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Zantic 75mg magentabletten



Gebrauchsinformation Zantic 75mg magentabletten

Geändert in:


Liebe Patientin, lieber Patient!


Bitte lesen Sie folgende Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollten.Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.


Gebrauchsinformation


Zantic® 75 mg Magentabletten


Wirkstoff: Ranitidinhydrochlorid



Zusammensetzung


Arzneilich wirksamer Bestandteil:

1 Filmtablette enthält 84 mg Ranitidinhydrochlorid, entsprechend 75 mg Ranitidin.


Sonstige Bestandteile:

Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat, Titandioxid (E 171), Hypromellose, Triacetin, Eisen(III)-oxid (E 172).



Darreichungsform und Inhalt


Packungen mit


6 Filmtabletten (N1)

12 Filmtabletten (N1)



Stoff- oder Indikationsgruppe


Magen-Darmmittel zur Verminderung der Magensäure

(Histamin H2-Rezeptor-Antagonist)



Pharmazeutischer Unternehmer:


Glaxo Wellcome GmbH & Co. Im Mitvertrieb:

23834 Bad Oldesloe Boehringer Ingelheim Pharma KG

Telefon: (0 40) 4 15 23-0 Binger Straße 173

Telefax: (0 40) 4 15 231 23 55216 Ingelheim am Rhein

Telefon: (0 61 32) 77-0

Telefax: (0 61 32) 77–30 00


Hersteller:

Glaxo Wellcome S.A.

Avenida de Extremadura 3

09400 Aranda de Duero

Burgos

Spanien



Anwendungsgebiete


Bei Magenübersäuerung und Sodbrennen.


Gegenanzeigen


Wann dürfen Zantic 75 mg Magentabletten nicht angewendet werden?


Zantic 75 mg Magentablettendürfen nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlickeit gegen den Wirkstoff Ranitidin oder einen der anderen Bestandteile.


Ranitidin wird über die Nieren ausgeschieden. Aus diesem Grunde sind die Plasmaspiegel des Wirkstoffes bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) erhöht. Zantic 75 mg Magentablettensind daher für diese Patienten nicht geeignet.


Patienten mit der Stoffwechselkrankheit akute Porphyrie in der Krankengeschichte sollten nicht mit Zantic 75 mg Magentabletten behandelt werden, da Ranitidin akute Porphyrie-Anfälle auslösen kann.


Was muss in Schwangerschaft und Stillzeit beachtet werden?


Die vorhandenen Kenntnisse sind nicht ausreichend, um das Risiko der Anwendung von Zantic 75 mg Magentablettenbei schwangeren und stillenden Frauen zu bewerten. Der Wirkstoff tritt durch die Plazenta und geht auch in die Muttermilch über.


Zantic 75 mg Magentablettensollen während der Schwangerschaft und Stillzeit ohne Befragen des Arztes nicht eingenommen werden.



Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?


Die Anwendung von Zantic 75 mg Magentabletten bei Kindern unter 16 Jahren wird nicht empfohlen.



Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise


Die Behandlung mit einem Wirkstoff, wie er in diesem Arzneimittel enthalten ist, kann die Beschwerden, die bei einem Magenkrebs auftreten, verschleiern, so dass die Feststellung dieser Erkrankung verzögert wird.


In folgenden Fällen sollten Sie Ihren Arzt zu Rate ziehen, bevor Sie Zantic 75 mg Magentabletteneinnehmen:


Wenn Sie unter deutlichen Nieren- und/oder Leberfunktionsstörungen leiden.


Wenn Sie sich in regelmäßiger ärztlicher Behandlung befinden.


Wenn Sie vom Arzt verschriebene Arzneimittel einnehmen.


Sofern Sie im mittleren Alter oder älter sein sollten, und in jüngster Zeit bei sich neu auftretende oder verändert starke, längerfristig bestehende Oberbauchbeschwerden (dyspeptische Symptome) beobachtet haben.


Wenn Sie unbeabsichtigt Gewicht verlieren in Verbindung mit starken, längerfristig bestehenden Oberbauchbeschwerden (dyspeptischen Symptomen).


Wenn Sie ein Risiko der Entwicklung von Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren haben, oder in Ihrer Krankengeschichte ein solches Geschwür aufgetreten ist (z. B., wenn Sie starke Schmerzmittel, wie sogenannte NSAR, einnehmen).



  • Daten zur Beinflussung der Fahrtüchtigkeit und der Fähigkeit zur Bedienung von Maschinen liegen in nicht ausreichender Weise vor.



Wechselwirkungen mit anderen Mitteln


Bei gebräuchlicher Dosierung bewirkt der Wirkstoff Ranitidin keine Hemmung des in der Leber angesiedelten Cytochrom P450-haltigen mischfunktionellen Oxygenasensystems. Ranitidin verstärkt daher nicht die Wirkung von Arzneimitteln, die durch dieses Enzym inaktiviert werden. Zu diesen zählen Diazepam, Lidocain, Phenytoin, Propranolol, Theophyllin und Warfarin.


Wenn hohe Dosen (2 g) von Sucralfat gleichzeitig mit Ranitidin verabreicht werden, ist die Aufnahme in das Blut (Resorption) des letzeren verringert. Diese Wirkung tritt nicht auf, wenn Sucralfat im Abstand von 2 Stunden gegeben wird.




Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung


Zantic 75 mg Magentabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen.


Für Erwachsene gelten folgende Empfehlungen:


Beim Auftreten von Beschwerden, tagsüber oder während der Nacht, soll jeweils 1 Zantic 75 mg Magentablette eingenommen werden.


Die meisten Patienten kommen mit 1 - 2 Filmtablettenpro Tag aus. Es dürfen jedoch bis zu 4 Filmtablettenin einem Zeitraum von 24 Stunden eingenommen werden.


Es ist nicht nötig, die Filmtablettenmit dem Essen einzunehmen.


Patienten, bei denen die Symptome weiter bestehen, sich verschlimmern oder 14 Tage andauern, wird geraten, ihren Arzt oder Apotheker zu Rate zu ziehen.


Eingeschränkte Nierenfunktion


Bei Anwendern mit einer deutlich eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <50 ml/min) kann eine Akkumulation von Ranitidin mit der Folge erhöhter Plasma-Spiegel auftreten. Es wird empfohlen, nachdem ärztlicher Rat eingeholt wurde, nicht mehr als 2 Zantic 75 mg Magentabletten innerhalb eines Zeitraumes von 24 Stunden einzunehmen (siehe Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise für die Anwendung).


Anwendungsfehler und Überdosierung


Was ist zu tun, wenn Zantic 75 mg Magentabletten in zu großen Mengen angewendet wurden (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?


Ranitidin wirkt sehr gezielt, und es sind nach einer Überdosierung mit dem Präparat keine besonderen Probleme zu erwarten.


Es wurden bei der Behandlung einer bestimmten Krankheit bis zu 6 g des Wirkstoffes täglich gegeben, ohne dass dabei nachteilige Wirkungen auftraten. Sollte überdosiert worden sein, wird eine beschwerdenorientierte und unterstützende Behandlung empfohlen. Falls erforderlich, kann der Wirkstoff aus dem Plasma durch Blutwäsche (Hämodialyse) entfernt werden.



Nebenwirkungen


Welche Nebenwirkungen können bei Anwendung von Zantic 75 mg Magentabletten auftreten?


In gezielten Untersuchungen (klinischen Studien) oder in der routinemäßigen Behandlung von Patienten mit Ranitidin wurde über die folgenden Nebenwirkungen berichtet. In vielen Fällen konnte jedoch keine Beziehung zur Ranitidin-Behandlung festgestellt werden.

Hepatobiliärer (die Leber und Galle betreffender) Trakt und Bauchspeicheldrüse

Vorübergehende und rückbildungsfähige Veränderungen der Leberwerte können auftreten.

Es gab gelegentliche Berichte über Hepatitis (Leberentzündung) (hepatozellulär, hepatokanalikulär oder gemischte Formen) mit oder ohne Gelbsucht. Diese waren normalerweise rückbildungsfähig. Selten wurde über eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung berichtet.


Blut und lymphatisches System

Veränderungen des Blutbildes (Leukozytopenie, Thrombozytopenie) traten bei einigen Patienten auf. Diese waren gewöhnlich rückbildungsfähig. Seltene Fälle von Agranulozytose oder Panzytopenie, manchmal mit Knochenmarkshypoplasie oder -aplasie wurden berichtet,


Kardiovaskulär (Herz-Kreislauf betreffend)

Wie mit anderen H2-Rezeptor-Antagonisten gab es seltene Berichte über Bradykardie (Abnahme der Herzfrequenz) und AV-Block (Störungen der Erregungsleitung des Herzens). Es liegen vereinzelte Berichte über Vaskulitis (entzündliche Reaktionen die von der Wand der Blutgefäße ihren Ausgang nehmen) vor.


Neurologie/Psychiatrie

Bei einer sehr geringen Anzahl von Patienten kam es zu – manchmal starken – Kopfschmerzen und Schwindelgefühl. Selten wurde über Verwirrtheitszustände, Depressionen und Halluzinationen berichtet, die überwiegend bei schwerkranken oder älteren Patienten auftraten. Außerdem wurde selten über rückbildungsfähige, unwillkürliche Bewegungsstörungen berichtet.


Nicht organspezifisch/Haut

Es wurde über Hautausschlag, einschließlich seltener Fälle von Erythema multiforme berichtet. Es liegen vereinzelte Berichte über Haarausfall vor. Überempfindlichkeitsreaktionen (Urtikaria, angioneurotisches Oedem, Fieber, Bronchialkrampf, Blutdruckabfall, anaphylaktischer Schock, Brustschmerzen) werden in seltenen Fällen nach einer Einzeldosis beobachtet.


Reproduktion (die Fortpflanzungsorgane betreffend)

Über reversible Impotenz (rückbildungsfähige Potenzstörungen) wurde in Einzelfällen berichtet. Es gab einige wenige Berichte über Brustsymptome bei Männern, die Ranitidin einnahmen.


Muskuloskelettal

Die Skelettmuskulatur betreffende Symptome, wie Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen, wurden selten berichtet.


Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.



Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels


Das Arzneimittel soll nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden.



Stand der Information

März 2001


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!


Empfehlungen für den Anwender/die Anwenderin


Ein wichtiger Beitragzur Besserung Ihrer Beschwerden liegt in einer Änderung von bestimmten Verhaltensweisen oder des Lebensstils.

Das könnte sein:

Einschränken des Rauchens

Vermeiden von Kaffee

Vermeiden von Alkohol

Vermeiden von stark gewürzten Speisen

Keine späten und/oder umfangreichen Abendessen

Abnehmen bei Übergewicht

  • Keine schweren Lasten heben


Auch ein Anheben des Kopfteiles Ihres Bettes kann zu einer Vermeidung nächtlicher Beschwerden führen.


Wenn Sie diesen Empfehlungen folgen, haben Sie beste Chancen, so Ihre Magenübersäuerung oder Ihr Sodbrennen zu bessern.


Im Mitvertrieb:

Glaxo Wellcome GmbH & Co. Boehringer Ingelheim Pharma KG

23834 Bad Oldesloe 55216 Ingelheim am Rhein



12


/home/sh/mnt/srv7/public_html/iarzneimittel.de/data/doc/05eab6ae30a9fa74acf0a8c18e27a22c.rtf.

Zantic 75mg Magentabletten

Fachinformation Zantic 75mg magentabletten

Geändert in:

Fachinformation


(ZUSAMMENFASSUNG DER Merkmale des Arzneimittels)


1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS


Zantic® 75 mg Magentabletten



2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG


1 Filmtablette enthält: Ranitidinhydrochlorid als Wirkstoff, entsprechend 75 mg Ranitidin


Hilfsstoffe siehe Punkt 6.1


3. DARREICHUNGSFORM


Filmtabletten



4. KLINISCHE ANGABEN


4.1 Anwendungsgebiete


Bei Magenübersäuerung und Sodbrennen.


4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


Erwachsene


Beim Auftreten von Beschwerden, tagsüber oder nachts, soll jeweils 1 Zantic 75 mg Magentablette eingenommen werden.


Die meisten Patienten kommen mit 1 - 2 Filmtabletten pro Tag aus. Es dürfen jedoch bis zu 4 Filmtabletten in einem Zeitraum von 24 Stunden eingenommen werden.


Es ist nicht nötig, die Filmtabletten mit dem Essen einzunehmen.


Patienten, bei denen die Symptome weiter bestehen, sich verschlimmern oder 14 Tage andauern, wird geraten, Ihren Arzt oder Apotheker zu Rate zu ziehen.


Eingeschränkte Nierenfunktion


Bei Anwendern mit einer deutlich eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance <50 ml/min) kann eine Akkumulation von Ranitidin mit der Folge erhöhter Plasma-Spiegel auftreten. Es wird empfohlen, nachdem ärztlicher Rat eingeholt wurde, nicht mehr als 2 Zantic 75 mg Magentabletten innerhalb eines Zeitraumes von 24 Stunden einzunehmen. (siehe Abschnitt 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung).


Kinder


Die Anwendung von Zantic 75 mg Magentabletten bei Kindern unter 16 Jahren wird nicht empfohlen.


4.3 Gegenanzeigen


Bekannte Überempfindlichkeit gegen Ranitidin oder einen der anderen Bestandteile von Zantic 75 mg Magentabletten.


4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Die Behandlung mit einem H2-Antagonisten kann die mit einem Magenkarzinom einhergehenden Symptome maskieren und so die Diagnose dieser Erkrankung verzögern.


Ranitidin wird über die Nieren ausgeschieden. Aus diesem Grunde sind die Plasmaspiegel des Wirkstoffes bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) erhöht. Zantic 75 mg Magentabletten sind für diese Patienten nicht geeignet.


Vereinzelte klinische Berichte lassen vermuten, dass Ranitidin akute Porphyrie-Anfälle auslösen kann. Patienten mit einer Vorgeschichte der akuten Porphyrie sollten daher nicht mit Ranitidin behandelt werden.


Die folgenden Patienten sollten ihren Arzt vor der Einnahme von Zantic 75 mg Magentabletten zu Rate ziehen:


  • Patienten mit deutlicher Nieren- und/oder Leberfunktionsstörung.


  • Patienten, die unter regelmäßiger ärztlicher Aufsicht stehen.


  • Patienten, die vom Arzt verordnete Arzneimittel einnehmen.


  • Patienten in mittleren Jahren oder älter, mit neu auftretenden oder in jüngster Zeit veränderten dyspeptischen Symptomen.


  • Patienten mit unbeabsichtigtem Gewichtsverlust in Verbindung mit dyspeptischen Symptomen.


  • Patienten, die ein Risiko der Entwicklung von Magen- oder Zwölffingerdarm-geschwüren oder ein peptisches Ulcus in der Anamnese haben (z. B. Patienten, die NSAR einnehmen).


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


In therapeutischen Dosen bewirkt Ranitidin keine Hemmung des hepatischen Cytochrom P450-haltigen mischfunktionellen Oxygenasensystems. Ranitidin potenziert daher nicht die Wirkung von Arzneimitteln, die durch dieses Enzym inaktiviert werden. Zu diesen zählen Diazepam, Lidocain, Phenytoin, Propranolol, Theophyllin und Warfarin.


Wenn hohe Dosen (2 g) von Sucralfat gleichzeitig mit Ranitidin verabreicht werden, ist die Resorption des letzteren verringert. Diese Wirkung tritt nicht auf, wenn Sucralfalt im Abstand von 2 Stunden gegeben wird.


4.6 Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit


Die vorhandenen Daten sind nicht ausreichend, um das Risiko der Ranitidin-Anwendung bei schwangeren oder stillenden Frauen zu bewerten.


Ranitidin passiert die Plazenta und geht auch in die Muttermilch über. Die klinische Relevanz dieser Tatsachen ist nicht geklärt. Zantic 75 mg Magentabletten sollen daher während der Schwangerschaft und Stillzeit ohne Befragen des Arztes nicht eingenommen werden.


4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen


Daten zur Beeinflussung der Fahrtüchtigkeit und der Fähigkeit zur Bedienung von Maschinen durch Ranitidin liegen in nicht ausreichender Weise vor.


4.8 Nebenwirkungen


In klinischen Studien oder in der routinemäßigen Behandlung von Patienten mit Ranitidin wurde über die folgenden Ereignisse berichtet. In vielen Fällen konnte jedoch keine Beziehung zur Ranitidin-Therapie festgestellt werden.


Hepatobiliärer Trakt und Pankreas

Vorübergehende und reversible Veränderungen der Leberwerte können auftreten.

Es gab gelegentliche Berichte über Hepatitis (hepatozellulär, hepatokanalikulär oder gemischte Formen) mit oder ohne Gelbsucht. Diese waren normalerweise reversibel. Selten wurde über eine akute Pankreatitis berichtet.


Blut und lymphatisches System

Veränderungen des Blutbildes (Leukozytopenie, Thrombozytopenie) traten bei einigen Patienten auf. Diese waren gewöhnlich reversibel. Seltene Fälle von Agranulozytose oder Panzytopenie, manchmal mit Knochenmarkshypoplasie oder -aplasie wurden berichtet,


Kardiovaskulär

Wie mit anderen H2-Rezeptor-Antagonisten gab es seltene Berichte über Bradykardie und AV-Block. Es liegen vereinzelte Berichte über Vaskulitis vor.


Neurologie/Psychiatrie

Bei einer sehr geringen Anzahl von Patienten kam es zu – manchmal starken – Kopfschmerzen und Schwindelgefühl. Selten wurde über Verwirrtheitszustände, Depressionen und Halluzinationen berichtet, die überwiegend bei schwerkranken oder älteren Patienten auftraten. Außerdem wurde selten über reversible, unwillkürliche Bewegungsstörungen berichtet.


Nicht organspezifisch/Haut

Es wurde über Hautausschlag, einschließlich seltener Fälle von Erythema multiforme berichtet. Es liegen vereinzelte Berichte über Haarausfall vor.

Überempfindlichkeitsreaktionen (Urtikaria, angioneurotisches Ödem, Fieber, Bronchialkrampf, Blutdruckabfall, anaphylaktischer Schock, Brustschmerzen) wurden in seltenen Fällen nach einer Einzeldosis beobachtet.


Reproduktion

Über reversible Impotenz wurde in Einzelfällen berichtet. Es gab einige wenige Berichte über Brustsymptome bei Männern, die Ranitidin einnahmen.


Muskuloskelettal

Die Skelettmuskulatur betreffende Symptome, wie Arthralgie und Myalgie, wurden selten berichtet.


4.9 Überdosierung


Ranitidin wirkt sehr spezifisch, und demzufolge sind nach einer Überdosierung mit dem Wirkstoff keine besonderen Probleme zu erwarten. Bei der Behandlung des Zollinger-Ellison-Syndroms wurden bis zu 6 g täglich gegeben, ohne dass dabei nachteilige Effekte auftraten. Sollte überdosiert worden sein, wird eine symptomatische und unterstützende Behandlung empfohlen. Falls erforderlich, kann der Wirkstoff aus dem Plasma durch Hämodialyse entfernt werden.



5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

ATC-Code: A02B A02 (H2-Rezeptor-Antagonist)


Ranitidin ist ein spezifischer, schnell wirkender Histamin-H2-Rezeptorantagonist. Er hemmt die basale und die stimulierte Magensäuresekretion. Es werden sowohl das Magensaftvolumen als auch der Säure- und Pepsinanteil verringert. Ranitidin besitzt eine lange Wirkungsdauer. Eine Einzeldosis von 75 mg unterdrückt die Magensäuresekretion wirksam über einen Zeitraum von bis zu 12 Stunden. Klinische Studien haben gezeigt, dass Zantic 75 mg Magentabletten die Beschwerden bis zu maximal 12 Stunden lindern können.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Die Bioverfügbarkeit von Ranitidin liegt durchgehend bei ca. 50 %. Nach oraler Gabe einer 75 mg-Dosis waren maximale Plasmaspiegel, normalerweise im Bereich von 236 bis 270 ng/ml, nach 2 bis 3 Stunden erreicht. Die Ranitidin-Plasmaspiegel verhalten sich proportional zur verabreichten Dosis bis einschließlich 300 mg.


Ranitidin wird nicht umfangreich metabolisiert. Die Elimination erfolgt hauptsächlich durch tubuläre Sekretion. Die Eliminationshalbswertszeit liegt bei 2 bis 3 Stunden.


In Gleichgewichtsstudien mit 150 mg 3H-Ranitidin wurden 93 % einer intravenösen Dosis im Urin ausgeschieden und 5 % in den Faeces; 60 – 70 % einer oralen Dosis wurden im Urin ausgeschieden und 26 % dieser Dosis in den Faeces. Eine Urinanalyse in den ersten 24 Stunden nach Dosierung zeigte, dass 70 % der intravenösen Dosis und 35 % der oralen Dosis unverändert eliminiert wurden. Der Metabolismus von Ranitidin ist ähnlich, sowohl nach oraler als auch nach intravenöser Gabe. Ca. 6 % der Dosis werden im Urin ausgeschieden als N-Oxid, 2 % als S-Oxid, 2 % als Desmethyl-Ranitidin und 1 – 2 % als Furansäure-Analogon.


5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit:


Keine Angaben.



6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN


6.1 Hilfsstoffe


Mikrokristalline Cellulose,

Magnesiumstearat,

Hypromellose

Titandioxid (E171),

Triacetin,

Eisen(III)oxid (E 172).


6.2 Inkompatibilitäten


Nicht zutreffend.


6.3 Dauer der Haltbarkeit


- des Fertigarzneimittels im unversehrten Behältnis:


3 Jahre.


6.4 Besondere Lagerungshinweise:


Nicht über 30° C lagern/aufbewahren.


6.5 Art und Inhalt des Behältnisses


In Kartons verpackte Aluminium/PVC/Polyamidblister


Originalpackungen mit 6 Filmtabletten

mit 12 Filmtabletten


6.6 Hinweise für die Handhabung


Keine speziellen Hinweise.



7. PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER


Glaxo Wellcome GmbH & Co. In Deutschland auch Mitvertrieb durch:

Industriestr. 32-36 Boehringer Ingelheim Pharma KG

23843 Bad Oldesloe Binger Str. 173

Telefon: (0 45 31) 80 20 55216 Ingelheim am Rhein

Fax-Nr.: (0 45 31) 8 49 56 Telefon: (0 61 32) 77-0

Fax-Nr.: (0 61 32) 77-30 00



8. ZULASSUNGSNUMMER


38415.00.00



9. DATUM DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG


23.10.1996 / 14.12.2000



10. STAND DER INFORMATION


März 2001



11. VERSCHREIBUNGSSTATUS/APOTHEKENPFLICHT


Apothekenpflichtig

12


/home/sh/mnt/srv7/public_html/iarzneimittel.de/data/doc/e996d79179be7b4b8f06d4c1625d6aa8.rtf (C:\MSOFFICE\WINNWORD\VORLAGEN\Z75MG5.doc)

Zantic 75mg Magentabletten