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Pädiatrische Elektrolytlösung 1

Document: 29.10.2012   Gebrauchsinformation (deutsch) change

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Gebrauchsinformation:Information für Anwender


Pädiatrische Elektrolytlösung 1, Infusionslösung


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.


Was in dieser Packungsbeilage steht


1. Was ist Pädiatrische Elektrolytlösung 1 und wofür wird sie angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Pädiatrische Elektrolytlösung 1 beachten?

3. Wie ist Pädiatrische Elektrolytlösung 1 anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Pädiatrische Elektrolytlösung 1 aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen



Was ist Pädiatrische Elektrolytlösung 1 und wofür wird sie angewendet?


Pädiatrische Elektrolytlösung 1 ist eine Salzlösung mit Kohlenhydraten für Säuglinge und Kleinkinder, die als Venentropf gegeben wird.




Was sollten Sie vor der Anwendung von Pädiatrische Elektrolytlösung 1 beachten?


Pädiatrische Elektrolytlösung 1 darf nicht angewendet werden,


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Während das Kind Pädiatrische Elektrolytlösung 1 erhält, werden Körperflüssigkeitsspiegel, Salzkonzentrationen und Blutzucker in seinem Blut kontrolliert, um sicherzustellen, dass sie im normalen Bereich bleiben.


Das Produkt sollte bei Kindern mit einer angeborenen Lactatverwertungsstörung nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung verwendet werden.


Bei langfristiger parenteraler Therapie ist eine ausreichende Zufuhr von Nährstoffen erforderlich.


Weitere Hinweise siehe Abschnitt „Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt".


Anwendung von Pädiatrische Elektrolytlösung 1 zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn das Kind andere Arzneimittel einnimmt oder andere Arzneimittel angewendet werden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen oder angewendet wurden oder beabsichtigt ist, andere Arzneimittel einzunehmen oder anzuwenden.


Ihr Arzt weiß über die Wechselwirkungen Bescheid, die bei einer Kombination von Pädiatrische Elektrolytlösung 1 und anderen Arzneimitteln auftreten können. Er wird sorgfältig darauf achten, dass die Infusion, die das Kind erhält, richtig dosiert ist.


Einige Arzneimittel können nicht mit Pädiatrische Elektrolytlösung 1 gemischt werden. Arzneimittel dürfen nur dann zugesetzt werden, wenn sicher ist, dass diese unbedenklich mit Pädiatrische Elektrolytlösung 1 gemischt werden können.


Hinweise für medizinisches Fachpersonal zu Wechselwirkungen und Inkompatibilität: siehe Abschnitt „Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt".



Wie ist Pädiatrische Elektrolytlösung 1 anzuwenden?


Dieses Arzneimittel wird durch einen Arzt oder medizinisches Fachpersonal angewendet.


Die empfohlene Dosis beträgt:


Dauertropf entsprechend dem Elektrolyt- und Flüssigkeitsbedarf. Bei physiologischer Stoffwechsellage soweit nicht anders verordnet:


Anwendung bei Kindern

Pädiatrische Elektrolytlösung 1 ist geeignet für Säuglinge und Kleinkinder von 0 – 24 Monaten.


Maximale Infusionsgeschwindigkeit:

Säuglinge:

Ca. 4 – 6 ml/kg KG und Stunde ^0,2 – 0,3 g Glucose/kg KG und Stunde.


Kleinkinder bis zum Ende des 2. Lebensjahres:

3,5 – 5 ml/kg KG und Stunde ^0,175 – 0,25 g Glucose/kg KG und Stunde.


Maximale Tagesdosis:

Säuglinge:

Ca. 100 – 140 ml/kg KG ^ 5,0 – 7,0 g Glucose/kg KG, 3,5 – 4,9 mmol Natrium/kg KG und 1,8 – 2,52 mmol Kalium/kg KG.


Kleinkinder bis zum Ende des 2. Lebensjahres:

80 – 120 ml/kg KG ^4,0 - 6,0 g Glucose/kg KG, 2,8 – 4,2 mmol Natrium/kg KG und 1,44 – 2,16 mmol Kalium/kg KG.


Die allgemeinen Grundsätze für die Anwendung und Dosierung von Kohlenhydraten sowie die Richtlinien zur Flüssigkeitszufuhr sind zu beachten.


Die maximale Tagesdosis für Glucose beträgt:


Wird Pädiatrische Elektrolytlösung 1 zusammen mit anderen Infusionslösungen angewendet, sind bei der Dosierung die für das jeweilige Lebensalter geltenden Richtwerte für die Gesamtflüssigkeitszufuhr zu berücksichtigen.


Art der Anwendung

Intravenöse Anwendung. Zur periphervenösen Infusion.

Dieses Arzneimittel wird über einen Venentropf verabreicht.


Dauer der Anwendung

Pädiatrische Elektrolytlösung 1 wird nach Anweisung des Arztes bis zum Ausgleich der Störungen des Salz- und Wasserhaushaltes angewendet.


Wenn Sie eine größere Menge von Pädiatrische Elektrolytlösung 1 erhalten haben, als Sie sollten

Wenn das Kind aus Versehen zu viel Lösung erhalten hat oder die Lösung zu schnell gegeben worden ist, können beispielsweise folgende Symptome auftreten:


Bei klinischen Anzeichen einer Überinfusion wird die Infusion sofort gedrosselt oder abgebrochen und eine geeignete Korrekturbehandlung eingeleitet.


Die erforderlichen Maßnahmen sind unter „Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt" aufgeführt.


Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.



Welche Nebenwirkungen sind möglich?


Nebenwirkungen können als Symptome von Überdosierung auftreten, siehe Abschnitt 3 unter „Wenn Sie eine größere Menge Pädiatrische Elektrolytlösung 1 angewendet haben, als Sie sollten".


Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.


Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.


Häufig bis sehr häufig:

erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie), erhöhte Urinausscheidung (Polyurie)


Nicht bekannt:

Überempfindlichkeitsreaktionen bei Infusion von Magnesiumsalzen, die als Hautausschlag auftreten können.

Durch die Verabreichungsmethode verursachte Fieberreaktionen, Infektionen an der Injektionsstelle, lokale Schmerzen oder Reaktionen, Venenreizung, Blutgerinnsel in den Venen, von der Injektionsstelle ausgehende Venenentzündung, Austritt von Infusionslösung in das neben der Vene gelegene Gewebe (Paravasation).


Unerwünschte Wirkungen können auch durch der Lösung zugesetzte Arzneimittel ausgelöst werden. Deren Wahrscheinlichkeit hängt von der Art des zugesetzten Arzneimittels ab.


Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.



Wie ist Pädiatrische Elektrolytlösung 1 aufzubewahren?


Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.


Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats


Nicht über 25 °C lagern.


Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: Trübung der Lösung oder Beschädigung des Behältnisses.


Nach einem Anwendungsgang nicht verbrauchte Infusionslösung ist zu verwerfen.



Inhalt der Packung und weitere Informationen


Was Pädiatrische Elektrolytlösung 1 enthält

Die Wirkstoffe sind: Natriumchlorid, Natriumacetat-Trihydrat, Kaliumchlorid,

Calciumchlorid-Dihydrat, Magnesiumchlorid-Hexahydrat, L-Äpfelsäure, Wasserhaltiges Natriumglycerophosphat (Ph.Eur.) mit ca. 5 H2O,

Glucose-Monohydrat (Ph.Eur), Salzsäure 25 %


1000 ml Infusionslösung enthalten:


Natriumchlorid 0,2922 g

Natriumacetat-Trihydrat 2,722 g

Kaliumchlorid 1,343 g

Calciumchlorid-Dihydrat 0,147 g

Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,305 g

L-Äpfelsäure 0,0268 g

Wasserhaltiges Natriumglycerophosphat

(Ph.Eur.) mit ca. 5 H2O 1,531 g

Glucose-Monohydrat (Ph.Eur.) 55,0 g

^wasserfreie Glucose 50,0 g

Salzsäure 25 % 1,1343 g


Elektrolyte:


Na+ 35 mmol/l Cl - 35,8 mmol/l

K+ 18 mmol/l Acetat - 20 mmol/l

Ca 2+ 1 mmol/l Malat 2- 0,2 mmol/l

Mg 2+ 1,5 mmol/l Phosphat 3- 5 mmol/l


Gesamtenergie 840 kJ/l ^200 kcal/l

pH-Wert 5,0 - 5,5

Titrationsacidität 6 - 10 mmol NaOH/l

theor. Osmolarität 394 mosm/l


Die sonstigen Bestandteile sind: Wasser für Injektionszwecke,

Salzsäure 25 %,

Natriumhydroxid


Wie Pädiatrische Elektrolytlösung 1 aussieht und Inhalt der Packung


Pädiatrische Elektrolytlösung 1 ist eine klare, farblose bis leicht gelbliche Infusionslösung.


Pädiatrische Elektrolytlösung 1ist in folgenden Packungen erhältlich:



Polyethylenflaschen zu 250 ml, 500 ml

Packungen zu 10 x 250 ml, 20 x 250 ml, 30 x 250 ml, 10 x 500 ml, 20 x 500 ml


Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller


Fresenius Kabi Deutschland GmbH

61346 Bad Homburg v.d.H.

Deutschland


Zusätzlicher Hersteller


Fresenius Kabi Poland Sp. z o.o.

ul. Sienkiewicza 25

99-300 Kutno

Polen



Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2012.


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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:


Kontrollen des Serumionogramms und der Wasserbilanz sind erforderlich.


Die Anwendung von Glucose kann in der Postaggressionsphase, insbesondere bei zuvor unbekanntem Diabetes mellitus, zum Ansteigen der Blutglucose (Hyperglykämie) bis hin zum hyperosmolaren Koma, das eine hohe Letalität aufweist, führen. Gleichzeitige Insulintherapie kann gerade in dieser Phase gestörter Regulation zu rasch auftretender schwerwiegender Hypoglykämie führen.


Eine engmaschige Überwachung der Blutglucosekonzentration ist daher erforderlich.


Bei starkem Anstieg der Blutglucose sollte die Infusion unterbrochen und Blutzuckerspitzen evtl. mit Insulin therapiert werden.


Zur Vermeidung von Überdosierungen, insbesondere bei Einsatz höher konzentrierter Lösungen, ist die Zufuhr über Infusionspumpen zu empfehlen.


Als Kohlenhydrat sollte bei Kindern grundsätzlich nur Glucose angewendet werden, da über die Verträglichkeit von Xylitol noch keine ausreichenden Daten vorliegen.


Therapie bei Überdosierung:


Bei klinischen Anzeichen einer Überinfusion soll die Infusion gedrosselt, nötigenfalls abgesetzt werden.


Die in Abschnitt 2 genannten Störungen können durch Insulingabe und Elektrolytbilanzierung behandelt werden. Bei Überwässerung ist die Gabe von schnell wirksamen Diuretika zu erwägen.


Bei Überdosierung von Arzneimitteln, die der Infusionslösung zugesetzt wurden, hängen Anzeichen und Symptome der Überdosierung von der Art des zugesetzten Arzneimittels ab. Im Falle einer versehentlichen Überdosierung ist die Behandlung abzusetzen und der Patient auf die für das zugesetzte Arzneimittel typischen Anzeichen und Symptome der Überdosierung hin zu beobachten. Erforderlichenfalls sind die geeigneten symptomatischen und unterstützenden Maßnahmen zu ergreifen.


Wechselwirkungen:


Bei gleichzeitiger Gabe von Suxamethonium und kaliumhaltigen Infusionslösungen können klinisch relevante Hyperkaliämien ausgelöst werden, die sich ihrerseits negativ auf den

Herzrhythmus auswirken können.


Inkompatibilitäten:


Beim Mischen mit anderen Arzneimitteln ist zu beachten, dass die Lösung einen sauren pH-Wert aufweist. Dies kann zu Ausfällungen in der Mischung führen.


Pädiatrische Elektrolytlösung 1 darf mit Lösungen, die anorganisches Phosphat, Hydrogencarbonat/Carbonat oder Oxalat enthalten, nicht gemischt werden.


Glucosehaltige Lösungen dürfen nicht gleichzeitig in demselben Schlauchsystem mit Blutkonserven verabreicht werden, da dies zu einer Pseudoagglutination führen kann.


Aufgrund des Calciumgehaltes darf die Lösung im Falle einer gleichzeitigen Bluttransfusion nicht durch dasselbe Transfusionsgerät infundiert werden.


Weitere Hinweise zur Handhabung


Aufgrund des Calciumgehaltes sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um zu vermeiden, dass die Lösung während der Infusion neben die Vene gelangt (Vermeidung einer Paravasation).


Bei Zugabe von anderen Arzneimitteln sind die allgemein geltenden Regeln für das Mischen von Arzneimitteln zu beachten (z. B. Keimfreiheit, Kompatibilität und vollständige Mischung).


Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel unmittelbar verwendet werden, wenn Additive zugesetzt wurden. Falls dieses nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Bedingungen der Aufbewahrung bis zur Anwendung verantwortlich, die normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C – 8 °C dauern soll.



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