Kompartmentsyndrome auftreten. Das Risiko und/oder der Schweregrad sind abhangig vom Patienten selbst (schwer zugangliche oder bruchige BlutgefaBe) oder von den technischen Gegebenheiten (Verwendung eines Hochdruckinjektors, Injektion groBer Volumina). Es ist wichtig, diese Risikofaktoren zu identifizieren, die Injektionsstelle und Injektionstechnik entsprechend zu optimieren und die Injektion vor, wahrend und nach der Injektion von Xenetix 300 zu uberwachen.

Geringfugige Erscheinungen, wie lokale Schwellungen, Schmerz und Erythem, klingen jedoch in der Regel ohne Komplikationen wieder ab. Hochlegen der betroffenen Extremitat und kalte Kompressen haben sich als vorteilhaft erwiesen.

Hydratation

Eine ausreichende Hydratation sollte vor und nach Anwendung des Kontrastmittels sichergestellt sein; gegebenenfalls sollte eine intravenose Flussigkeitszufuhr erfolgen, bis das Kontrastmittel vollstandig ausgeschieden ist. Dies gilt insbesondere fur Patienten mit vorbestehender Nierenfunktionsstorung, Dys-und Paraproteinamie, Diabetes mellitus, Hyperurikamie sowie bei Neugeborenen, Sauglingen, Kleinkindern und alteren Patienten und Patienten in schlechtem Allgemeinzustand. Bei gefahrdeten Patienten sollte der Wasser- und Elektrolythaushalt kontrolliert und auf Symptome eines Abfalls des Serum-Kalziumspiegels geachtet werden.

Wegen des Risikos einer Diuretika-induzierten Dehydratation ist zunachst ein Wasser- und Elektrolytersatz erforderlich, um das Risiko fur ein akutes Nierenversagen zu vermindern.

Neugeborene und Sauglinge

Insbesondere Sauglinge unter 1 Jahr und Neugeborene sind anfallig fur Storungen im Elektrolythaushalt und hamodynamische Veranderungen. Vorsicht ist deshalb geboten hinsichtlich der Kontrastmitteldosis, der Ausfuhrung der Untersuchung sowie des Zustands des Patienten. Fruhgeborene sollten sehr sorgfaltig uberwacht werden, da es nach der Gabe des Kontrastmittels zu einer vorubergehenden Hypothyreose kommen kann.

Bei Neugeborenen, insbesondere bei Fruhgeborenen, ist es wegen des durch das Ioduberangebot bestehenden Risikos einer Hypothyreose empfehlenswert, 7 - 10 Tage und einen Monat nach der Gabe eines iodhaltigen Kontrastmittels Schilddrusenfunktionstests (in der Regel TSH und T4) durchzufuhren.

Allergoide bzw. anaphylaktoide Reaktionen (Úberempfindlichkeitsreaktionen)

Wie bei allen iodierten Rontgenkontrastmitteln konnen auch nach Anwendung von Xenetix 300 dosisunabhangige nicht-allergische (pseudoallergische, allergoide) Reaktionen unterschiedlichen Schweregrades und heterogener Symptomatik auftreten.

Diese Reaktionen manifestieren sich gewohnlich in Form von nicht schweren respiratorischen Symptomen oder Hautsymptomen wie leichte Atembeschwerden, Hautrotung (Erythem), Urtikaria, Juckreiz oder Gesichtsodeme. Schwere Reaktionen wie Angioodem, Subglottisodem, Bronchospasmus und Schock sind selten. Im Allgemeinen treten diese Reaktionen innerhalb einer Stunde nach der Kontrastmittelgabe auf. In seltenen Fallen konnen Spatreaktionen (nach Stunden oder Tagen) auftreten. Derartige Ereignisse sind aufgrund ihres unregelmaBigen Auftretens im Einzelfall nicht vorhersehbar. Es ist jedoch bekannt, dass allergoide Kontrastmittelreaktionen vor allem bei Patienten mit allergischer Disposition (Allergien) und/oder Asthma bronchiale und bei Patienten mit bekannten Úberempfindlichkeitsreaktionen auf Kontrastmittel haufiger auftreten. Bei Patienten mit Bronchialasthma ist insbesondere das Risiko des Auftretens von Bronchospasmen erhoht.

Am Anfang jeder Kontrastmitteluntersuchung sollte daher eine moglichst ausfuhrliche Anamnese hinsichtlich der oben genannten Risikofaktoren stehen. Bei Patienten mit allergischer Diathese und bei Patienten mit bekannter Úberempfindlichkeitsreaktion ist die Indikation besonders streng zu stellen. In solchen Fallen kann vor der Kontrastmitteluntersuchung eine Pramedikation mit Antihistaminika und/oder Glukokortikoiden erwogen werden, die allerdings einen anaphylaktischen Schock unter Umstanden nicht verhindern konnen.

Es besteht das Risiko einer IgE-abhangigen allergischen Sofortreaktion auf das Kontrastmittel. Vorbereitung auf Notfalle

Unabhangig von Menge und Art der Verabreichung konnen Symptome wie Angioodem, Konjunktivitis, Husten, Juckreiz, Rhinitis, Niesen und Urtikaria erste Anzeichen einer schwerwiegenden behandlungsbedurftigen anaphylaktoiden Reaktion sein. Deswegen sollten iodierte Kontrastmittel nur dort eingesetzt werden, wo die Voraussetzungen fur eine Notfallbehandlung gegeben sind. Hierzu zahlen die notwendige apparative und medikamentose Ausstattung, eine ausreichende arztliche Erfahrung sowie geschultes Assistenzpersonal. MaBnahmen zur sofortigen Behandlung einer schwerwiegenden Reaktion sollten daher grundsatzlich vorbereitet und die hierfur notwendigen Notfallmedikamente bzw. Notfallbesteck bereitgestellt sein. Bei drohendem Schockzustand muss die Zufuhr des Kontrastmittels sofort unterbrochen und - wenn notwendig - uber einen venosen Zugang eine gezielte Therapie eingeleitet werden. Es empfiehlt sich, wahrend der gesamten Rontgenuntersuchung eine flexible Verweilkanule oder einen Katheter (fur schnellen intravenosen Zugang) einzusetzen.

Der Patient soll nach Applikationsende noch mindestens 'A Stunde uberwacht werden, weil erfahrungsgemaB die Mehrzahl aller schwerwiegenden Zwischenfalle innerhalb dieser Zeit auftritt. Der Patient muss uber die Moglichkeit verzogerter Reaktionen (bis zu 7 Tagen spater) informiert werden (siehe Abschnitt 4.8).

Schilddrusenfunktionsstorungen

Iodierte Rontgenkontrastmittel beeinflussen die Schilddrusenfunktion aufgrund des in den Losungen enthaltenen freien Iodids und des nach Applikation intrakorporal durch Deiodierung zusatzlich frei werdenden Iodids. Bei pradisponierten Patienten kann dadurch eine Hyperthyreose oder sogar eine thyreotoxische Krise induziert werden. In dieser Hinsicht gefahrdet sind Patienten mit manifester, aber noch nicht erkannter Hyperthyreose, Patienten mit latenter Hyperthyreose (haufig Patienten mit knotigen Strumen) und Patienten mit funktioneller Autonomie (haufig altere Patienten, vor allem in Iodmangelgebieten). Ist eine Verabreichung iodierter Kontrastmittel bei potentiell gefahrdeten Patienten vorgesehen, so muss vor der Untersuchung die Schilddrusenfunktion abgeklart und eine Hyperthyreose oder Autonomie ausgeschlossen werden.

Vor der Gabe eines iodhaltigen Kontrastmittels sollte sicher sein, dass bei dem Patienten keine Schilddrusenszintigraphie oder Schilddrusenfunktionstests oder eine Radioiodtherapie geplant sind, da iodhaltige Kontrastmittel unabhangig von der Art der Applikation mit Hormonbestimmungen und der Iodaufnahme durch die Schilddruse bzw. Metastasen eines Schilddrusenkarzinoms so lange interferieren, bis die Iodausscheidung im Urin wieder normalisiert ist.

Nach der Injektion eines iodhaltigen Kontrastmittels besteht auch das Risiko einer Hypothyreose. Das Risiko einer Hypothyreose besteht auch bei Neugeborenen, wenn diese oder deren Mutter ein iodhaltiges Kontratsmittel erhalten haben.

Asthma

Vor der Injektion eines iodhaltigen Kontrastmittels sollte das Asthma stabilisiert werden.

Aufgrund des erhohten Risikos eines Bronchospasmus ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich, wenn innerhalb von 8 Tagen vor der Untersuchung ein Asthmaanfall aufgetreten ist.

Angstzustande

Zustande starker Aufregung, Angst oder Schmerzen konnen das Risiko von Nebenwirkungen erhohen oder kontrastmittelbedingte Reaktionen verstarken. Sehr angstlichen Patienten kann ein Sedativum verabreicht werden.

Kardiovaskulare Erkrankungen (Siehe Abschnitt. 4.8)

Bei Patienten mit kardiovaskularen Erkrankungen (wie z. B. beginnender oder manifester Herzinsuffizienz, koronarer Herzerkrankung, pulmonaler Hypertonie, Valvulopathie, Herz-Rhythmusstorungen) besteht ein erhohtes Risiko fur Herz-Kreislauf-Reaktionen nach Anwendung iodhaltiger Kontrastmittel. Die intravasale Injektion des Kontrastmittels kann bei Patienten mit manifester oder beginnender Herzinsuffizienz Lungenodeme hervorrufen, wahrend die Anwendung bei pulmonaler Hypertonie und Herzklappenerkrankungen zu ausgepragten Veranderungen der Hamodynamik fuhren kann. Haufigkeit und Schweregrad scheinen in Relation mit der Schwere der Herzerkrankungen zu stehen. Bei schwerer und chronischer Hypertonie kann das Risiko einer Nierenschadigung durch die Verabreichung des Kontrastmittels als auch durch die Katheterisierung selbst erhoht sein. Ischamische EKG-Veranderungen und schwere Arrhythmien werden am haufigsten bei alten und herzkranken Patienten beobachtet. In sehr seltenen Fallen wurde uber Kammerflimmern direkt nach der Gabe des Kontrastmittels berichtet, das nicht in Zusammenhang mit einer Uberempfindlichkeitsreaktion stand. Eine sorgfaltige Risiko-Nutzenabwagung ist bei diesen Patienten erforderlich.

Nierenfunktionsstorungen

Es kann zu einem reversiblen Nierenversagen kommen. Als pradisponierende Faktoren gelten: Nierenerkrankungen in der Anamnese, vorausgegangenes Nierenversagen nach Kontrastmittelgabe, bestehende Niereninsuffizienz, diabetische Nephropathie, Kinder unter 1 Jahr, Alter uber 60 Jahre, Dehydratation, fortgeschrittene GefaBsklerose, dekompensierte Herzinsuffizienz, hohe Kontrastmitteldosen und Mehrfachinjektionen, direkte Kontrastmittelverabreichung in die Arteria renalis, Exposition mit weiteren Nephrotoxinen, schwere und chronische Hypertonie, Hyperurikamie und Paraproteinamie (z. B. Plasmozytom, Makroglobulinamie).

Als praventive MaBnahmen werden empfohlen: Sicherstellen einer ausreichenden Flussigkeitszufuhr vor und auch nach Kontrastmittelgabe, vorzugsweise durch intravasale Infusion bis das Kontrastmittel durch die Nieren ausgeschieden wurde, Vermeidung aller zusatzlichen Belastungen der Niere (nephrotoxische Medikamente, renale arterielle Angioplastie, groBe Operationen etc.), Reduktion der Dosis auf das unbedingt Notwendige. Eine erneute Untersuchung mit Kontrastmittel sollte erst dann durchgefuhrt werden, wenn die Nierenfunktion wieder das Ausgangsniveau erreicht hat.

Dialysepflichtige Patienten konnen iodhaltige Kontrastmittel fur radiologische Untersuchungen erhalten, da diese mittels Dialyse eliminiert werden konnen.

Diabetes mellitus

Mit Metformin behandelte Patienten: Da die intravaskulare Gabe von Iobitridol zu Nierenversagen fuhren kann, muss Metformin vor oder zum Zeitpunkt der Untersuchung unterbrochen und nicht vor Ablauf von 48 Stunden wieder aufgenommen werden, wenn bei einer erneuten Kontrolle die Nierenfunktion normal ist (siehe Abschnitt 4.5).

Bei Notfall-Patienten, bei denen die Nierenfunktion eingeschrankt oder nicht bekannt ist, soll der Arzt Risiko und Nutzen der Kontrastmitteluntersuchung abwagen und VorsichtsmaBnahmen treffen: Absetzen der Metformintherapie, Hydratation des Patienten, Monitoring der Werte fur Nierenfunktion, Serumlaktat sowie pH und Beobachtung des Patienten auf klinische Anzeichen einer Laktatazidose.

Storungen des Gerinnungssystems

Katheterangiographische Kontrastmitteluntersuchungen sind mit dem Risiko verbunden, Thromboembolien zu induzieren. Nichtionische Rontgenkontrastmittel zeichnen sich in vitro durch eine schwachere gerinnungshemmende Wirkung als ionische Rontgenkontrastmittel aus. Bei der GefaBkatheterisierung ist zu berucksichtigen, dass neben dem Kontrastmittel auch zahlreiche andere Faktoren die Entstehung thromboembolischer Ereignisse beeinflussen konnen. Dazu zahlen: Dauer des Untersuchungsverfahrens, Zahl der Injektionen, Art des Katheter- und Spritzenmaterials, bestehende Grunderkrankungen und Begleitmedikation. Um das untersuchungsbedingte Thromboembolierisiko zu minimieren, ist auf eine besonders sorgfaltige angiographische Technik sowie das haufige Spulen der benutzten Katheter zu achten und die Untersuchung so kurz wie moglich zu halten.

Vorsicht ist auch geboten bei Patienten mit Homocysteinurie (Risiko der Induktion von Thromboembolien).

ZNS-Storungen

Vorsicht ist geboten bei intravasaler Applikation bei Patienten mit akutem Himinfarkt oder akuten intrakraniellen Blutungen sowie bei Patienten mit Erkrankungen, die eine gestorte Blut-Hirn-Schranke zur Folge haben, bei Patienten mit zerebralen Odemen oder akuter Demyelinisation. Intrakranielle Tumore oder Metastasen sowie Epilepsie in der Anamnese konnen zu einem erhohten Vorkommen von Krampfanfallen nach Kontrastmittelgabe fuhren. Durch Metastasen, degenerative oder entzundliche Prozesse verursachte neurologische Symptome konnen durch Kontrastmittelgabe verstarkt werden. Durch intraarterielle Injektion von Kontrastmitteln konnen Vasospasmen und daraus folgende zerebrale ischamische Phanomene hervorgerufen werden. Patienten mit symptomatischen zerebrovaskularen Erkrankungen, kurz zuruckliegendem Schlaganfall oder haufigen vorubergehenden ischamischen Anfallen weisen ein erhohtes Risiko fur kontrastmittelinduzierte neurologische Komplikationen auf.

Alkoholismus / Drogenabhangigkeit

Akuter oder chronischer Alkoholismus kann die Durchlassigkeit der Blut-Hirn-Schranke erhohen und damit moglicherweise kontrastmittelbedingte ZNS-Reaktionen verursachen.

Weitere Risikofaktoren

Bei Patienten mit Plasmozytom oder Paraproteinamie kann nach Kontrastmittelgabe eine Niereninsuffizienz auftreten. Eine ausreichende Hydratation ist obligatorisch.

Bei Patienten mit Phaochromozytom kann sich nach intravasaler Kontrastmittelgabe eine schwere, gelegentlich unkontrollierbare hypertensive Krise entwickeln. Fur Phaochromozytom-Patienten empfiehlt sich daher die vorherige Behandlung mit Alpharezeptorenblockern.

Die Symptome einer Myasthenia gravis konnen durch iodhaltige Kontrastmittel verstarkt werden.

Bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen wurden Falle schwerer Vaskulitis oder Stevens-Johnson-ahnliche Syndrome berichtet.

Schwere vaskulare und neurologische Erkrankungen, die insbesondere bei alteren Patienten vorkommen konnen, stellen ein Risiko fur das Auftreten von Kontrastmittelreaktionen dar.

Im Falle einer schweren Niereninsuffizienz kann eine zusatzliche schwere Funktionsstorung der Leber zu einer ernsthaft verzogerten Ausscheidung des Kontrastmittels fuhren, die gegebenenfalls eine Hamodialyse erfordert.

Fur die einzelnen Anwendungsarten sindfolgende Vorsichtsmafinahmen und Warnhinweise zu beachten:

•    Zerebralarteriographie

Bei Patienten mit fortgeschrittener Atherosklerose, schwerer Hypertonie, Herzdekompensation, Senilitat und vorausgegangener Zerebralthrombose oder -embolie und Migrane ist besondere Vorsicht angezeigt. Es konnen hier verstarkt Herz-Kreislauf-Reaktionen wie Bradykardie und Blutdruckanstieg oder -abfall auftreten.

•    Periphere Arteriographie

In der Arterie, in die injiziert werden soll, sollte Pulsation vorhanden sein. Bei Thrombangiitis obliterans oder aszendierenden Infektionen in Verbindung mit schweren Ischamien sollte die Angiographie nur mit besonderer Vorsicht, wenn uberhaupt, durchgefuhrt werden.

•    Aortographie

Bei der Aortographie kann es in Abhangigkeit von der verwendeten Technik zur Verletzung der Aorta und benachbarter Organe, Pleurapunktionen, Retroperitonealblutungen, Ruckenmarksverletzungen und Symptomen einer Querschnittslahmung kommen.

•    Koronararteriographie und Ventrikulographie

Bei der Koronararteriographie und linksseitigen Ventrikulographie konnen Herzdekompensation, schwere Arrhythmien, Ischamie und Herzinfarkt auftreten.

Es ist unbedingt erforderlich, dass die Untersuchung von spezialisiertem Personal durchgefuhrt wird und dass EKG-Gerate und ausreichende Moglichkeiten zur Reanimation und Kardioversion zur Verfugung stehen. Eine Uberwachung des EKG und der Vitalfunktionen sollte wahrend der gesamten Untersuchung routinemaBig stattfinden.

•    Rechtsventrikulare Angiokardiographie bei Kindern

Besondere Vorsicht gilt bei zyanotischen Neugeborenen mit pulmonaler Hypertonie und kardialer Dysfunktion.

•    Supraaortale Angiographie

Bei der supraaortalen Angiographie ist besonderes Augenmerk auf die Einfuhrung des Katheters zu legen. Hoher Druck der Injektionspumpe kann einen Niereninfarkt, Ruckenmarksverletzungen, retroperitoneale Blutungen, Darminfarkte und -nekrosen zur Folge haben. Nach Beendigung der Angiographie soll die Nierenfunktion bestimmt werden. Bei Frauen sollen Angiographien moglichst nur wahrend der praovulatorschen Phase des Zyklus durchgefuhrt werden.

•    Phlebographie

Bei Patienten mit Verdacht auf Thrombosen, Phlebitis, schwere Ischamie, lokale Infektionen oder einen TotalverschluB des Venensystems, ist besondere Vorsicht geboten. Um Extravasation wahrend der Injektion zu vermeiden, wird eine Rontgendurchleuchtung empfohlen.

Sonstige Bestandteile

Xenetix 300 enthalt Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 100 ml.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die Gabe von Rontgenkontrastmitteln kann bei mit Metformin behandelten Patienten mit Diabetes mellitus eine transiente Verschlechterung der Nierenfunktion mit der Folge einer Laktatazidose fuhren (siehe Abschnitt 4.4).

Bei Patienten, die mit Betablockern behandelt werden, konnen Uberempfindlichkeitsreaktionen, wie Blutdruckabfall, Bradykardie und Bronschospasmus in verstarkter Form auftreten, insbesondere wenn Bronchialasthma vorliegt. Daruber hinaus ist in Betracht zu ziehen, dass Patienten, die Betablocker erhalten, hohere Dosen von Beta-Agonisten benotigen konnen, weil sie moglicherweise nicht auf Standarddosierungen von Beta-Agonisten ansprechen, die zur Behandlung von Uberempfindlichkeitsreaktionen verwendet werden.

Betablocker, vasoaktive Substanzen, Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer, Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten: Diese Substanzen vermindern die kardiovaskularen Kompensationsmechanismen bei Blutdruckveranderungen. Daher muss der Arzt vor der Gabe eines iodhaltigen Kontrastmittels uber deren Einnahme informiert und Vorkehrungen zur Wiederbelebung getroffen sein.

Arzneimittel, die die Krampfschwelle erniedrigen, (z. B. Phenothiazinderivate, Analeptika, trizyklische Antidepressiva, MAO-Hemmer, Neuroleptika) konnen insbesondere bei Patienten mit Epilepsie oder fokalen Hirnschaden die Auslosung eines Krampfanfalls begunstigen. Soweit arztlich vertretbar, sollte bei diesen Patienten die Therapie mit solchen Arzneimitteln 48 Stunden vor und bis 24 Stunden nach einer zerebralen Angiographie ausgesetzt werden.

Im Fall einer Diuretika bedingten Dehydratation besteht ein erhohtes Risiko fur eine akute Niereninsuffizienz, besonders nach hoheren Dosen eines iodhaltigen Kontrastmittels. Vor Anwendung des Kontrastmittels muss deshalb der Wasserhaushalt ausgeglichen sein.

Bei Patienten, die mit Interferonen und Interleukinen behandelt werden, konnen bekannte Kontrastmittelreaktionen wie z. B. Erythem, Fieber bzw. grippeartige Symptome haufiger und vor allem verzogert auftreten. Eine Ursache ist hierfur bisher nicht bekannt.

Beeinflussung diagnostischer Tests:

Kontrastmittel konnen mit Tests zur Bestimmung von Bilirubin, Proteinen oder anorganischen Substanzen (z. B. Eisen, Kupfer, Calcium, Phosphat) interferieren. Diese Substanzen sollten nach der Gabe des Kontrastmittels nicht an demselben Tag bestimmt werden.

Iodsubstituierte Rontgenkontrastmittel konnen die Aufnahmefahigkeit der Schilddruse fur Radioisotope zur Diagnose und Therapie von Schilddrusenerkrankungen fur 2 - 6 Wochen

vermindern. Wenn eine Nierenszintigraphie mit einem Radiopharmakon mit tubularer Sekretion geplant ist, sollte diese moglichst vor der Injektion des Kontrastmittels erfolgen.

4.6    Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Fertilitat

Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilitat liegen nicht vor.

Schwangerschaft

Die Unbedenklichkeit der Anwendung von Iobitridol wahrend der Schwangerschaft ist bisher nicht erwiesen. Da in dieser Zeit eine Strahlenexposition ohnehin moglichst vermieden werden soll, muss schon deshalb der Nutzen einer Rontgenuntersuchung - ob mit oder ohne Kontrastmittel - sorgfaltig abgewogen werden. Neben der Vermeidung einer Strahlenexposition des Feten ist bei der Nutzen-Risiko-Abwagung auch die Iodempfindlichkeit der fetalen Schilddruse zu beachten.

Stillzeit

lodhaltige Rontgenkontrastmittel werden im geringen Umfang in die Muttermilch ausgeschieden. Nach Anwendung von Xenetix 300 sollte die Muttermilch aus Sicherheitsgrunden fur die Dauer von 2 Tagen verworfen werden.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgefuhrt.

4.8    Nebenwirkungen

Wahrend klinischer Studien an 905 Patienten, traten sich bei 11 % der Patienten Nebenwirkungen (Warmeempfindungen nicht eingeschlossen) auf, die in Verbindung mit der Anwendung von Xenetix standen: am haufigsten waren Schmerzen, Schmerzen an der Injektionsstelle, schlechter Geschmack und Ubelkeit.

Die Nebenwirkungen von Xenetix sind im Allgemeinen leicht bis moderat und vorubergehend.

Die am haufigsten seit Markteinfuhrung im Rahmen der Anwendung von Xenetix berichteten Nebenwirkungen sind Warmegefuhl, Schmerzen und Odeme an der Injektionsstelle.

Ůberempfindlichkeitsreaktionen treten im Allgemeinen sofort (wahrend der Injektion oder innerhalb einer Stunde nach Beginn der Injektion) oder manchmal verzogert (eine Stunde bis mehrere Tage nach der Injektion) in Form von Hautreaktionen auf.

Sofortreaktionen konnen ein oder mehrere Symptome(e) betreffen, die zusammen oder nacheinander auftreten und meist Haut-, Atemwegs- und/oder Herz-Kreislauf-Reaktionen umfassen. Jedes Symptom kann ein Warnsignal eines beginnenden Schocks sein und sehr selten zum Tode fuhren.

Schwere Rhythmusstorungen einschlieblich Kammerflimmern wurden bei Patienten mit Herzerkrankungen sehr selten beobachtet. Diese traten sowohl im Zusammenhang als auch ohne Zusammenhang mit Ůberempfindlichkeitsreaktionen auf (siehe Abschnitt 4.4 Vorsichtsmabnahmen fur die Anwendung).

Die Nebenwirkungen sind in der unten stehenden Tabelle nach Systemorganklasse und nach Haufigkeit unter Verwendung folgender Kategorien dargestellt: Sehr haufig (>1/10), haufig (>1/100, <1/10), gelegentlich (>1/1.000, <1/100), selten (>1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar). Die angegebenen Haufigkeiten wurden aus einer Anwendungsbeobachtung mit 352.255 Patienten abgeleitet.

Systemorganklasse

Haufigkeit: Nebenwirkung

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Ůberempfindlichkeit

Sehr selten: anaphylaktische Reaktion, anaphylaktoide Reaktion

Endokrine Erkrankungen

Sehr selten: Schilddrusenerkrankung

Erkrankung des Nervensystems

Selten: Prasynkope (vasovagale Reaktionen), Tremor*, Parasthesie*

Sehr selten: Koma* , Konvulsion*, Verwirrtheitszustand*, Sehstorungen*, Amnesie*, Photophobie*, Blindheit vorubergehend*, Somnolenz*, Unruhe*, Kopfschmerz

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Selten: Vertigo Sehr selten: Horstorung

Herzerkrankungen

Selten: Tachykardie

Sehr selten: Herzstillstand, Myokardinfarkt (haufiger nach intrakoronarer Injektion), Arrythmie, Kammerflimmern, Angina pectoris

Gefaberkrankungen

Selten: Hypotonie

Sehr selten: Kreislaufkollaps

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Selten: Atemnot, Husten, Engegefuhl des Halses, Niesen Sehr selten: Atemstillstand, Lungenodem, Bronchospasmus, Laryngospasmus, Kehlkopfodem

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Haufig: Ůbelkeit

Selten: Erbrechen

Sehr selten: Abdominalschmerz

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Angioodem, Urtikaria (lokalisiert oder ausgedehnt), Erythem, Pruritus

Sehr selten: Akut generalisierendes pustuloses Exanthem, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom, Ekzem, makulo-papuloses Exanthem (alle als verzogerte Ůberemfindlichkeitsreaktionen)

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr selten: akutes Nierenversagen, Anurie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Warmegefuhl,

Selten: Gesichtsodem, Unwohlsein, Schuttelfrost, Schmerzen an der Injektionsstelle

Sehr selten: Injektionsstelle nekrotisch nach Extravasation, Injektionsstelle entzundet nach Extravasation, Odem an der Injektionsstelle

Untersuchungen

Sehr selten: Kreatinin im Blut erhoht

* Aufgetreten bei Untersuchungen, bei denen das iodhaltige Kontrastmittel im arteriellen Gehimblut hoch ist.

Schwere anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen in Form eines Schocks sind gekennzeichnet durch einen massiven Blutdruckabfall, Tachykardie, Dyspnoe, Agitiertheit, Zyanose, Blasse, Kaltschweibigkeit, Bewusstseinstrubung oder -verlust und Atem- und Kreislaufstillstand. Der Blutdruckabfall kann auch mit einer Bradykardie (vasovagale Reaktion) verbunden sein, aus der sich gewohnlich mit der Zeit eine Tachykardie entwickelt.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei anderen wasserloslichen iodhaltigen Kontrastmitteln beobachtet.

Systemorganklasse

Haufigkeit: Nebenwirkung

Erkrankungen des Nervensystems

Lahmung, Parese, Halluzination, Sprechstorung

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Akute Pankreatitis (nach Endoskopisch-retrograder Cholangio-Pankreatikographie (ERCP)), Abdominalschmerz, Diarrhoe, Parotisvergroberung , Hypersalivation, Geschmacksstorung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Erythema multiforme

Gefaberkrankungen

Thrombophlebitis

Untersuchungen

Elektroenzephalographie anormal, Amylase im Blut erhoht

Kinder und Jugendliche

Die mit Xenetix in Verbindung gebrachten Nebenwirkungen sind die gleichen wie bei Erwachsenen. Ihre Haufigkeit ist auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar.

Ein kardiovaskularer Kollaps unterschiedlichen Schweregrades kann unmittelbar ohne Warnsymptome auftreten oder kann die in obiger Tabelle aufgefuhrten kardiovaskularen Reaktionen verstarken.

Bauchschmerzen und Diarrhoe, die nicht bei der Anwendung von Xenetix berichtet wurden, stehen hauptsachlich in Zusammenhang mit oraler oder rektaler Verabreichung.

Lokale Schmerzen und Odeme konnen an der Injektionsstelle ohne Extravasation des injizierten Produktes auftreten und sind gutartig und vorubergehend.

Bei der intraarteriellen Verabreichung ist die Schmerzempfindung an der Injektionsstelle von der Osmolalitat des injizierten Produkts abhangig.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grober Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Webseite: www.bfarm.de, anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

Uberdosierungen konnen zu lebensbedrohenden unerwunschten Wirkungen hauptsachlich auf das Lungen- und Herzkreislaufsystem fuhren. Bei Verabreichung sehr hoher Dosen Kontrastmittel oder verminderter renaler Elimination muss der Wasser- und Elektrolytverlust durch geeignete rehydrierende MaBnahmen ausgeglichen werden. Die Nierenfunktion ist fur mindestens 3 Tage zu uberwachen.

Bei versehentlicher Uberdosierung oder bei erheblich eingeschrankter Nierenfunktion lasst sich Xenetix 300 durch extrakorporale Dialyse aus dem Organismus entfernen.

Tritt eine unerwunschte Reaktion auf, ist die Applikation des Kontrastmittels sofort zu beenden. Die Therapie richtet sich nach dem klinischen Bild. Neben den allgemeinen MaBnahmen einer Reanimation kann der Einsatz von Medikamenten angezeigt sein, z. B. zur Allgemeinbehandlung (Antihistaminika, Kortikosteroide, Sauerstoffgabe), zur Behandlung von kardiovaskularen Symptomen (Vasopressoren, Volumenersatz, Elektrolyte), zur Behandlung von Konvulsionen (Diazepam), zur Behandlung einer tetanischen Krise (Calciumgluconat). Es ist zu beachten, dass bei Patienten die gleichzeitig B-Rezeptorenblocker erhalten, Adrenalin und Volumensubstitution eine geringere Wirkung haben.

5.    PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1    Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Rontgenkontrastmittel, iod-haltig; wasserlosliche nephrotrope niederosmolare Rontgenkontrastmittel

ATC-Code: V08AB11

Xenetix 300 ist ein monomeres, nichtionisches, wasserlosliches, triiodiertes Kontrastmittel fur uro- und angiographische Untersuchungen. Das Iobitridol-Molekul weist eine stabilisierte Hydrophilie auf. Die in Xenetix stabil gebundenen Iodatome absorbieren Rontgenstrahlen. Auf dieser Absorption beruht die kontrastgebende Wirkung.

5.2    Pharmakokinetische Eigenschaften

Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Iobitridol bei Tieren und Menschen sind mit denjenigen anderer nichtionischer Kontrastmittel vergleichbar.

Verteilung

Nach intravaskularer Injektion verteilt sich Iobitridol im Blutkreislauf und im Interzellularraum.

Die Protein-Bindung betragt bei Bestimmung mittels Ultrafiltration 2,1 %.

Versuche an Kaninchen zeigten, dass Iobitridol die intakte Blut-Hirn-Schranke nicht uberwindet. Versuche mit weiblichen Kaninchen und Ziegen ergaben, dass Iobitridol in sehr geringen Mengen die Plazenta (< 0,1 %) passiert und in die Muttermilch ubergeht (< 3 %).

Elimination

Iobitridol wird schnell und in unveranderter Form uber die Nieren ausgeschieden (glomerulare Filtration ohne tubulare Ruckresorption oder Sekretion).

Die Eliminationshalbwertzeit (t'A = 1,8 h), das Verteilungsvolumen (VD = 0,2 l-kg"1) und die Gesamtclearance (ClT = 0,080 l-h^-kg-1) belegen die Verteilung im Extrazellularraum und die schnelle Ausscheidung der nicht metabolisierten Substanz uber die Nieren. Die vollstandige Elimination erfolgt innerhalb von 24 Stunden, wobei 93 ± 5 % innerhalb der ersten 8 Stunden mit dem Urin ausgeschieden werden.

Linearitat

Beim Menschen zeigt Iobitridol eine lineare, der verabreichten Dosis direkt proportionale Kinetik.

Niereninsuffizienz

Im Falle einer Niereninsuffizienz konnte im Tierversuch eine langsame, heterotope Ausscheidung uber die Gallenwege gezeigt werden.

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Die Untersuchung der Sicherheitsparameter hinsichtlich hamodynamischer, kardiovaskularer, bronchopulmonaler, renaler, neurologischer und rheologischer Effekte zeigen fur Iobitridol ein mit anderen nichtionischen, wasserloslichen, triiodierten, niederosmolaren Kontrastmitteln gleiches Profil.

Akute Toxizitat:

Wie bei allen wasserloslichen, nichtionischen, triiodierten Kontrastmitteln, die in Einzeldosen mit grobem Volumen (25 - 50 ml/kg KG) verabreicht werden, treten auch bei Iobitridol als vorubergehende Effekte Hypothermie oder/und Atemdepression auf. In Untersuchungen an verschiedenen Spezies (Maus, Ratte, Hund) traten an den Zielorganen Niere und Leber dosisabhangig tubulare Ektasie und hepatozellulare Vakuolisierung auf.

Toxizitat bei wiederholter Gabe:

Bei wiederholter intravenoser Verabreichung an Hunden uber 28 Tage wurden im hoheren Dosisbereich (8 ml/kg/Tag = 2,8 g/kg/Tag) eine granularvakuolare Degeneration gefunden. Eine dosisabhangige negative Beeinflussung der Erythrozyten (Echinozyten, Haematokrit, Haemoglobin) und eine leichte Zunahme des Nierengewichtes wurden generell beobachtet.

Mutagenitat:

Befunde von ausfuhrlichen in-vitro- und in-vivo-Untersuchungen mit Iobitridol ergaben keine Hinweise auf mutagene Wirkungen.

Reproduktionstoxizitat:

Reproduktionstoxikologische Untersuchungen bei Kaninchen ergaben im hoheren Bereich Ossifikationsretardierungen.

6.    PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumcalciumedetat

Trometamolhydrochlorid

Trometamol

Salzsaure (zur pH-Einstellung)

Natriumhydroxid-Losung (zur pH-Einstellung)

Wasser fur Injektionszwecke

6.2    Inkompatibilitaten

Da keine Kompatibilitatsstudien durchgefuhrt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Dauer der Haltbarkeit 3 Jahre

Die in einem Untersuchungsgang nicht verbrauchte Kontrastmittellosung ist zu verwerfen.

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung Nicht uber 30 °C lagern. Vor Licht und Rontgenstrahlen schutzen.

6.5    Art und Inhalt der Behaltnisse

Glasflaschen:

Glasflasche (klar, Typ II) mit einem Elastomergummistopfen (Typ I, Chlorobutyl) und einer Schutzkappe (Aluminium).

PackungsgroBen:

AP mit 10 x 50, 75, 100, 150, 200, 500 ml Beutel:

Beutel (Polypropylen) mit einem Schlauch (Polypropylen), Luer-Lock-Adapter (Polycarbonat) und Schutzkappe, verpackt in einem Beutel (Polypropylen; Polypropylen/Aluminium)

PackungsgroBen:

AP mit 10 x 100, 200, 500 ml

6.6 Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Behaltnisse mit 500 ml Inhalt durfen ausschlieBlich mit geeigneten Applikationssystemen verwendet werden. Reste der in dem Behaltnis verbleibenden Zubereitung sind spatestens am Ende des Anwendungstages zu verwerfen.

Fur die Anwendung mit einem Applikationssystem gelten die folgenden Hinweise:

Soll das Arzneimittel mit einem automatischen Applikationssystem gegeben werden, muss die Eignung fur die beabsichtigte Anwendung vom Medizinproduktehersteller belegt sein. Die Anwendungshinweise der Medizinprodukte sind unbedingt zu beachten.

Fur die Anwendung der 500 ml-Infusionsflasche gelten zusatzlich die folgenden Hinweise:

Es wird empfohlen, dass das Kontrastmittel nach einmaligem Durchstechen des Stopfens mit einer entsprechenden Entnahmekanule fur einen Injektor oder einer Einmalspritze entnommen wird. Generell muss die Entnahmekanule mit folgenden Eigenschaften ausgestattet sein: Trokar, Luftfilter, Luer-Verbindung, eventuell mit einem Anschlussschlauch und schutzenden Verschlussstopfen. Erganzende Anwendungshinweise der jeweiligen Hersteller der Entnahmekanulen und Fullvorrichtungen fur Injektomaten sind zu beachten.

Fur die Anwendung des 500 ml-Infusionsbeutels gelten zusatzlich die folgenden Hinweise:

Es wird empfohlen, das Kontrastmittel nach einmaligem Anschluss eines kompatiblen Infusions- bzw. Injektionsschlauchsystems zu entnehmen. Das Brechen des Siegels zur Herstellung des Kontrastmittelausflusses darf erst nach Anschluss des Entnahmesystems erfolgen.

Bei der Anwendung mit CT-Spritzen-Injektomaten kann z. B. das Mehrfach-Injektionsschlauchsystem Manyfill® und gleichzeitig das Einmal-Patientenschlauchsystem mit Doppelventil Secufill® unter Beachtung der Herstellerhinweise eingesetzt werden, die in dieser Kombination als "Hygienisch sicheres Produkt/Verfahren" von der Deutschen Gesellschaft fur Krankenhaushygiene e.V. zertifiziert wurden.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Guerbet GmbH Otto-Volger-Str. 11 65843 Sulzbach Telefon: (0 61 96) 76 20

8.    ZULASSUN GSNUMMER

33875.01.00

9.    DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Zulassung: 21.02.1996 Datum der letzten Verlangerung: 16.04.2003

10.    STAND DER INFORMATION

April 2014

11.    VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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