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Ecolicin-augensalbe



Gebrauchsinformation Ecolicin-augensalbe

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben


Gebrauchsinformation: Information für den Anwender


Ecolicin Augensalbe

1 g Augensalbe enthält 7,43 mg Erythromycinlactobionat und 11,90 mg Colistimethat-Natrium



Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, dennsie enthält wichtigeInformationen für Sie.


- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals

lesen.

- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder

Apotheker.

- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben und darf nicht an Dritte

weiter gegeben werden. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese das

gleiche Krankheitsbild haben wie Sie.

- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben

sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


1. Was ist Ecolicin®Augensalbe und wofür wird sie angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Ecolicin®Augensalbe beachten?

3.Wie ist Ecolicin®Augensalbe anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Ecolicin®Augensalbe aufzubewahren?

6. Weitere Angaben


1. Was ist Ecolicin Augensalbe und wofür wird sie angewendet?

Ecolicin Augensalbe ist ein Antibiotikum.


Ecolicin Augensalbe wird angewendet bei:

Infektionen des äußeren Augenabschnittesdurch pathogene Bakterien, die auf Erythromycin und/oder Colistin ansprechen.


2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Ecolicin Augensalbe beachten?


Die Ecolicin Augensalbe darf nicht angewendet werden:

Bei bestehender Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe sollten Sie Ecolicin® Augensalbe nicht anwenden.


Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ecolicin Augensalbe ist erforderlich:

Bei Überempfindlichkeit gegen ein anderes Makrolidantibiotikum ist eine Kreuzallergie nicht auszuschließen.

Langfristige und wiederholte Anwendung von Erythromycin kann zu einer Superinfektion oder Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen führen.

Bei der Behandlung mit Ecolicin® Augensalbe dürfen keine Kontaktlinsen getragen werden.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung von Ecolicin®Augensalbe sind in Abschnitt 4 (Welche Nebenwirkungen sind möglich?) aufgeführt.


Bei der Anwendung von Ecolicin Augensalbe mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


Dieses Medikament darf generell nicht in Kombination mit den folgenden Medikamenten angewendet werden:

Erythromycin sollte möglichst nicht mit Lincomycin, Clindamycin oder Chloramphenicol kombiniert werden, da diese Stoffe die Wirkung des Erythromycins vermindern könnten.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.


Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine dokumentierten Erfahrungen mit einer Anwendung von Ecolicin®Augensalbe an Schwangeren vor. Aufgrund der geringen Aufnahme der Wirkstoffe in den Blutkreislauf bei bestimmungsgemäßer Anwendung können Sie Ecolicin®Augensalbe auf Anweisung Ihres Arztes während der Schwangerschaft anwenden.


Stillzeit

Aufgrund der geringen Aufnahme der Wirkstoffe in den Blutkreislauf bei bestimmungsgemäßer Anwendung, können Sie Ecolicin®Augensalbe auf Anweisung Ihres Arztes während der Stillzeit anwenden. Aus Sicherheitsgründen sollte ein Kontakt des Säuglings mit der Augensalbe vermieden werden.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Dieses Arzneimittel beeinflusst auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Sehleistung und somit das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr, das Bedienen von Maschinen oder das Arbeiten ohne sicheren Halt.


3. Wie ist Ecolicin Augensalbe anzuwenden?


Wenden Sie Ecolicin®Augensalbeimmer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind!


Art der Anwendung

Zur Anwendung am Auge.


Dosierung

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Ecolicin®Augensalbe nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Ecolicin®Augensalbe sonst nicht richtig wirken kann!

Es wird mehrmals täglich ein Salbenstrang von ½ bis 1 cm Länge in den Bindehautsack eingestrichen.

Ziehen Sie das Unterlid herunter. Der Bindehautsack liegt frei.

Bringen Sie einen Salbenstrang in den Bindehautsack ein.

Jetzt schließen Sie die Lider. Durch Bewegung des Augapfels wird die Salbe im gesamten Auge verteilt.

Die Augensalbe empfiehlt sich aufgrund der längeren Verweildauer am Auge für die

Behandlung während der Nacht, wodurch man eine Verlängerung des therapeutischen Effektes erzielt.


Ecolicin®Augensalbe kann in Kombination mit Ecolicin®Augentropfen eingesetzt werden.


Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Nach 5-7 Tagen ist die Infektion normalerweise abgeklungen. Die Behandlung sollte

dann noch zusätzlich für 2-3 Tage fortgesetzt werden. Nur in begründeten Fällen darf

die Anwendungsdauer 14 Tage überschreiten.


Wenn Sie eine größere Menge Ecolicin Augensalbe angewendet haben als Sie sollten:

Bei lokaler Anwendung von Erythromycin und Colistin am Auge ist die Resorption toxischer Mengen unwahrscheinlich.


Wenn Sie eine Anwendung von Ecolicin Augensalbe vergessen haben:

Bitte verfahren Sie weiter wie unter "Dosierungsanleitung" beschrieben.


Wenn Sie die Anwendung von Ecolicin Augensalbe abbrechen:

Mit dieser Maßnahme gefährden Sie den Behandlungserfolg.


4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?


Wie alle Arzneimittel kann Ecolicin®Augensalbe Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten müssen.



Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:


Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar


Mögliche Nebenwirkungen:

In seltenen Fällen können lokale Überempfindlichkeiten gegen die Inhaltsstoffe auftreten.

Systemische Nebenwirkungen sind applikations- und dosisabhängig und treten nach lokaler Applikation aufgrund der geringen Resorption der Wirkstoffe nicht auf.


Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.


5. Wie ist Ecolicin Augensalbe aufzubewahren?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!

Das Verfallsdatum ist auf der Tube und der Faltschachtel aufgedruckt. Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum!


Aufbewahrungsbedingungen:

Die Augensalbe nicht über 25° C aufbewahren.


Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch:

Nach dem ersten Öffnen der Tube ist die Augensalbe 30 Tage verwendbar.



6. Weitere Informationen


Was Ecolicin Augensalbe enthält:

Die Wirkstoffe sind:

1 g Augensalbe enthält Erythromycinlactobionat 7,43 mg (entspr. 5,0 mg Erythromycin) und

Colistimethat-Natrium 11,90 mg (entspr. 5,0 mg Colistin).


Die sonstigen Bestandteile sind:

Dickflüssiges Paraffin, Weißes Vaselin


Wie Ecolicin Augensalbe aussieht und Inhalt der Packung:

Weiß-getrübte halbtransparente Salbe

Tube mit 3,5 g Augensalbe


Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:


Dr. Gerhard Mann

Chem.-pharm. Fabrik GmbH

Brunsbütteler Damm 165-173

13581 Berlin

Telefon: 030 / 33093-5050

Telefax: 030 / 33093-350

E-Mail: ophthalmika@bausch.com



Mitvertrieb durch:

Bausch & Lomb GmbH

Brunsbütteler Damm 165-173

13581 Berlin

Telefon: 030 / 33093-5053

Telefax: 030 / 33093-350

E-Mail: ophthalmika@bausch.com


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im:


April 2009


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(Logo Bausch&Lomb)


(Druck-Nr.)

(EDV-Nr.)



in Lizenz von:

Santen Pharmaceutical Co., Ltd., 9-19, Shimoshinjo 3-chome, Higashi Yodogawa-ku, Osaka, Japan


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Ecolicin® Augensalbe/Prod.-Nr.: 449/ENR: 0378046/Deutschland

08.04.2009 Seite 10 von 10

Ecolicin-Augensalbe

Fachinformation Ecolicin-augensalbe



Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben


FACHINFORMATION


l. Bezeichnung des Arzneimittels

Ecolicin®Augensalbe

7,43 mg Erythromycinlactobionat (entspr. 5,0 mg Erythromycin) und

11,90 mg Colistimethat-Natrium (entspr. 5,0 mg Colistin) pro Gramm Augensalbe


2. Qualitative und quantitativeZusammensetzung

Wirkstoff

1 g Augensalbe enthält:

Erythromycinlactobionat 7,43 mg (entspr. 5,0 mg Erythromycin)

Colistimethat-Natrium 11,90 mg (entspr. 5,0 mg Colistin)


Sonstige Bestandteile

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1


3. Darreichungsform

Augensalbe


4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Ecolicin® Augensalbe findet Anwendung bei Infektionen des äußeren Augenabschnittes

durch pathogene Bakterien, die auf Erythromycin und/oder Colistin ansprechen.


4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Es wird mehrmals täglich ein Salbenstrang von ½ bis 1 cm Länge in den Bindehautsack eingestrichen.

Durch Herunterziehen des unteren Lides wird der Bindehautsack frei, in den dann der Salbenstrang eingebracht wird. Durch Schließen der Lider und Bewegen des Augapfels erfolgt eine Verteilung der Salbe.


Ecolicin®Augentropfen und Ecolicin® Augensalbe können in Kombination eingesetzt

werden.

Aufgrund der längeren Verweildauer am Auge empfiehlt sich Ecolicin® Augensalbe für die Behandlung während der Nacht, wodurch man eine Verlängerung des therapeutischen Effektes erzielt. Ecolicin® Augensalbe ist aber wegen ihrer guten Haftfähigkeit bei Lidentzündungen auch tagsüber angezeigt.

Nach 5-7 Tagen ist die Infektion normalerweise abgeklungen. Die Behandlung sollte

dann noch zusätzlich für 2-3 Tage fortgesetzt werden. Nur in begründeten Fällen darf

die Anwendungsdauer 14 Tage überschreiten.


4.3 Gegenanzeigen


Bei bestehender Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe sollte das Präparat nicht angewendet werden.


Bei Überempfindlichkeit gegen ein anderes Makrolidantibiotikum ist eine Kreuzallergie nicht auszuschließen.


Bei der Anwendung von Ecolicin®Augensalbe in der Schwangerschaft und Stillzeit

sollten Nutzen und Risiko sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.


4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Langfristige und wiederholte Anwendung von Erythromycin kann zu einer Superinfektion oder Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen führen.


Bei der Behandlung mit Ecolicin® Augensalbe dürfen keine Kontaktlinsen getragen

werden.


Dieses Arzneimittel beeinflusst auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Sehleistung und somit das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr, das Bedienen von Maschinen oder das Arbeiten ohne sicheren Halt.


Weitere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung von Ecolicin® Augensalbe sind unter

Gegenanzeigen“ und „Nebenwirkungen“ aufgeführt.


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Erythromycin sollte möglichst nicht mit Lincomycin, Clindamycin oder Chloramphenicol kombiniert werden, da hinsichtlich der antimikrobiellen Wirkung in vitro ein antagonistischer Effekt beobachtet wurde.


4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine dokumentierten Erfahrungen mit einer Anwendung von Ecolicin Augensalbe an Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien mit Colistin zeigen eine Reproduktionstoxizität (siehe 5.3). Aufgrund der geringen Resorption der Wirkstoffe bei bestimmungsgemäßer Anwendung kann Ecolicin Augensalbe während der Schwangerschaft nach sorgfältiger Nutzen-/Risikoabwägung angewendet werden.


Stillzeit

Aufgrund der geringen Resorption bei bestimmungsgemäßer Anwendung kann

Ecolicin Augensalbe während der Stillzeit bei entsprechender Indikation angewendet werden . Aus Sicherheitsgründen sollte ein Kontakt des Säuglings mit der Augensalbe vermieden werden.




4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel beeinflusst auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Sehleistung und somit das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr, das Bedienen von Maschinen oder das Arbeiten ohne sicheren Halt.


4.8 Nebenwirkungen

In seltenen Fällen können lokale Überempfindlichkeiten gegen die Inhaltsstoffe auftreten.

Systemische Nebenwirkungen sind applikations- und dosisabhängig und treten nach lokaler Applikation aufgrund der geringen Resorption der Wirkstoffe nicht auf.


4.9 Überdosierung:Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel

Bei lokaler Anwendung von Erythromycin und Colistin am Auge ist die Resorption toxischer Mengen unwahrscheinlich.


5. Pharmakologische Eigenschaften


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Ophthalmologische Antibiotikakombination mit synergistischer Wirkung


ATC-Code: S01AX30


Wirkungsweise:

Erythromycin wird reversibel an die Ribosomen gebunden, hemmt die Translocase und somit die Proteinsynthese. Colistin gehört zu den zyklischen Polypeptiden und greift die Zytoplasmamembran der Bakterien an.


Grenzwerte:

Zur Einstufung der Bakterien als empfindlich oder resistent fanden primär die Empfehlungen im Beiblatt 1 zur DIN 58940-4 (2004) Berücksichtigung: Colistin (sensibel 0,5 mg/l, resistent >2 mg/l), Erythromycin (sensibel 1 mg/l, resistent >4 mg/l).


Antibakterielles Spektrum:

Die wirksamen Bestandteile Erythromycin bzw. Colistin sind anerkannte Antibiotika mit sich ergänzendem Wirkungsspektrum.

Erythromycin ist in der Regel gut wirksam gegen grampositive bzw. gramnegative Erreger, wie Streptokokken, Pneumokokken, Staphylokokken, Chlamydien, Legionellen, Gonokokken, Meningokokken u.a. Als resistent zu betrachten sind Enterobakterien, Enterokokken, Pseudomonaden und fermentierende Stäbchenbakterien.


Das Wirkspektrum von Colistin beschränkt sich auf gramnegative Erreger, wie E.coli, Enterobacter- und Klebsiella-Arten, Salmonellen, Pseudomonas aeruginosa und Haemophilus influenzae. Resistent sind z.B. alle Proteus-Arten und grampositive Bakterien.


Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind – insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen – lokale Informationen über die Resistenzsituation wünschenswert. Sollte auf Grund der lokalen Prävalenz der Resistenz die Anwendung von Ecolicin zumindest bei einigen Infektionen bedenklich erscheinen, sollte eine Beratung durch Experten angestrebt werden.

Insbesondere bei schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine mikro-biologische Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenüber Erythromycin bzw. Colistin anzustreben.

Die unten angegebenen Informationen stammen aus einer aktuellen Resistenztestungsstudie mit 1470 Isolaten okulären Ursprungs (überwiegend externe Abstriche) aus 35 deutschen Zentren. Die genannten aeroben Bakterien stellen daher ein repräsentatives Bild der bei Augeninfektionen in Deutschland in Frage kommenden Keime dar. Es ist davon auszugehen, dass in anderen Ländern die Häufigkeitsverteilung der ophthalmologisch relevanten Bakterien nicht identisch, aber ähnlich sein wird, so dass die unten aufgeführten Keime auch dort die häufigsten Verursacher bakterieller Infektionen der äußeren Augen sein werden.

Den Resistenzangaben liegen die o.g. Grenzwerte zugrunde, die sich auf systemische Anwendung beziehen. Bei lokaler Anwendung am Auge werden meist wesentlich höhere Konzentrationen des Antibiotikums erreicht, so dass eine klinische Wirksamkeit auch häufig bei Keimen gegeben ist, die im Laborversuch als resistent definiert wurden.


Erythromycin: üblicherweise empfindliche Spezies (Resistenzraten 10%)



Gram-negative Aerobier

Moraxella catarrhalis


Erythromycin:Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können (Resistenzraten > 10%)



Gram-positive Aerobier

Staphylococcus aureus

koagulase-negative Staphylokokken

Streptococcus pneumoniae

andere Streptokokken

Enterococcus

Corynebacteriae

Bacillus



Gram-negative Aerobier

Haemophilus influenzae

Haemophilus parainfluenzae

Acinetobacter baumannii

Acinetobacter lwoffii





Erythromycin: von Natur aus resistente Spezies

Gram-negative Aerobier

Enterobacteriaceae

Pseudomonas aeruginosa

Stenotrophomonas maltophilia


Colistin: üblicherweise empfindliche Spezies (Resistenzraten 10%)



Gram-negative Aerobier

Haemophilus influenzae

Enterobacteriaceae (Escherichia coli,Klebsiella oxytoca, Enterobacter cloacaeund Klebsiella pneumoniae)

Pseudomonas aeruginosa (Keime aus dem ambulanten Bereich)

Acinetobacter lwoffii

Moraxella catarrhalis


Colistin:Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können (Resistenzraten > 10%)



Gram-negative Aerobier

Haemophilus parainfluenzae

Acinetobacter baumannii

Stenotrophomonas maltophilia


Colistin: von Natur aus resistente Spezies

alle Gram-positiven Bakterien



Gram-negative Aerobier

Proteus mirabilis

Serratia marcescens



5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Selbst bei der Annahme einer Überdosierung und einer vollständigen Resorption der in 20 Tropfen Ecolicin®Augentropfen enthaltenen Wirkstoffmengen (je 5 mg Colistin bzw. Erythromycin) gelangt nur ein Bruchteil der für beispielsweise Säuglinge (6 Monate alt) empfohlenen oralen Tagesdosis (50 mg bzw. 150 mg) in den Bindehautsack. Minimale, nicht antibiotisch wirksame Mengen (etwa 2 bis 4 g) gelangen in das Kammerwasser. Bei Untersuchungen an Kaninchen konnte nach 4maliger Anwendung (15 Minuten Intervalle) von Ecolicin®Augentropfen im Urin und im Blut

keine antibiotische Aktivität als Zeichen einer systemischen Aufnahme nachgewiesen werden.

Im Kammerwasser wurden ca. 4 g Erythromycin und ca. 3 g Colistin nachgewiesen. Diese Mengen sind nicht antibiotisch wirksam.


5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Colistin war bei längerfristiger Verabreichung mittels unterschiedlicher Applikationsformen in hohen Dosierungen bei Ratte und Hund nephrotoxisch. In vitround in vivoUntersuchungen zur Mutagenität haben keinen Hinweis hinsichtlich eines klinisch relevanten genotoxischen Potentials von Colistin ergeben. Langzeituntersuchungen zum kanzerogenen Potential liegen nicht vor. Unzureichend dokumentierte reproduktionstoxikologische Untersuchungen, in denen Colistin bei Mäusen, Ratten und Kaninchen mittels unterschiedlicher Applikationsformen verabreicht wurde, erbrachten keine Hinweise auf teratogene Wirkungen. Embryotoxische Effekte (verzögerte Ossifikation, erhöhte Resorptionsraten) wurden bei i.v.-Applikation in höheren Dosierungen bei allen getesteten Spezies beobachtet. Die Fertilität männlicher und weiblicher Nager war nicht beeinträchtigt. Bei Ratten wurde ein negativer Einfluss auf die Geburtenrate und das Säugen festgestellt, die postnatale Entwicklung war nicht beeinträchtigt. Bei Mäusen führte die i.v.-Gabe von Colistin jedoch zu einer geringeren Spontanaktivität der Nachkommen.

Die akute und chronische orale Toxizität von Erythromycin ist gering. Präklinische

Untersuchungen zur Mutagenität und eine Langzeituntersuchung zur Erfassung des tumorerzeugenden Potentials waren negativ. Reproduktionsuntersuchungen an mehreren Tierspezies mit Erythromycin und seinen verschiedenen Salzen ergaben keine Hinweise auf Fertilitätsstörungen oder Embryo-/Fetotoxizität.


6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Dickflüssiges Paraffin, Weißes Vaselin


6.2 Inkompatibilitäten

Bisher sind keine Inkompatibilitäten bekannt.


6.3 Dauer der Haltbarkeit

Ecolicin®Augensalbe ist 2 Jahre haltbar und nach Anbruch höchstens 30 Tage verwendbar.

Die Augensalbe nach Ablauf der auf der Packung vermerkten Verwendbarkeitsdauer nicht mehr anwenden.


6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren !

Ecolicin®Augensalbe nicht über 25 ° C aufbewahren.


6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Augensalbe; 3,5 g - Tube


6.6 Besondere Vorsichtmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.


7. Inhaber der Zulassung


Dr. Gerhard Mann

Chem.-pharm. Fabrik GmbH

Brunsbütteler Damm 165-173

13581 Berlin

Telefon (030) 330 93 - 5050

Fax (030) 330 93 – 350

E-Mail: ophthalmika@bausch.com



8. Zulassungsnummer


6378046.00.00


9. Datum der Erteilung oder Verlängerung der Zulassung

29. April 2005


10. Stand der Information


April 2009

11. Verkaufsabgrenzung


Verschreibungspflichtig


Mitvertrieb durch

Bausch&Lomb GmbH

Brunsbütteler Damm 165-173

13581 Berlin

Telefon: (030) 33093 - 0

Telefax: (030) 33093 - 350

E-Mail: ophthalmika@bausch.com


in Lizenz von:

Santen Pharmaceutical Co., Ltd.,

9-19, Shimoshinjo 3-chome, Higashi Yodogawa-ku,

Osaka, Japan


(Logo Bausch&Lomb)

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Ecolicin Augensalbe / Prod.-Nr.: 449/ ENR: 6378046

08.04.2009 Seite 13 von 13

Ecolicin-Augensalbe