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Calcihexal 50



Gebrauchsinformation Calcihexal 50

Zul.-Nr.: 27952.00.00

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender


CalciHEXAL® 50 I.E./ml Injektionslösung


Wirkstoff: Calcitonin (Lachs)


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.


Was in dieser Packungsbeilage steht

  1. Was ist CalciHEXAL und wofür wird es angewendet?

  2. Was sollten Sie vor der Anwendung von CalciHEXAL beachten?

  3. Wie ist CalciHEXAL anzuwenden?

  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

  5. Wie ist CalciHEXAL aufzubewahren?

  6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

  1. Was ist CalciHEXAL und wofür wird es angewendet?

CalciHEXAL enthält den Wirkstoff Calcitonin (Lachs). Calcitonin ist ein Hormon, das natürlich im Körper von Menschen und Tieren vorkommt. Es regelt den Calciumspiegel im Blut. Calcitonin wird verwendet, um Knochenverlust umzukehren, und es kann beim Aufbau von Knochenmaterial helfen.


CalciHEXAL kann angewendet werden zur:

  • Vorbeugung eines Verlustes an Knochenmasse nach einer plötzlichen Ruhigstellung, zum Beispiel bei Patienten, die wegen eines Knochenbruchs bettlägerig sind.

  • Behandlung des Morbus Paget bei Patienten, die keine anderen Behandlungsmaßnahmen für diese Erkrankung anwenden können, beispielsweise Patienten mit schweren Nierenproblemen. Morbus Paget ist eine langsam fortschreitende Erkrankung, die eine Veränderung der Knochengröße und Knochenform hervorrufen kann.

  • Behandlung eines erhöhten Kalziumspiegels im Blut (Hyperkalzämie) infolge von Krebs.

  1. Was sollten Sie vor der Anwendung von CalciHEXAL beachten?

CalciHEXAL darf nicht angewendet werden, wenn

  • Sie allergisch gegen Calcitonin (Lachs) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

  • Ihr Calciumspiegel im Blut sehr niedrig ist (Hypokalzämie).


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung mit CalciHEXAL, wenn bei Ihnen ein Verdacht auf eine Überempfindlichkeit gegen Calcitonin (Lachs) besteht. In diesem Fall sollte vor Beginn der Behandlung ein Hauttest durchgeführt werden.


Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Krebs festgestellt wurde. In klinischen Studien zeigten Patienten, die mit Calcitonin wegen Osteoporose und Osteoarthritis behandelt wurden, bei der Langzeitanwendung ein erhöhtes Krebsrisiko. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Calcitonin eine geeignete Behandlung für Sie darstellt und wie lange Sie behandelt werden können.


Kinder und Jugendliche

Die Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.


Ältere Menschen

Bei älteren Patienten kann CalciHEXAL ohne besondere Erfordernisse angewendet werden.


Anwendung von CalciHEXAL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.


Es ist besonders wichtig Ihren Arzt zu informieren, wenn Sie Medikamente einnehmen,

  • zur Behandlung von Herzproblemen (z. B. Herzglykoside) oder Bluthochdruck (z. B. Amlodipin, Diltiazem).

  • die Lithium enthalten, da die Dosierung von Lithium gegebenenfalls geändert werden muss.

  • die Bisphosphonate enthalten (zur Behandlung von Osteoporose).


Schwangerschaft und Stillzeit

CalciHEXAL soll während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.


Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

CalciHEXAL kann Müdigkeit, Schwindel und Sehstörungen hervorrufen. Dadurch kann Ihre Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt werden. Wenn dies bei Ihnen auftritt, sollten Sie weder Auto fahren noch Maschinen bedienen.


CalciHEXAL enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 1 ml Injektionslösung, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

  1. Wie ist CalciHEXAL anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.


Es wird empfohlen das Arzneimittel vor dem Zubettgehen zu verabreichen, um das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen zu verringern, das vor allem zu Beginn der Behandlung auftritt.


Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis. Verwenden Sie CalciHEXAL nicht, wenn Sie bemerken, dass die Lösung nicht klar und farblos ist. Verändern Sie nicht die Dosierung oder beenden Sie nicht die Behandlung, ohne zuvor mit Ihrem Arzt zu sprechen.


CalciHEXAL wird üblicherweise als Injektion in das Gewebe unter der Haut (subkutane Injektion) oder in einen Muskel (intramuskuläre Injektion) verabreicht. Gelegentlich wird die Injektion durch eine langsame Infusion in eine Vene verabreicht (langsame intravenöse Infusion).


Falls Sie sich die subkutane Injektion selber verabreichen, stellen Sie sicher, dass Sie genau verstehen, wie Sie die Injektion vorbereiten und durchführen. Ihr Arzt oder Ihr Pflegepersonal wird Ihnen eine genaue Anleitung geben. Führen Sie die Injektion nicht selbständig durch, wenn Sie sich bezüglich der Verabreichung nicht sicher sind.


Sie sollten die Lösung nicht direkt aus dem Kühlschrank verwenden. Lassen Sie sie zuerst Raumtemperatur annehmen. Die Ampullen sollten unmittelbar nach dem Öffnen verwendet werden. Überschüssiges CalciHEXAL sollte entsorgt werden.


Ihr Arzt wird, abhängig von Ihrem Zustand, über die richtige Dosierung und die Dauer der Calcitonin-Gabe entscheiden.


Die üblichen Dosierungen sind:

  • Zur Vorbeugung eines Verlustes an Knochenmasse:

100 I.E. täglich oder 50 I.E. zweimal täglich für 2 bis 4 Wochen, verabreicht als Injektion in einen Muskel oder in das Gewebe unter der Haut.

  • Bei Morbus Paget:

100 I.E. täglich, verabreicht als Injektion in einen Muskel oder in das Gewebe unter der Haut, normalerweise für bis zu 3 Monate. In einigen Fällen wird Ihr Arzt möglicherweise entscheiden, die Behandlung auf bis zu 6 Monate auszudehnen.

  • Zur Behandlung eines erhöhten Kalziumspiegels:

100 I.E. alle 6 bis 8 Stunden, verabreicht als Injektion in einen Muskel oder in das Gewebe unter der Haut. In einigen Fällen kann es als Injektion in eine Vene verabreicht werden.


Wenn Sie eine größere Menge von CalciHEXAL angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viel CalciHEXAL injiziert haben, informieren Sie sofort Ihren Arzt. Möglicherweise benötigen Sie ärztliche Betreuung.


Wenn Sie die Anwendung von CalciHEXAL vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, sich eine Injektion zu verabreichen, holen Sie dies nach, sobald Sie sich daran erinnern, es sei denn, es sind weniger als 4 Stunden bis zur nächsten Dosis. In diesem Fall warten Sie und verabreichen Sie sich die Injektion zur normalen Zeit. Injizieren Sie nicht die doppelte Dosis, um die vergessene Dosis nachzuholen.


Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

  1. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.


Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen und Rötung im Gesicht/am Hals.


Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein:

  • Beschleunigter Puls, Nesselsucht (Quaddeln), erschwertes Atmen, Anschwellen von Zunge und Rachenraum, Brustenge, plötzlich abfallender Blutdruck oder Schock.

Diese können Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion (Anaphylaxie) sein und sind sehr selten.

  • Schwellung des Gesichts, der Arme und Beine oder des ganzen Körpers (gelegentlich).


Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen feststellen, informieren Sie sofort Ihren Arzt.


Andere Nebenwirkungen:

Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen):

  • Übelkeit mit oder ohne Erbrechen. Diese sind weniger häufig, wenn die Injektion abends und nach dem Essen verabreicht wird.

  • Plötzlich wiederkehrende Gesichts- und/oder Halsrötung werden üblicherweise 10 bis 20 Minuten nach der Injektion beobachtet.


Häufig (kann bis zu 1 Behandelten von 10 betreffen):

  • Durchfall, Magenschmerz

  • Abgeschlagenheit

  • Knochen- oder Gelenkschmerz

  • Schwindel

  • Kopfschmerz

  • veränderter Geschmackssinn

  • Krebs (nach Langzeitanwendung)


Gelegentlich (kann bis zu 1 Behandelten von 100 betreffen):

  • Bluthochdruck (Hypertonie)

  • grippeartige Symptome

  • Wassereinlagerungen (im Gesicht, an Armen und Beinen und dem ganzen Körper)

  • Rötung und Schwellung an der Injektionsstelle, Hautausschlag, Juckreiz

  • Muskelschmerz

  • Sehstörung

  • häufiges Wasserlassen

  • Überempfindlichkeitsreaktionen


Selten (kann bis zu 1 Behandelten von 1.000 betreffen):

  • Der Calciumspiegel im Blut kann 4 bis 6 Stunden nach der Verabreichung fallen. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie Symptome aufgrund dieses Abfalls bemerken.

  • Bildung neutralisierender Antikörper gegen Calcitonin (normalerweise hat dies keinen Einfluss auf die Wirksamkeit)


Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Zittern


In seltenen Fällen kann die Wirksamkeit von CalciHEXAL verringert sein.


Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angeben sind.

  1. Wie ist CalciHEXAL aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.


Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Ampulle angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.


Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Im Kühlschrank lagern (+2 °C bis +8 °C).


Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie bemerken, dass die Lösung nicht klar oder farblos ist.


Verdünnung

Die Verdünnung mit Natriumchlorid-Lösung 0,9 % oder Glucose-Lösung 5 % sollte immer erst unmittelbar vor der Anwendung zubereitet werden.


Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für 24 Stunden bei Raumtemperatur sowie für 72 Stunden bei 2 bis 8 °C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden.

Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 24 Stunden bei 2 bis 8 °C aufzubewahren.


Nach Anbruch

Nicht verwendete Reste sind zu verwerfen.


Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Diese Maßnahme wird dabei helfen, die Umwelt zu schützen.

  1. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was CalciHEXAL enthält

  • Der Wirkstoff ist Calcitonin (Lachs)

1 Ampulle mit 1 ml Injektionslösung enthält 50 I.E. Eine I.E. (Internationale Einheit) entspricht 0,167 Mikrogramm Calcitonin (Lachs).

  • Die sonstigen Bestandteile sind:

Essigsäure 99 %, Natriumacetat-Trihydrat, Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke


Wie CalciHEXAL aussieht und Inhalt der Packung

CalciHEXAL ist eine klare, farblose Flüssigkeit in Klarglasampullen.


CalciHEXAL ist in Packungen mit 5, 10, 20 und 50 Ampullen mit je 1 ml Injektionslösung erhältlich.


Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.


Pharmazeutischer Unternehmer

HEXAL AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: service@hexal.com


Hersteller

Salutas Pharma GmbH,

ein Unternehmen der HEXAL AG

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben


Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2013.


Hinweis zur Handhabung der OPC (one-point-cut)-Ampullen

Anfeilen nicht mehr erforderlich.


Punkt nach oben. Im Ampullenspieß befindliche Lösung durch Klopfen oder Schütteln nach unten fließen lassen.


Ampullenspieß vom Punkt nach hinten wegbrechen.



Stand: 05/2013 ÄA Seite 10 von 10

Calcihexal 50

Fachinformation Calcihexal 50

Zul.-Nr.: 27952.00.00/27952.01.00

Fachinformation

  1. Bezeichnung des Arzneimittels

CalciHEXAL® 50 I.E./ml Injektionslösung

CalciHEXAL® 100 I.E./ml Injektionslösung


Wirkstoff: Calcitonin (Lachs)

  1. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

CalciHEXAL 50

1 Ampulle mit 1 ml Injektionslösung enthält 50 I.E. Calcitonin (Lachs).


CalciHEXAL 100

1 Ampulle mit 1 ml Injektionslösung enthält 100 I.E. Calcitonin (Lachs).


Dabei entspricht 1 I.E. 0,167 Mikrogramm des Wirkstoffs.


Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Natriumverbindungen


Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

  1. Darreichungsform

Injektionslösung


Klare, farblose, wässrige Flüssigkeit

  1. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

  • Prävention eines akuten Verlustes an Knochenmasse nach einer plötzlichen Immobilisation, zum Beispiel bei Patienten mit einer vor kurzem festgestellten osteoporotischen Fraktur.

  • Für die Behandlung des Morbus Paget nur bei Patienten, die auf Behandlungsalternativen nicht ansprechen oder für die solche Behandlungsmöglichkeiten nicht geeignet sind, zum Beispiel Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung.

  • Behandlung von Hyperkalzämie infolge von malignen Erkrankungen.

4.2 Dosierung und der Anwendung

Zur subkutanen oder intramuskulären Injektion oder zur intravenösen Infusion bei Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind.



Aufgrund der Nachweise für ein erhöhtes Risiko für maligne Erkrankungen bei der Langzeitanwendung von Calcitonin (siehe Abschnitt 4.4) sollte die Behandlungsdauer bei allen Anwendungsgebieten auf die kürzest mögliche Zeit beschränkt werden und es sollte die kleinste wirksame Dosis angewendet werden.



Um die Häufigkeit von Übelkeit und Erbrechen herabzusetzen, die vor allem zu Beginn der Behandlung auftreten können, kann Calcitonin (Lachs) vor dem Schlafengehen angewendet werden.


Prävention eines akuten Verlustes an Knochenmasse nach einer plötzlichen Immobilisation, zum Beispiel bei Patienten mit einer vor kurzem festgestellten osteoporotischen Fraktur

Die empfohlene Dosis beträgt 100 I.E. pro Tag oder 50 I.E. zweimal täglich subkutan oder intramuskulär. Vor der erneuten Mobilisation kann die Dosis auf 50 I.E. täglich reduziert werden. Die empfohlene Behandlungsdauer beträgt 2 Wochen und sollte aufgrund des Zusammenhangs zwischen einem erhöhten Krebsrisiko und der Langzeitanwendung von Calcitonin 4 Wochen keinesfalls überschreiten.


Morbus Paget

Die empfohlene Dosierung beträgt 100 I.E. pro Tag subkutan oder intramuskulär. Klinische und biochemische Besserungen wurden jedoch auch mit einem Minimaldosis-Behandlungsschema von 50 I.E. dreimal wöchentlich erzielt. Die Dosierung muss den individuellen Bedürfnissen des Patienten angepasst werden. Die Behandlung sollte abgebrochen werden, sobald der Patient angesprochen hat und die Symptome beseitigt sind. Die Behandlungsdauer sollte aufgrund der Nachweise für ein erhöhtes Risiko für maligne Erkrankungen bei der Langzeitanwendung von Calcitonin im Normalfall 3 Monate nicht überschreiten. In Ausnahmefällen, z. B. bei Patienten mit drohenden Spontanfrakturen, kann die Behandlungsdauer bis auf ein empfohlenes Maximum von 6 Monaten ausgedehnt werden.


Regelmäßige erneute Behandlungen können bei diesen Patienten erwogen werden. Bei diesen erneuten Behandlungen sollten der potenzielle Nutzen und die Nachweise für ein erhöhtes Risiko für maligne Erkrankungen bei der Langzeitanwendung von Calcitonin (siehe Abschnitt 4.4) berücksichtigt werden.


Die Wirkung von Calcitonin kann anhand der Messung geeigneter Marker des Knochenumbaus, wie beispielsweise der alkalischen Phosphatase im Serum oder der Hydroxyprolin- bzw. Desoxypyridinolin-Werte im Harn, überwacht werden.


HyperkalzämieinfolgevonMalignität

DieempfohleneInitialdosisbeträgt100I.E.alle6-8Stundenmittelssubkutaneroder intramuskulärerInjektion.AußerdemkannCalcitonin(Lachs)nachvorhergehender Rehydratationintravenösinjiziertwerden.SolltedasAnsprechenhieraufnacheinoder zweiTagennichtzufriedenstellendsein,kanndieDosisaufmaximal400I.E.alle6-8 Stundenerhöhtwerden.InschwerenFällenoderbeiNotfällenkönnenübereine Zeitspannevonmindestens6Stundenbiszu10I.E./kgKörpergewichtin500ml 0,9%iger (w/v) Natriumchlorid-Lösung als intravenöse Infusion verabreichtwerden. DieDosierungvonCalciHEXALsolltedenindividuellen BedürfnissendesPatientenangepasst werden.


AnwendungbeiälterenPatientenundbeiPatientenmitLeber-oder Nierenfunktionsstörungen

ErfahrungenmitderAnwendungvonCalcitonin (Lachs) beiälterenPatientenergebenkeine HinweiseaufeineschlechtereVerträglichkeitoderaufeinengeänderten Dosierungsbedarf.DiestrifftauchfürPatientenmitLeberfunktionsstörungenzu.Die metabolischeClearanceistbeiPatientenmitterminalemNierenversagensehrviel geringeralsbeigesundenProbanden.DieklinischeRelevanzdiesesBefundesist jedochnichtbekannt(sieheAbschnitt5.2).


Anwendung bei Kindern

Es liegen keine ausreichenden Daten vor, um eine Anwendung von Calcitonin bei Kindern mit Erkrankungen, die auf eine Osteoporose im Kindesalter zurückzuführen sind, zu befürworten. Die Anwendung von Calcitonin wird daher bei Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren nicht empfohlen.

4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.


Calcitonin ist außerdem bei Patienten mit Hypokalzämie kontraindiziert.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Weil Calcitonin (Lachs) einPeptidist,bestehtdieMöglichkeitsystemischerallergischerReaktionen. AllergischeReaktionen,einschließlichEinzelfällevonanaphylaktischemSchock, wurden beiPatientenbeschrieben,dieCalcitonin (Lachs) erhaltenhaben.SolcheReaktionen solltenvongeneralisiertenoderlokalenRötungen(Flush)unterschiedenwerden. Hierbei handeltessichumhäufige,nicht-allergischeWirkungenvonCalcitonin (Lachs) siehe Abschnitt4.8).

Bei Patienten mit Verdacht auf eine Überempfindlichkeit gegen Calcitonin (Lachs) sollte vor Beginn der Behandlung ein Hauttest durchgeführt werden.



Auswertungen randomisierter kontrollierter Studien an Patienten mit Osteoarthritis und Osteoporose haben gezeigt, dass Calcitonin mit einem statistisch signifikanten Anstieg des Krebsrisikos im Vergleich zu mit Placebo behandelten Patienten verbunden ist. Die Erhöhung des absoluten Krebsrisikos bei Patienten, die mit Calcitonin im Vergleich zu Placebo behandelt wurden, variierte für die Dauertherapie in diesen Studien zwischen 0,7 und 2,4 %. Die Patienten in diesen Studien wurden mit oralen oder intranasalen Darreichungsformen behandelt. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass ein erhöhtes Risiko auch für die subkutane, intramuskuläre oder intravenöse Verabreichung von Calcitonin besteht. Dies ist besonders bei Langzeitanwendung der Fall, da die systemische Exposition mit Calcitonin für diese Patienten höher sein dürfte als bei anderen Darreichungsformen.


CalciHEXAL® enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die Serum--Calciumspiegel können zu Behandlungsbeginn vorübergehend unter die Normalwerte absinken. Dies trifft insbesondere für Patienten mit ungewöhnlich hohen Knochenumsatzraten zu. Dieser Effekt wird mit der Verringerung der Osteoklastenaktivität abgeschwächt. Bei Patienten unter gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden oder Calcium-Kanalblockern ist jedoch Vorsicht geboten. Die Dosierungen dieser Arzneimittel müssen möglicherweise angesichts der Tatsache, dass ihre Wirkungen durch Veränderungen der zellulären Elektrolytkonzentrationen modifiziert werden können, erneut eingestellt werden.


BeigleichzeitigerAnwendungvonCalcitonin (Lachs) undBisphosphonatenkönnenadditive, Calcium-senkendeEffekteauftreten.


Die gleichzeitige Anwendung von Calcitonin und Lithium kann zu einer Verringerung des Lithium-Plasma-Spiegels führen. Die Dosierung von Lithium muss möglicherweise angepasst werden.


Sonstige Wechselwirkungen

Da Calcitonin ein Peptid ist, kann es zu Adsorption an Kunststoffen und Infusionsbestecken kommen. Dies birgt die Möglichkeit, dass der Patient nur eine reduzierte Gesamtdosis erhält. Das häufige Überprüfen des klinischen Ansprechens und der Laborwerte, einschließlich der Messung des Serum-Calciumspiegels wird empfohlen, insbesondere in frühen Phasen der Behandlung.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Zu Calcitonin wurden keine Studien an Schwangeren durchgeführt. Calcitonin darf während der Schwangerschaft nur dann angewendet werden, wenn die Behandlung vom Arzt für absolut unerlässlich gehalten wird.


Stillzeit

Es liegen keine Informationen darüber vor, ob die Calcitonin beim Menschen in die Muttermilch übertritt. Bei Tieren wurde gezeigt, dass Calcitonin die Milchbildung hemmt und in die Muttermilch übergeht (siehe Abschnitt 5.3). Deshalb wird empfohlen, während der Behandlung nicht zu stillen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Studien über die Auswirkungen von CalciHEXAL auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen vor. CalciHEXAL kann Müdigkeit, Schwindel und Sehstörungen hervorrufen (siehe Abschnitt 4.8). Dadurch kann die Reaktionsfähigkeit der Patienten beeinträchtigt werden. Die Patienten müssen daher auf die Möglichkeit des Auftretens dieser Effekte hingewiesen werden. In diesem Fall sollten die Patienten weder Auto fahren noch Maschinen bedienen.

4.8 Nebenwirkungen

Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen und Hautrötung. Sie sind dosisabhängig und treten häufiger nach i.v.- als nach i.m.- oder s.c.- Verabreichung auf.


Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:


Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)


Untersuchungen

Selten:

  • Bildung neutralisierender Antikörper gegen Calcitonin 1


Erkrankungen des Nervensystems

Häufig:

  • Schwindel

  • Kopfschmerzen

  • Störungen des Geschmacksempfindens

Nicht bekannt:

  • Tremor


Augenerkrankungen

Gelegentlich:

  • Sehstörungen


Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig:

  • Übelkeit mit oder ohne Erbrechen 2

Häufig:

  • Durchfall

  • Bauchschmerz


Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich:

  • Übermäßige Harnausscheidung


Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich:

  • Generalisierter Hautausschlag

  • Juckreiz


Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig:

  • Skelettmuskelschmerzen einschließlich Arthralgien


Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Selten:

  • Vorübergehende Senkung des Serum-Calciums 3


Gefäßerkrankungen

Sehr häufig:

  • Rötung (im Gesicht oder am Oberkörper) 4

Gelegentlich:

  • Bluthochdruck


Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig:

  • Müdigkeit

Gelegentlich:

  • Grippeähnliche Symptome

  • Ödeme (im Gesicht, an den Extremitäten und generalisiert)

  • Reaktionen am Ort der Injektion


Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen

Sehr selten:

  • Schwere allergische Reaktionen wie beispielsweise Bronchospasmus

  • Anschwellen von Zunge und Rachenraum und anaphylaktischer Schock


Andere Nebenwirkungen

Häufig:

  • Bösartige Tumoren (bei Langzeitanwendung)


Die Häufigkeit der o. g. Nebenwirkungen basieren teilweise auf den Ergebnissen von klinischen Studien mit Calcitonin Nasenspray.


  1. Bildung von neutralisierenden Antikörpern gegen Calcitonin: Das Entstehen dieser Antikörper steht normalerweise nicht mit einem Verlust der klinischen Wirksamkeit in Zusammenhang, auch wenn ihr Vorhandensein bei einem kleinen Prozentsatz der Patienten nach der Langzeitbehandlung mit Calcitonin zu einem herabgesetzten Ansprechen auf das Präparat führen könnte. Das Vorhandensein von Antikörpern scheint nicht mit den nur selten auftretenden allergischen Reaktionen in Beziehung zu stehen. Eine Down-Regulation von Calcitonin-Rezeptoren kann ebenfalls ein Grund für eine verminderte klinische Ansprechbarkeit bei einem kleinen Prozentsatz von Patienten während der Langzeitbehandlung sein.

  2. Übelkeit mit oder ohne Erbrechen tritt bei ca. 10 % der mit Calcitonin behandelten Patienten auf. Dieser Effekt ist verstärkt zu Beginn der Behandlung zu beobachten und tendiert dazu, sich bei fortgesetzter Anwendung oder bei Dosisreduktion abzumildern oder ganz zu verschwinden. Falls erforderlich, kann ein Antiemetikum gegeben werden. Übelkeit/Erbrechen sind seltener, wenn die Injektionen am Abend oder nach einer Mahlzeit gegeben werden.

  3. Bei Patienten mit einem hohen Knochenstoffwechsel (Paget-Krankheit oder junge Patienten) kann 4-6 Stunden nach der Anwendung eine vorübergehende, üblicherweise asymptomatische Senkung des Serum-Calciums auftreten.

  4. Hautrötung (im Gesicht oder am Oberkörper) ist keine allergische Reaktionen, sondern auf die pharmakologische Wirkung zurückzuführen und tritt für gewöhnlich innerhalb von 10-20 Minuten nach der Anwendung auf.

4.9 Überdosierung

Esistbekannt,dassÜbelkeit,Erbrechen,Hautrötung(Flush)undSchwindel dosisabhängigauftreten,wennCalcitonin (Lachs) parenteral gegebenwird.IneinzelnenDosen wurdenbiszu10.000I.E.Calcitonin (Lachs) zur Injektiongegeben,ohnedassandere NebenwirkungenalsÜbelkeitundErbrechenoder eine übersteigerte pharmakologische Wirkungenaufgetretenwären.


Wenn Anzeichen einer Überdosierung auftreten, sollte eine symptomatische Behandlung erfolgen.

  1. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antagonist des Parathormons („Antiparathormon“)

ATC-Code: H05B A01 Calcitonin (Lachs)


Die pharmakologischen Eigenschaften der synthetischen und der rekombinanten Proteine sind erwiesenermaßen qualitativ und quantitativ äquivalent.


AlscalcitropesHormonhemmtCalcitonindieKnochenresorptionaufgrundeinerdirekten WirkungaufdieOsteoklasten.DurchdieHemmungderOsteoklastenaktivitätüber spezifischeRezeptorenverringertCalcitonin dieKnochenresorption.In pharmakologischenStudienkonnteeineanalgetischeWirkungvonCalcitoninam Tiermodellnachgewiesenwerden.


Bei Erkrankungen mit erhöhter Knochenresorption wie Morbus Paget oder bei einem akuten Verlust an Knochenmasse nach plötzlicher Immobilisation reduziert Calcitonin deutlich die Knochenumbaurate.


Histomorphologische Studien sowohl am Knochen des Menschen wie auch des Tieres haben nachgewiesen, dass die Anwendung von Calcitonin nicht zu Mineralisationsdefekten führt.


SowohlbeigesundenProbandenalsauchbeiPatientenmitErkrankungendes SkelettsystemseinschließlichMorbusPagetundOsteoporosewurdennachder BehandlungmitCalcitonin (Lachs) Verringerungen derKnochenresorptionfestgestellt,wasauf derGrundlageeinerHerabsetzungderHydroxyprolin-undDesoxypyridinolin-Werteim Harnermitteltwurde.


Die eine Senkung des Calciumshervorrufende Wirkung des Calcitonins basiert sowohl auf einem verringerten Efflux von Calcium aus dem Knochen in die Extrazellularflüssigkeit als auch auf der Hemmung der Calcium-Rückresorption durch die Nierentubuli.

Gleichzeitig hemmt Calcitonin die renale Phosphat-Rückresorption und steigert die Aktivierungsrate des Vitamin D.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

GenerelleEigenschaftendesarzneilichwirksamenBestandteils

Resorption

Calcitonin (Lachs) wird schnell resorbiert (Resorptionshalbwertszeit 10-15 min).


Plasmaspitzenspiegel werden innerhalb der ersten Stunde nach der Gabe erreicht. Nach subkutaner Verabreichung werden die Plasmaspitzenspiegel nach ca. 23 Minuten erreicht.

Beim Menschen ist die Bioverfügbarkeit nach der subkutanen und intramuskulären Injektion hoch und für beide Anwendungen ähnlich (71 % bzw. 66 %).


Verteilung

Nach parenteraler Anwendung von 100 I.E. Calcitonin (Lachs) liegt der Plasmaspitzenspiegel zwischen ca. 200 und 400 pg/ml. Die Plasmaprotein-Bindung beträgt 30-40 %.


Biotranformation

Tierstudien haben gezeigt, dass Calcitonin nach parenteraler Anwendung primär durch Proteolyse in der Niere verstoffwechselt wird. Die Metaboliten besitzen nicht die spezifische biologische Aktivität von Calcitonin.


Elimination

Calcitonin besitzt eine kurze Eliminationshalbwertzeit von ca. 1 Stunde nach der intramuskulären und 1-1,5 Stunden nach der subkutanen Verabreichung. Calcitonin (Lachs) wird nahezu ausschließlich in den Nieren abgebaut, wobei pharmakologisch inaktive Fragmente des Moleküls entstehen. Deshalb ist die metabolische Clearance bei Patienten mit terminalem Nierenversagen sehr viel geringer als bei gesunden Freiwilligen. Die klinische Relevanz dieses Befundes ist jedoch nicht bekannt.


Linearität

Es besteht eine Beziehung zwischen der subkutan injizierten Dosis Calcitonin und den Plasmaspitzenspiegeln. Höhere Blutspiegel können mit einer erhöhten Inzidenz von Übelkeit und Erbrechen einhergehen.

5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Es wurden die üblichen präklinischen Untersuchungen zur chronischen Toxizität, Reproduktionstoxizität, Mutagenität und Kanzerogenität an Labortieren durchgeführt.


Calcitonin (Lachs) besitzt weder ein embryotoxisches, teratogenes noch mutagenes Potenzial.


Bei Ratten, die synthetisches Calcitonin über 1 Jahr erhielten, wurde über eine erhöhte Inzidenz von Hypophysentumoren berichtet. Man nimmt an, dass dieser Effekt Spezies- spezifisch ist und keine klinische Relevanz besitzt.


Calcitonin (Lachs) passiert nicht die Plazentaschranke.


Bei mit Calcitonin behandelten, laktierenden Tieren wurde eine Unterdrückung der Milchbildung beobachtet. Calcitonin tritt in die Milch über.

  1. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

  • Essigsäure 99 %

  • Natriumacetat-Trihydrat

  • Natriumchlorid

  • Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Inkompatibilitäten sind bisher nicht bekannt.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

1 Jahr


Haltbarkeit nach Verdünnung

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für 24 Stunden bei Raumtemperatur sowie für 72 Stunden bei 2-8 °C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden.

Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 24 Stunden bei 2-8 °C aufzubewahren.


Haltbarkeit nach Anbruch

Nicht verwendete Reste sind zu verwerfen.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Die Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Im Kühlschrank (2-8 °C) lagern.


Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort, nachdem es Raumtemperatur angenommen hat, zur Injektion verwendet werden. Zur Infusion sollte es unmittelbar nach der Verdünnung in 0,9%iger (w/v) Natriumchloridlösung in Weichkunststoff-PVC- Beuteln verwendet werden.


Weitere Hinweise siehe Abschnitte 6.3 und 6.6.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Klarglasampullen (Typ I Glas, Ph.Eur.) mit je 1 ml Injektionslösung


Packungen mit 5, 10, 20 und 50 Ampullen


Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

CalciHEXAL soll optisch begutachtet werden. Falls die Lösung nicht klar und farblos ist, Partikel enthält oder beschädigt ist, ist das Arzneimittel nicht anzuwenden.


Die Verdünnung mit Natriumchlorid-Lösung 0,9 % oder Glucose-Lösung 5 % sollte immer erst unmittelbar vor der Anwendung zubereitet werden.


Die Ampullen sind nur zur einmaligen Anwendung. Verbleibender Inhalt muss entsorgt werden. Für eine intramuskuläre oder subkutane Anwendung sollte das Arzneimittel vor der Anwendung Raumtemperatur angenommen haben.


Hinweis zur Handhabung der OPC (one-point-cut)-Ampullen

Anfeilen nicht mehr erforderlich.


Punkt nach oben. Im Ampullenspieß befindliche Lösung durch Klopfen oder Schütteln nach unten fließen lassen.


Ampullenspieß vom Punkt nach hinten wegbrechen.

  1. Inhaber der Zulassungen

HEXAL AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: medwiss@hexal.com

  1. Zulassungsnummern

CalciHEXAL 50

27952.00.00


CalciHEXAL 100

27952.01.00

  1. Datum der Erteilung der Zulassungen/Verlängerung der Zulassungen

06.02.1996/27.09.2006

  1. Stand der Information

Mai 2013

  1. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

Stand: 05/2013 ÄA Seite 14 von 14

Calcihexal 50