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Zink-pos 3,2 mg magensaftresistente tablette



Gebrauchsinformation Zink-pos 3,2 mg magensaftresistente tablette

URSAPHARM Arzneimittel * Zinkorotat 20 * Zul.-Nr.: 6229406.00.00 * ENR: 0229406

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben


Gebrauchsinformation: Information für den Anwender


Zink-POS 3,2 mg

magensaftresistente Tabletten

Wirkstoff: Zinkorotat x 2 H2O


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.


Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

  • Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packunsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

  • Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder keine Besserung eintritt, müssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:

  1. Was ist Zink-POS 3,2 mg und wofür wird es angewendet?

  2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Zink-POS 3,2 mg beachten?

  3. Wie ist Zink-POS 3,2 mg einzunehmen?

  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

  5. Wie ist Zink-POS 3,2 mg aufzubewahren?

  6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


1. Was ist Zink-POS 3,2 mg und wofür wird es angewendet?


Wirkungsweise:

Zink-POS 3,2 mgist ein Arzneimittel zur Zufuhr (Substitution) von Zink bei Zinkmangel.


Anwendungsgebiet:

Zur Behandlung von Zinkmangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben werden können.



2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Zink-POS 3,2 mg beachten?


Zink-POS 3,2 mg darf nicht eingenommen werden

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Zinkorotat oder einen der sonstigen Bestandteile von Zink-POS 3,2 mgsind.


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Zink-POS 3,2 mg einnehmen.

Bei längerfristiger Anwendung von Zink in hoher Dosierung sollte neben Zink auch Kupfer labordiagnostisch überwacht werden.


Einnahme von Zink-POS 3,2 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln:


Zink reduziert die Resorption von Tetracyclinen durch Chelatbildung: aus diesem Grund sollte zwischen der Einnahme der beiden Medikamente ein zeitlicher Abstand von 4 Stunden eingehalten werden.


Chelatbildner wie D-Penicillamin, Dimercaptopropansulfonsäure (DMPS), Dimercaptobernsteinsäure (DMSA) oder Ethylendiaminetetraessigsäure (EDTA) können die Zinkresorption reduzieren oder die Ausscheidung steigern.


Zink inhibiert die Resorption von Ofloxacin und anderen Chinolonen (z. B. Norfloxacin, Ciprofloxacin).


Phosphate, Eisen-, Kupfer- und Calciumsalze reduzieren die Resorption von Zink.


Hohe Zinkmengen können die Aufnahme und Speicherung von Eisen reduzieren.


Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.


Einnahme von Zink-POS 3,2 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nahrungsmittel mit hohem Gehalt an Phytinsäure (z. B. Vollkornbrot, Bohnenkeimlinge und Mais) reduzieren die Zink-Resorption und sollten nach einer Zinkeinnahme vermieden werden.


Schwangerschaft und Stillzeit:

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


Für die Anwendung von Zink-POS 3,2 mgbestehen keine Einschränkungen während Schwangerschaft und Stillzeit, sofern ein Zinkmangel vorliegt und die empfohlene Dosierung nicht überschritten wird.


Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.



3. Wie ist Zink-POS 3,2 mg einzunehmen?


Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.


Die empfohlene Dosis beträgt:


Kinder über 12 Jahre, Jugendliche und Erwachsene

nehmen 3mal täglich 1-2 Tabletten Zink-POS 3,2 mg; zur Dauerbehandlung 1-3mal täglich 1 Tablette Zink-POS 3,2 mg.


Kinder von 4 bis 11 Jahren

nehmen 2-4mal täglich 1 Tablette; zur Dauerbehandlung 1-2mal täglich 1 Tablette.


Die Tabletten sollten mit etwas Flüssigkeit jeweils ca. eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten unzerkaut eingenommen werden.


Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Zink-POS 3,2 mgzu stark oder zu schwach ist.


Wenn Sie eine größere Menge Zink-POS 3,2 mg eingenommen haben, als Sie sollten:

Überdosierungserscheinungen treten erst bei sehr hohen Dosen auf, die um ein Vielfaches über den Empfehlungen zur täglichen Zinkaufnahme liegen.


Zeichen einer Überdosierung von Zink sind Metallgeschmack auf der Zunge, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Durchfall und Erbrechen. Nach Absetzen des Medikaments klingen diese Symptome schnell wieder ab.


Wenn Sie die Einnahme vergessen haben:

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern fahren Sie mit dem normalen Einnahmerhythmus fort.


Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.


4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.


Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig : mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.


Es können Magenbeschwerden und/oder Durchfall sowie allergische Reaktionen auftreten (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).


Zink-POS 3,2 mgkann bei langfristiger Einnahme Kupfermangel verursachen.


Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:


Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: https://verbraucher-uaw.pei.de


Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.


5. Wie ist Zink-POS 3,2 mg aufzubewahren?


Bewahren Sie diese Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.


Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Seitenlasche des Umkartons/dem Blister angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.


Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht über 30 °C lagern.


6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


Was Zink-POS 3,2 mg enthält:

Der Wirkstoff ist Zinkorotat x 2 H2O


1 magensaftresistente Tablette enthält 20 mg Zinkorotat x 2 H2O

(dies entspricht einem reinen Zinkgehalt von 3,2 mg Zink)


Die sonstigen Bestandteile sind:

Dextrose-Maltose-Saccharid-Gemisch (92 : 3,5 : 4,5); Maisstärke; Mannitol (Ph.Eur.); Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat; Mikr. Cellulose; Copovidon; Crospovidon; Magnesiumstearat (Ph.Eur.); Methacrylsäure-Methylmetacrylat-Copolymer (1:1) (Ph.Eur.); Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) (Ph.Eur.); Talkum; Triethylcitrat.


Wie Zink-POS 3,2 mg aussieht und Inhalt der Packung:

Zink-POS 3,2 mgsind weiße, runde, überzogene Tabletten, die in Blistern zu je 10 Tabletten abgepackt sind.


Zink-POS 3,2 mgist in folgenden Packungsgrößen erhältlich:

20 magensaftresistente Tabletten

50 magensaftresistente Tabletten

100 magensaftresistente Tabletten


Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

URSAPHARM

Industriestraße

66129 Saarbrücken

Tel.: 06805/92 92 -0

Fax: 06805/92 92 -88

Internet: www.ursapharm.de

E-Mail: info@ursapharm.de


Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2013.


________________________________________________________________________________ Edition 06/2013

Zink-POS 3,2 mg magensaftresistente Tablette

Fachinformation Zink-pos 3,2 mg magensaftresistente tablette

Fachinformation

___________________________________________________________________________________

Zink-POS 3,2 mg

Zinkorotat-POS



__________________________________________________________________________________


1. Bezeichnung des Arzneimittels


Zink-POS 3,2 mg

magensaftresistente Tabletten


Zinkorotat-POS

40 mg, magensaftresistente Tabletten


2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung


Eine magensaftresistente Tablette enthält


Zink-POS 3,2 mg

20 mg Zinkorotat x 2 H2O

(entspricht 3,2 mg Zink)


Zinkorotat-POS

40 mg Zinkorotat x 2 H2O

(entspricht 6,3 mg Zink)


Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1


3. Darreichungsform


magensaftresistente Tabletten


4. Klinische Angaben


4.1. Anwendungsgebiete


Zur Behandlung von Zinkmangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben werden können.


4.2. Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


Dosierung

Zink-POS 3,2 mg

Substitutionstherapie bei leichteren Formen von Zinkmangelerscheinungen:


Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene 3mal täglich 1-2 Tabletten; zur Dauerbehandlung 1-3mal täglich 1 Tablette.


Für Kinder über 12 Jahren und Jugendliche gelten die gleichen Dosierungen.


Kinder von 4 bis 11 Jahren nehmen 2-4mal täglich 1 Tablette; zur Dauerbehandlung 1-2mal täglich 1 Tablette.


Zinkorotat-POS

Substitutionstherapie bei mittleren und schweren Formen von Zinkmangelerscheinungen:


Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene 3mal täglich 1 Tablette; zur Dauerbehandlung 2-3 mal täglich 1 Tablette.


Für Kinder über 12 Jahre und Jugendliche gelten die gleichen Dosierungen.


Kinder von 4 bis 11 Jahren nehmen 2mal täglich 1 Tablette.


Zink-POS 3,2 mg/Zinkorotat-POS Tabletten sollten ca. 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden (siehe auch Abschnitt 4.5 Wechselwirkungen).


Art der Anwendung

Zur oralen Anwendung.


4.3. Gegenanzeigen


Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile der Präparate.


4.4. Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Zink-POS 3,2 mg/Zinkorotat -POS sollte von Patienten, die an akutem Nierenversagen oder schweren Nierenparenchymschäden leiden, mit Vorsicht eingenommen werden.

Bei längerfristiger Einnahme von Zink in hoher Dosierung sollten sowohl die Kupfer- als auch Zinkspiegel überwacht werden.


4.5. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


Zink reduziert die Resorption von Tetracyclinen durch Chelatbildung: aus diesem Grund sollte zwischen der Einnahme der beiden Medikamente ein zeitlicher Abstand von mindestens 4 Stunden eingehalten werden.

Chelatbildner wie D-Penicillamin, Dimercaptopropansulfonsäure (DMPS) Dimercaptobernsteinsäure (DMSA) oder Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) können die Zinkresorption reduzieren oder die Ausscheidung steigern.


Zink inhibiert die Resorption von Ofloxacin und anderen Chinolonen (z. B. Norfloxacin, Ciprofloxacin).


Phosphate, Eisen-, Kupfer- und Calciumsalze reduzieren die Resorption von Zink.


Hohe Zinkmengen können die Aufnahme und Speicherung von Eisen reduzieren.

Nahrungsmittel mit hohem Gehalt an Phytinsäure (z. B. Vollkornbrot, Bohnenkeimlinge und Mais) reduzieren die Zink-Resorption und sollten nach einer Zinkeinnahme vermieden werden.


4.6. Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit


Bei einem klinisch gesicherten Zinkmangel bestehen keine Einwände gegen eine Verabreichung von Zink-POS 3,2 mg/Zinkorotat in den vorgesehenen Dosierungen.


4.7. Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen


Ein nachteiliger Effekt der Präparate auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen ist nicht bekannt.


4.8. Nebenwirkungen


Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis <1/100)
Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)
Sehr selten (<1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).


Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Magenbeschwerden, Durchfall (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).


Erkrankungen des Immunsystems:

Allergische Reaktionen (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).


Zinkorotat 20/-POS kann bei langfristiger Einnahme Kupfermangel verursachen.


Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:


Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de/DE/Pharmakovigilanz/form/functions/formpv-node.html


4.9 Überdosierung


Wegen der homöostatischen Regulation der intestinalen Zinkabsorption treten nach oraler Zinkgabe die ersten toxischen Symptome erst bei Dosen auf, die um ein Vielfaches über den Empfehlungen für die tägliche Zinkaufnahme liegen.


Toxische Symptome einer Überdosierung mit Zink sind Metallgeschmack auf der Zunge, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Diarrhöen und Erbrechen. Die Symptome klingen nach Absetzen der Zinkzufuhr rasch wieder ab.


Symptome:

Übelkeit, Magenschmerzen, abdominelle Krämpfe, Hypotonie, Herzrhythmusstörungen, Lethargie, taumelnder Gang, Leber- und Nierenversagen mit Gelbsucht und Oligurie sowie Pankreatitis mit Anstieg der Amylasen.


Unmittelbare Maßnahmen:

Der Magen sollte schnell entleert werden.


Gegenmittel:

Calcium-Trinatrium-Pentetat (1 g als Infusion in 250 ml physiologischer Kochsalzlösung während 6 Stunden, danach werden pro 24 Stunden 2 g infundiert, ebenfalls in NaCl-Lösung).

D-Penicillamin (bei akuten Vergiftungen 1 g i. v. oder 2 x 12,5 mg/kg/d oral. Bei Langzeitbehandlung darf die tägliche Gabe 40 mg/kg nicht übersteigen.


5. Pharmakologische Eigenschaften


5.1. Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Mineralstoffe, ATC Code: A 12 CB


Zink ist ein essentielles Spurenelement für alle lebenden Organismen. Es ist als strukturelle, katalytische Komponente von über 200 Enzymen (davon über 70 beim Menschen) identifiziert und spielt besonders für Wachstum und Entwicklung eine entscheidende Rolle.


Die zinkabhängigen Enzyme beeinflussen ganz wesentlich den Ablauf von metabolischen Prozessen wie Fett-, Kohlehydrat- und Eiweißstoffwechsel sowie Auf- und Abbau von Nukleinsäuren. Zink ist essentiell für Struktur und Funktion von biologischen Membranen.


Es bestehen biochemische Verknüpfungen mit Hormonen, wie z.B. Insulin, Gonadotropinen, Wachstums- und Sexualhormonen. Ferner steht Zink in enger Wechselbeziehung zum Vitamin A-Stoffwechsel.


Zink beeinflusst ganz entscheidend die humorale und zellvermittelte Immunität. Es ist essentiell für die Funktion des Thymulins, Lymphozytenproliferation und Blastogenese.


Zink antagonisiert die toxische Wirkung der Schwermetalle Blei, Cadmium und Quecksilber. Als Mechanismus diskutiert man die durch Zink stimulierte Synthese des Carrier-Proteins Metallothionein, welches die Absorption und Exkretion von Schwermetallen reguliert.


Eine Prädisposition zu latenten Zinkmangelzuständen wird im Fall von unzureichender Zufuhr und Resorption wie bei Mangelernährungszuständen, Vegetarismus oder unausgewogener Ernährung beobachtet.


In einigen Fällen kann Zinkmangel sekundär durch Mangelernährung oder verschlechterter Resorption bei Darmerkrankungen bedingt sein. Hierbei sind auch Mangelzustände an anderen Stoffen und Vitaminen zu erwarten.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Absorption

Die magensaftresistent überzogenen Zinkorotat-Tabletten setzen ihren Wirkstoff im Dünndarm, wo die Resorption von Zink nahezu ausschließlich stattfindet, frei.

Das Ausmaß der Zinkresorption hängt von der zugeführten Menge (aus zinkarmer Nahrung wird mehr absorbiert), von der Verwertbarkeit (tierische Nahrungsmittel begünstigen die Resorption) sowie vom intermediären Zinkbedarf (endogener Zinkmangel steigert die Absorptionsrate) ab.

Bei ausreichender nutritiver Versorgung werden durchschnittlich 10-40 % des zugeführten Zink absorbiert.

Dabei sind zwei verschiedene Mechanismen beteiligt: ein aktiver, sättigbarer und ein passiver, nicht sättigbarer Prozess. Voraussetzung für die Resorption ist, dass Zink am Resorptionsort als freies Ion vorliegt. Nahrungsbestandteile, die dies behindern, vermindern die Bioverfügbarkeit.


Verteilung

Im Plasma wird Zink vorwiegend an Albumin sowie an 1- und 2-Globuline gebunden und transportiert. Der Normalwert beträgt 12-23 mol/l (800-1500 µg/l).


Der menschliche Körper enthält ca. 0,5 mmol Zink/kg Körpergewicht, das zu etwa 98% intrazellular vorliegt. Hohe Zink-Konzentrationen finden sich in der Prostata, im Sperma, in den Augen und im Haar. Mengenmäßig stehen Knochen und Muskelgewebe im Vordergrund.


Elimination

Die Ausscheidung von Zink erfolgt zum größten Teil über die Faeces. Das im Stuhl enthaltene Zink setzt sich zusammen aus dem nicht resorbierten Anteil aus der Nahrung sowie der mit dem Pankreassaft über die Darmwand und über die Galle sezernierten Zinkmenge. Die renale Exkretion beträgt etwa 500 g/24 h; ähnliche Mengen werden über den Schweiß ausgeschieden.


Diagnostische Evaluierung des Zinkstatus

Die Evaluierung des Zinkstatus ist problematisch, da es bislang an einem geeigneten Marker fehlt, der sowohl sensitiv als auch spezifisch auf Änderungen des Versorgungsstatus reagiert. Durch die homöostatische Regulation wird bei mangelnder Versorgung Zink aus bestimmten Kompartimenten mobilisiert und demzufolge sich der Plasmaspiegel erst dann ändert, wenn die Kapazität der Homöostase überfordert ist.


Aus diesem Grunde sollte das Ergebnis einer jeglichen Zinkbestimmung immer im Zusammenhang mit den klinischen Symptomen und Anzeichen des Patienten gesehen bzw. interpretiert werden.


5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


Auf der Grundlage der Ergebnisse toxikologischer Untersuchungen zur akuten und chronischen Toxizität, Kanzerogenität und Mutagenität ist bei Einhaltung des vorgeschriebenen Dosierungsbereiches kein Risiko für den Menschen zu erwarten. In der Literatur sind tierexperimentelle Untersuchungen beschrieben, in denen sowohl ein Zinkmangel zu einer erhöhten Fehlbildungsrate führte als auch hohe Zinkdosen teratogene Effekte (Skelettanomalien bei Maus und Hamster) induzierten.


6. Pharmazeutische Angaben


6.1 Liste der sonstigen Bestandteile


Dextrose-Maltose-Saccharid-Gemisch (92 : 3,5 : 4,5); Maisstärke; Mannitol (Ph.Eur.); Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat; Mikr. Cellulose; Copovidon; Crospovidon; Magnesiumstearat (Ph.Eur.); Methacrylsäure-Methylmetacrylat-Copolymer (1:1) (Ph.Eur.); Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) (Ph.Eur.); Talkum; Triethylcitrat.


6.2 Inkompatibilitäten


Keine bekannt.


6.3 Dauer der Haltbarkeit


Die Haltbarkeit beträgt 3 Jahre.


6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung


Zink-POS 3,2 mg:

Nicht über 30 °C lagern.


Zinkorotat-POS:

Nicht über 25 °C lagern.


6.5. Art und Inhalt des Behältnisses


Zink-POS 3,2 mg:

Packungen zu 20, 50 und 100 magensaftresistenten Tabletten


Unverkäufliches Muster“ zu 20 magensaftresistenten Tabletten


Zinkorotat-POS:

Packungen zu 20, 50 und 100 magensaftresistenten Tabletten.


"Unverkäufliches Muster" zu 20 magensaftresistenten Tabletten


Klinikpackung zu 500 magensaftresistenten Tabletten (5 x 100 Tabletten)


6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung


Keine besonderen Anforderungen.


7. Inhaber der Zulassung


URSAPHARM

Industriestraße

D-66129 Saarbrücken

Telefon: (06805) 92 92-0
Telefax: (06805) 92 92-88

Internet: www.ursapharm.de

E-Mail: info@ursapharm.de


8. Zulassungsnummern


Zink-POS 3,2 mg: 6229406.00.00

Zinkorotat-POS: 6229381.00.00


9. Datum der Verlängerung der Zulassung


Zink-POS 3,2 mg: 22.04.2003

Zinkorotat-POS: 02.12.2003


10. Stand der Information


Juni 2013


11. Verkaufsabgrenzung

Apothekenpflichtig

Edition 06/2013

Zink-POS 3,2 mg magensaftresistente Tablette