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Pädiatrische Elektrolytlösung 1

Document: 10.07.2006   Gebrauchsinformation (deutsch) change

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G E B R A U C H S I N F O R M A T I O N




Pädiatrische Elektrolytlösung 1



Zusammensetzung


1000 ml enthalten:


Arzneilich wirksame Bestandteile


Natriumchlorid 0,2922 g

Natriumacetat 3 H2O 2,722 g

Kaliumchlorid 1,343 g

Calciumchlorid 2 H2O 0,147 g

Magnesiumchlorid-Hexahydrat 0,305 g

L-Äpfelsäure 0,0268 g

Glycerol-1/2-dihydrogenphophat, 1,531 g

Gemisch der Dinatriumsalze 5 H2O


Glucose-Monohydrat Ph. Eur. 55,0 g

= wasserfreie Glucose 50,0 g

Salzsäure 25 % 1,1343 g



Elektrolyte:


Na+ 35 mmol/l Cl- 35,8 mmol/l

K+ 18 mmol/l Acetat- 20 mmol/l

Ca++ 1 mmol/l Malat-- 0,2 mmol/l

Mg++ 1,5 mmol/l Phosphat 5 mmol/l



Sonstige Bestandteile:


Wasser für Injektionszwecke, Natriumhydroxid, Salzsäure 25 %


Gesamtenergie 840 kJ/l = 200 kcal/l

pH-Wert 5,0 - 5,5

Titrationsacidität 6 - 10 mmol NaOH/l

theor. Osmolarität 394 mosm/l




Darreichungsform und Inhalt


Infusionslösung

Glasflaschen mit 100 ml, 250 ml, 500 ml bzw. 1000 ml Inhalt

Plastikflaschen (PE) mit 250 ml bzw. 500 ml Inhalt


Stoff oder Indikationsgruppe


Zufuhr von Wasser und Elektrolyten mit niedrigprozentigem Kohlenhydratanteil




Name und Anschrift des pharmazeutischen Unternehmers und Herstellers


Fresenius Kabi Deutschland GmbH

D - 61346 Bad Homburg v. d. H.

Tel.: 06172 / 686 - 0


Hersteller (für 250 ml-PE-Behältnisse):


Fresenius Kabi Poland Sp. z o.o.

ul Sienkiewicza 25

P-99-300 Kutno, Poland




Anwendungsgebiete


Zur Deckung des Wasser- und Elektrolytbedarfs prä- und postoperativ bei Säuglingen und Kleinkindern bis zum Ende des 2. Lebensjahres mit normaler Stoffwechselfunktion. Zur partiellen Deckung des Bedarfs an Glucose zur Vermeidung niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämien). Geeignet als Trägerlösung für kompatible Medikamente und Elektrolytkonzentrate.




Gegenanzeigen


Störungen des Wasser-, Elektrolyt- und Säuren-Basen-Haushaltes. Eingeschränkte Nierenfunktion (Niereninsuffizienz), Überwässerungszustände (Hyperhydratation), erhöhter Kaliumgehalt im Blut (Hyperkaliämie), überhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie), erniedrigter Natriumgehalt im Blut (Hyponatriämie), Elektrolytverluste (hypotone Dehydratation).




Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise


Kontrollen des Serumionogramms und der Wasserbilanz erforderlich.


Der Blutzuckerspiegel muss regelmäßig kontrolliert werden.


Bei starkem Anstieg der Blutglucose sollte die Infusion unterbrochen und Blutzuckerspitzen evtl. mit Insulin therapiert werden.


Bei Verabreichung von Kohlenhydratlösungen, gleich welcher Konzentration, sind Blutzu- ckerkontrollen dringend anzuraten.


Glucosehaltige Lösungen dürfen nicht gleichzeitig in demselben Schlauchsystem mit Blutkonserven verabreicht werden, da dies zu einer Pseudoagglutination führen kann.


Zur Vermeidung von Überdosierungen, insbesondere bei Einsatz höher konzentrierter Lösungen, ist die Zufuhr über Infusionspumpen zu empfehlen.


Pädiatrische Elektrolytlösung 1 darf mit Lösungen, die anorganisches Phosphat oder Carbonat enthalten, nicht gemischt werden.


Beim Zumischen anderer Arzneimittel ist zu beachten, dass Pädiatrische Elektrolytlösung 1 einen sauren pH-Wert aufweist.


Bei Zugabe von Arzneimitteln ist auf hygienisch einwandfreies Zuspritzen, gute Durchmi-schung und Kompatibilität zu achten. Auf keinen Fall darf Pädiatrische Elektrolytlösung 1 nach dem Zusatz von Medikamenten aufbewahrt werden.




Wechselwirkungen mit anderen Mitteln


Bei gleichzeitiger Gabe von Suxamethonium und Kalium können erhebliche Hyperkaliämien ausgelöst werden, die sich ihrerseits negativ auf den Herzrhythmus auswirken können.




Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung


Dauertropf entsprechend dem Elektrolyt- und Flüssigkeitsbedarf. Bei physiologischer Stoffwechsellage soweit nicht anders verordnet:


Maximale Infusionsgeschwindigkeit:


Säuglinge:

Ca. 4 - 6 ml/kg KG und Stunde = 0,2 - 0,3 g Glucose/kg KG und Stunde.


Kleinkinder bis zum Ende des 2. Lebensjahres:

3,5 - 5 ml/kg KG und Stunde = 0,175 - 0,25 g Glucose/kg KG und Stunde.



Maximale Tagesdosis:


Säuglinge:

Ca. 100 - 140 ml/kg KG = 5,0 - 7.0 g Glucose/kg KG, 3,5 – 4,9 mmol Natrium/kg KG und 1,8 – 2,52 mmol Kalium/kg KG.


Kleinkinder bis zum Ende des 2. Lebensjahres:

80 - 120 ml/kg kG = 4,0 - 6,0 g Glucose/kg KG, 2,8 – 4,2 mmol Natrium/kg KG und 1,44 – 2,16 mmol Kalium/kg KG.


Die allgemeinen Grundsätze für die Anwendung und Dosierung von Kohlenhydraten sowie die Richtlinien zur Flüssigkeitszufuhr sind zu beachten.



Zur periphervenösen Infusion.


Pädiatrische Elektrolytlösung 1 wird nach Anweisung des Arztes bis zum Ausgleich der Störungen des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes angewendet.


Anwendungsfehler und Überdosierung


Bei Überdosierung besteht wegen des hohen Kaliumgehaltes die Gefahr eines erhöhten Kaliumgehaltes im Blut (Hyperkaliämie). Außerdem kann es zu erhöhten Glucosewerten im Blut (Hyperglykämie) und zu Störungen im Säuren-Basen- und Elektrolythaushalt kommen.


Bei starkem Anstieg der Blutglucose sollte die Infusion unterbrochen und Blutzuckerspitzen evtl. mit Insulin therapiert werden.


Im Falle einer Überwässerung (Hyperhydratation) ist die Infusion zu stoppen und gegebenenfalls rasch wirkende Entwässerungsmittel (Diuretika) einzusetzen.




Nebenwirkungen


Keine bekannt.




Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit


Nicht über 25°C aufbewahren!


Das Verfalldatum dieser Flasche ist auf dem Etikett aufgedruckt. Verwenden Sie Pädiatrische Elektrolytlösung 1 nicht mehr nach diesem Datum!


Nach einem Anwendungsgang nicht verbrauchte Infusionslösung ist zu verwerfen.


Nur verwenden, wenn Lösung klar und Behältnis unbeschädigt.


Pädiatrische Elektrolytlösung 1 darf auf keinen Fall nach dem Zusatz anderer Komponenten aufbewahrt werden!




Stand der Information


April 2006



...pal-paediatrischeelektrolytloesung1-April2006.doc